Dünnebl n. ‘Beil mit großer Schneidefläche’, von Zimmerleuten verwendet,  Bl, 3: Wb-Nharz 42, QUE-West.
Lautf.: Dünnebiel QUE-West; dinnebl Wb-Nharz 42.
n 1. Zahladj. verbr., stets betont. – a. in der Zahlenfolge ‘eins’, vgl. 1nsDe Tormuhr harre all eine slahn, ... Rauch 1929,71; ainen Meter in’ne Dickde Wb-Holzl 75; Rda.: Dat geit n, tw, dr ‘... schnell, rasch’ Wb-Altm 46; Abzählreim: ene, dene, deck un du bist weg HA-Va; Eene, deene, Duhmmstrick! Siebn Kattn schlaon sick ... Lieder-Ma Nr. 562 (WO-Be). – b. das Einzelne, auch Besondere betonend – adj.: D han blß n Mchen. Wb-Ak 52; t n Schtje han sechtsn Jr’m JE2-Scho; Rda.: von hunnert Morjen en Klt von sehr weitläufiger Verwandtschaft gesagt, WO-Gu; dor sedsd alles uff ne Grde DE-Ca; der Mann, der die Vaterschaft bestreitet, weil er nur einmal mit der Mutter des Kindes verkehrt hat, sagt: Upp n Hau fällt kn Bm. Wb-Altm* 73; Sprw.: Wenn väöl Hön’r in n Nest legg’n, helpt ’t sick bald. ‘Wenn man aus mehreren Erwerbsmöglichkeiten Einkünfte bezieht, wird man reich.’ Wb-Altm 263; subst.: dat grn is alles in eins ‘... ist verheddert’ Wb-Nharz 49; d sidst je d s in ne ‘allein, in Gedanken versunken’ CA-Ak; Rda.: sin ein un alles ‘seine ganze Freude’ Sprw-Börde; wedder eins noch keins ‘gar nichts’ a.a.O.; hat eenen weg von einem geistig beschränkten Menschen gesagt, Vk-Anhaltc 102; ’t is mi allns ns ‘... egal’ Wb-Altm 46. – c. eine Zusammengehörigkeit oder Übereinstimmung (zweier Größen) betonend – et is eine Nesse ‘es ist überall nass’ Sprw-Börde; se sünt wär eins ‘einig’ Id-Eilsa 59; Rda.: dat is ein afmken Wb-Nharz 49; tr Junke is tich n un tassellewe Kallwer w ter le Wb-Be. – d. in Verbdg. mit der Präp. in (und dem Adv. weg) die ununterbrochene Fortdauer einer Handlung, eines Geschehens oder Vorgangs bezeichnend – et gurscht in ene wech ‘es regnet fortwährend stark’ WE-Lan; ... se ruppten in einen wegg ... Hbl-Ohre 1927 Nr. 28/Wöhlbier (HA-Eim); na, du blaffst ja hüte wedder in eins wech HA-Bee; in eins hen ‘ohne Unterbrechung’ Sprw-Börde. – 2. Indefinitpron. verstr. – a. ‘jemand, irgendeine(r)’, auch generalisierend ‘unsereiner, man’ – da kümmt ainder Wb-Holzl 57; einen in die Fresse haun HA-Alv; t machst je ’n jants koppschai Wb-Be; d hunt wil einen bten Wb-Nharz 50; einder wett gar nich, wo en anfangen sall mit Arbeiten WE-Dee; Rda.: n schlk awwer ner lank hin! Ausruf des Erstaunens, CA-Ak; D bist mich awwer ner ‘... ein ganz Besonderer’ Wb-Ak 52; Wenn eener dumm wart, warte ’s zuerscht in’ Koppe. Vk-Anhaltc 103; de will ainen wat forrtellen ‘... etw. weismachen’ Wb-Holzl 57; d warrt’n nich klauk t HA-Oh; dat konne ne et harze afschtten ‘das konnte einen sehr betrüben’ Wb-Nharz 7; sau kann’n sick in’n Menschen toischen HA-Eil; Sprw.: Wat einder daun kann, ward twei nich su’r. ‘Das Verteilen von Arbeit auf mehrere Personen verspricht Schonung’ Sprw-Harzvorld 399; wat ein sülwest daun kann, dat werd nich sau erket Wb-We 34; Von de Hund, de en bät’n hat, davon mütt’n Haar uppleng’n. ‘Um einen Kater zu beseitigen, muss man erneut Alkohol trinken.’ Spr-Altm 82; Wenn’n schimmelt Brot itt, find’t’n Geld. Schwerin 1859,43; Rätsel:Hinner uns Hus un Nowers Hus
plögt ener,
plögt on Koller un Schor,
plögt doch ’n grod For
(Furche).Moll (Maulwurf). Hausfr-
Altm 1929,79 (SA-Sal).
