Korkentrecker m. ‘Geschlechtsteil des Ebers’,  Psel, 3: QUE-Nei.
Krickeldreier m. NeckN für die Bewohner von Weddersleben, 3: QUE-Nei West.
lang 1. Adj. räumlich, verbr. – a. ‘von vergleichsweise großer räumlicher Ausdehnung in einer Richtung’, auch ‘groß, hochgewachsen’, Gegensatz zu kurz – de lanke Strate Id-Eilsa 75; lange Hsen jifft tau’r Konfirmation HA-Oh; dät Schwn het äwwa än lang’n Schtät (Schwanz) JE2-Scho; Rda.: an lankes En’ne ‘ein langer Mensch’ Wb-Ak 102; lanke Here un korten Verstand HA-Oh; je länger je liewer, je dicker je stiewer sowohl auf den menschlichen Körper als auch auf das männl. Glied bezogen, Sprw-Börde; d word de Elle  lenker w der Krm is ‘der Aufwand ist größer als der Nutzen’ Wb-Ak 102; in komparativen Rda.: lank wie ne BohnenstangeVk-Harz 3,45; lank wie ‘n Riethaken a.a.O. 45; sau lank w de Dch for Johannich HA-Oh; lang wie Alekendorp (ON Alikendorf) QUE-Nei; dee is sau lang wi Lewerenzen sien Junge Wb-Holzl 36; wenn hei sau lang wörre wie dumm, könn’e ut’r Dakrenne supen WE-Be; Sprw.: wer lank hat, lätt lank hängen ‘wer viel besitzt, kann sich viel leisten’ Chr-Em 429. – b. ‘eine bestimmte räumliche Ausdehnung in einer Richtung aufweisend’, Gegensatz zu breit, oft mit nachgestellter Maßangabe – n Meter lank QUE-Di; Rda.: subst. an Lankes un Brtes vorzl’l ‘ausführlich reden’ Wb-Ak 102. – 2. Adv. – a. ‘entlang’ verbr. – an de Wand lang Wb-Holzl 132; … immer de Dorfschtraße lenk nunger. Wäschke 61920,27; an’ne Ihle (Flußname) lang wort fröher recht sumpig JE2-Gü; Rda.: scht de Want lank, denne brkeste keine Tapeten HA-Oh. – b. ‘der Länge nach’ verstr. – hei is lang heneschlahn CA-Fö; dee Turrnips (Futterrüben) weerd von dee Frunslüe … affeputzt unn denn tweimal lang dörchesnädden Hbl-Ohre 1928 Nr. 29/Wöhlbier (HA-Eim). – 3. Adj. zeitlich ‘eine bestimmte Zeit andauernd’, bes. ‘sich über einen größeren Zeitraum erstreckend’ verbr. – et is all ne lange Tt her HA-Oh; Rda.: dat hat noch lange Wle ‘das hat noch Zeit’ a.a.O.; Sprw.: je läng’r de Dag, je kört’r de Föäm (Fäden) ‘je länger eine anstrengende Arbeit andauert, desto geringer wird die Leistung’ Spr-Altm 76.
Lautf., Gram.: lang, [la]; außerdem: lank, [lak] vereinz. nwaltm., verbr. n JE2 mbrdb. elbostf. omd.; lng Mda-Sti 9 und 53; [le], [lek] (2.) verbr. ZE anhalt.; Kompar.: länger Sprw-Börde; läng’r Spr-Altm 76; lenger HA-Oh; [ler] ZE-Kö (3.); länker ZE-Roß, QUE-Di; lenker HA-Oh, Wb-Nharz 114, Mda-Sti 9, Wb-Ak 102; [lekr] (1.) ZE-Kö; [legr] BE-Me. Zuss.: zu 1a.: mter-; zu 2b.: länge-; zu 3.: nse-.
Mkensjuchter m. dass. wie  Mkenjle, 3: OSCH-KlGrö, WE-Kö, BLA-Ti, QUE-Nei.
