anplren Vb. ‘angaffen, mit starrem, verwundertem Blick auf etw./jmdn. schauen’ 2: JE2-Scho, 3: CA-Fö – d plat m s schf an JE2-Scho.
Lautf., Gram.: nplieren CA-Fö; [plat an] 3. Sg. Präs. JE2-Scho.
anpurren Vb. 1. dass. wie  anpurreln 1., 2: Wb-Altm 164, 3: WE-Oster, Hbl-Nharz 1929 Nr. 5/ohne Verf. (WE-Rho), 4: Mda-Sti 132. – 2. dass. wie  anpurreln 2., 3: Id-Quea 142. – 3. ‘jmdn. ermahnen’ 2: Wb-Altm 164. – 4. ‘jmdn. um etw. angehen, anbetteln, jmdn. (unablässig) um etw. bitten’,  beddelnik hebb’m annepurrt n Änt’naia 2: JE2-Scho. – 5. ‘vorsichtig jmds. Meinung zu entlocken versuchen’ 3: Wb-We* 199.
Lautf.: anpurr(e)n, [anpur()n]; außerdem: npur(r)(e)n Wb-We 199, Id-Quea 142, Mda-Sti 132.
anquellen Vb. ‘aufquellen’, von Holz, im Part. Prät. ‘durch Feuchtigkeit aufgequollen und deshalb schwer schließend’,  drange, 2: JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 22 – Fenster und Türen sint anekwuln Sprw-Börde.
Lautf., Gram.: anquillen HA-Oh, -kwiln Sprw-Börde; annequll’n, [ankwuln] Part. Prät. JE2-Scho, HA-Bee; nkwiln Wb-Nharz 14; nquil’l Wb-Ak 22.
anslgen Vb. 1a. ‘etw. durch Schlagen an etw. befestigen’ 2: Hausfr-Altm 1928,93 (Kredel), 3: vereinz. elbostf. – ’m brett anschloaen Spr-Maa 439 (WO-Ol). – 1b. ‘etw. befestigen, mit etw. verbinden’, bes. beim Verladen Güter am Kranseil, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 384 (STE-Tan), 4: a.a.O. 384 (CA-Ak). – 2. ‘Holz oder zum Fällen bestimmte Bäume mit der Axt oder dem Hammer kennzeichnen’ 3: Wb-Nharz 15. – 3. ‘durch Aushang öffentlich bekanntmachen’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 15 – en hs nschln lten ‘ein Haus zwangsversteigern lassen’ a.a.O. 15. – 4. ‘durch Anstoßen beschädigen’ – Dort bettelte sich zwee Sektjläser. Schadt jarnischt, wenn eens dorvon anjeschla’n is. 4: Krause 1964,134. – 5a. ‘durch Schlagen zum Erklingen, Tönen bringen’, von einer Glocke, 3: Wb-Nharz 15, 4: Wb-Ak 23 – Ich dachte, se schlen n (die große Glocke der Marienkirche in Aken wurde bis 1919 zu bestimmten Uhrzeiten a.), dbei stormt’n se (gaben Feueralarm). a.a.O. 23. – 5b. ‘erklingen, tönen’ – et hat all anesln von der Turmuhr, 3: HA-Oh. – 6. ‘an der Freistätte anschlagen’, im Spiel, 3: Wb-We 8, 4: Wb-Ak 23. – 7. dass. wie  ansetten 6b., 3: vereinz. w elbostf. – Slache mal an, wat dat hus kost. Id-Eilsa 48. – 8. ‘eine bestimmte Wirkung haben, Erfolg zeigen’ 2: JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 23, Krause 1964,20 – dat midd’l (Arznei) hat anneschloaen Spr-Maa 439 (WO-Ol); Dat Kapittel öwwer Polletik slaug nich mehr recht an, ... Wedde 1938,65; Mit listije Ooren beowachtete erschtma, wie seine Rede anschla’n tat, ... Krause 1964,20; Ich kann essen was ich will, bei mich schlett nischt n. ‘... ich werde nicht dicker, nehme nicht zu.’ Wb-Ak 23; Reim:jt d’n, dringkng, schlp’m, sp’m
sachte jn un bb’m –
dät schlait an
JE2-Scho.
– 9. ‘kurz und warnend bellen’, vom Hund, 2: Kredel 1927,23, 3: HA-Oh, Wb-Nharz 15, 4: Wb-Be.
Lautf., Gram.: anslan, -sln vereinz. w elbostf.; ansleit, slei’t an 3. Sg. Präs. Kredel 1927,23, Wedde 1938,78, Klaus 1936,57; slaug - 3. Sg. Prät. a.a.O. 65; [anln] Elbschifferspr. 384 (STE-Tan); anschla’n Krause 1964,20; [lait an] 3. Sg. Präs. JE2-Scho; schlauch an 3. Sg. Prät. Firmenich o.J. 159 (WA-Ost); anjeschla’n Part. Prät. Krause 1964,134; nschln Wb-Nharz 15; anslon Hausfr-Altm 1928,93 (Kredel); -schloaen Spr-Maa 439 (WO-Ol); [anln] Elbschifferspr. 384 (CA-Ak); nschln, [nln] Wb-Ak 23, Wb-Be.
anspannen Vb. ‘(ein) Zugtier(e) vor etw. spannen’ 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. Altm., JE2-Scho, Heimatkalender-Je 1924,60 (JE2-Vie), 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – ... de Bure spanne siene beiden Päre an ... Rauch 1929,8; schpanne de Ossen an! JE2-Scho; Rda.: de spannt dat Perd bin’n Schwanze an ‘er fasst eine Sache falsch an’ WA-Re.
