darwe Adj. 2: Heimatkalender-Je 1937,78 (JE2-Fi), ZE-Roß, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. 1. ‘grob, ohne Feingefühl’ – met dich jeh ick nich wedder fort, du bist mich zu darb ZE-Roß. – 2. ‘stabil, widerstandsfähig’ – dat sünd derbe Schau HA-Oh.
Lautf., Gram.: darwe verstr. elbostf.; tarwe Mda-Sti 136; [darw] QUE-Di; darbe Lindaua o.J. 154; darben gem. Dekl. m. Akk. Sg. Heese 21919,75; dar(e)b Wb-Ak 44; darb ZE-Roß; derwe HA-Ost, WE-La Zi; derb Heimatkalender-Je 1937,78 (JE2-Fi); derbe HA-Oh.
Decke f. verstr. 1. ‘Fläche, die den oberen Abschluss eines Raums bildet’ – Do hang’n de Spinnweb’n van de Decke ... Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); Rda.: dne fallt de Decke op’n Kopp ‘ihm wird es langweilig zu Hause’ HA-Oh. – 2. ‘aus wärmendem Material bestehender Gegenstand zum Zudecken des Körpers’ – Rda.: under einer Dekke stekken ‘mit jmdm. gemeinsame Sache machen’ Wb-We 27; Sprw.: Een mütt sick nao de Deck’ strecken. ‘Man muss mit dem wenigen Verfügbaren auskommen.’ Bewohner-Altm 1,326. – 3. ‘rundes oder eckiges Stoffstück zum Bedecken’, z.B. ’ Tischdecke’. – 4. ‘oberer Belag auf einem Kuchen’.
Lautf.: Decke, [dek]; außerdem: [deg] verstr. anhalt.; Deck verstr. nwaltm. n/mittlere Altm.; Däck SA-Le.
Dle f. 1. ‘die große Diele im Niedersachsenhaus’, in diesem Haustyp, der Stallungen, Scheune und Wohnräume unter einem Dach vereinigt, bildete die hallenartige D. den zentralen Raum, der sowohl zu landwirtschaftlichen Arbeiten (z.B. Dreschen) als auch zu großen Festen und feierlichen Amtshandlungen genutzt wurde. Der Fuß- boden bestand aus festgestampftem Lehm. 1: vereinz. nwaltm., 2: Id-Altm, Bewohner-Altm 2,336, Vk-Altm 251. – 2a. ‘Teil der Scheune mit Boden aus festgestampftem Lehm, in dem das Getreide gedroschen wird, Tenne’, im s Elbostf. und Anhalt. z.T. veralt., 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. brdb. (außer sö ZE), 3: verbr. elbostf. (außer sw, dort vereinz.), 4: verbr. anhalt. – Hürt’ up furts met’t Döschent un ging van de Deel. Pohlmann 1905,8; Rda.: feste wiene Deele vom harten Erdboden, HA-Um.  Drdle Dörschbne Dörsch(e)dle Dörscheschne Dreschboden Flr Maschnenplatz Scheunentenne Schne Schneflr Schnendle Tenne. – 2b. in der Verbdg.: über der Diele ‘Bodenraum über der Scheunentenne’, einschl. des Balkenbelags, 4: verbr. anhalt. – das Schdr gimmd iwwor de Dle BE-Il. – 3. ‘Hausflur, Raum hinter der Haustür’,  Hsflr, 1: verbr. nwaltm., 2: vereinz. Altm., JE2-Fi Ge, JE1-Scha, ZE-Ned, 3: vereinz. s GA, HA-Oh, verstr. OSCH WE, WA-Un, BLA-Brau, vereinz. QUE, 4: vereinz. w/mittleres anhalt. – dai Lao (Lade) schtaet up Dai SA-Dä; Hä junk ane Schtomnstiere, machtese an Heppchen uff un roff uf de Däle naus ... Wäschke 61920,95. – 4a. ‘Brett’, bes. ‘langes, schmales Fußbodenbrett’ 2: JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf., 4: CA-Ak, Wäschke61915,88 – d Dl’n hemmse wa witt schat JE2-Scho; ... wei könnten sonst leichte mal dorch de Diel’n bräken mit unse Jewichte. Gesch-Un 42. – 4b. ‘Fußboden’, sowohl der aus Lehm (mit Bezug zu 1./2.) als auch der aus Brettern (mit Bezug zu 4a.), 2: Wb-Altm 31, JE2-Scho, 3: Id-Eilsa 56.
