Dmel m. 1. dass. wie  Dmelack, 2: ZE-Roß, 3: OSCH-Di, ADVk Nr. 211 (WA-Egg), verstr. s elbostf., 4: Wb-Ak 44, Wb-Be – so’n Dämel wie där is ZE-Roß. – 2. ‘Kopf’ 4: Wb-Be.
Lautf.: Dämel, dëmel, [dml]; außerdem: [tml] Wb-Be; Demel ADVk Nr. 211 (WA-Egg), QUE-Di He.
drhr Adv. ‘von diesem Ort, von dort’ 3: HA-Oh, OSCH-Di.
Lautf.: dhr HA-Oh; dahär OSCH-Di.
Dauige f. ‘Tauwetter’ 3: OSCH-Di.
delgen Vb. 1. refl. ‘sich abmühen, (ab-)quälen’ 3: verstr. elbostf. – 2. ‘betteln, unablässig, in lästiger Weise um etw. bitten’,  beddeln, 3: Wb-Holzl 194. – 3. ‘herumtollen’, auch ‘sich  balgen’ 3: vereinz. sw elbostf. – 4. ‘bezwingen, überwinden’ 4: Mda-Sti 139. – 5. ‘tilgen, vertilgen’ 2: Wb-Altm 34, 3: OSCH-Di – Dat kannst jo nich dälg’n. Wb-Altm 34. – 6. ‘schwelgen, prassen’ 1: Wb-Altm 258 (nwaltm.).
Lautf.: delg(e)n Wb-Altm 258, vereinz. WE; del(l)jen verstr. elbostf.; dellegen OSCH-Di; dellejen, [deljn] Id-Eilsa 56, Wb-Nharz 39; telejen Mda-Sti 139; dëlg’n Wb-Altm 34; dälljen Wb-Holzl 74; talljen a.a.O. 194 (HA-Eil); tillegen OSCH-Di.
dls Adv. dass., 3: OSCH-Di.
Lautf.: dails.
dnigte Possessivpron., subst. gebraucht, dass. wie  dn, bes. auf den Besitz und die Angehörigen bezogen, 3: HA-Oh, OSCH-Di.
1Dße f. 1. ‘Bund spinnfertigen Flachses, das um den Spinnrocken gewickelt wird’ 3: verstr. elbostf. – Brauch: Riss einer Spinnerin der Faden, dann entwendete ihr ein Bursche die D., die sie durch einen Kuss wieder einlösen musste. Rimpau 1901,74 (OSCH-Schl). – 2. ‘Spinnrocken’ 3: HA-Bee Oh, OSCH-Di Har.
Lautf.: Diesse, Dieße, [ds]; außerdem: Düße OSCH-Har.
dgenisch Adj. 1. ‘nichtsnutzig’, auch ‘ungezogen, garstig, frech, widerspenstig’,  unrtig, 3: verstr. w elbostf., WA-Am – döhnischen Bengel WE-Dee; djenische streiche Wb-Nharz 39; subst.: dat is’n ganzen Denschen HA-Oh. – 2. ‘dumm, einfältig’,  dusselig, 3: OSCH-Di, Id-Eilsa 57.
Lautf.: djenisch Wb-Nharz 39; dönisch WE-Be Dee; döönsch, döhnsch vereinz. w elbostf., WA-Am; densch, den HA-Oh, Id-Eilsa 57; düönsch OSCH-Di; [d-en] Mda-Gö/Is 84. – Etym.: wohl Zusammenrückung aus  dgen und nicht(s), vgl. die Form dögenitsch im Wb-GöttGrub 44.
dn(e) Adv., vgl. denn (bei 2.), dunn(e). 1. ‘damals, zu einem bestimmten früheren Zeitpunkt’ 3: verstr. sw elbostf. – Done stund hei abends all in der blauen Schörte vor siner Portendör ... Klaus 1936,III. – 2. ‘danach, nachher, daraufhin’ 3: OSCH-Di, Id-Eilsa 57.
Lautf.: don, dn Id-Eilsa 57, Wb-Nharz 43 (vereinz. sw elbostf.); doont QUE-West; done Klaus 1936,III, Wb-We 29; [den] Id-Eilsa 57; duone OSCH-Di.
dörpsch Adj. 1. ‘dörflich’, auch ‘zum Dorf gehörend’ 3: HA-Bee Oh, OSCH-Di Har – subst.: ick bin ’n Dörpschen HA-Bee. – 2. in Verbdg. mit Vb. des Sprechens oder machen ‘in Mundart reden’ 4: Wb-Be, DE-Els – mr schprechn torfsch Wb-Be.
Lautf., Gram.: dörpsch HA-Bee Oh; dörrepsch OSCH-Di; Derpsche subst. f. OSCH-Har; [dorf] DE-Els; [torf] Wb-Be.