Mank n. ‘während der Fahrt auftretender Gewichtsverlust des Frachtguts’, bes. durch Trockenheit hervorgerufen, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 451 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 451 (CA-Ak).
Mann m. 1a. ‘erwachsene Person männl. Geschlechts’ verbr. – Rda.: Manns jenuch sin ‘die Energie, den Mut besitzen, etw. zu tun’ Wb-Ak 110; dao bin ick Manns väör dass., Wb-Altm 131; hei steit sn Mann ‘er ist tüchtig’ Wb-We 86; makt’n willen Mann ‘er ist unbeherrscht, wütend’ Sprw-Börde; n’n man bringen ‘eine Ware verkaufen’ Wb-Nharz 122; en man, en wrt Wb-Nharz 122; Mann schaffe, Frue fritt HA-Sü; dat kann de Mann ten, wenn de Fr in de Wochen lt HA-Oh; De Mann mütt woll all’ns äten, äöwer nich all’ns weeten. Bewohner-Altm 1,349; Sprw.: So as de Mann is, so wärd äm de Wost brao’t. ‘Jeder wird so behandelt, wie es seinem Verhalten entspricht’ Bewohner-Altm 1,349; de Menner hebben alle den Brand, un brennet se nich, sau glimmet se doch ‘alle Männer sind mehr oder weniger heftig oder erregbar’ Wb-We 86. – 1b. Dim. ‘kleiner Mann’,  Knirps, auch Fabelwesen Zwerg, 3: vereinz. elbostf. – 2. ‘Ehemann’ verbr. – mn Mann is nich te Hs HA-Oh; Rda.: n’n man bringen ‘ein Mädchen verheiraten’ Wb-Nharz 122; ’n Mann kom’m ‘sich verheiraten’, von einem Mädchen Wb-Ak 110; Sprw.: Wer töwen (warten) kann, kriegt ok’n Mann. Spr-Altm 15. – Volksgl.: Die Frau, die die letzte Garbe bindet, bekommt einen alten Mann (CALV-Je, JE2-Zo). – 3a. ‘Bootsmann’, Schifferspr., 4: Wb-Ak 110. – 3b. in der Verbdg.: dridder Mann ‘Aushilfsbootsmann neben den beiden ständigen Bootsleuten’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 336 (STE-Tan), 4: a.a.O. 336 (CA-Ak), Wb-Ak 110. – 3c. in der Verbdg.: halwer Mann ‘Ersatzkraft für einen voll ausgebildeten Bootsmann’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 336 (WO-Ro, JE2-Mi), 4: a.a.O. 336 (CA-Ak), Wb-Ak 110. – 4. Dim. – a. ‘männl. Tier’ 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 13. – b. in der Rda.: Männken mken ‘aufrecht auf den Hinterbeinen stehen’, von Tieren, 3: vereinz. elbostf. – de Hase mkt Männekens Wb-We 86. – c. in der Rda.: keine Männeken maken ‘keine Ausreden vorbringen’ 3: Sprw-Börde. – 5. Dim., nur im Pl. ‘Kapriolen, Luftsprünge’ 4: Mda-Sti 13 und 46. – 6. Dim. PflN ‘Gänseblümchen’,  Gseblme, 2: JE2-Mi Schl. – 7. in der Verbdg.: de swarte Mann – a. ‘Schreckgestalt für Kinder, die angeblich im Getreidefeld sitzt’,  Roggenmme, 2: Brauch-wAltm 94 (SA-Vie). – b. ein Spiel, 3: WO-GrRo. – 8. ‘die drei Eisheiligen’,  shilligen – a. in der Verbdg.: de dr bsen Männer 1: SA-Bar, 2: STE-Arne. – b. de dullen Männer 2: STE-Sta Sto. – c. de harten Männer 2: WO-Bl. – d. de (dr) kolden Männer 2: verbr. s STE n WO JE2 JE1 ZE, 3: WO-El Och, HA-Scha Sie, JE1-HWa Nie Wa. – e. de starken Männer 2: SA-Stei, GA-Bo, 3: WO-HWa. – 9. in der Verbdg.: older Mann ‘alter, zerlaufender Käse’ 2: ZE-Roß, 3: vereinz. Holzl., 4: Wb-Ak 110. – 10. Personifizierung von Sachen, Pflanzen und Tieren im Rätsel:höltern Mann mit’n sern Arm? – die Wasserpumpe, JE2-
Schön;
Kam’n Mann van Hoaken
Han witt Loaken
Will de ganze Welt bedecken
kunn nich öäwert Woater recken.
– Winter mit Schnee, Be-
wohner-Altm 2,173;
Hinner uns Hus steiht een Männeken.
Wenn mer’n anfoat, denn brennt he.
– die Brennnessel, SA-
Rie;
Kümmt’n Mann von Tippen-tappen
Hätt’n Kleed von dusend Lappen
Knöäkern Mul un fleeschern Boart
Hürt moal, wie de Kerdl roart.
