andrpen Vb. ‘antreffen, vorfinden’ 2: Heimatkalender-Ma 1931,86 (Altm.), Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie), 3: vereinz. elbostf. (außer sö) – Hei drop öhm ok an, ... Rauch 1929,84; “Ick gäw die Recht, Vaoder, öwer oft drippt man dat nich an.” Heimatkalender-Ma 1931,86 (Altm.).
Lautf., Gram.: andrepen, -drpen Wb-Holzl 54 (HA-Eil), HA-Oh; ane- Wb-We 6; andräpen Wb-Holzl 54 (WA-KlWa); -draep’m Spr-Maa 435 (JE1-Ran); drippt an 3. Sg. Präs. Heimatkalender-Ma 1931,86 (Altm.); drop - 3. Sg. Prät. Rauch 1929,84; an’edroapen Part. Prät. Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie); ndrëpen Wb-Nharz 10; [ndrp] Id-Eilsa 48.
andrinken Vb. 1. ‘(beim Umtrunk) als erster in der Runde einen Schluck trinken’ 2: SA-Ra, 3: HA-Oh – Rda.: du bist wie de Schult von Boal (ON Badel), drinkst an un setzt wedder neben dei doal der so Angesprochene hat die Flasche mit dem Kornbranntwein nicht weitergegeben, SA-Ra. – 2. ‘Eröffnung eines Festes oder anderen Ereignisses mit einem Umtrunk’ 2: Vk-Anhalta 233 (ZE-Ser Sta), 3: Wb-Nharz 12 – Brauch: Die Eröffnung der Spinnstube wird alljährlich am 1. Advent durch den Genuss der  Brendewnskoltschle gefeiert. a.a.O. 12. Am Pfingstsonnabend wird nach dem Errichten der Maie das  Pingstgelge angetrunken. Vk-Anhalta 233 (ZE-Ser). In Stapen geschieht dies bereits etwa vier Wochen vor Pfingsten. a.a.O. 233 (ZE-Sta). – 3. in der Verbdg.: sik nen andrinken ‘sich betrinken’, vorw. im Part. Prät. ‘leicht betrunken’,  dn, 2: Bewohner-Altm 1,368, STE-Wa, Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie), 3: HA-Oh – ... harre er met eenmmoal bes an’n Buck in’t kolle Woater ’estoahn, weil her annedrunken woar. Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie).
Lautf., Gram.: andrinken HA-Oh; drinkst an 2. Sg. Präs. SA-Ra; annedrunken Part. Prät. Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie); an- Part. Prät. Bewohner-Altm 1,368, STE-Wa; ndrinken Wb-Nharz 12.
anfren Vb. 1. dass. wie  anfren 1., 3: Wb-We* 199. – 2. dass. wie  anfren 2.... äwer doa kamm groade unse Onkel Busse met vier Päere aneführt ... 2: Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie). – 3. dass. wie  anfren 3., 3: HA-Oh. – 4. dass. wie  anfauchen 2.wat fäuherste mik denn sau n? 3: CA-Fö. – 5. ‘leiten, anführen’ 3: Wb-Nharz 12, 4: Wb-Ak 18 – S an Strollech, dr hat de janze Ban’ne njefrt. a.a.O. 18. – 6. ‘necken,  foppen, zum Narren halten’, auch ‘betrügen, täuschen’,  bedrgen, 1: Ehlies 1960a 79, Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die), 2: ZE-Ze, 3: vereinz. elbostf., 4: Mda-Sti 142, Wb-Ak 18 – “Dei verflixte Kräuger ... nu hädd hei di ollich anföhrt!” Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die); Neckreim: njefrt mit Leschpapr, morrejen kimmt der Un’neroffzr! rufen die Kinder nach einer gelungenen Täuschung, Wb-Ak 18.
Lautf., Gram: anföhren Ehlies 1960a 79; -föhrt Part. Prät. Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die); -feuern HA-Oh; -fürn Id-Eilsa 48; -fern HA-Oh; angeführt Part. Prät. ZE-Ze; ane- Part. Prät. Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie); nfrn Mda-Sti 142; nfoiern Wb-We* 199; fäuherste n mit Enklise des nachfolgenden Personalpron. 2. Sg. Präs. CA-Fö; nfeuren Wb-Nharz 12; neführt Part. Prät. vereinz. nö QUE; nfr’n Wb-Ak 18.
