Klwe(n) m., f. 1a. dass. wie  Klotz 1., auch ‘gro- ßes Stück eines Baumstammes’ 2: Wb-Altm* 60, 3: Wb-Nharz 100, Spr-Asch 39, CA-Fö, 4: Wb-Be. – 1b. ‘Baumstumpf’ 3: Wb-We 67. – 1c. dass. wie  Klotz 2c., 2: OST-See, GA-Est, 3: WO-Dru, HA-Bel, WA-Ste, WE-Heu We, 4: Mda-Sti 159, BE-Grö, KÖ-Wu. – 2a. dass. wie  Klotz 3., 1: SA-Ah, 2: verstr. Altm. (außer CALV), vereinz. s JE2, JE1-Scha, ZE-Gri, 3: verstr. elbostf. (außer s WO BLA), 4: BE-KlSchie Wa. – 2b. ‘klein gehacktes (Stück) Brennholz’ 1: verstr. nwaltm., 2: verbr. Altm. (außer n OST), vereinz. JE2, JE1-Da Grä, ZE-Wö, 3: verstr. n/mittleres elbostf., QUE-Nei Que, 4: Mda-Sti 160, Wb-Ak 91, KÖ-KlPa Kö.  Anbterholt Anmkeholt Backholt Brennholt Fidibus Flusterholt Feranmkeholt Ferholt Hauspäne Hring Holt Holtdrümmel Holtklwe(n) Holtscheit Holtslitter Holtspaldern Holtsplintern Holtsplitter Holtstücke Kachelholt Kachelwenholt Kalfakter Kn Knholt Knspn Knstange Klafter Klafterholt Kleinholt Klwefm(e) Klwenholt 1Kluft Knüppelholt Kkenholt Musselwark Nuschels wenscheit Sgehring Scheit Scheiterholt Scheitholt Slatte Slitter Snippels Spalder Spalderholt Splholt Splett Splinter Splitter Splitterholt Spn. – 2c. ‘Peitschenstiel’,  Ptschenstock, 3: BE-He. – 3a. ‘eine durch Trockenheit im Erdboden entstandene Spalte’ 3: QUE-Di. – 3b. ‘feste Erdscholle’ 4: Mda-Sti 159. – 3c. ‘Teil einer Ackerfläche beim Pflügen’ 3: Wb-Nharz 100. – 4. ‘dicke Brotscheibe’,  Stulle, 1: SA-Dä Die. – 5a. ‘Flaschenzug’, 3: Wb-Holzl 121, Id-Eilsa 72. – 5b. ‘Holzgehäuse, in welchem sich eine Scheibe auf einem im Gehäuse befestigten Bolzen dreht’, Hauptbestandteil des Flaschenzuges, 2: Elbschifferspr. 205 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 205 (CA-Ak).
Lautf., Gram.: Klo(o)w(e)n vereinz. ö Altm.; KloweJE2-Vie (f.) Wie, JE1-Ca, ZE-Grie (f.), CA-We, Wb-Ak 91 (f.); Klo(o)w SA-Ah Die Neu, OST-Ar, GA-Ber; Kloawen OST-Spä, GA-Klin, [klwen] OST-KlBeu; Kloaw, [klf] vereinz. Altm.; [klaof] SA-Dä; Klöw OST-Wol, GA-KloNeu; klwe f. Mda-Sti 159; [klew] QUE-Di; Kloben verstr. Altm., vereinz. JE2, JE1-Scha, verstr. elbostf., Mda-Sti 160, BE-Grö, KÖ-KlPa Kö; Klobe JE2-Alt Jer, ZE-Gri Wö, HA-All (f.) Eim Ma (f.), WA-Do Un, CA-GrRo; Kloob’m Lieder-Ma Nr. 426 (WO-Ol); [klobm] QUE-Di; [klebm] OSCH-Eils; Klomen HA-Wa, KÖ-Wu; Klo(h)m SA-Sla Win, JE2-Ba, CA-Ba Gli, Klo’m Wb-Holzl 121, HA-Eil; [kl] Elbschifferspr. 205 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa, CA-Ak), OSCH-Wu; [kl] Wb-Be; [gl] BE-He KlSchie Wa; Klaom’n GA-Al; Klaom SA-Schön Wa; [kloahm] SA-Ah; Kloon STE-Ta; Klöon STE-Ost; Klaafn Pl. STE-Da; Klaun JE2-Kam; Kluben WE-Ost. Zuss.: zu 2.: Holt-; sonstiges: Hack-.
Klucke f. 1a. ‘brütende oder Küken führende Henne’ verstr. – Mir han anne Klucke jesetzt ‘wir haben eine Glucke auf ein Nest mit Bruteiern gesetzt’ Wb-Ak 91; Rda.: dik is woll de Glucke von de Eier elopen? zu jmdm., der ein verdrießliches Gesicht macht, CA-Fö; Den het de Klucke hackt. ‘Er ist nicht recht gescheit.’ Vk-Harz 3,46; Rätsel: kröppt dörch’n Tun und schläpt Därm noh. – Glucke und Küken (SA-Rie). – Brauch: Um zeitig viele Glucken zu haben, wurde vom ersten Samenweizen (Samengerste, KÖ-Wu) den Hühnern eine Hand voll gegeben (CA-Zu). Man setzte die Glucken gern an Fleischtagen, d.h. dienstags und donnerstags zum Brüten, bes. günstig soll der Himmelfahrtstag sein (CA-Zu). Wenn Hühner brüten, soll auf dem Hof kein Holz gehackt werden. Vk-Anhalta 28. – 1b. ‘alte Henne’ 2: JE1-Dre Re Rie. – 2a. in der Verbdg.: le Klucke Schimpfwort, 3: HA-Oh. – 2b. ‘ein aus Trägheit längere Zeit herumsitzender Mensch, Faulpelz’, Schimpfwort, vgl. klucken 3b.Oll’ Kluck 2: Wb-Altm 106. – 3. in der Verbdg.: Glucken und Küken PflN ‘Schwanenblume’, die Blüten stellen die Glucken dar, die Knospen werden als Küken angesehen, 2: OST-Dü, 3: Flora-Gerwisch.
Lautf., Gram.: Klucke, Kluk(k)e, [kluk]; außerdem: Kluck, kluk verstr. nwaltm. Altm.; [klk] Mda-Ar 30; Glukke Wb-We 40, Glucke CA-Fö; Glucken Pl. Flora-Gerwisch; [glug] Mda-Fuhne 17 (DE-Ca). Zus.: zu 2b.: Hs-.
ms Adj. 1. ‘schlecht, übel’, auch ‘unsicher, kritisch’, von der körperlichen und seelischen Verfassung sowie von Geschäften und Unternehmungen, 2: ZE-Roß, 4: Wb-Be – t wart ’n je jants ms Wb-Be; Wie is’n dän seine Lage? – Man mies. ZE-Roß. – 2. ‘mürrisch, verdrießlich, unfreundlich’,  brummig, 1: SA-Darn, 4: KÖ-Wu.