Glinzernstauber Pl. dass. wie  Glinstern, 3: OSCH-De.
glpschen Vb. 1. dass. wie  glpen 1., 3: HA-Ost, OSCH-De, 4: Wb-Ak 79. – 2. dass. wie  glpen 2., 2: OST-Ar.
Lautf.: jlpschen Wb-Ak 79; glupschen (Kürze?) HA-Ost, OSCH-De; glubschen (Kürze?) OST-Ar.
gnren Vb. 1. 3: verstr. elbostf. – a. ‘nach etw. gieren, heftig verlangen’, bes. nach Essen und Trinken,  gpern. – b. ‘unablässig, in lästiger Weise um etw. bitten’, bes. von Kindern,  beddeln. – 2. ‘leise winseln’, von Hunden, 3: OSCH-De.
Lautf.: gneiren, -ai- vereinz. elbostf.; gnei(e)rn, -ai-, j- verstr. elbostf.; gni(e)ren OSCH-De, Wb-We 41; Nbf.: neirn Id-Eilsa 65 und 80.
Hkelbrnt m. dass. wie  1Hkel, 3: OSCH-De.
Hkelmann m. 1. ‘Wassergeist als Schreckgestalt für Kinder’,  Nicker– Volksgl.: Der H. sitzt angeblich in Brunnen oder Gewässern und zieht Kinder mit einem Haken zu sich herab, 3: OSCH-De, verstr. WE, 4: Vk-Anhaltb 46 (vereinz. omd.). – 2. ‘Larve der Schlammfliege’ 4: CA-Ak. – 3. ‘Entzündung, Schorfkrankheit’, bes. zwischen den Fingern, aber auch an Füßen oder Ohren, verursacht durch Unreinlichkeit oder Frost, 2: ZE-Bi, 3: BE-Gü, 4: Wb-Be – Junge, wasche tich orntlich, t krist je sonstn Hkelmann ne Ftn Wb-Be.
Lautf., Gram.: Hakelmann WE-Hor Is; Hkel- OSCH-De, WE-He Zi; [hklman] vereinz. omd.; Häkelmänner Pl. ZE-Bi; [helman] BE-Gü.
Hartbm m. PflN ‘Hartriegel’ 3: OSCH-De.
Harzkpe f. ‘großer, viereckiger Korb mit Schultergurten, der auf dem Rücken getragen wird’, besitzt vier Füße,  Kpe, 3: HA-Bee Oh Ost, OSCH-De, WA-Un, WE-Dee Oster Strö – Rda.: egl w’n per Herzkpen ‘etw. ist einerlei, gleichgültig’ HA-Oh; Dat is ejal wie ‘ne Harzkiepe dass., WE-Oster; auf Dat is einerlei! wird geantwortet einerlei is ne Harzkiepe! WE-Dee.
Lautf.: Harzkiepe WE-Dee Oster; Herzkpe HA-Oh; Hrtskpe HA-Ost, OSCH-De, WA-Un, WE-Strö.
Hkel f. 1. ‘Gerät zum Hecheln des Flachses’ 2: Wb-Altm 73, 3: verstr. Holzl. Börde, 4: Wb-Be. – 2. PflN ‘ Hauhechel’ 2: Wb-Altm 72, 3: OSCH-De, WE-Dar La Strö, 4: BE-Ge.
Lautf.: Hk’l Wb-Altm 73; Heckel OSCH-Schl; Heckele verstr. Holzl. Börde; [hel] Wb-Be, Hechel BE-Ge; Hack’l (2.) Wb-Altm 72; Hackele (2.) OSCH-De, WE-Dar La Strö. Zuss.: zu 1.: Hack-, Middel-; zu 2.: Hauhechel.
hchen Vb. 1. ‘schnell und geräuschvoll atmen, keuchen’, auch vom Hund, 3: OSCH-De, Wb-We 51, WE-La Strö, 4: Mda-Sti 150. – 2. ‘aus geöffnetem Mund warme Atemluft ausstoßen’, vgl. hchen, 3: HA-Oh, verstr. sw elbostf. – an de Fensterschwe hchen, dat et opdaut HA-Oh; Rda.: hei hcht dek wat ‘von ihm brauchst du kein Geschenk, Erbe o. ä. zu erwarten’ Wb-Nharz 78; ek bruke bloss de hiechen, denn springete schon ‘ich muss einen Wunsch, eine Aufforderung nur andeuten, dann führt er alles sofort aus’ Id-Eilsa 67.
