Dwrppe f. 1. dass. wie  Dwrfleute 1., 2: Vk-Anhaltb 72 (ZE-Ke), 3: Rauch 1929,171, 4: Wb-Be. – 2. dass. wie  Dwrfleute 2., 2: Elbschifferspr. 304 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Pa), 4: a.a.O. 304 (CA-Ak).
Lautf.: Querpiepe Vk-Anhaltb 72 (ZE-Ke), Rauch 1929,171; [kwrpp] Elbschifferspr. 304 (STE-Bit, WO-Ro, JE2-Pa); [-pb] a.a.O. 304 (STE-Tan); [-faif] a.a.O. 304 (CA-Ak), Wb-Be.
Eikbrf m. ‘Bescheinigung über die Tragfähigkeit eines Schiffes’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 444 (STE-Bit, JE2-Pa).
Lautf.: [aikbrf] Elbschifferspr. 444 (JE2-Pa); [ai-] a.a.O. 444 (STE-Bit).
rdschelork(e) f., m.(?) dass. wie  rdkrte, 2: verstr. sö STE, JE2-Pa Ze, JE1-Ih.
Lautf., Gram.: Erdschelorke JE2-Pa Ze; Erdschlork wohl f., auch m. möglich verstr. sö STE; erds- Schwartz 1895,259 (vereinz. sö STE); Ätschelorke JE1-Ih.
fallen Vb. verbr. (außer 7.). 1a. ‘aus einer bestimmten Höhe durch die Schwerkraft nach unten bewegt werden’ – ... um nich vons Soofa zu fallen ... Richter o.J. 18; Bei dn Storm f’l de Eppel man blß s. Wb-Ak 54; Rda.: Karl fiel’n Schteen von’s Harze ... Heimatkalender-Ze 1964,94 (ZE-Ze); dik fällt woll de Bude opn Kopp? ‘du langweilst dich wohl zu Hause?’ CA-Fö; davon fällt dick keine Perle ut de Krone ‘du vergibst dir dabei nichts’ Sprw-Börde; Dat harr ik nich dacht, see de Buur, do füll he von’n Wagen. Berufe-Altm 251; Sprw.: wie et fällt, sau buldert et Sprw-Börde; de Appel fällt nich wit van’n Stamm OST-GrAu; wu jehuwwelt wart, falln Schpäne Wb-Be; Wenn’t Kind in’n Pütt’n fallen is, denn ward’r todeckt. Spr-Altm 14; Wetterregel: Fällte eerste Schnee op’m Dreck, Dänn iß ’te Wintr ’n Jäck. Abergl-Ma 245 (WO-Ol). – 1b. in der Verbdg.: fallen lten ‘bewirken, dass sich etw. nach unten bewegt’ – ’n Anker fal’l ld’n ‘den Anker zu Wasser bringen’ Elbschifferspr. 391 (JE2-Pa); Färesemmeln (Pferdeäpfel) lassn se jetzt falln Spr-Asch 43; Un Anneken leit de letzte Kartuffel un et Messer fallen ... Lindaua o.J. 13. – 1c. ‘(nicht aus der Höhe, sondern in der Bewegung) den festen Halt verlieren und mit dem Körper zu Boden schlagen, hinstürzen’ – biste denn efalln? HA-Bee; ... datt de Mäkens vorr Schreck un Ang’st an de Äre failen. Firmenich o.J. 160 (WA-Ost); Rda.: hei fallt wer sne eigenen Feute HA-Oh; Ick bin ok nich upp’n Kopp ’efalln. Bewohner-Altm 2,22. – 2. ‘sich plötzlich heftig an eine bestimmte Stelle bewegen’ – Rda.: se sin sich um en’ Hals efall’n CA-Fö; He kümmt mit d’ Däör int Hus to falln. ‘Er bringt ein Anliegen ohne Umschweife zur Sprache.’ Wb-Altm 206. – 3. ‘in einen anderen Zustand geraten’ – dat folt mek in’t lachen ‘das brachte mich zum Lachen’ Wb-Nharz 206. – 4. ‘eine bestimmte Richtung, Tendenz haben’ – et fallt int Gele ‘es hat einen gelblichen Farbton’ Wb-We 149. – 5. in der Verbdg.: licht/swr fallen ‘keine/große Anstrengung erfordernd’ – et felt mek schwr, dat jelt op te bringen Wb-Nharz 206. – 6. in festen Verbdg. mit Präpositionalobjekt – up de Nerven fahn SA-Ch; in dat ge fallen ‘auffallen’ BLA-Brau; to Last fall’n ‘jmdm. Mühe und Kosten verursachen’ OST-Je; ... fuln Vetter Keil ins Wort ... Wäschke 61915,69. – 7. ‘geboren werden’ 3: Wb-We 149, Wb-Nharz 206. – 8. ‘im Krieg, Kampf getötet werden’ – hei is in’n Kr falln HA-Oh. – 9. ‘geringer, niedriger werden, sinken’ – de hitze felt Wb-Nharz 206; ’s Wter had efal’l Elbschifferspr. 405 (WO-Ro); de Prse fallt HA-Oh. – 10. ‘zu einer bestimmten Zeit stattfinden, zeitlich zusammenfallen’ – Pingesten fallt jedet Johr 50 Dare na Ostern ZE-Gro; Rda.: wenn ick dick in de Schnute schlage, fällt Ostern un Pingesten op einen Dach Androhung von Prügel, Sprw-Börde; Sprw.: man mott de Feste fiern, wie se fallt HA-Mo. – 11. ‘ausgesprochen, geäußert werden’ – n’ Woert fallen laten HA-Oh; sei hat sick wat fallen laten ‘sie hat eine Andeutung gemacht’ HA-Bee.