– b. das Einzelne, Besondere betonend, bes. in der Verbdg. mit ander (mit semantischer Nähe zu 1b.) – das aine Gind is glain ... BE-Sa; D ne Ostern hat’s m tichtich jeschneiet. Wb-Ak 52; ümmer einder nahn andern! HA-Bee; Un der eene, der mit de Vaodermördersch bis ebber de Ohren ... Heimatkalender-Börde 1925,63 (CA-Sa); Sprw.: ’n sn Deod is annan sn Breot SA-Dä; den einen sien Uhl is den andern sin Nachtigall HA-Va; sau geit et in der Welt, d’ ene hat den Büdel, de andre dat Geld Wb-We 23; De een is doch vör’n ännern. ‘Begabung und Geschicklichkeit sind bei den Menschen verschieden ausgeprägt.’ Bewohner-Altm 1,330. – c. in verkürzten Sätzen für das subst. Objekt stehend – einen nemen ‘Alkohol trinken’ HA-Oh; ’n lßen ‘einen Darmwind entweichen lassen’ Wb-Ak 52; sek eins singen Wb-Nharz 49; du krichst ene anne Bramme Androhung von Prügel, JE1-Go; Was hat’e denn for ne jeheirt? Wb-Ak 52. – 3. unbest. Art. verbr. – a. in normaler Sprechhaltung stets unbetont – a Barrich KÖ-Pi; en Glas Behr SA-Jeg; ‘n Hp’n Ld’ Wb-Altm 84; d ld a Abbel DE-Ca; de junge Frau hat ane beese Krankheet DE-Vo; “Was denn vor an Vorein?” Wäschke 61915,121; d Hirsch het wa än Jewaih JE2-Scho; Rda.: en Hals afschnien ‘übervorteilen, betrügen’ Sprw-Börde; d st t w en schmlet Handk ‘er sieht dünn aus’ JE2-Scho; hei liggt (lügt) sau harte wie en Pert leppt QUE-West; hei hat Infälle w en ld Hs ‘er hat sonderbare Einfälle’ WE-Be; Dat könnt ene sure Kreike (Pflaumensorte) weren ‘das könnte für jmdn. ungünstig werden’ Wb-We 74; Sprw.: op en Heger kumt en Feger ‘auf einen sparsamen Hauswirt folgt oft ein Verschwender’ Wb-We 48; von’n groten Bullen fällt ook en groot Kalw HA-No; Bauernregel: Lichtmessen hell und klar, jibt an jutet Flachsjahr Spr-Asch 49; Rätsel: wann is de Voß en Voß? – wenn er allein ist, scherzh. Ausnutzung der lautlichen Übereinstimmung mit dem Zahladj., OST-Ker. – b. betont, in gefühlsbetonter Rede verstärkend – Das is an Wetter! Wb-Ak 50; ein Jeld hat das jekost ‘viel Geld ...’ a.a.O. 51. – c. vor Zahlwörtern und Mengenangaben die Gültigkeit einer Aussage einschränkend ‘etwa, ungefähr’ – ein veir Wochen her Wb-We 34; Vorr’n drittig Johren, ... Lindaua o.J. 63; an Sticker dreie Wb-Ak 16; wi willn noch n acht Daog töw’n (warten) Wb-Altm 258.
Lautf., Gram.: 1. Zahladj., in der Zahlenfolge: een, n verbr. nwaltm., Wb-Altm 46, SA-Kun, vereinz. n GA, verbr. ö Altm., verstr. JE2, vereinz. JE1, ZE-Bur, WA-So, Wb-Ak 52; eene, ne vereinz. sö Altm., HA-Sa, verstr. mittleres/s JE2, JE1-Wo, vereinz. w JE1, HA-Bre NHa, OSCH-KlQue, QUE-Frie, CA-Mi; ejn SA-Jee; än SA-Ne; eän GA-Mie; aein GA-Pe; äin OST-Klä, verstr. mittlere Altm.; ein, eyn, ain SA-Bre Dam, verbr. w Altm., verstr. w OST, vereinz. w STE, JE2-Za, verstr. w elbostf., QUE-Su; eine, aine WO-Me, verbr. w elbostf., verstr. ö elbostf., vereinz. nthür.; ane, ne WE-Lü, Vk-Ask 161, BA-Schie; enne ZE-Dor, enn SA-Die, STE-Grä; in Abzählreimen, abweichend vom sonstigen Gebrauch: eene, ne Wb-Altm** 48, vereinz. ö/s Altm. elbostf., BE-Me, KÖ-Pro; een GA-Rä; Eneke Dim. Lieder-Ma Nr. 571 (vereinz. n elbostf.); Eeneken Dim. a.a.O. 589 (BA-GrAls); Eenichen Dim. a.a.O. 589 (DE-Je); enne vereinz. n/mittleres elbostf., Lieder-Ma Nr. 584 (DE); 2. Zahladj., Indefinitpron., Artikel (in betonter Stellung): st. (attr. und allein stehend): Nom. Sg. m., n.: een, n vereinz. nwaltm., Wb-Altm 46 und 263, Spr-Altm 75, SA-Rie, vereinz. OST n/mittleres JE2, verstr. mbrdb., WO-Gu, CA-Salz, verstr. anhalt.; ein, eyn, ain SA-Rie, verstr. elbostf., Wb-Ak 50 (bei Hervorhebung); n Vk-Ask 137 (QUE-Scha); Dat./Akk. Sg. m.: enen, eenen Wb-Altm 46, vereinz. ö/s Altm., Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie), JE1-Mo, vereinz. anhalt.; een’n, n’n, ’n, [], [e] SA-Dä, Wb-Altm 46 (nur Zahladj.), Bewohner-Altm 1,334, vereinz. anhalt.; een, n SA-Ty, SA-Stap, OST-Ho Möl, JE2-Schö, JE1-Gö, ZE-Roß, KÖ-Grö; äin STE-Ho; einen, ainen verstr. elbostf.; ei’n HA-Alv, WA-GrGe, CA-Fö, BA-Ha; ohne Flexionsendung (z.B. in der Verbdg.: in e.): ene, ne WE-Lan, Wb-Nharz 7 und 49, CA-Ak; een, n Wb-Altm 16 und 46, Wb-Alm* 7, Spr-Altm 82; Dat. Sg. n. wie Dat./Akk. m.; Akk. Sg. n. wie Nom. Sg. m., n.; Nom./Akk. Sg. f. und als Stellvertreter eines Subst.: eene, ne vereinz. s Altm., verstr. mbrdb., JE1-Me, Vk-Harz 8,49, vereinz. sö elbostf., verstr. anhalt.; een vereinz. nwaltm., verstr. n/mittlere Altm.; eine, aine verstr. elbostf., Mda-Sti 30, Wb-Ak 50 (bei Hervorhebung); ein SA-Bre, verstr. w Altm.; ahne, ne Vk-Ask 374, Spr-Asch 17, BA-Neu Sip; Dat. Sg. f. wie Nom./Akk. Sg. f.; außerdem: unflektiert: n JE2-Scho; sw.: Nom. Sg. alle Genera: ene, ne Wb-We 23, verstr. anhalt.; een Bewohner-Altm 1,330, Pohlmann 1905,33; eine, [ain] vereinz. elbostf., BE-Sa; Dat. (Akk.) Sg. f.: e(e)ne JE2-Gü, Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi), vereinz. anhalt.; eine Wedde 1938,20; 3. Artikel in unbetonter Stellung: en(n) m./n. vereinz. w Altm., OST-Ker Le, vereinz. ö JE2, verstr. elbostf.; enne f. JE1-Kä, ZE-Dor, vereinz. elbostf., BA-Sip, Krause 1964,60; [] m./n. SA-Ko; än, [n] m./n. SA-Ab HDo, JE2-Scho; an(n), [an] m./n. SA-Bon Dä, Spr-Asch 49, Mda-Ro, verbr. anhalt.; an(n)e f. verstr. sö elbostf. omd.; a m./n. verbr. anhalt.; sonst vorw. enklitisch: ’n m./n., nwaltm., n nbrdb. auch f. (nicht eindeutig von der Kurzform für  1man zu trennen); ne, ’ne f.; ’n Pl.; 4. als Stellvertreter eines Subst. bzw. für ein logisch zu ergänzendes Subst.: m.: eener, ner verstr. Altm., JE2 JE1, ZE-Roß, vereinz. anhalt.; eender JE2-Gü, Heimatkalender-Je 1927,122 (JE2-Vie); einer vereinz. HA OSCH, WE-Rho; einder, ainder verstr. elbostf., Mda-Sti 30; aaner QUE-Di; ander Mda-Weg 85; Akk. Sg. vgl. st. Akk. Sg. m.; n.: eens, ns Wb-Altm 46, Sprw-Börde, vereinz. anhalt.; eins, ainsz vereinz. elbostf., Mda-Sti 30; f.: wie st. f. Nom. Sg.; unflektiert (vor allem verallgemeinernd ‘man’): een, n vereinz. Altm.; ein vereinz. elbostf.