Lautf.: Mäkensjuchter OSCH-KloGrö, BLA-Ti; Mäken- WE-Kö; Mädchen- QUE-Nei.
mibbeken Vb. 1. ‘leise vor sich hin weinen’,  wnen, 3: OSCH-Crot Har He, Wb-Nharz 127, QUE-Scha. – 2. ‘vor Schmerzen stöhnen und wimmern’,  stnen, 3: OSCH-Har. – 3. ‘in weinerlichem Ton sprechen’,  jammern, 3: OSCH-Har, QUE-Nei.
Lautf.: miwweken OSCH-Crot Har, QUE-Nei, miweken Wb-Nharz 127; miwicken OSCH-Har; [müvkn] OSCH-He; mü- wicken QUE-Scha.
Moltworm m. dass. wie  Moll, 3: verstr. nw WE, WE-Kö, QUE-Nei.
Lautf.: Multworm; außerdem: -wurm WE-Is.
Mre f. 1. PflN ‘Möhre’ 1: SA-Bee, 2: vereinz. Altm., JE1-Try, vereinz. ZE, 3: verbr. elbostf. (außer sö), 4: verstr. nthür., CA-Schw, vereinz. BE – Maueren schrpen (abputzen) HA-Oh; Mauren un Klump Ausdeutung des Glockengeläuts, QUE-Nei; Sau von’n Oktower an, denn worren dee Gäuse opp’n Howwe mit Mauhren unn Hawer efuttert, datt se orntlich fett weeren dein. Hbl-Ohre 1929 Nr. 10/Wöhlbier (HA-Eim); Rda.: t mauern, denn wernje klauk! Mda-Weg 106.  Karotte Mrrwe Orange Orangerwe Prderwe Polizeifinger Rwe. – 2. ‘Geschlechtsteil des Stiers’,  Psel, 3: HA-Bad Eim.
Lautf., Gram.: Möhre SA-Bee, vereinz. Altm., JE1-Me Try, HA-NHa, OSCH-NWe, vereinz. s elbostf. (außer sö), CA-Schw; Möhr SA-Win; Mö(h)rn Pl. SA-Jee, OST-Spä, BLA-Ta; Me(h)re, [mr] vereinz. s elbostf. (außer sö), verstr. nthür., vereinz. BE; maere Mda-Sti 174; Märn Pl. ZE-Cob; Meuere OSCH-Gu; Mo(h)re, GA-Bo, WO-Me, verbr. nö elbostf., WE-Si, [mr] Mda-Ze (ZE-Gro Reu Stre); Mohren Pl. WO-Wo, WA-So; Maure GA-Bo, verbr. w/mittleres elbostf.; Mau(h) r(e)n Pl. vereinz. w/mittleres elbostf.; Mauere Sg., Mauer(e)n Pl. vereinz. w/mittleres elbostf.
Mkälfken n. 1. TiN ‘Marienkäfer’,  Marenkwer, 3: QUE-Nei, 4: DE-Wö. – 2. im Kinderreim über M. von Halberstadt, vgl. Bk, 3: JE1-Pe.
Lautf.: Muhkäfchen QUE-Nei; -kälbchen JE1-Pe; [mkelbn] DE-Wö.
Nachtmlstg n. ‘Kleidung, die bei der Abendmahlsfeier getragen wird’ 2: Wb-Altm 143, 3: HA-Bee, Vk-Harz 6/7,29 (QUE-Nei). – Das N. besteht aus einer schwarzen Hose, einem langen Rock mit großen blauen Knöpfen und einem Zylinder mit schmaler Krempe. Vk-Harz 6/7,29 (QUE-Nei).
Lautf.: Nachtmahlstüch HA-Bee; -tiech Vk-Harz 6/7,29 (QUE-Nei); Nachtmaolstch Wb-Altm 143.
wersnappen Vb. 1. ‘den Verstand verlieren’ 2: Bewohner-Altm 2,130, STE-Wa, 3: HA-Oh, Sprw-Börde, 4: Richter o.J. 8 – Part. Prät.: he is översnappt Bewohner-Altm 2,130. – 2. ‘hochmütig sein’ 3: HA-Um, QUE-Nei.
Lautf., Gram.: översnappt Part. Prät. Bewohner-Altm 2,130, STE-Wa; wersnappen HA-Oh; -schnappen HA-Um; ewwerschnapp’n QUE-Nei; -eschnappt Part. Prät. Sprw-Börde; ibberjeschnappt Part. Prät. Richter o.J. 8.