angn Vb. 1a. ‘jmdn./etw. angreifen’ 2: ZE-Roß, 4: Wb-Ak 19, Wb-Be – Dr Bulle junk de Leite n! Wb-Ak 19. – 1b. ‘gegen etw. vorgehen, Einspruch erheben’ 3: HA-Oh, 4: Wb-Ak 19 – d moste ggen angn! HA-Oh. – 2. in der Verbdg.: ’n Hoff, ’t Hus angaon ‘den Hof, das Haus als Eigentum übernehmen’ 2: Wb-Altm* 48, Wb-Altm** 40. – 3. ‘ergreifen, überkommen’, bes. von Empfindungen, 3: vereinz. elbostf. – mek geit de grl n ‘mich erfasst Grauen’ Wb-Nharz 12; Rda.: dat is ne scheene annejahn ‘der Entschluss kostete ihn viel Überwindung’ Sprw-Börde. – 4. ‘sich jmdm./etw. nähern’ – gch nich sau n n dat prt n 3: Wb-Nharz 12. – 5a. in der Verbdg.: wr is denn d negn? ‘wer hat davon gekostet, genascht?’ 3: a.a.O. 12. – 5b. in der Verbdg.: d g ek nich medde n ‘daran beteilige ich mich nicht’ 3: Wb-Nharz 12. – 6. ‘gehen, treiben’, von Hefeteig,  upgn, 1: SA-Pü, 2: verstr. ö SA w OST n GA, STE-Kö, 3: GA-Ge – de Deig is schöne annegahn a.a.O. – 7. dass. wie  anflen, 2: Wb-Altm* 48, Wb-Altm** 40, 3: verstr. w elbostf., QUE-Su, 4: vereinz. w omd. – de Wost is ja all ’n bettgen annegahn, datt ruk’(rieche) ick HA-Bee. – 8. ‘anfangen, beginnen’ 2: vereinz. Altm., Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie), 3: vereinz. elbostf., 4: Wäschke 61915,113 – de Schaule is all annegahn HA-Bee; ... “Fennand, wenn der Wind nich balle angeiht, dänn hewwe ick för di bei Da’e ok noch Arbeit, ...” Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie); Rda.: “Wi willen’t sachte anjahn laten.” Firmenich o.J. 157 (WA-Ost). – 9. ‘zu brennen anfangen’ – t’ Fer is anegn 3: HA-Oh. – 10. ‘möglich, zulässig, vertretbar sein’ 2: vereinz. Altm., 3: Lieder-Ma Nr. 769 (WO-Ol), HA-Oh, 4: Wb-Ak 19, Wb-Be – Rda.: J d’t geit wol noch so an. Id-Altm; Das kann doch nich njn! Wb-Ak 19. – 11. ‘betreffen, jmds. Sache sein’ 2: vereinz. nbrdb., ZE-Roß, 3: vereinz. n/w elbostf., 4: vereinz. anhalt. – ... die’s doch ‘s meeste anjunk, die schtann’n an’s Howethor un kukten, ... Wäschke 61915,112; Er mischte sich in vill Sachn rin, die ’n eejntlich nischt anjehn tatn. Krause 1964,80; det jeht dich jarnischt an! ZE-Roß. – 12. ‘sich anziehen lassen’, von Kleidungsstücken, 2: Wb-Altm* 48, Wb-Altm** 40, 3: HA-Bee, 4: Wb-Ak 19 – De Scho geit nich an. Wb-Altm** 40. – 13. ‘anwachsen, Wurzeln schlagen’ 3: Sprw-Börde, Wb-Nharz 12 – de Planten sind anegahn Sprw-Börde.
Lautf., Gram.: Inf.: anga(h)n, -gn, -jahn vereinz. w/mittleres elbostf.; -gao(h)n, -ghn vereinz. Altm.; -gen Wb-We 6; ngn Wb-Nharz 12; njn Wb-Ak 19; anjehn, [anjn] ZE-Roß, Krause 1964,80; njn, [njn] Wb-Ak 19, Wb-Be; 3. Sg. Präs.: angei(h)t, gei(h)t an, [jait an] SA-Dä, vereinz. nbrdb., Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie), vereinz. n/w elbostf.; -n Wb-Nharz 12; jeht an ZE-Roß, vereinz. anhalt.; 3. Pl. Präs.: gaohn an Bewohner-Altm 1,324; 3. Sg. Prät.: anjunk Wäschke 61915,61 und 112; junk n Wb-Ak 19; 3. Sg. Konjunk. Prät.: günge an Rauch 1929,86; Part. Prät.: an(n)egaan, -gahn vereinz. elbostf.; angan QUE-Su; -go(h)n, -goahn, -gan, -jao(he)n SA-Pü, verstr. Altm.; -jao OST-Schön Spä; negn Wb-Nharz 12; ahngegahn BLA-Sti; angegangen BA-Neu; njejangen Wb-Ak 19; attr. st. n. Nom. Sg.: anjegahnes BLA-Ha; njejangenes BE-We; attr. sw. n. Nom. Sg.: angegangene BA-Gü.
