Drtte(n) f., m. 3: vereinz. HA, verstr. sw elbostf., QUE-He, Id-Quea 148. 1. ‘durchbohrter, spitz zulaufender Holzzapfen am Waschfass zum Ablassen des Wassers’. – 2. ‘Zapfhahn am Bierfass’.
Lautf., Gram.: Doortute, drtute f. Wb-Holzl 77, Wb-We 29, QUE-He, Id-Quea 148; Dohrtuten, drtten m. HA-Bee, vereinz. sw elbostf.; Dortüten m. HA-Ack; drndute f. Id-Quea 148; Dohrntuten m. WE-Il; Dorchtten m. WE-Dar He.
Fger m. 1. ‘Schornsteinfeger’ 3: Wb-Holzl 84 (HA-Um). – 2. ‘kräftiger, korpulenter, robuster Mensch’, auch von bes. großen Tieren und Früchten, 2: Wb-Altm 50, 3: verstr. elbostf., 4: Krause 1964,33 – so’n Fjer HA-Oh; dat is’n helleschen fjer Wb-Nharz 207. – 3. ‘männl. Geschlechtsteil’ 3: QUE-He. – 4. ‘tatkräftiger, unternehmungslustiger, wagemutiger Mensch’ 2: ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf. – 5. ‘Frau, die Männern nachläuft und Geschlechtsverkehr mit ihnen sucht’, Schimpfwort,  Slampe, 3: BLA-Brau, Vk-Ask 151, 4: Spr-Anhalt 170, Wb-Be. – 6. ‘verschwenderischer Mensch’ 3: vereinz. w elbostf. – Sprw.: Na’n Heger kümmt’n Feger. ‘Auf den sparsamen Hauswirt folgt oft ein Verschwender.’ Chr-Em 429.
Lautf.: Feger, Fger, -j- vereinz. elbostf., Spr-Anhalt 170; Fäger, Fëger, -j- Wb-Altm 50, ZE-Roß, verstr. elbostf., Wb-Be, Krause 1964,33; Faejert BLA-Brau.
Fstn m. ‘großer, hervorstehender Zahn’ 3: Wb-Nharz 209, QUE-He.
Lautf., Gram.: fstne Pl. QUE-He; -tn Wb-Nharz 209. – Etym.: 1. Glied wohl zu mnd. vs ‘eklig, ekelhaft’, vgl. HWb-Mnd 1,730.
Flgenschrank m. ‘Küchenschrank, dessen Öffnung mit  Gze bespannt ist und in dem Lebensmittel aufbewahrt werden’,  Kkenschrank, 3: HA-Oh, QUE-He.
Lautf.: Fleinschrank.
Fotzenv n. ‘Frauen’, derb, 3: QUE-He.
Lautf.: fotzenfai.
Glster m., n. 1. Pl. dass. wie  Glpge 1.... mit ... groten Jlustern 3: Spr-Asch 18. – 2a. ‘Mensch mit scharf blickenden Augen’ 3: Sprw-Börde, QUE-He. – 2b. ‘Mädchen mit lebhaften Augen’ 3: Wb-Nharz 62.
Lautf., Gram.: Gluster, glster, j-; außerdem: Jlustern Dat. Pl. Spr-Asch 18.
Gnabbel m., n. ‘alte, mürrische Frau von kleinem Wuchs’, abw., 3: QUE-He.
Lautf.: Gnawwel.
gnarrig Adj. 1. ‘weinerlich, quengelig’, bes. von kleinen Kindern, 2: STE-Ste, 3: verstr. elbostf., 4: Wb-Be, DE-Or – sie nich sau gnarrich Sprw-Börde. – 2. dass. wie  gnglich 1., 3: JE1-Pre, QUE-He.
Lautf.: gnarrig, -ch; außerdem: knarrich, [knari] JE1-Pre, Wb-Be.
Gnibbel m. 1. dass. wie  Gnaupter, auch ‘eigensinniger, starrköpfiger Mensch’, abw.,  Dickkopp, 3: vereinz. s elbostf. – 2. dass. wie  Gnaupansch, 3: QUE-He.
Lautf.: Gniwwel; außerdem: Gniffel WE-Dee.