Bernfrien Plt. ‘Regenwetter’, scherzh., 3: Wb-Holzl 72 (HA-Um).
Lautf.: Burenferien.
Ber(n)mken n. 1. dass. wie  Berndochter, 3: HA-Um, Firmenich o.J. 159 (WA-Ost), 4: Wb-Be, Wäschke 61915,70 – ... un hadden o an paar reiche Bauermä- chens mitjebracht ... a.a.O. 70. – 2. ‘Weihnachtsgebäck in Form eines Mädchens’ 3: Id-Eilsa 55, Vk-Harz 8,13 (BLA-Ca Rü).
Lautf., Gram.: Buermäkens Pl. Firmenich o.J. 159 (WA-Ost); -meeken HA-Um; Burmejen Id-Eilsa 55; Bauermächens Pl. Wäschke61915,70; [paurmn] Wb-Be; Buernmäken Vk-Harz 8,13 (BLA-Ca Rü).
bksch Adj. 1. ‘einen dicken Bauch habend’ 3: Wb-Holzl 72 (HA-Um). – 2. ‘trächtig’ 3: a.a.O. 72 (HA-Wo).
Bulsenml n. ‘Mehl aus leichten Getreidekörnern und deren Hülsen’ 3: Wb-Holzl 71 (HA-Um).
Dackmrte f. TiN ‘Marder, der sich unter einem Dach eingenistet hat’ 3: HA-Um.
Lautf.: Dakmarte.
dagsacken Vb. ‘schwatzen, Nichtiges reden’,  nlen, auch ‘abfällig, schlecht über jmdn. reden’ 3: verstr. n elbostf., OSCH-Ott – w is de Fr? – de dagsacket mit Annelieschen HA-Um.
Lautf.: dagsacken HA-Gro Um; dach-, [dazakhn] Mda-War 90, OSCH-Ott; dak- HA-Sie Uhr; daach- Wb-Holzl 73 (HA-Eil); daakzacken a.a.O. 73 (WO-Schn); daoksacken, [dkzakn] WO-Her, Nd-Börde § 53 (WO-Schn).
Dle f. 1. ‘die große Diele im Niedersachsenhaus’, in diesem Haustyp, der Stallungen, Scheune und Wohnräume unter einem Dach vereinigt, bildete die hallenartige D. den zentralen Raum, der sowohl zu landwirtschaftlichen Arbeiten (z.B. Dreschen) als auch zu großen Festen und feierlichen Amtshandlungen genutzt wurde. Der Fuß- boden bestand aus festgestampftem Lehm. 1: vereinz. nwaltm., 2: Id-Altm, Bewohner-Altm 2,336, Vk-Altm 251. – 2a. ‘Teil der Scheune mit Boden aus festgestampftem Lehm, in dem das Getreide gedroschen wird, Tenne’, im s Elbostf. und Anhalt. z.T. veralt., 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. brdb. (außer sö ZE), 3: verbr. elbostf. (außer sw, dort vereinz.), 4: verbr. anhalt. – Hürt’ up furts met’t Döschent un ging van de Deel. Pohlmann 1905,8; Rda.: feste wiene Deele vom harten Erdboden, HA-Um.  Drdle Dörschbne Dörsch(e)dle Dörscheschne Dreschboden Flr Maschnenplatz Scheunentenne Schne Schneflr Schnendle Tenne. – 2b. in der Verbdg.: über der Diele ‘Bodenraum über der Scheunentenne’, einschl. des Balkenbelags, 4: verbr. anhalt. – das Schdr gimmd iwwor de Dle BE-Il. – 3. ‘Hausflur, Raum hinter der Haustür’,  Hsflr, 1: verbr. nwaltm., 2: vereinz. Altm., JE2-Fi Ge, JE1-Scha, ZE-Ned, 3: vereinz. s GA, HA-Oh, verstr. OSCH WE, WA-Un, BLA-Brau, vereinz. QUE, 4: vereinz. w/mittleres anhalt. – dai Lao (Lade) schtaet up Dai SA-Dä; Hä junk ane Schtomnstiere, machtese an Heppchen uff un roff uf de Däle naus ... Wäschke 61920,95. – 4a. ‘Brett’, bes. ‘langes, schmales Fußbodenbrett’ 2: JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf., 4: CA-Ak, Wäschke61915,88 – d Dl’n hemmse wa witt schat JE2-Scho; ... wei könnten sonst leichte mal dorch de Diel’n bräken mit unse Jewichte. Gesch-Un 42. – 4b. ‘Fußboden’, sowohl der aus Lehm (mit Bezug zu 1./2.) als auch der aus Brettern (mit Bezug zu 4a.), 2: Wb-Altm 31, JE2-Scho, 3: Id-Eilsa 56.