Lautf., Gram.: Dele, [dl] STE-Bir, vereinz. mittleres/s JE2 w JE1, JE1-Stei, ZE-Ned Ste, verstr. n elbostf. n/mittleres OSCH n WA, WA-West, WE-Oster Zi, vereinz. sö elbostf.; Deel, [dl] Pessler 1906,208 (SA-Wö), vereinz. w Altm., verstr. nö Altm., vereinz. ö STE, JE2-Nka Kam; Deal JE2-Scha; Däle, [dl] verbr. s Altm., verstr. mittleres JE2 mbrdb. (außer sö ZE) s GA, vereinz. s WO, verstr. n/w HA, vereinz. n OSCH n WA, verstr. mittleres/sö elbostf. WE, vereinz. BLA, verbr. anhalt.; Täle, [tl] vereinz. w/mittleres anhalt.; Dääl, [dl] SA-Ah, verbr. n/mittlere Altm., JE2-Schö Wa; Däel SA-Scha, vereinz. ö Altm.; Däo, [d], [do] verbr. ö/s nwaltm.; [dai] SA-Dä; [däi], [däio] verbr. n nwaltm.; Däele, [dl] JE2-HSe Ma, verstr. ZE (außer sö); Deäele ZE-Dor; Däale, [dal] verstr. mbrdb.; Deale JE1-Gra; Diele, [dl] vereinz. ö Altm. mittleres/s JE2, JE1-Wö, vereinz. sw mbrdb., OSCH-Di, vereinz. s CA; Diäle JE1-Grü; 4a.: Dele, dle Wb-Holzl 75, Wb-Nharz 39; Deelen Pl. Wedde 1938,27; [del] Id-Eilsa 56; Deln Pl. QUE-Di; [dl] CA-Ak; [dl] Pl. JE2-Scho; Diel’n Pl. Gesch-Un 42, Wäschke 61915,88. – Etym.: D. ist in vielen Form- und Bedeutungsvarianten überliefert, die wohl alle auf idg. *tel(e) ‘Fläche, Ebene’ (verwandt mit lat. tellus ‘Erde, Fußboden‘) zurückgehen (genaue Zusammenhänge sind noch unsicher), mnd. dle einmal in der Bed. ‘Brett, Bohle’ (vgl. mhd. dil(le) m., f. ‘Brett, Bretterwand, Bretterboden‘), daneben ‘Hausdiele, Dreschflur’, vgl. Pfeifer 1989,282, Kluge 242002,199, HWb-Mnd 1,408.
dichte Adj. 1.-4.: 1: SA-Dä, Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die), 2: vereinz. brdb., 3: verstr. elbostf., 4: verstr. omd. 1. ‘zusammengedrängt, ohne größeren Zwischenraum stehend’ – dai Schtemm schtaon bannich dicht SA-Dä; de Kartuffeln stt te dichte HA-Oh. – 2. ‘nahezu undurchdringlich’ – ... wei hett butten ganz dichten Mist (Nebel) ... Wedde 1938,64. – 3. ‘fest abschließend, undurchlässig’ – dat ft is nich dichte Wb-Nharz 40; ... de Fenster sind dichte to ... Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); Zuss.: d hann schonn dichte jemacht CA-Ak; Rda.: er is nich dichte ‘er ist unehrlich, unzuverlässig’ CA-Sa; hei is nich ganz dichte ‘er ist dumm, einfältig’ BA-GrAls. – 4. ‘nicht weit entfernt, ganz nahe’, bes. in Verbdg. mit Präp. – ... dichte dornää’m ... Krause 1964,78; ... dichte bei de Biehne. Heimatkalender-Ze 1964,94 (ZE-Ze); ... dicht väör de Schündeel ... Pohlmann 1905,7; Wi groten Schaulkinder harr’n use Bänke dichte under de Kanzel ... Lindaub o.J. 36. – 5. in der Verbdg.: dichte vull ‘randvoll’, vom Eimer Wasser,  schrvull, 1: vereinz. ö/s nwaltm., 2: verstr. n Altm. n GA.