Lautf., Gram.: Eine genaue Darstellung hinsichtlich der Palatalisierung von -s- der Konsonantenverbdg. -sp-, -st- ist hier und bei den folgenden Lemmata aufgrund der Laienschreibung nicht möglich. Nichtpalatalisierte Formen sind im äußersten Westen des Bearbeitungsgebietes anzunehmen: ans(ch)pannen, -s(ch)pann’n, -spann’, -spann’, [anspa], [-pa]; außerdem: nschpannen Wb-Nharz 10; nspan’n Wb-Ak 23, [npa] Wb-Be; [ban n] Imp. Sg. DE-Ca; anspännen Wb-Holzl 55 (HA-Eil); -spennen HA-Oh.
anspannen Vb. ‘(ein) Zugtier(e) vor etw. spannen’ 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. Altm., JE2-Scho, Heimatkalender-Je 1924,60 (JE2-Vie), 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – ... de Bure spanne siene beiden Päre an ... Rauch 1929,8; schpanne de Ossen an! JE2-Scho; Rda.: de spannt dat Perd bin’n Schwanze an ‘er fasst eine Sache falsch an’ WA-Re.
Lautf., Gram.: Eine genaue Darstellung hinsichtlich der Palatalisierung von -s- der Konsonantenverbdg. -sp-, -st- ist hier und bei den folgenden Lemmata aufgrund der Laienschreibung nicht möglich. Nichtpalatalisierte Formen sind im äußersten Westen des Bearbeitungsgebietes anzunehmen: ans(ch)pannen, -s(ch)pann’n, -spann’, -spann’, [anspa], [-pa]; außerdem: nschpannen Wb-Nharz 10; nspan’n Wb-Ak 23, [npa] Wb-Be; [ban n] Imp. Sg. DE-Ca; anspännen Wb-Holzl 55 (HA-Eil); -spennen HA-Oh.
antacken Vb. ‘jmdn. mit der Hand oder dem Fuß kurz anstoßen’,  antippend het m annetackt 2: JE2-Scho.
antalken Vb. 2: JE2-Scho. 1. ‘schlagen, prügeln’,  verhauen. – 2. ‘jmdn. abschlagen’, im Spiel.
Lautf.: [antalk].
ntengrütte f. dass. wie  ntenflott, 2: vereinz. n GA, verbr. ö Altm. JE2 JE1, verstr. ZE, 3: verstr. elbostf. – d Äntnjrütte frd’n d Änt’n jan JE2-Scho.
Lautf.: Aantengrütte, Ahnten- WO-Ma, vereinz. w elbostf.; ntengritte WO-Ge; Ahntengrütze HA-War, WE-Dee; A(o)ntengrütt, -jrütt OST-Ho Kru, JE2-Reh Scha; Antengrütte JE2-Cab; -grütt, -jrütt vereinz. ö Altm. (außer n WO), JE2-Ku; -grütze vereinz. n/w elbostf.; Antgrütt STE-Da Scher; Äentengrütt, Eänten- OST-Go Me; Eänt-, -jrütt GA-Vol, STE-Sta; Äntengrütte, -jrütte verstr. mittleres/s JE2, JE1-Zi, WE-Da Ve; [äntjrüt] JE2-Scho; Änt(e)ngrütt, -jrütt verstr. ö Altm. (außer n WO), JE2-Wa; Äntengrütze QUE-PrBör; -grütz STE-Sche; Äntgrütte JE2-Fi; -grütt, -jrütt vereinz. ö Altm. (außer n WO), ZE-Möl; Entengrütte, -jrütte vereinz. sö Altm., verstr. JE2, vereinz. JE1; Ent(e)ngrütt verstr. ö Altm. (außer n WO), JE2-Kam; Entengrüdde WO-Be; -gritte, -jritte JE1-Plö Scha; -grütze vereinz. ö Altm. mittleres JE2, verstr. mbrdb., vereinz. elbostf. (außer sö); -grütz OST-Wal, STE-Buch; -gritze, -jritze vereinz. JE1, ZE-Roß, QUE-Asch; -jreze CA-El Schö; Entgrütte JE2-Schar; -grütt vereinz. ö Altm. (außer n WO); -grütze JE2-NeuWa; -grütz STE-Brie. – Gram.: n. belegt STE-Na.
anticken Vb. dass. wie  antippen, 2: Wb-Altm 223, JE2-Scho, 3: verstr. elbostf. (außer sö), 4: Mda-Sti 140 – h het mik antickt un d heff ik än Schreck krgng JE2-Scho.
Lautf.: antick(e)n, -kk-; außerdem: [antik] JE2-Scho; ahnticken, n- vereinz. sw elbostf., Mda-Sti 140.