angn Vb. 1a. ‘jmdn./etw. angreifen’ 2: ZE-Roß, 4: Wb-Ak 19, Wb-Be – Dr Bulle junk de Leite n! Wb-Ak 19. – 1b. ‘gegen etw. vorgehen, Einspruch erheben’ 3: HA-Oh, 4: Wb-Ak 19 – d moste ggen angn! HA-Oh. – 2. in der Verbdg.: ’n Hoff, ’t Hus angaon ‘den Hof, das Haus als Eigentum übernehmen’ 2: Wb-Altm* 48, Wb-Altm** 40. – 3. ‘ergreifen, überkommen’, bes. von Empfindungen, 3: vereinz. elbostf. – mek geit de grl n ‘mich erfasst Grauen’ Wb-Nharz 12; Rda.: dat is ne scheene annejahn ‘der Entschluss kostete ihn viel Überwindung’ Sprw-Börde. – 4. ‘sich jmdm./etw. nähern’ – gch nich sau n n dat prt n 3: Wb-Nharz 12. – 5a. in der Verbdg.: wr is denn d negn? ‘wer hat davon gekostet, genascht?’ 3: a.a.O. 12. – 5b. in der Verbdg.: d g ek nich medde n ‘daran beteilige ich mich nicht’ 3: Wb-Nharz 12. – 6. ‘gehen, treiben’, von Hefeteig,  upgn, 1: SA-Pü, 2: verstr. ö SA w OST n GA, STE-Kö, 3: GA-Ge – de Deig is schöne annegahn a.a.O. – 7. dass. wie  anflen, 2: Wb-Altm* 48, Wb-Altm** 40, 3: verstr. w elbostf., QUE-Su, 4: vereinz. w omd. – de Wost is ja all ’n bettgen annegahn, datt ruk’(rieche) ick HA-Bee. – 8. ‘anfangen, beginnen’ 2: vereinz. Altm., Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie), 3: vereinz. elbostf., 4: Wäschke 61915,113 – de Schaule is all annegahn HA-Bee; ... “Fennand, wenn der Wind nich balle angeiht, dänn hewwe ick för di bei Da’e ok noch Arbeit, ...” Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie); Rda.: “Wi willen’t sachte anjahn laten.” Firmenich o.J. 157 (WA-Ost). – 9. ‘zu brennen anfangen’ – t’ Fer is anegn 3: HA-Oh. – 10. ‘möglich, zulässig, vertretbar sein’ 2: vereinz. Altm., 3: Lieder-Ma Nr. 769 (WO-Ol), HA-Oh, 4: Wb-Ak 19, Wb-Be – Rda.: J d’t geit wol noch so an. Id-Altm; Das kann doch nich njn! Wb-Ak 19. – 11. ‘betreffen, jmds. Sache sein’ 2: vereinz. nbrdb., ZE-Roß, 3: vereinz. n/w elbostf., 4: vereinz. anhalt. – ... die’s doch ‘s meeste anjunk, die schtann’n an’s Howethor un kukten, ... Wäschke 61915,112; Er mischte sich in vill Sachn rin, die ’n eejntlich nischt anjehn tatn. Krause 1964,80; det jeht dich jarnischt an! ZE-Roß. – 12. ‘sich anziehen lassen’, von Kleidungsstücken, 2: Wb-Altm* 48, Wb-Altm** 40, 3: HA-Bee, 4: Wb-Ak 19 – De Scho geit nich an. Wb-Altm** 40. – 13. ‘anwachsen, Wurzeln schlagen’ 3: Sprw-Börde, Wb-Nharz 12 – de Planten sind anegahn Sprw-Börde.