Lautf., Gram.: Inf.: fall(e)n; außerdem: fal’l, [fa] Elbschifferspr. 391 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), JE1-Go, Mda-Ze (verstr. ZE), Elbschifferspr. 391 (CA-Ak), Wb-Ak 54, BE-Fr; fahn, [fn] verbr. nwaltm.; [fn] vereinz. n nwaltm.; flln Mda-Sti 2; 3. Sg. Präs: fällt; außerdem: fel(l)t vereinz. w elbostf., Wb-Ak 102; [fet] SA-Dä; fallt, [falt] Wb-Altm 272, Winter-Altm 73, JE1-Go, verstr. ZE, vereinz. HA OSCH; 1./3. Sg. Prät.: feel, fl vereinz. Altm., Dialekt-Ma 11 (verstr. w JE1); feil, fail verstr. elbostf.; [fl] verstr. mbrdb.; fiel, [fl] Mda-Ze (ZE-Roß), Heimatkalender-Ze 1964,94 (ZE-Ze), Krause 1964,39; [fl] Dialekt-Ma 11 (JE1-Ste, vereinz. sw JE1, ZE-Dor); [fl] a.a.O. 11 (verstr. s JE1, ZE-Göd); ful, [fl] Mda-Ze (ZE-Roß), vereinz. w/mittleres anhalt.; füll Berufe-Altm 251; fol(l)t HA-Oh, Wb-Nharz 206.
Fallup Kommando zum Aufziehen des Rah- und Sprietsegels, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 380 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Pa), 4: a.a.O. 380 (CA-Ak).
Lautf.: [falup]; außerdem: [-ob] Elbschifferspr. 380 (CA-Ak).
Frmann m. ‘Fährmann’, in einigen Orten übernimmt er auch die Funktion des  Heranfahrers, 2: Elbschifferspr. 346 (STE-Bit, WO-Ro, JE2-Pa), 4: Wb-Ak 56, Wb-Be.
Lautf.: [frman]; außerdem: Frmann Wb-Ak 56.
Frtenbk n. ‘Kontrollbuch, in das Einzelheiten über die Fahrten des Kahns eingetragen werden’, nicht mehr gebräuchlich, 2: Elbschifferspr. 445 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Pa), 4: a.a.O. 445 (CA-Ak).
Lautf.: [frdbk] STE-Bit Tan; [-bk] JE2-Pa; [-buk] WO-Ro; [-b] CA-Ak; alle Belege aus Elbschifferspr. 445.
Frwter n. dass. wie  Frt 2b., 2: Elbschifferspr. 408 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Pa).
Lautf.: [frwtr].
feststn Vb. dass. wie  festhängen, 2: Elbschifferspr. 307 (STE-Bit, WO-Ro, JE2-Pa).
Lautf., Gram.: 3. Sg. Präs.: [dd fesd] Elbschifferspr. 307 (WO-Ro); [daid -] a.a.O. 307 (STE-Bit, JE2-Pa).
flackern Vb. 1. ‘hell und unruhig, zuckend brennen’, vgl. 2blackern, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be – dat Fer flackert dulle HA-Oh. – 2. ‘flattern’, vom Segel bei Vorderwind, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 317 (STE-Bit, JE2-Pa), 4: a.a.O. 317 (CA-Ak).