gnwe Adj. ‘mürrisch, verdrießlich, finster aussehend, nörgelig’,  brummig, auch ‘reizbar, leicht zornig aufbrausend’ 2: verstr. Altm., JE2-Alt – de is gneew OST-We; jnebe utsehn JE2-Alt.
Lautf.: gneewe Id-Altm; gneew, gnw, j-, [gnf], [jnf] verstr. Altm.; gneo, j-, [gno], [jno] vereinz. ö STE; [gnu] STE-Je; jnebe JE2-Alt; [jnf] STE-Bad Peu; [jneif] OST-Meß; [gnäif] SA-Vie, STE-Ber. – Etym.: zu altslaw. gnv ‘Zorn’, vgl. Teuchertin: Zeitschrift für Mundartforschung 26 (1958). S. 29.
gnwe Adj. ‘mürrisch, verdrießlich, finster aussehend, nörgelig’,  brummig, auch ‘reizbar, leicht zornig aufbrausend’ 2: verstr. Altm., JE2-Alt – de is gneew OST-We; jnebe utsehn JE2-Alt.
Lautf.: gneewe Id-Altm; gneew, gnw, j-, [gnf], [jnf] verstr. Altm.; gneo, j-, [gno], [jno] vereinz. ö STE; [gnu] STE-Je; jnebe JE2-Alt; [jnf] STE-Bad Peu; [jneif] OST-Meß; [gnäif] SA-Vie, STE-Ber. – Etym.: zu altslaw. gnv ‘Zorn’, vgl. Teuchertin: Zeitschrift für Mundartforschung 26 (1958). S. 29.
gkeln Vb. 1a. ‘scherzen’ 3: Id-Eilsa 69. – 1b. ‘jmdm. etw. vortäuschen, jmdn. zum Narren halten’,  foppen, 2: Wb-Altm 67. – 2a. ‘laut lachen’,  jchen, 2: OST-Ga. – 2b. ‘heimlich und schadenfroh lächeln’,  grnen, 2: JE2-Alt. – 3a. ‘unsauber, unleserlich schreiben, schmieren’ 2: Wb-Altm 67. – 3b. ‘sich mit Kleinigkeiten abgeben’ 2: STE-Wa. – 3c. ‘ trdeln, langsam sein’, bes. bei der Arbeit, auch ‘sich lange an etw. zu schaffen machen, mühselige, zeitaufwändige Arbeiten verrichten’ 3: vereinz. elbostf. – wat heste denn man sau lange te jkeln Wb-Nharz 58; den Senndach hat ein ummer en betten tau jkeln BLA-Brau. – 4a. ‘taumeln’ 3: Id-Eilsa 70, Id-Queb 2. – 4b. ‘den festen Halt verlieren und mit dem Körper zu Boden schlagen, hinstürzen’, auch ‘sich überschlagen’ 2: Mda-nwJe1b 67 (vereinz. n JE1), ZE-Kö, 3: HA-Oh, Id-Queb 2, 4: Wb-Ak 86, Wb-Be – Kkele nich von’n Wn! Wb-Ak 86; hei is glks an de Want e’kkelt HA-Oh. – 5. 2: Wb-Altm 67, 3: vereinz. elbostf., 4: Mda-Sti 93, Wb-Be. – a. ‘mit einem Gefährt (meist schnell und ziellos) umherfahren’. – b. ‘langsam, schlecht, holpernd fahren oder reiten’. – 6a. ‘mit Feuer unvorsichtig umgehen oder damit spielen’ verbr. – d dn allwärra kkeln JE2-Scho; Rda.: wer mit Füer kokelt, pißt int Bedde Warnung an Kinder, WA-Re.  auch ‘in leichtfertiger Weise Feuer anzünden’: anbleustern anbrüsseln angkeln ankseln anmusseln anpöttern anpusseln anpstern blkern bleustern bten brüsseln fummeln knackern kseln 2kunkeln msern musseln pämpeln poldern 2pöttern 2pöttjern prdeln prünzeln pren pstern rumpstern rumspalken smkern spalken splen. – 6b. ‘Feuer anzünden’ 2: Mda-Ar 38. – 6c. ‘rußen, rußend brennen’ 4: BE-Sa.