Lautf.: dichte, [dit] vereinz. mittleres JE2 mbrdb., verstr. elbostf. anhalt.; [did] vereinz. anhalt.; tichte, [tit] Mda-Sti 36, Wb-Be; dicht, [dit] vereinz. nwaltm., verstr. Altm., Heimatkalender-Je 1924,60 (JE2-Vie), Id-Quea 148.
dickerammelvull Adj. ‘sehr voll, randvoll’,  schrvull, 2: JE2-Fi.
Dkbrk m. ‘Deichbruch’ – ... van dän groten Diekbruch 1845 ... 2: Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi).
Dkhauptmann m. ‘Vorsteher eines Deichverbandes’ 2: Heimatkalender-Altm 1925,66, Heimatkalender-Je 1937,77 (JE2-Fi), 4: Wb-Ak 45.
Lautf.: Diekhauptmann Heimatkalender-Je 1937,77 (JE2-Fi); sonst: Deich-.
Dkschulte m. dass. wie  Dkhauptmann, 2: Heimatkalender-Je 1937,77 (JE2-Fi).
doch verbr. I. Adv. – 1. ‘dennoch, trotzdem’ – ... satt bin’k äuer doch worr’n ... Heimatkalender-Je 1923,101 (JE2-Fi); ... awer ’n wunderlichen Keerl un en Klaukschieter is hei doch. Wedde 1938,37; hat sich affeeschert (abgemüht) un kimt doch te schpäde Sprw-Börde; Rda.: de ganze Woche krank un den Sönndag doch keine Like von einem Simulanten, Wb-We 82; sauwat lewet nich un krawwelt doch!Ausruf der Verwunderung, Wb-Holzl 134; Sprw.: De lang slöppt un drall löppt, kümmt doch to Maot (zur rechten Zeit). Wb-Altm 275; Rätsel: Wat brennt Dach un Nacht und geiht doch nich ut? – Brennettel SA-Gü; Lock bi Lock un hält doch – Kde. WA-GrGe. – 2. ‘sowieso, ohnehin’ – Wer keinen Garen hat ..., dä kann doch sau’n Ding gar nich bruken. Klaus 1936,35; wo där ’mdrin doch schon wat uff’n Karbholz hat! ZE-Roß; ... un vortellt, wat sek sau de Burn vortellen könnt, wubie et sek doch ümmer umme den Ackerbu dreihet ... Wedde 1938,25. – 3. als positive Antwort auf eine (negativ formulierte) Frage – kommst de denn nu met? – jodoche! ZE-Roß; ja doch, ik kme HA-Oh; d hest dat wol nich esein? – doch(e) Wb-Nharz 42. – 4a. ‘bekanntlich’ – Doch Drefot brukt Nich vöäl van Platz. Kredel 1927,74; ne nte ldert doch Wb-Nharz 42. – 4b. weist auf einen Sachverhalt hin, den der Sprecher zunächst nicht für wahrscheinlich hielt – As’r nu hen was bet naoh Smersau, was’r doch ganz möd’ worden ... Pohlmann 1905 ff.,115 (OST-Rö); Ick sliekte mick ganz sachte na miene Stuwe rin, um öhm jo nich te stören. – Doch wer lag da ganz glu in sien Bedde un lachte mick an? Rauch 1929,52. – II. Pt. – 1. zur Verstärkung einer Aussage – sai st doch tau lch (krank) iut SA-Dä; ist doch n reine Memme JE2-Bu; dat is mik doch en bettchen t karsch (arg) Mda-Ma 78; n doche verstärktes nein, Wb-Ak 47; Rda.: Geit doch nicks äöwer de Rennlichkeit, sagt