Lautf., Gram.: Inf.: anga(h)n, -gn, -jahn vereinz. w/mittleres elbostf.; -gao(h)n, -ghn vereinz. Altm.; -gen Wb-We 6; ngn Wb-Nharz 12; njn Wb-Ak 19; anjehn, [anjn] ZE-Roß, Krause 1964,80; njn, [njn] Wb-Ak 19, Wb-Be; 3. Sg. Präs.: angei(h)t, gei(h)t an, [jait an] SA-Dä, vereinz. nbrdb., Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie), vereinz. n/w elbostf.; -n Wb-Nharz 12; jeht an ZE-Roß, vereinz. anhalt.; 3. Pl. Präs.: gaohn an Bewohner-Altm 1,324; 3. Sg. Prät.: anjunk Wäschke 61915,61 und 112; junk n Wb-Ak 19; 3. Sg. Konjunk. Prät.: günge an Rauch 1929,86; Part. Prät.: an(n)egaan, -gahn vereinz. elbostf.; angan QUE-Su; -go(h)n, -goahn, -gan, -jao(he)n SA-Pü, verstr. Altm.; -jao OST-Schön Spä; negn Wb-Nharz 12; ahngegahn BLA-Sti; angegangen BA-Neu; njejangen Wb-Ak 19; attr. st. n. Nom. Sg.: anjegahnes BLA-Ha; njejangenes BE-We; attr. sw. n. Nom. Sg.: angegangene BA-Gü.
Angst f. wie Standardspr., 1: SA-Dä, 2: verstr. Altm., vereinz. ö JE2, ZE-Roß Ze, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. – Angest hem’m ‘sich fürchten’ Wb-Holzl 55; Ick harre äwer vör Angest un Zittern mine Weste verkehrt annetreckt. Heimatkalender-Ma 1932,44 (JE2-Vie); Rda.: mehr Angest wie Weidage (Schmerzen), von unbegründeter Angst, HA-No.
Lautf.: Angst, [ast] SA-Dä, verstr. Altm., JE2-Ba Scho, vereinz. anhalt.; Anges HA-Alv; ngest Mda-Sti 9; sonst: Angest, [ast].
ängstlich Adj. 2: vereinz. Altm., Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie), JE1-Zi, verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. 1a. ‘angsterfüllt, furchtsam’, vgl. angst... dänn keek’n wi up disse Stelle immer ganz ängestlich rin ... Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie); ... war ... noch en bisjen engestlich ... Heese 21919,64. – 1b. ‘zaghaft, schüchtern’, bes. von Kindern,  blde“Was wollnse rauskreien?” – frade janz engestlich. Wäschke 61915,7. – 2a. in der Verbdg.: dat is nich sau engestlich ‘das ist nicht dringend, nicht eilig’ HA-Oh. – 2b. ‘gefährlich’ – ne ängstliche Sache CA-Fö.
Lautf., Gram.: ängstlich vereinz. Altm., ZE-Stre, vereinz. elbostf.; -e attr. f. Nom. Sg. CA-Fö; ängestlich JE1-Zi, Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie), vereinz. n/mittleres elbostf., Heimatkalender-Be 1936,155; [esdli] BE-Fr Gier; engestlich, [estli] Mda-Ze (verstr. ZE), vereinz. w elbostf., QUE-Di, vereinz. omd.; enjest- BA-Ha; enges- Wb-Nharz 51.
ängstlich Adj. 2: vereinz. Altm., Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie), JE1-Zi, verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. 1a. ‘angsterfüllt, furchtsam’, vgl. angst... dänn keek’n wi up disse Stelle immer ganz ängestlich rin ... Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie); ... war ... noch en bisjen engestlich ... Heese 21919,64. – 1b. ‘zaghaft, schüchtern’, bes. von Kindern,  blde“Was wollnse rauskreien?” – frade janz engestlich. Wäschke 61915,7. – 2a. in der Verbdg.: dat is nich sau engestlich ‘das ist nicht dringend, nicht eilig’ HA-Oh. – 2b. ‘gefährlich’ – ne ängstliche Sache CA-Fö.
Lautf., Gram.: ängstlich vereinz. Altm., ZE-Stre, vereinz. elbostf.; -e attr. f. Nom. Sg. CA-Fö; ängestlich JE1-Zi, Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie), vereinz. n/mittleres elbostf., Heimatkalender-Be 1936,155; [esdli] BE-Fr Gier; engestlich, [estli] Mda-Ze (verstr. ZE), vereinz. w elbostf., QUE-Di, vereinz. omd.; enjest- BA-Ha; enges- Wb-Nharz 51.
