Klunzkken m. dass. wie  Klumpkken, 3: vereinz. QUE BA, 4: Vk-Anhalta 47 (BA), BE-Fr KlSchie Me.
Lautf.: Klunzkauken Id-Queb 4, Heimatgesch-Bad 30, BA-Bad Op, -kauknVk-Ask 145; -kuchenQUE-GrSchie, BE-Me, Vk-Anhalta 47; [glunsgn] BE-Fr KlSchie.
Kniestock m. ‘über die Balkenlage des Dachbodens hinausgehender Teil der Hauswand’ 4: BE-Fr.
Lautf.: [gndog].
Krückscheit m. ‘ Lenkscheit, Querholz, das die beiden Hinterenden der Deichselarme unter dem Langbaum verbindet’, dadurch wird ein Absinken der Deichsel verhindert, 4: BE-Fr.
Lautf.: [grigaid].
Kullerschössel f. dass. wie  Kuller 2., 4: BE-Fr Sa.
Lautf.: [gulresl].
Latschendorf NeckN für den ON Schackstedt, 4: BE-Fr.
Lautf.: [ldndrf].
Lodder m. 1. vorw. im Pl. ‘abgetragene, zerschlissene Kleidung’,  Lumpe(n), 3: verstr. s/sw elbostf., 4: BE-Fr – wassich nhawwe sinn bls noch laudor Loddorn BE-Fr. – 2. ‘Mensch, der viel Kleidung verbraucht’,  Rtdwel, 2: vereinz. ZE. – 3a. dass. wie  Lodderbast 2a., 4: BA-Ha, Spr-Anhalt 169. – 3b. n.(?) ‘unordentliche, liederliche Frau’,  Slampe, 2: STE-Sche.
Lautf., Gram.: Lodder Sg., Loddern Pl.; außerdem: [lodr] BA-Ha; [lodrn] Pl. QUE-Hau, BE-Fr.
Lüns(e) m., n., f. 1. ‘Vorstecker, durch die Achse gesteckter Nagel, der das Wagenrad vor dem Abgleiten von der Achse schützt’ 1: SA-Fa Roh, 2: Wb-Altm 129, JE2-GrWud, verstr. ZE, 3: verbr. elbostf., 4: BE-Fr.  Büssensticken Hülsensticken Kapselsticken Kopflö- ne 1Ln(e) Spannngel Splint Splintngel Stkel Stker Stksel Stick(en) Sticker Vrstkel Vrstkels Vrstker Wgenstick(en). – 2. dass. wie  Lünsstke(n), 2: GA-KloNeu, verbr. JE1, Vk-Anhalta 21 (ZE), Mda-Ma 61 (ZE-Dor), 3: verbr. w JE1 nö CA, 4: DE-Or.
Lautf.: Lüns(s)e, [lüns] JE2-GrWud, Mda-nwJe1a 46 (vereinz. nw JE1), WE-He; Lüns, Lünz SA-Fa Roh, Wb-Altm 129, GA-KloNeu; Lsse WE-Strö; [lins] verbr. mittleres/s JE1, verstr. ZE nö CA; Lin(t)zeVk-Anhalta 21 (ZE), ZE-Kö, JE1-Ca Pre, CA-Gli, DE-Or; linz BLA-Brau; Löns, Lönz GA-Esch, verstr. s WO w HA OSCH; Lens, Lenz verstr. ö/s elbostf., BE-Fr; Lensse WE-Dar La; Löhns, [lns] verstr. mittleres HA, OSCH-Ham Wu; [lents] Id-Eilsa 76; Lehns, Leenz WO-Ir Schn, HA-Ack Bar, OSCH-Crot Osch, verstr. WA n CA; ltze GA-Wef. – Gram.: -e: f.; außerdem: m. belegt GA-Wef; -ns, -nz: m.; außerdem: n. belegt HA-Bo NHa Ost, OSCH-Hor, WA-HDo Sche, WE-Oster. – Etym.: mnd. lüns, lünse, lönse, lüsse ‘Wagenlünse’ (HWb-Mnd 2,873), vgl. auch 1Ln(e); Bedeutungsübertragung vom Achsnagel (1.) auf die von der Achse ausgehenden gebogenen Stütze (2.).