jene Fru, un kehrt all Sünndag morgen är Hem’ üm. Spr-Altm 15. – 2. zur Verstärkung bei Aufforderungen – giff doch Antwurt! SA-Jeeb; make doche ‘beeile dich’ Id-Eilsa 77; Hilf mich doche ... Heese 21919,29; knepp doch dän Kleen ma de Hosn ab ZE-Roß; Vater, kuke doche ma naus DE-Lau. – 3. zur Verstärkung bei Ausrufen, bes. des Unmuts, der Ungeduld oder der Verwunderung – dät st doch en Blin’na JE2-Scho; dat deit doch wei HA-Oh; Watt deatt doch hüt blouß lang duert ... Matthies 1903,3; nu kieke dick dat doch blot mal an WO-Da; d hasd doch schonn wellor jegleggord DE-Ca; no et is doch nischt passrt? Ausruf der Besorgnis, vgl. II.4., Wb-Nharz 135. – 4. drückt in Fragesätzen die Hoffnung des Sprechers auf Bejahung aus – nu, du besöchst mi doch? Wb-Altm 148; d kummest doch balle wer? HA-Oh. – III. Konj. zur Anknüpfung eines Hauptsatzes ‘aber, jedoch’ – ... sienen Segen härre hei, doch müßte hei dat sülm’n mit Greitchen ... afmaken. Rauch 1929,78; De Oll hät schull’n (gescholten), hät gödlich spraoken; Doch met den Jung’n was nist to maoken. Pohlmann 1905,5; Sprw.: alle willt se Botter eten, doch keinder will in de Kauhschiete treten HA-Wo.
Lautf.: doch, [do]; außerdem: [to] Wb-Be; dach BA-Ha; dch (I.3.) Mda-Sti 15; dch a.a.O. 15; betont: doche, [dox] Mda-sJe1 7 (verstr s JE1), vereinz. ZE, verstr. elbostf. anhalt.; [toe] Wb-Be.
1dn Vb. verbr. 1. Vollverb. – a. ‘tätig sein, etw. unternehmen, sich mit etw. beschäftigen’, auch ‘etw. Bestimmtes verrichten, erledigen’ – das gannsde je dn DE-Ca; duch dat nich Wb-We* 205; Wilt’n dat ma daun, ja? BA-Op; ... dät kann ik woll doon ... Ehlies 1960a 79; ik mütt dat h noch daun SA-Dä; Wat dust’n noch in Bedde? Spr-Asch 18; wat dait hai denn in de Stadt? HA-Eil; Tuk, was de nich lßen kannst. Wb-Ak 174; Verbdg.: dertau dauen ‘etw. erledigen, unternehmen’ Wb-Holzl 74; Rda.: daun un lten kennen ‘alles frei entscheiden können’ Wb-Nharz 38; dr hat mit sek enauch de daun(e) Mda-Weg 90; Mien Fru un ik sünd uns enig, see de Snider; ik do, wat ik schall, un se deit, wat se will. Berufe-Altm 252; Sprw.: kinder daun w se klauk sint Wb-Nharz 38; dau, wat te wutt, de L schilt doch HA-Oh. – b. ‘arbeiten, etw. leisten’ – ... wat her as Nachtwächter tue duehne harre. Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie); Reich wollen se wären unn nischt thun ... Richter o.J. 130; Rda.: en janzen Dach nich’n Handschlach edahn Sprw-Börde; Sprw.: wer wat äten will, mot ok watt daun OSCH-Eils. – c. ‘geben, darreichen’, auch ‘hinzugeben’ – Mengels up’t Swnfudder dn Wb-Altm 136; dau en betten Kümmel an den witten Kohl WE-Heu; Verbdg.: te wetten daun ‘wissen lassen’ Wb-Nharz 38. – d. ‘leihen,  borgen’ – d mi doch ’n Dr’r Wb-Altm 36. – e. ‘jmdm. etw. (Böses) antun, zufügen’ – d junge wil mek wat daun Wb-Nharz 38; De Hund dut deck nischt. Spr-Asch 18; ... ich hawwe dich doch nischt jetn! Wb-Ak 174. – f. ‘den Anschein, Eindruck erwecken’ – w will man sau daun, als off w keimen (kämen) HA-Oh; Seine Frau lak schon ins Bette un that, wie wennse schluf. Wäschke61915,45. – g. ‘sich in bestimmter Weise verhalten, sich geben’, vgl. auch 2.Na, dauh man nich sau öte (affektiert) ... Rauch 1925,37; Wetterregel: April deit, wat hei will WE-Be. – h. ‘es mit jmdm., etw. zu tun haben’ – Ddermit will ich nischt ze tne han. Wb-Ak 174; ik hewwe nich jrn mit ne te daun HA-Oh; se harre en betchen veel mit Remetismus te dauhne. Rauch 1929,166; Das hadde awwer nischt mit de Heezung zu tune. Krause 1964,13. – i. ‘es um etw. zu tun, gelegen sein’ – et is mik drumme te daun HA-Oh. – j. subst. ‘Beschäftigung, Arbeit’ – hei hat sn Daun HA-Oh; Rda.: ’t is n Dn ‘das lässt sich zusammen erledigen’ Wb-Altm* 52. – 2. in fester Verbdg. als Funktionsverb – mit Subst.: fbidde daun Wb-Nharz 2; n’ Jefalln daun HA-Oh; bescheit daun Erwiderung des Zutrinkens, Wb-Nharz 25; sick Anung daun ‘Kenntnis zeigen’ Wb-Holzl 74 (HA-Um); oder se wollten en’n mol’n Schabernack dohn JE2-Gü; sek en dt daun ‘zu Tode kommen’ Wb-Nharz 38; s tt awwer  Nt Wb-Be; mit Adv. (semantisch vorw. zu 1g.): höhnschen don ‘heimlich und schadenfroh lächeln’ SA-Lie; glk daun ‘gleichgültig sein’ Wb-Nharz 38; nu wille kleineken daun ‘nun will er freundlich tun’ Sprw-Börde; tk toch man nich so hmlinge Wb-Be; det dut mich awwer leed ZE-Roß; ... to goi (zugute) dohn. Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi). – 3. Hilfsverb. – a. zur Hervorhebung des Vollverbs und zur Verlängerung des Satzes – Brennen deit et! Lindauc o.J. 28; d dn all wärra kkeln JE2-Scho; Angel’l tn se . Wb-Ak 174; sejjen daat se nist Wb-Holzl 74; hai dait ’n Hengor in’n Hoff schtelln QUE-Hau; das tu ich mich marken CA-Sta; ... als mir zwee beede noch zusammen uff de Schule jehn taden. Heese21919,6; ick fraog of du mi nich seggen können dn deist Wb-Altm 36; Sprw.: de Katte lert erst musen, wenn se jungen deit CALV-Zo. – b. zur Umschreibung des Konjunk. – ik doie dat nich maken ‘ich würde das nicht machen’ Wb-Holzl 74; ek de ne nischt jben Wb-Nharz 38; Ich tt  jarne m n Dessau machen. Wb-Ak 174.
