dwern Vb. ‘Geräusche hervorbringen’, bes. ‘schwatzen, Nichtiges reden’,  nlen, 3: OSCH-Di, 4: KÖ-GrPa.
Lautf.: döbbern OSCH-Di; tewwern KÖ-GrPa.
drängen Vb. dass. wie  drängeln 1., auch refl. ‘sich gegenseitig auf engem Raum schieben und (zusammen-)drücken’3: vereinz. HA, OSCH-Di – Alles dränge sick dartau ... Lindaua o.J. 59.
Lautf., Gram.: drängen Gorges 1938,34; dränge 3. Sg. Prät. Lindaua o.J. 59; drengen HA-Oh, OSCH-Di.
Drank m. 1. ‘Getränk, Trank’ 2: Wb-Altm 38, 3: OSCH-Di. – 2. ‘dünner Kaffee’,  Plurre, auch ‘dünnes Bier’ 2: vereinz. STE. – 3. ‘flüssiges Schweinefutter’, besteht aus Flüssigkeitsresten und Küchenabfällen, 1: SA-Rist, 2: verstr. Altm., JE2-Scho, ZE-Kö Roß, 3: HA-Bel, Id-Quea 149 – Sprw.: vööl Swien, dün’n Drank STE-Bis; dicken Drank, givt’n fett Schwien SA-Bü.
Lautf.: Drank, [drak]; außerdem: Drenk STE-Kre.
drdubbelt Adj. dass. wie  drfach, 1: SA-Rist, 2: Wb-Altm 39, 3: HA-Bee Oh, OSCH-Di.
Lautf.: drduwwelt Wb-Altm 39; [drduvt] SA-Rist; draidubbelt OSCH-Di; dreiduwwelt HA-Bee Oh.
1Dwel m. 1a. ‘Teufel’ verbr. – ... kieke sick in de Stube umme, op woll de Deubel nich hinder’n Oben vorrkeime. Lindaua o.J. 64; Rda.: op Deuwel kumm rut ‘mit aller Macht’ CA-Fö; des deuwels sn ‘eifrig, versessen (auf etw.) sein’ Wb-Nharz 40; is hinder her, wie der Deuwel hinder de Seele dass., Sprw-Börde; bis de ganz des Deubels? ‘bist du verrückt geworden? Wb-We 28; Ritt sei denn der düwel?! dass. (3. Pl.), Id-Quea 150; den lacht de Deuwel utn Hals ‘er lächelt heimlich und schadenfroh’ OST-Gla; Ick bin so falsch (ärgerlich), ick mücht mäi met’n Deuwel slaon. Bewohner-Altm 1,326; Von d kann der Teiwel kn Pechlicht besn. ‘Sie ist sehr geizig.’ Wb-Ak 169; de hat’n Düwel barwet lopen sein von einer zänkischen Frau, Id-Eilsa 59; De Olsch hät de Deuwel van de Kar verlar’n. dass., Bewohner-Altm 1,327; dann plaocht dai Daiw ‘er hat ein schlechtes Gewissen’ SA-Dä; in deuwels kiche kommen ‘in eine schwierige Lage geraten’ Wb-Nharz 40; Noch ihr de Deuwel Schoh’ ankrieg’t ‘in aller Frühe’ Bewohner-Altm 1,327; Ick will dick wol krin, eh dick de Düwel krigt. Hbl-Ohre 1928 Nr. 25/ohne Verf. (HA-Höt); da hätt de Düwel sien Spöäl mang wenn etw. nicht gelingen will, STE-Wa; de Düwel sitt’r inne dass., WE-Zi; wi de Doiwel sien Speel hat ‘wie es der Zufall will’ Wb-Holzl 77; Wie ’s dor Teiwel will ... dass., Krause 1964,133; dat solle doch mit’n Deuwel taugahn ‘das müsste doch zu machen sein’ Sprw-Börde; d sast dänn Dwel nich anne Wand mln ‘du sollst kein Unheil heraufbeschwören’ JE2-Scho; Dät weet der Deubel ... Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie); ... denn is hüte Abend de Deuwel los. ‘... gibt es heute viel Trubel, Unruhe, Aufregung.’ Wedde 1938,22; Dat geit nao dusent Düw’l dass., Wb-Altm 44; sps mot sn! se der deubel, d hate sne gresmutter mit der mesgrepe kisselt. Mda-Weg 90; All’ Bitschen helpen wat, sä de Deuwel, dunn at’r de Bottermelk met de Meßfork. Bewohner-Altm 1,327; Väl Köpp, väl Sinn’, sagt de Düwel, da harr he een Karr’ vull Poggen (Frö- sche) schob’n. Spr-Altm 88; in Ausrufen und Flüchen: fui daibel OSCH-Di; in dreideuwelsnamen: ja ärgerliche Zustimmung, Sprw-Börde; dn Dwel ek HA-Oh; Dat di de Düw’l Wb-Altm 44; de sall de Deiwel holn STE-Schö; Doa sloa doch glieks de Düwel rin! Matthies 1903,35; Sprw.: de eine is’n andern sn Dwel ‘niemand gönnt einem anderen etw.’ HA-Oh; Tr’n Düw’l un Apptk’r, se hämm väöl Büss’n. Wb-Altm 275; Stiffmutter is’n Deuwel sin Underfutter HA-No; Steen ut’r Hand is’n Düwel in d’ Hand. ‘Mit einem Steinwurf kann man Schaden anrichten.’ Spr-Altm 88; wenn man von Düwel sprickt, is’e nich wit. SA-Bre; Wenn’n von’n Dübel seggt, kimmt e all um e Ecke. Chr-Em 431; wer et abends piepet, den danzt de Düwel op en Dake. Id-Eilsa 59; Hät de Deuwel irst een’n Finger, kriegt’r ook de Hand. Bewohner-Altm 1,327; Wer vor d’ Höll whnt, mütten Dübel to’n Fründ hemm. Firmenich 1854,122 (OST-See); Wer in’n Himmel will, mot’n Düwel taum Vadder hebben. Hbl-Ohre 1928 Nr. 25/ohne Verf. (HA-Höt); wer Geld hat, de kann Döwel danzen sehn. SA-Im; wu Geld is, da is de Düwel, un wu kein is, da is e tweimal HA-No; De Dübel schitt immer op’n gröttsten Hucken. Chr-Em 431; Hat de Doiwel de Kau ehaalt, kann hai dat Kalf ok noch halen. Wb-Holzl 33; In de Nod frätt de Deuwel Flegen. Bewohner-Altm 1,352; de Düwel is sau swart nich, as man ne afmlt ‘etw. wird nicht so schlimm, wie es zunächst zu befürchten ist’ Wb-We 34. – 1b. ‘Schreckgestalt für Kinder, die angeblich im Getreidefeld sitzt’,  Roggenmme, 2: JE2-Scho, 4: verstr. anhalt. (jüngere Generation). – 2a. ‘böser, durchtriebener, hinterlistiger Mensch’,  s, auch ‘zänkischer Mensch’, Schimpfwort,  Stänker, 2: ZE-Roß, 4: Wb-Ak 169, Wb-Be – Das is an Teiwel! Wb-Ak 169. – 2b. in der Verbdg.: armer Teufel ‘armer, besitzloser Mensch’ – ... un an Selwerkoofen war bei dän armen Teiwel oh nich zu denken. 4: Heese 21919,25.
Lautf.: Düw(e)l, [dvl] SA-Bre Dan, verstr. nbrdb. n/w elbostf., Id-Quea 150; [dv] SA-Ev; Dübel Firmenich 1854,122 (OST-See), vereinz. w elbostf.; Diewel, dwel vereinz. sw elbostf.; Döwel Schwerin 1859,46, SA-Im; [duiv, -o] verstr. nwaltm.; Deuw(e)l, Doiw(e)l, [doivl] SA-Ah, vereinz. Altm., verstr. elbostf.; Deubel Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie), vereinz. elbostf.; [divl] SA-Pü; Deiw(e)l, [daivl] Wb-Altm 34, vereinz. SA, STE-Schö, vereinz. WO, JE2-Scho, verstr. mbrdb., vereinz. s elbostf., verstr. omd.; [daiv, -o] verstr. nwaltm.; Teiwel, [taiwl] vereinz. anhalt.; Deibel STE-Arne, Vk-Anhaltc 88 (ZE-We), HA-Oh, vereinz. anhalt.; [däiwl] JE2-Scho.
edel Adj. 1. wie Standardspr., 3: OSCH-Di, QUE-Di, 4: Mda-Sti 21, Krause 1964,92. – 2. in der Verbdg.: edel moken ‘pfropfen, Pflanzen veredeln’,  proppen, 2: OST-Wal.
Lautf.: edel, d’l; außerdem: iedel OSCH-Di.
1kel f. 1. ‘Frucht der Eiche’ 3: HA-Oh, OSCH-Di, 4: Wb-Be. – 2. auch im Pl. ‘Eichel’, höchste Spielkartenfarbe des deutschen Blattes, 2: ZE-Ze, 4: vereinz. anhalt.
Lautf.: Aikele OSCH-Di; sonst: Eichel, [ail] Sg.; Eicheln Pl. (2.) ZE-Ze, DE-Ra.
khrnker m. dass. wie  1ker, 3: OSCH-Di.
Lautf.: Aikörmker.
Frien Plt. wie Standardspr., 2: Pohlmann 1905,18, Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi), 3: OSCH-Di – Willem sien Fierjen gaohn hüt an ... Pohlmann 1905,18.
Lautf.: Firien Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi); fierijen OSCH-Di; Fierjen Pohlmann 1905,18.
fimmelig Adj. 1. ‘(leicht) verrückt, geistesgestört’,  dusselig, 2: Bewohner-Altm 2,130, Spr-Altm 45, ZE-Roß, 4: Wb-Be – He is fimmelig. Bewohner-Altm 2,130. – 2. ‘eingebildet, hochmütig’ 3: OSCH-Di.