Marunkeln Pl. PflN Pflaumensorte mit kleinen runden gelben oder roten Früchten,  Spelling, 3: OSCH-Crot, WA-See.
mibbeken Vb. 1. ‘leise vor sich hin weinen’,  wnen, 3: OSCH-Crot Har He, Wb-Nharz 127, QUE-Scha. – 2. ‘vor Schmerzen stöhnen und wimmern’,  stnen, 3: OSCH-Har. – 3. ‘in weinerlichem Ton sprechen’,  jammern, 3: OSCH-Har, QUE-Nei.
Lautf.: miwweken OSCH-Crot Har, QUE-Nei, miweken Wb-Nharz 127; miwicken OSCH-Har; [müvkn] OSCH-He; mü- wicken QUE-Scha.
Midde f. 1a. ‘Punkt, Teil von etw., der von allen Begrenzungen gleich weit entfernt ist’, auch ‘Straßenmitte, auf der die Wagen fahren’ verstr. – wi nement jüch in de Midde HA-Oh; in’ne Midde van Borg un Genthin JE2-Gü; in de Midde von de Strate OSCH-Crot. – 1b. ‘Zeitpunkt, der von zwei Begrenzungen etwa gleich weit entfernt ist’ 2: Lautdenkmal 1937 (JE2-Gü), 3: HA-Neu, 4: Wb-Ak 115 – Se is Mitte fufzich. Wb-Ak 115; midde September geiht in Nienhowe dett Kartuffelrohn los HA-Neu. – 2. ‘Taille’ – Maeken, wat hest du for ne schne Midde 3: BLA-Brau.
Lautf.: Midde, [mid] vereinz. s Altm., Lautdenkmal 1937 (JE2-Gü), JE2-Gü, Mda-nwJe1a 48 (JE2-HSe, verstr. nw JE1), Mda-Ze (ZE-Roß), verstr. elbostf.; [mir] JE2-Scho, Mda-Ze (ZE-Reu Stre); [mil] a.a.O. (ZE-Gro); Mitte, [mit] JE2-Scho, ZE-Roß, vereinz. anhalt.; Mitt SA-Bre, Bewohner-Altm 2,167, OST-Sto.
Mgmtenhpen m. dass. wie  Mgmtenbulten, 3: HA-Bee Oh, OSCH-Crot, Wb-We 88 – de ganze Wiesche is wedder vull Miant’nhup’m OSCH-Crot.
Lautf.: Miäntenhpen Wb-We 88; Miant’nhup’m OSCH-Crot; Miantjenhpen HA-Oh; -hup’n HA-Bee.
mimmeken Vb. 1. ‘leise vor sich hin weinen’,  wnen, 3: WE-Strö. – 2. ‘in weinerlichem Ton sprechen’,  jammern, 3: OSCH-Crot Schw, BLA-Be.
Lautf.: mimmeken WE-Strö, BLA-Be; mimmiken OSCH-Crot Schw.