– der Hahn, OST-Werb.
Lautf.: Mann, [man]; außerdem: mn Mda-Sti 9 und 13; Dim.: Männeken SA-Rie, JE2-Mi, vereinz. elbostf.; Männiken JE2-Schl; menneken vereinz. elbostf.; [menin] Wb-Be; mannechen Mda-Sti 13; Pl. und vom Pl. des Grundwortes abgeleitet: manderchens Mda-Sti 13; menderchens a.a.O. 46. – Gram.: Pl.: Männer SA-Bar, verbr. s STE n WO, WO-El Och, vereinz. JE2, verbr. JE1 ZE; Menner HA-Oh, Wb-We 86; [menr] Mda-Fuhne 102 (verbr. s anhalt.); Men’ner Wb-Ak 110, [mer] ZE-Roß, Wb-Be; [mer] Mda-Fuhne 102 (verbr. n anhalt., bes. ältere und mittlere Generation); Män(n)der JE1-GrLüb Grü Ro, Wb-Holzl 138; Mender JE1-Da,Wb-We 86, mender Wb-Nharz 122, Mda-Sti 9 und 46; Männe JE2-Kl; Männ JE2-Schö; Männ’rs Lieder-Ma Nr. 882; Manns Wb-Altm* 62 (2.), vereinz. sw JE2. Zuss.: zu 1.: Hampel-, Handels-, Hasch-, Haulemännchen, Heidelbeer-, Hde-, Hoff-, Holt-, Klaps-, Klocken-, Kluckemännchen, Knopf-, Koks-, Kp-, Kt-, Kuckucks-, Kund-, Lands-, Leierkasten-, Leiter-, Luck-, Lumpen-, Mei-, Mts-, Middels-, Milch-, Mostrich-, Mrer-, Opper-; zu 4. (Tierbenennungen): Hart-, Haspelmännken, Hwer-, Hrmännken, Krtsch-; zu 7.: Hkel-, Hke-, Heckelmännken, Hoff-, Klabauster-, Korn-, Lichte-, Nickel-, Nicker-; zu 8.: smänner; sonstiges: Hippel-, Holder-, Kastenmännken, Klapper-, Klimper-, Klingel-, Klipper-, Linde-.
2Mantel f. ‘Verbindung von Tauen und Blöcken’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 183 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 183 (CA-Ak).
Lautf.: [mand]. – Etym.: zu span. amantillos < gr. imántes ‘Riemen, die in der Takelage des Schiffes die Rahen horizontal halten’, vgl. Elbschifferspr. 183.
Maschinist m. ‘Verantwortlicher für die Bedienung und Wartung der Maschinen auf dem Dampfer’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 338 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 338 (CA-Ak).
Lautf.: [mainisd].
Massengut n. ‘in großen Mengen transportiertes Frachtgut’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 448 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 448 (CA-Ak).
Lautf.: [masnjd].
2Mast f., m. ‘senkrecht stehendes Rundholz auf Schiffen, an dem Segel, Ladebäume u.ä. befestigt sind’ 2: Elbschifferspr. 201 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), Mda-sJe1 31 (JE1-Prö Walt, ZE-Göd), ZE-Roß, 3: vereinz. w JE1, 4: Elbschifferspr. 201 (CA-Ak), Wb-Ak 111 – Heite sjelt mor nich mr, un de Kne han kne Mast mr. Wb-Ak 111; Mast richten ‘auf dem Rücken schwimmen mit erigiertem Penis’, Spiel der Halbwüchsigen, ZE-Roß.
Lautf.: Mast; außerdem: [masd()] Elbschifferspr. 201 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa, CA-Ak). – Gram.: f., außerdem: m. belegt ZE-Roß. Zus.: Lde-.
Mastenbock m. ‘Auflage für die  Mastenwalze’, auch ‘auf der hinteren Kajüte befindliche Auflage für den gelegten Mast bei Kähnen ohne Verdeck’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 200 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 200 (CA-Ak).
Lautf.: [masdbok] Elbschifferspr. 200 (CA-Ak); [-buk] a.a.O. 200 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa).
Mastengeschirr n. ‘Takelage’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 178 (JE2-Mi), ZE-Roß.
Lautf.: [masdjir] Elbschifferspr. 178 (JE2-Mi); Mastjeschorr ZE-Roß.
Mastenkrn m. ‘an Brücken mit geringer Durchfahrtshöhe angebrachte Vorrichtung zum Richten des Mastes’, nur noch für ältere Segelkähne erforderlich, neuere Segelkähne besitzen eigene Vorrichtung, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 424 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 424 (CA-Ak).
Lautf.: [masdkrn].
Mastenlk n. ‘Teil der durch Leinen gebildeten Umrandung eines Segels, der dem Mast zugewandt ist’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 220 (STE-Bit Tan, JE2-Mi Pa).
Lautf.: [masdlk].