Lautf.: hchen, hiechen; außerdem: heichen Wb-Nharz 73, Id-Quea 158; [hjchn] QUE-Di.
Hocke(n) m., f. 1. ‘Hügel’,  Barg, 3: HA-Ro. – 2. ‘Maulwurfshügel’,  Mollbarg, 3: HA-Ma. – 3. ‘hü- gelartig Angehäuftes’ 1: SA-Ah Hen, 2: verbr. nbrdb., verstr. w JE1, 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 152 – ne hukke wet Wb-Nharz 82; … anne dichdije Hucke Holz … Spr-Asch 39; dett Krut wärt in kleine Hukkens tosammesmetten HA-Neu; Nu wies mick doch mal den groten Hucken Geld, den du dick mit diene nieen Moden vorrdeint hast. Rauch 1929,112; Rda.: ne Hucke drupp ‘randvoll, übervoll’, von einem Tragekorb voll Gras, JE2-Par. – 4. ‘(kleiner) Heuhaufen auf der Wiese’,  Heuhocke(n), 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm., vereinz. JE2, verbr. w JE1, JE1-Wo, 3: WO-HWa, vereinz. w JE1, verstr. HA, OSCH-Osch, WA-Dom KlWa, WE-La Wa, BE-Gü, 4: vereinz. BE – d müt dät Höi wen’n un in Huckng mkng JE2-Scho; Heu in Hucken bringen HA-Oh;Denn kann se sick upt Heun
So gor to leidig freun,
Wo wuppt ör da de Rock!
Un Huckn baut se flidig
Vö Ownd ümmer tidig,
Oft mehr noch as fif Schock
. Kredel 1929,19.
– 5a. ‘Stand von 6 bis 10 Getreidegarben’ 3: OSCH-De, WE-He Wa. – 5b. ‘Stand von 15 Getreidegarben’ 3: BA-GrAls. – 5c. ‘ein Arm voll Getreide’ 2: GA-Sche. – 6. ’10 Bündel bearbeiteten Flachses’ 3: Flachsbearb-Osch 236, OSCH-Schl.
Lautf., Gram.: Hocke f. HA-Oh; [hog] f. BE-Sa; [hok] SA-Dä Ku Pü, Hock Wb-Altm 83, Wb-Altm* 56; Hocken m. OST-Poll; HockenSA-Han Hen Le, vereinz. n Altm., GA-Vo; [hok] m. SA-Rist; [hok] verstr. nwaltm., vereinz. nw Altm.; [hok] Pl. verstr. n nwaltm. n SA, OST-Bi; Hucke, [huk] f. JE2-Be De Scho, JE1-Mö Wo, WO-HWa, OSCH-Wu, Wb-Nharz 82, Spr-Asch 39, Mda-Sti 152; Hucke, [huk] WO-Co Gli San, verstr. s JE2 w JE1, JE1-Grü, WE-Da, Wb-We 54, Wb-We* 216; [hug] f. vereinz. BE; Huck Wb-Altm* 56; Hucken, [hukn] m. STE-Ho, vereinz. n elbostf., Wb-Nharz 82, QUE-Di; Hucken, [hukn] SA-Ah, verstr. w Altm., verbr. ö Altm., verstr. JE2 JE1, verbr. n elbostf., vereinz. WE QUE, CA-Atz El Salz, BE-GrMü; Hucken Pl. JE2-De, JE1-Ca, HA-Oh; Huckn Pl. Kredel 1929,19; [huk] SA-Kal Vie, verstr. s OST, GA-Fau Le Schw, verstr. STE, WO-Col Zi Zie, HA-NHa; [huk] Pl. GA-Bo, JE2-Scho; Huckens, [hukns] Pl. WO-HWa, HA-Neu Ro. Zuss.: zu 2.: Moll-, Mollworms-, Molt-, Mlworms-, Mlworps-; zu 4.: Heu-, Lde-; sonstiges: Kompost-, Migmten-.