3n 1. Präp., verbr. – a. räumlich, zur Bezeichnung der Richtung oder des Ziels einer Bewegung – … de Näs nach … Bewohner-Altm 2,123; de fne schteit n morjen (Osten) Wb-Nharz 130; n Stadt Wb-Ak 118; ich fre n Gden (ON Köthen) DE-Ca; nan Marchte gahn HA-Um; na Bedde gan Wb-Holzl 144; … als hei noch na Schaule gung. Rauch 1929,68; ick hewe na Gruhe (Grude) kiekt HA-Bo; se sall mal na mick rummekieken WO-Dru; ich je nn Jrsfdor BE-He. – b. zur Bezeichnung des Zwecks einer Bewegung oder Handlung – ik j n Inkp’m JE2-Scho; ick will no Pläuen (Pflügen) moken CA-Schw; wei gungen to silfdritt na’n Bahn (Baden) OSCH-Crot. – c. zur Bezeichnung des zeitlich Nachfolgenden – nah Pingesten Id-Eilsa 80; no Lichtmeß OST-Dü; Noa Mitternacht … Matthies 1903,34; n te Arwt Wb-Be; n jren Wb-Nharz 130; n es Essen gannsde m gom’m DE-Ca; de Wch is n ‘n Frost sau holperich HA-Oh. – d. zur Bezeichnung des in einer Reihe oder Rangfolge Nachfolgenden – d kimt n mek Wb-Nharz 130; Rda.: D Arwt kimmt jlei n’s Hun’ne-flen! ‘Das ist eine langwierige Arbeit.’ Wb-Ak 72; ‘t mihrt sick, sä jenn Mann, dunn kreeg hei een Uhrfig’ nao de änner. Bewohner-Altm 1,349. – e. ‘entsprechend, gemäß’ – wenn’t n mik jinge HA-Oh; n mnen forschtanne Wb-Nharz 130. – f. in Abhängigkeit von bestimmten Verben – wei hett ok mal nan Träckedinge (Ziehharmonika) danzet OSCH-Wu; dunn harr’e drei Dage nah’n oold Stücke Isen e’socht HA-No; Rda.: de Liere noat Muhl schwatzen ‘anderen nach dem Mund reden’ ZE-Gri. – 2. Adv. – a. in der Verbdg.: n un n ‘allmählich, schrittweise erfolgend’ vereinz. – ick ging noa un noa ümmer titiger tom Inköpn … Hausfr-Altm 1925,55. – b. in Verbdg. mit up ‘bis auf’ 3: HA-Oh, Wb-We 91, Wb-Nharz 130 – bett op einen n HA-Oh; op finnef dlder n heww’ek alles betlt Wb-Nharz 130. – c. in der Verbdg.: de Wind steit n ‘der Wind kommt von hinten’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 438 (STE-Bit, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 438 (CA-Ak). – d. als abgetrennter Teil von Adverbien (danach, wonach) vereinz. – Heischevers:Gewwet en Stücke Schinken,
da künn wi braav n drinken!
Brauch-wAltm 67 (GA-Nie).
Lautf., Gram.: na(h), n SA-Ho Se Stör, OST-Alt, STE-Schi, Nd-KlWu 17, JE2-Gü, verstr. elbostf. anhalt.; nach Bewohner-Altm 2,123, ZE-Steu, vereinz. sö elbostf., CA-Zu, DE-Que; nao, noa, n SA-Pü, verstr. Altm., vereinz. JE2, ZE-Kö Roß, Lieder-Ma Nr. 852 (WO-Ol), Tiedge 1954,39 (HA-Ost), Wb-Be, n Brauch-wAltm 67 (GA-Nie); [n] Wb-Be; [nao] SA-Dä; no(h), n vereinz. nwaltm., OST-Dü See, Hausfr-Altm 1927,43 (STE-Ber), STE-Kö, Sprw-Harzvorld 374, QUE-Di, BA-Gü, CA-Schw; no Mda-Sti 36; mit Enklise des bestimmten Art.: Akk. Sg.: na(h)n m. verstr. elbostf.; na(h)t n. GA-Dee, STE-Ta, JE2-Par, ZE-Ze, vereinz. elbostf.; nas n. vereinz. anhalt.; naon, nn m. JE1-Pre, QUE-Ga, BE-He; naot n. OST-Kre, GA-Klin, STE-Ga, JE1-Wa, ZE-Gri, HA-Hi, CA-Pö We; naos n. DE-Ho. Zuss.: zu 1c.: hr-; zu 1d.: hinden-, hr-.
Nte f. 1. ‘Los ohne Gewinn’ 2: ZE-Roß, 3: HA-Oh, 4: Wb-Ak 121, Wb-Be – et sünt lauter Nten in’n Glse HA-Oh. – 2. ‘Spielkarte ohne Zählwert’,  Fse, 3: OSCH-Crot, 4: vereinz. w anhalt.
Lautf.: Niete, [nt]; außerdem: [nd] vereinz. w anhalt.
Oldenstl m. ‘bequemer Sessel mit Armlehne und hoher Rückenlehne, Großvaterstuhl’,  Grtvderstl, 3: OSCH-Crot.
Lautf.: Ohlenstaul.
werzisseken Vb. ‘leicht überfrieren’, von Wasserflä- chen oder vom Boden,  werhösseken, 3: OSCH-Crot.
Lautf.: ewwerzisseken.