lütt Adj. 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm., verstr. JE2, vereinz. JE1, ZE-KlLei, 3: verbr. elbostf. (außer s WA, CA belegt nur CA-Löd), 4: Wb-Ak 107, BE-Fr 1. ‘von vergleichsweise geringer Ausdehnung, geringem Umfang’,  kleinlittchen Hoff ‘kleine Bauernwirtschaft’ Beiträge-Nd 65 (WO-HWa); düt lütje Bauk Klaus 1936,III; der lüttje Finger QUE-West; sik ne lüttje Wost snurren (erbetteln) HA-Oh; dät Schwn is lütt as Frkng JE2-Scho; Hannjochen hare sick en lütgen witten Spitz opetreckt … Rauch 1929,70; det is mann rechtn lüttjen Mda-nwJe1a 36 (JE1-Ih); in mda. Benennungen der ON statt standardspr. Klein-: Littjen Garmslä ‘Klein Germersleben’, Littjen Wanzlä ‘Klein Wanzleben’ Wb-Holzl 137; Lüttchen Möringen ‘Klein Möhringen’ STE-KlMö; … eyn hus … in der lutken straten … 1471, StB-Neuhaldenslebena 91. – 2. ‘von vergleichsweise geringer Zeitdauer’ – tf’n lüttj ‘warte ein wenig’ Wb-Altm 130; Bi lütgen (nach und nach) har et an e fänget … Rauch 1929,71; Rda.: dat dert ne lüttje wichkeit! ‘das dauert aber lange!’ HA-Oh. – 3. ‘jung, noch nicht erwachsen’ – liddjes Dingg ‘kleines Kind’ BE-Fr; ein lüttjeck Kind OSCH-Ba; lüttje Oanten ‘junge Enten’ SA-Stei; De litje Rosel von Schulzens … Spr-Asch 24; dat Kint is noch tau lüttich HA-Oh; Sprw.: Lüttje Lü’e owerloopt laicht mid Zorn Wb-Holzl 34.
Lautf., Gram: lütt verstr. nwaltm., verbr. Altm., verstr. JE2, JE1-Kra, Id-Queb 9; lütte (wohl vorw. attr. sw. Nom. Sg., aus Belegen nicht ersehbar, ob attr. oder präd. Verwendung, gilt auch für die nachfolgenden -e Formen) vereinz. mittleres/s JE2; Lütt m. Wb-Altm 130; Lütten m. Akk. Sg. WO-Gli; Lüdden m. Akk. Sg. STE-Osth; (bei) litt’n Wb-Ak 107; lüttig, -ich vereinz. n elbostf. OSCH; luttich OSCH-Di; lüttk, [lütk] verstr. nwaltm., Wb-Altm 130; lüdk SA-Böd; lüttg Wb-We 84; lütkt SA-Pe; lüttge (wohl vorw. attr. sw. Nom. Sg.) JE2-Go, vereinz. n/w elbostf., QUE-Su; Lüttgen m. Akk. Sg. OSCH-KlQue; lüttj, lüttch vereinz. Altm. n elbostf., OSCH-Eil, Wb-We 84; lüttje, lüttche (wohl vorw. attr. sw. Nom. Sg.) vereinz. SA OST, verstr. s Altm., vereinz. JE2 JE1, ZE-KlLei, verbr. elbostf. (außer s WA, CA belegt nur CA-Löd); Lüttje, Lüttchen. CALV-Calv, JE2-Alt, verstr. n elbostf., vereinz. OSCH WE; Lütsche n. WO-Col; lüttjet (st. n. Nom. Sg.) JE1-Re, verstr. elbostf.; [lit] Beiträge-Nd 65 (WO-HWa), littch Wb-Holzl 135; litsch QUE-Tha; lit(t)je, littche (wohl vorw. attr. sw. Nom. Sg.) GA-Esch, WO-GrAm, WA-Sche, WE-Ost, Wb-Nharz 118, BA-Re, Spr-Asch 24; [lidjs] st. n. Nom. Sg. BE-Fr; litje m., n. Wb-Nharz 118; Littchen m. Akk. Sg. WE-Ost; Litsche n. GA-Bo; lüttgig, lüttchig, -jig, -ich SA-Im, verbr. n elbostf., Id-Eilsa 77, OSCH-Ho, WE-Is Rho; luttjich OSCH-Be; littjig, litjich HA-Va, Wb-Nharz 118; lüttjek st. n. Nom. Sg. OSCH-Ba Schl, verstr. WE; lüttjekes st. n. Nom. Sg. OSCH-Eils; lutjek st. n. Nom. Sg. OSCH-Di; littchek st. n. Nom. Sg. QUE-Su; lüttchen JE2-Za.
Maulwurfshübel m. dass., 4: BE-Fr KlSchie.
Lautf.: [maulwrfshiwl].
Messerstechen n. Kinderspiel, bei dem ein Messer so geworfen werden muss, dass es im Erdboden stecken bleibt, vgl. Kesselloch 2., 4: vereinz. w BE. – Je ein Holzstab pro Mitspieler wird in gleichmäßiger Entfernung um einen Mittelpunkt in die Erde gesteckt. Jeder versucht sein Messer so in die bezeichnete Fläche zu werfen, dass es stecken bleibt. Entsprechend der Tiefe des Einstichs darf jeder Spieler seinen Holzstab in Richtung der Mitte rücken. Derjenige, der als letzter zur Mitte kommt, muss alle Hölzer mit dem Mund herausziehen. BE-Fr.
Lautf.: [mesrden].