Lautf., Gram.: Inf.: do(h)n, dn verbr. nbrdb.; tun Mda-Sti 33; dau(h)n verbr. nwaltm. elbostf. (außer w JE1); dau(h)en Nd-Börde § 75 (WO-Schn), WE-Velt; [dun] Wb-We* 205; [dn] verbr. mbrdb.; thuen Wäschke 61915,126; du(h)n, [dn] ZE-Roß, Heimatkalender-Ze 1964,97 (ZE-Ze), Spr-Asch 18, DE-Ca; t(h)un CA-Ca, verstr. anhalt.; in Verbdg. mit t: -e Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie), verstr. elbostf., vereinz. anhalt.; davon abweichend [dau] Id-Eilsa 56; 1. Sg. Präs.: do verstr. Altm.; dau SA-Hen, verstr. elbostf.; [dau] SA-Dä; daue vereinz. w elbostf.; [du] Mda-Ze (verstr. ZE); tue Heese 21919,99; tu CA-Sta; 2. Sg. Präs.: deist, daist verbr. nd. (außer s mbrdb.); deust Wb-Nharz 38, QUE-Di; dust, [dst] Dialekt-Ma 9 (verstr. mittleres/s JE1), Spr-Asch 18; [dust] Mda-Ze (verstr. ZE); tust ZE-Roß; 3. Sg. Präs.: dei(h)t, [daet], [dait] verbr. nd. (außer s mbrdb.); [däit] vereinz. n/mittlere Altm.; doit, deut vereinz. sw elbostf., Gesch-Un 43; dät, [dt] vereinz. nwaltm.; [dut] Mda-Ze (verstr. ZE); dut ZE-Roß, Spr-Asch 18; t(h)ut, [tt] CA-Sta, verstr. anhalt.; Imp. Sg.: do(h) verbr. nbrdb., verstr. w JE1; do(h)e WO-Sa, JE2-Ste; [dx] JE2-Schön; tou OST-Pe; dau(h) verbr. nwaltm. n/mittleres/sw elbostf., vereinz. sö elbostf.; tau(h) WE-Weh, vereinz. sö elbostf.; daue, [dau] WE-Ost, vereinz. ö elbostf.; dauch, [dau] Wb-Holzl 74, verstr. OSCH s WA, vereinz. sw elbostf., verstr. QUE, BA-Ba; duch Wb-We* 205; tauch WA-Ha; dauk, daug WA-ABra Et, BLA-Bö, QUE-PrBör; due, [d()] JE1-Pa, Dialektgeogr-Elbe/Saale 81 (nw/mittleres/s ZE); tue KÖ-Wu; tu ZE-Steu, CA-Sta, BA-Gü, BE-La, DE-Grie; [dk], [dg] verstr. anhalt.; [tk] Wb-Be; duch, [dux] JE2-Par Tu, Dialekt-Ma 8 (verbr. mittleres/s JE1, vereinz. nö CA), Dialektgeogr-Elbe/Saale 81 (s JE1 nö ZE); tu(c)k QUE-GrSchie, BLA-Sti, vereinz. mittleres/ö anhalt.; 1./3. Sg. Prät.: da(a)t, dt Heimatkalender-Ze 1962,94 (ZE-Ze), verstr. elbostf.; tat, thad vereinz. anhalt.; doat, [dt] OSCH-Har, QUE-Di; tt Wb-Ak 174; Hausfr-Altm 1930,4 (SA-Die), verstr. Altm.; dei, dai vereinz. nw HA; 1./3. Pl. Prät.: daaten verstr. w elbostf.; doaten, [dtn] OSCH-Har, QUE-Di; taden Heese 21919,6; däaden ZE-Hu; dähn Firmenich 1854,125 (STE-Ste); dei(h)n HA-Bee, Heimat-Ohre 1922/ Wöhlbier (HA-Eim); doin Id-Eilsa 56; Part. Prät.: edaan, edan verstr. elbostf.; [dn] WE-Wa; edaon, [dn] Lieder-Ma Nr. 769 (WO-Ol), OSCH-Har, QUE-Di; daohn, [dn] verstr.Altm.; jet(h)an Wäschke 41910,111, Krause 1964,51; -tn Wb-Ak 174; -tn Mda-Sti 24; 1./3. Sg. Konjunk.: doie, deue Wb-Holzl 74, Wb-Nharz 38; deu Id-Eilsa 56; dai, dei Wb-Holzl 74, HA-Oh; däede Heimatkalender-Je 1924,61 (JE2-Vie); däte Gesch-Un 45; [dd] Mda-Fuhne 19 (DE-Ca); tt Wb-Ak 174; dehe, de Rauch 1929,68, vereinz. w elbostf.; dee, d Wb-Holzl 74, Wb-Nharz 38; 1./3. Pl. Konjunk.: doien, deuen Wb-Holzl 74, Wb-Nharz 38; den OSCH-Har; deen, dehn vereinz. n/mittleres elbostf.