Lautf., Gram.: Dele, [dl] STE-Bir, vereinz. mittleres/s JE2 w JE1, JE1-Stei, ZE-Ned Ste, verstr. n elbostf. n/mittleres OSCH n WA, WA-West, WE-Oster Zi, vereinz. sö elbostf.; Deel, [dl] Pessler 1906,208 (SA-Wö), vereinz. w Altm., verstr. nö Altm., vereinz. ö STE, JE2-Nka Kam; Deal JE2-Scha; Däle, [dl] verbr. s Altm., verstr. mittleres JE2 mbrdb. (außer sö ZE) s GA, vereinz. s WO, verstr. n/w HA, vereinz. n OSCH n WA, verstr. mittleres/sö elbostf. WE, vereinz. BLA, verbr. anhalt.; Täle, [tl] vereinz. w/mittleres anhalt.; Dääl, [dl] SA-Ah, verbr. n/mittlere Altm., JE2-Schö Wa; Däel SA-Scha, vereinz. ö Altm.; Däo, [d], [do] verbr. ö/s nwaltm.; [dai] SA-Dä; [däi], [däio] verbr. n nwaltm.; Däele, [dl] JE2-HSe Ma, verstr. ZE (außer sö); Deäele ZE-Dor; Däale, [dal] verstr. mbrdb.; Deale JE1-Gra; Diele, [dl] vereinz. ö Altm. mittleres/s JE2, JE1-Wö, vereinz. sw mbrdb., OSCH-Di, vereinz. s CA; Diäle JE1-Grü; 4a.: Dele, dle Wb-Holzl 75, Wb-Nharz 39; Deelen Pl. Wedde 1938,27; [del] Id-Eilsa 56; Deln Pl. QUE-Di; [dl] CA-Ak; [dl] Pl. JE2-Scho; Diel’n Pl. Gesch-Un 42, Wäschke 61915,88. – Etym.: D. ist in vielen Form- und Bedeutungsvarianten überliefert, die wohl alle auf idg. *tel(e) ‘Fläche, Ebene’ (verwandt mit lat. tellus ‘Erde, Fußboden‘) zurückgehen (genaue Zusammenhänge sind noch unsicher), mnd. dle einmal in der Bed. ‘Brett, Bohle’ (vgl. mhd. dil(le) m., f. ‘Brett, Bretterwand, Bretterboden‘), daneben ‘Hausdiele, Dreschflur’, vgl. Pfeifer 1989,282, Kluge 242002,199, HWb-Mnd 1,408.
Ddenwische f., nur in der Rda.: dee kümmt balle na de Dodenwiesche ‘er wird bald sterben’,  starwen 3: Wb-Holzl 208 (HA-Um).
1dn Vb. verbr. 1. Vollverb. – a. ‘tätig sein, etw. unternehmen, sich mit etw. beschäftigen’, auch ‘etw. Bestimmtes verrichten, erledigen’ – das gannsde je dn DE-Ca; duch dat nich Wb-We* 205; Wilt’n dat ma daun, ja? BA-Op; ... dät kann ik woll doon ... Ehlies 1960a 79; ik mütt dat h noch daun SA-Dä; Wat dust’n noch in Bedde? Spr-Asch 18; wat dait hai denn in de Stadt? HA-Eil; Tuk, was de nich lßen kannst. Wb-Ak 174; Verbdg.: dertau dauen ‘etw. erledigen, unternehmen’ Wb-Holzl 74; Rda.: daun un lten kennen ‘alles frei entscheiden können’ Wb-Nharz 38; dr hat mit sek enauch de daun(e) Mda-Weg 90; Mien Fru un ik sünd uns enig, see de Snider; ik do, wat ik schall, un se deit, wat se will. Berufe-Altm 252; Sprw.: kinder daun w se klauk sint Wb-Nharz 38; dau, wat te wutt, de L schilt doch HA-Oh. – b. ‘arbeiten, etw. leisten’ – ... wat her as Nachtwächter tue duehne harre. Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie); Reich wollen se wären unn nischt thun ... Richter o.J. 130; Rda.: en janzen Dach nich’n Handschlach edahn Sprw-Börde; Sprw.: wer wat äten will, mot ok watt daun OSCH-Eils. – c. ‘geben, darreichen’, auch ‘hinzugeben’ – Mengels up’t Swnfudder dn Wb-Altm 136; dau en betten Kümmel an den witten Kohl WE-Heu; Verbdg.: te wetten daun ‘wissen lassen’ Wb-Nharz 38. – d. ‘leihen,  borgen’ – d mi doch ’n Dr’r Wb-Altm 36. – e. ‘jmdm. etw. (Böses) antun, zufügen’ – d junge wil mek wat daun Wb-Nharz 38; De Hund dut deck nischt. Spr-Asch 18; ... ich hawwe dich doch nischt jetn! Wb-Ak 174. – f. ‘den Anschein, Eindruck erwecken’ – w will man sau daun, als off w keimen (kämen) HA-Oh; Seine Frau lak schon ins Bette un that, wie wennse schluf. Wäschke61915,45. – g. ‘sich in bestimmter Weise verhalten, sich geben’, vgl. auch 2.Na, dauh man nich sau öte (affektiert) ... Rauch 1925,37; Wetterregel: April deit, wat hei will WE-Be. – h. ‘es mit jmdm., etw. zu tun haben’ – Ddermit will ich nischt ze tne han. Wb-Ak 174; ik hewwe nich jrn mit ne te daun HA-Oh; se harre en betchen veel mit Remetismus te dauhne. Rauch 1929,166; Das hadde awwer nischt mit de Heezung zu tune. Krause 1964,13. – i. ‘es um etw. zu tun, gelegen sein’ – et is mik drumme te daun HA-Oh. – j. subst. ‘Beschäftigung, Arbeit’ – hei hat sn Daun HA-Oh; Rda.: ’t is n Dn ‘das lässt sich zusammen erledigen’ Wb-Altm* 52. – 2. in fester Verbdg. als Funktionsverb – mit Subst.: fbidde daun Wb-Nharz 2; n’ Jefalln daun HA-Oh; bescheit daun Erwiderung des Zutrinkens, Wb-Nharz 25; sick Anung daun ‘Kenntnis zeigen’ Wb-Holzl 74 (HA-Um); oder se wollten en’n mol’n Schabernack dohn JE2-Gü; sek en dt daun ‘zu Tode kommen’ Wb-Nharz 38; s tt awwer  Nt Wb-Be; mit Adv. (semantisch vorw. zu 1g.): höhnschen don ‘heimlich und schadenfroh lächeln’ SA-Lie; glk daun ‘gleichgültig sein’ Wb-Nharz 38; nu wille kleineken daun ‘nun will er freundlich tun’ Sprw-Börde; tk toch man nich so hmlinge Wb-Be; det dut mich awwer leed ZE-Roß; ... to goi (zugute) dohn. Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi). – 3. Hilfsverb. – a. zur Hervorhebung des Vollverbs und zur Verlängerung des Satzes – Brennen deit et! Lindauc o.J. 28; d dn all wärra kkeln JE2-Scho; Angel’l tn se . Wb-Ak 174; sejjen daat se nist Wb-Holzl 74; hai dait ’n Hengor in’n Hoff schtelln QUE-Hau; das tu ich mich marken CA-Sta; ... als mir zwee beede noch zusammen uff de Schule jehn taden. Heese21919,6; ick fraog of du mi nich seggen können dn deist Wb-Altm 36; Sprw.: de Katte lert erst musen, wenn se jungen deit CALV-Zo. – b. zur Umschreibung des Konjunk. – ik doie dat nich maken ‘ich würde das nicht machen’ Wb-Holzl 74; ek de ne nischt jben Wb-Nharz 38; Ich tt  jarne m n Dessau machen. Wb-Ak 174.