anhlden Vb. 1. ‘anhalten, zum Stillstand bringen’ 2: OST-Gee, Heimatkalender-Je 1924,60 (JE2-Vie), 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – “Brr!” – sase Vetter Keil, hult de Pfere an un kukte, ... Wäschke 61915,19; an Maiboom wurre anneholl’ un drei Dänze danzt under emm JE1-Pre; einen nhlen ‘jmdn. ansprechen und dadurch aufhalten’ Wb-Nharz 13; den Atem anholen Wb-We 7. – 2. ‘aufhören, innehalten’ – hlt n ‘höre auf zu arbeiten, mach Feierabend’ 3: Wb-Nharz 13. – 3. ‘schwer Milch geben’, von der Kuh – de Kau hel’ld awwor de Mel’lk an 3: WA-Neu. – 4a. ‘festhalten’, auch ‘stützen’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 13 – hlt’n wgen n ‘stütze den Wagen, damit er nicht umkippt’ Wb-Nharz 13. – 4b. refl. ‘sich an etw. festhalten’ – hle tich toch ns Jelenter ne 4: Wb-Be. – 5. ‘jmdn. ermahnen, zu etw. veranlassen’ 2: Hausfr-Altm 1928,93 (Kredel), 4: Wb-Ak 18 – D mußt eiern Jungen nh’l, dasse sich abtritt. a.a.O. 18. – 6a. ‘jmdn. um etw. angehen, unablässig bitten’,  beddeln, 1: vereinz. w nwaltm., 3: HA-Oh, Wb-Nharz 13 – ik heff en anhen ..., aiwa hai lait sik nich awkng SA-Dä. – 6b. ‘bei den Eltern eines Mädchens um die Erlaubnis zur Heirat nachsuchen’ 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 18 – Unse Fritze will um eire Frd’n nh’l. a.a.O. 18; ... en anderer Frieer ... harre um dat hübsche Mäken anehollen. Rauch 1929,69. – 7a. ‘andauern’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 13, 4: Wb-Ak 18 – ’s Jewitter helt lange n a.a.O. 18; dat Fest hat lange anehlen HA-Oh. – 7b. ‘längere Zeit bleiben, verweilen’, bes. im Wirtshaus oder beim Tanz, 3: vereinz. sw elbostf. – op den Danzboden anholen Wb-We 7.
Lautf., Gram.: anholen, -hlen vereinz. w elbostf.; -helen HA-Oh; [anhn] SA-Dä; anhollen SA-Die Scha, -holl’n Spr-Maa 437 (WO-Ol); [hd n] 3. Sg. Präs. WA-Neu; anehollen Part. Prät. Rauch 1929,69; anneholl’ Part. Prät. JE1-Pre; holt an Imp. Sg. Sprw-Börde; höl(l)t - 3. Sg. Präs. Hausfr-Altm 1928,93 (Kredel), OST-Gee; hölst - 2. Sg. Präs. Heimatkalender-Je 1924,60 (JE2-Vie); hult - 3. Sg. Prät. Wäschke 61915,19; hultnse - mit Enklise des nachfolgenden Personalpron. 3. Pl. Prät. a.a.O. 48; nhlen Wb-Nharz 13; anhahlen Richter o.J. 18, -haln Krause 1964,83; [nhln] QUE-Di, Wb-Be; nh’l Wb-Ak 18.
anhren Vb. 1a. ‘etw. aufmerksam (bis zu Ende) hören, zuhören’ 1: SA-Dä, vereinz. Altm., Heimatkalender-Je 1923,95 (JE2-Vie), 3: vereinz. n/w elbostf., 4: vereinz. anhalt. – ... ick höre mick datt ’n Schuer (ein Weilchen) mit an Hbl-Ohre 1928 Nr. 1/Wöhlbier (HA-Eim); dai Schpektaok is doch ga-a nich antohoian SA-Dä; “... wenn wi uns Dine Quasseleien annehürt hem’, dänn kannst Du Di ok uns’ anhürn.” Heimatkalender-Je 1923,95 (JE2-Vie). – 1b. in der Verbdg.: wat anthren gwen ‘jmdm. tüchtig die Meinung sagen’ 3: Sprw-Börde, Wb-Nharz 13. – 2. ‘angehören, zugehören’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 13, 4: Wb-Ak 19 – wne hrscht d denn n? ‘zu welcher Familie gehörst du denn?’ Wb-Nharz 13.
Lautf., Gram.: anhör(e)n, -hoer’n vereinz. n elbostf., Sprw-Börde; höre an 1. Sg. Präs. Hbl-Ohre 1928 Nr. 1/Wöhlbier (HA-Eim); höre an 3. Sg. Prät. Klaus 1936,28; hört an Imp. Pl. Matthies 1903,12; [antohoin] Inf. mit zu SA-Dä; anhürn Heimatkalender-Je 1923,95 (JE2-Vie); hürt an 3. Sg. Präs. Pohlmann 1905,21; anhüürt Part. Prät. Francke 1904,19; -hierte 3. Sg. Prät. Wäschke 61915,2; -hr’n Spr-Maa 437 (JE1-Ran); heerte an 3. Sg. Prät. Heese 21919,13; nhren Wb-Nharz 13; [nhrn] Wb-Be; nhr’n Wb-Ak 19.