Humpeln n. Spiel der Kinder, bei dem man in bestimmter Weise über eine auf den Boden gezeichnete Figur hüpfen muss, 2: SA-But, OST-GrBa, STE-Sto, JE2-Scho Wo, JE1-Da, 3: GA-Et, WO-GrAm, OSCH-Be Nei, 4: Wb-Ak 72, Mda-Fuhne 148 (verbr. KÖ, vereinz. w DE) – Kumm, mr sp’l humpel’l. Wb-Ak 72; In den anhalt. Orten gelten die unter  Hinkelding beschriebenen Regeln.  TZ: Himmel Himmelhumpeln Hinkelding Hinken Hinkestn Hoppeln Hopseding Huckekasten 1Hucken Humpel Humpelml Hunkeln Hunkelspl Hüppeding Kmerkenhucken.
Lautf.: Humpeln; außerdem: humpel’l Wb-Ak 72; [humb] Mda-Fuhne 148 (verbr. KÖ, vereinz. w DE); [hümpln] JE2-Scho. Zus.: Himmel-.
hpig Adj. 1. ‘oft, häufig’ 2: Wb-Altm 87, STE-Wa. – 2. in der Verbdg.: hpig vull dass. wie  hpenig, 1: SA-Pe, 2: OST-Kru, vereinz. STE, WO-Col, JE2-Ki, 3: GA-Nie, Wb-Holzl 109, OSCH-Be, vereinz. WE, Wb-Nharz 79.
Lautf.: hpig, hüpich; außerdem: hübich STE-Steg; hpich Wb-We* 216, Wb-Nharz 79; Nbf.: [hpli] OST-Kru, STE-Schi; hüblich SA-Pe, STE-Sta.
Immergrn n. PflN ‘ Efeu’ 2: STE-Wi, 3: HA-Oh Schw, OSCH-Be Da, WA-Alt, QUE-Su, 4: Wb-Be.
Lautf.: Immergrön STE-Wi; -greun OSCH-Da; -grün HA-Oh Schw, OSCH-Be, WA-Alt, QUE-Su; [imrjrn] Wb-Be.
inrügge Adv. ‘im Rückstand’ – inrügge seelen ‘beim Garbenbinden im Rückstand sein’ 3: OSCH-Be.
Kanap n. ‘Sofa’ 3: HA-Oh, OSCH-Be, Vk-Ask 178, 4: Wb-Be – sett dik op’t Kanap! HA-Oh.
Lautf.: Kánap HA-Oh; Kanepe OSCH-Be; knepVk-Ask 178; [knep] Wb-Be.
Knlock n. dass. wie  Knpolder 1., 1: SA-El, 2: vereinz. ö Altm., JE2-Re, JE1-Wö, 3: WO-NiDo, OSCH-Be.
Lautf.: Keenlock vereinz. ö Altm.; Käin- SA-El; Kien- STE-Steg, WO-Col NiDo Wo, JE2-Re, OSCH-Be; -loch JE1-Wö.
klmig Adj. 1. dass. wie  klm 1., 3: Wb-Holzl 121, Wb-Nharz 100. – 2. dass. wie  klm 2., 2: OST-Schön, 3: Wb-Holzl 121, HA-All Um, OSCH-Be – nich koold awer klomich Wäder Wb-Holzl 121.
Lautf.: klo(o)mig, -ich.
Kme m. 1. PflN ‘Kümmel’, auch die als Gewürz verwendeten Samenkörner,  Kömmel, 2: SA-Jee, 3: OSCH-Be, Wb-We 72 – do n’ bischen Köhm an den witten Kaul SA-Jee. – 2. ‘Schnaps mit Kümmelgeschmack’,  Sluck, 1: SA-Darn, 2: vereinz. Altm., JE2-Schö, 3: HA-Eil Scha, WA-Do, Wb-We 72.
Lautf.: Köme Wb-We 72; Kö(h)m, Km SA-Darn, vereinz. Altm., JE2-Schö, HA-Eil Scha, OSCH-Ba, WA-Do; Kömen OST-See; Köäm, [km] Bewohner-Altm 2,218, Mda-Ar 51, STE-Ste. Zus.: zu 1.: Hwer-.
Kranzrden n. Wettspiel, bei dem ein Reiter in vollem Galopp mit einem Stab herabhängende Kränze aufnehmen muss, 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. Altm., ADVk Kt. 28 (vereinz. JE2), 3: Brauch-wAltm 87 (verstr. s GA), vereinz. sw elbostf. – Brauch: Nach Möglichkeit sollen die beiden an einem Tor hängenden Kränze mit einem Stoß auf den Stab gebracht werden. Zwei Ritte werden durchgeführt, Sieger wird der Reiter, der die meisten Kränze herabstößt. Brauch-wAltm 84 (GA-Jer). Das K. findet häufig zu Pfingsten statt. BrauchwAltm 84 (verstr. Altm.), Pröhle 1858 (OSCH-Be Wu). Andere Termine sind der Sonntag vor Pfingsten (Brauch-wAltm 87, SA-Han), Himmelfahrt (a.a.O. 84, GA-Clü), nach Pfingsten (Bewohner-Altm 2,233) oder die Zeit der Roggenmahd (Brauch-wAltm 84, GA-Fle).
Lautf.: Kranzriden; außerdem: Kränzchenreiten vereinz. nwaltm. Altm.
Küchenfriedchen n. ‘Öllampe’,  Funzel, 3: OSCH-Be.