Lautf., Gram.: Inf.: do(h)n, dn verbr. nbrdb.; tun Mda-Sti 33; dau(h)n verbr. nwaltm. elbostf. (außer w JE1); dau(h)en Nd-Börde § 75 (WO-Schn), WE-Velt; [dun] Wb-We* 205; [dn] verbr. mbrdb.; thuen Wäschke 61915,126; du(h)n, [dn] ZE-Roß, Heimatkalender-Ze 1964,97 (ZE-Ze), Spr-Asch 18, DE-Ca; t(h)un CA-Ca, verstr. anhalt.; in Verbdg. mit t: -e Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie), verstr. elbostf., vereinz. anhalt.; davon abweichend [dau] Id-Eilsa 56; 1. Sg. Präs.: do verstr. Altm.; dau SA-Hen, verstr. elbostf.; [dau] SA-Dä; daue vereinz. w elbostf.; [du] Mda-Ze (verstr. ZE); tue Heese 21919,99; tu CA-Sta; 2. Sg. Präs.: deist, daist verbr. nd. (außer s mbrdb.); deust Wb-Nharz 38, QUE-Di; dust, [dst] Dialekt-Ma 9 (verstr. mittleres/s JE1), Spr-Asch 18; [dust] Mda-Ze (verstr. ZE); tust ZE-Roß; 3. Sg. Präs.: dei(h)t, [daet], [dait] verbr. nd. (außer s mbrdb.); [däit] vereinz. n/mittlere Altm.; doit, deut vereinz. sw elbostf., Gesch-Un 43; dät, [dt] vereinz. nwaltm.; [dut] Mda-Ze (verstr. ZE); dut ZE-Roß, Spr-Asch 18; t(h)ut, [tt] CA-Sta, verstr. anhalt.; Imp. Sg.: do(h) verbr. nbrdb., verstr. w JE1; do(h)e WO-Sa, JE2-Ste; [dx] JE2-Schön; tou OST-Pe; dau(h) verbr. nwaltm. n/mittleres/sw elbostf., vereinz. sö elbostf.; tau(h) WE-Weh, vereinz. sö elbostf.; daue, [dau] WE-Ost, vereinz. ö elbostf.; dauch, [dau] Wb-Holzl 74, verstr. OSCH s WA, vereinz. sw elbostf., verstr. QUE, BA-Ba; duch Wb-We* 205; tauch WA-Ha; dauk, daug WA-ABra Et, BLA-Bö, QUE-PrBör; due, [d()] JE1-Pa, Dialektgeogr-Elbe/Saale 81 (nw/mittleres/s ZE); tue KÖ-Wu; tu ZE-Steu, CA-Sta, BA-Gü, BE-La, DE-Grie; [dk], [dg] verstr. anhalt.; [tk] Wb-Be; duch, [dux] JE2-Par Tu, Dialekt-Ma 8 (verbr. mittleres/s JE1, vereinz. nö CA), Dialektgeogr-Elbe/Saale 81 (s JE1 nö ZE); tu(c)k QUE-GrSchie, BLA-Sti, vereinz. mittleres/ö anhalt.; 1./3. Sg. Prät.: da(a)t, dt Heimatkalender-Ze 1962,94 (ZE-Ze), verstr. elbostf.; tat, thad vereinz. anhalt.; doat, [dt] OSCH-Har, QUE-Di; tt Wb-Ak 174; Hausfr-Altm 1930,4 (SA-Die), verstr. Altm.; dei, dai vereinz. nw HA; 1./3. Pl. Prät.: daaten verstr. w elbostf.; doaten, [dtn] OSCH-Har, QUE-Di; taden Heese 21919,6; däaden ZE-Hu; dähn Firmenich 1854,125 (STE-Ste); dei(h)n HA-Bee, Heimat-Ohre 1922/ Wöhlbier (HA-Eim); doin Id-Eilsa 56; Part. Prät.: edaan, edan verstr. elbostf.; [dn] WE-Wa; edaon, [dn] Lieder-Ma Nr. 769 (WO-Ol), OSCH-Har, QUE-Di; daohn, [dn] verstr.Altm.; jet(h)an Wäschke 41910,111, Krause 1964,51; -tn Wb-Ak 174; -tn Mda-Sti 24; 1./3. Sg. Konjunk.: doie, deue Wb-Holzl 74, Wb-Nharz 38; deu Id-Eilsa 56; dai, dei Wb-Holzl 74, HA-Oh; däede Heimatkalender-Je 1924,61 (JE2-Vie); däte Gesch-Un 45; [dd] Mda-Fuhne 19 (DE-Ca); tt Wb-Ak 174; dehe, de Rauch 1929,68, vereinz. w elbostf.; dee, d Wb-Holzl 74, Wb-Nharz 38; 1./3. Pl. Konjunk.: doien, deuen Wb-Holzl 74, Wb-Nharz 38; den OSCH-Har; deen, dehn vereinz. n/mittleres elbostf.
Drslott n. ‘Türschloss’ 3: HA-Um, Mda-Weg 108.
Lautf.: Dörschlot HA-Um; derslet Mda-Weg 108.