Lautf.: (1.)-(5.): gökeln, j- Wb-Altm 67, JE2-Alt, vereinz. w elbostf.; kökeln STE-Wa; [kkll] Mda-nwJe1b 67 (vereinz. n JE1); jekeln HA-Oh; jüökeln OSCH-Di; jekeln, jkeln, [jkln] vereinz. ö/s elbostf., Mda-Sti 93; kekeln, [kkln] (4.) ZE-Kö, Id-Queb 2, Wb-Be; kkel’l, [kkll] (4.) Mda-nwJe1b 67 (JE1-The), Wb-Ak 86; käkeln, -- (4.) HA-Oh, Id-Eilsa 70; jokeln, [jkln] BE-Gü, Wb-Be; kokeln OST-Ga; jaukeln Id-Eilsa 69; (6.): kok(e)ln, [kk()ln], [kk] (anhalt.: [ggln], [gg]); außerdem: koka(o)n vereinz. nwaltm.; koukln BE-La; kukeln, [kkln], [kk] JE2-Za, verstr. mittleres/s JE1; [kkln] Mda-Ma 78 (JE1-Prö); kuokeln OSCH-Di. – Etym.: zu mnd. gkelen, gkelen, mhd. goukeln, gougeln ‘Gaukelei, Possen treiben’, vgl. HWb-Mnd 2,131, HWb-Mhd 1,1060, als weitere Bed. entwickeln sich u.a. ‘ungelenke Bewegungen machen, taumeln, wanken’, ‘tändeln, spielen’, so wohl auch ‘mit Feuer spielen’, vgl. DWB 4,1,1,1553 ff., nach Teuchert 21972,311 deuten die Formen mit verhärtetem Anlaut auf eine Herkunft aus dem ndl.- rheinischen Gebiet hin, die Bed. ‘mit Feuer spielen’ ist aber zuerst im nthür. Gebiet zu finden; es besteht ein semantischer Bezug zu lat. ioculr ‘scherzen, schäkern’, aber es ist wohl nicht von einer direkten Entlehnung auszugehen, vgl. Kluge 242002,333 f.
Grapsche f. 1. ‘große, klobige Hand’ 3: Wb-Holzl 97. – 2a. ‘eine Hand voll’ 2: OST-Ar, JE2-Alt, 3: HA-Bee. – 2b. ‘der durch das Aneinanderlegen der Hände entstehende Hohlraum’, vorw. als Maß, 3: verstr. sö elbostf.
Lautf.: Grap(p)sche, J-; außerdem: Grabsch OST-Ar.
1hach Adj. ‘kraftlos, erschöpft’,  slapp, 2: JE2-Alt.
Huddern Pl. ‘abgetragene, zerschlissene Kleidung’,  Lumpe(n), 2: JE2-Alt Jer Pap, JE1-Bü Zie, ZE-Gri Roß.
Lautf.: Huddern; außerdem: Hurrern ZE-Gri.
Kachelhelle f. dass., 2: JE2-Alt.
Kterstg m. ‘enger Gang zwischen Häusern und Gehöften’,  Gatze, 2: vereinz. nbrdb. – Rda.: auf dem Katersteig sien ‘brünstig sein’, von der Katze, JE2-Alt. – Brauch: In der Pfingstnacht wurde nicht nur Spreu vor die Tür von Mädchen gestreut, die sich im letzten Jahr unbeliebt gemacht hatten, sondern auch der K., der Weg vom Bräutigam zur heimlichen Braut, damit gekennzeichnet. Brauch-wAltm 58 (GA-Ro, CALV-Zo).
Lautf.: Katerstieg Brauch-wAltm 58 (GA-Ro, CALV-Zo); -steig JE2-Alt; Koaterstieg vereinz. nbrdb.
Kattenkopp m. 1a. ‘verwachsener Holzklotz, der schwer zu spalten ist’,  Knorren, 2: GA-Mie, STE-Osth, JE2-Alt. – 1b. ‘Holzklotz, der zu Brennholz zerkleinert wird’,  Klotz, 4: DE-Ho. – 2. PflN ‘Grasnelke’ 4: DE-Retz. – 3. PflN minderwertige, zum Kochen geeignete Birnensorte, 3: Wb-We 15, 4: Wb-Be.
Lautf.: Kattenkopp; außerdem: Katzen- DE-Ho; [kátsnkop] Wb-Be; [gadsngob] DE-Retz.
Knassel m. dass. wie  1Knast 2., 2: GA-Kak, JE2-Alt Mü Tu, JE1-Pa.