ften Vb. 1a. ‘ergreifen und festhalten’, auch ‘jmdn. ergreifen, erwischen, festnehmen’ verstr. – fass! Hetzruf an den Hund, Mda-sJe1 13; ... kreeg den kleinen Knecht an sien’ Been to faoten ... Pohlmann 1905 ff.,125; Rda.: ... bi’n Slawittchen faten ... Lindaua o.J. 1; Sprw.: wen de Kauh hört, der fat se bien Schwanze ‘wen eine Sache etw. angeht, der kümmere sich darum’ QUE-West. – 1b. ‘Haschen spielen’,  krgen, 2: GA-Sa, STE-Bis, 3: HA-Wef. – 1c. ‘mit der Hand berühren, an eine best. Stelle greifen’ verstr. – ... faßtese an’n Arm ... Wäschke 61915,74; d müsste anne Frange (Kurbel) ft’n JE2-Scho; Rda.: ... deip in de Ficke faaten ... ‘viel Geld ausgeben müssen’ Gorges 1938,61; Fasse dich man n deine Nse! ‘Kümmere dich lieber um deine eigenen Angelegenheiten!’ Wb-Ak 119. – 1d. refl. ‘sich  balgen, miteinander ringen’ 2: Wb-Altm 49, vereinz. w Altm., verstr. ö Altm., JE2-Grü Ku, JE1-Flö, 3: vereinz. elbostf. – faot di mal mit ämm Wb-Altm 49. – 2a. ‘als Ladung, Einfüllung aufnehmen’ – De Jasthewe, die Ausschpann hoddn, konntn de Menschen bale nich meh fassn. 4: Alt-Cöthen 65 f. – 2b. ‘ein bestimmtes Fassungsvermögen haben’ – de Emmer ft tein Lter 3: HA-Oh. – 3a. ‘Bier in ein Fass gießen’ 2: Wb-Altm 49. – 3b. in der Verbdg.: nen (ge)ft hebben ‘betrunken sein’,  dn, 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. n/mittleres elbostf., 4: BLA-Sti – de hat ordentlich einen e fat WO-Ma. – 4. ‘erfassen, erkennen, verstehen’, auch ‘für möglich halten’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 207, 4: Wb-Be, Krause 1964,12 – ik kann’t noch immer nich ften HA-Oh; tas kannste fassn Wb-Be.
Lautf., Gram.: Inf.: fat(e)n, ft(e)n verstr. elbostf.; f(a)ot(e)n, foat(e)n verstr. Altm., vereinz. JE2, JE1-Flö, vereinz. elbostf.; [ft] JE2-Scho; foaten ZE-Göd Nu; fass(e)n, [fas()n] verstr. anhalt.; 3. Sg. Präs.: fa(a)t, ft verstr. elbostf.; faat’t Wb-Holzl 84; faot vereinz. Altm.; foat’t Matthies 1903,8; fott, [fot] Wb-Altm 49, verstr. ZE; [fast] Mda-Ze (ZE-Roß); Imp. Sg.: faat, ft HA-Bee Oh; fate, fte vereinz. elbostf.; faot, foat, [ft] Wb-Altm 49, Lieder-Ma Nr. 924 (WA-Eg), QUE-Di; [fot] Mda-Ze (vereinz. ZE); faß, [fas] (vorw. als Hetzruf) MdasJe1 13 (verstr. s JE1), Mda-Ze (ZE-Roß), Lindauc o.J. 49, Wb-Be; fasse Wb-Ak 119; 1./3. Sg. Prät.: sw.: fte Wb-Nharz 207; faat’te Wb-Holzl 84; faßtese mit Enklise des nachfolgenden Personalpron. 3. Sg. f. Wäschke 61915,74; st.: ft Wb-Altm 49; Part. Prät.: sw.: efa(a)t, eft vereinz. n/w elbostf.; efaat’t Wb-Holzl 84; efaot, [ft] JE1-Ca, Dialekt-Ma 7 (verstr. w JE1, vereinz. nö CA); faot, foat vereinz. Altm.; fatt Id-Quea 151; fat’t Bewohner-Altm 2,129; [fot] Dialekt-Ma 7 (JE1-Gü, verstr. mittleres/s JE1), ZE-Göd; [j-] Mda-Ze (vereinz. ZE); jefasst, [jfast] a.a.O. (ZE-Roß), BLA-Sti; [faot] SA-Dä; st.: eften HA-Oh; faot’n Wb-Altm 49.
glm Adj. dass. wie  glmig, 3: verstr. sw elbostf., QUE-West – glaume Oen WE-Oster; de Born is glaum Wb-We 40.
Lautf.: glaum verstr. sw elbostf., QUE-West; -e vereinz. WE.
Goldfedder f. TiN ‘Rotfeder(?)’ 1: SA-Bre, 3: QUE-West.
Lautf.: Goldfedder SA-Bre; -feder QUE-West.
Gräffnis n., f. ‘Begräbnis’, einschl. der dabei üblichen Feierlichkeiten,  Begrfnis, 2: Volksspr-Altm 91, Berufe-Altm 252, verbr. ö Altm., verstr. JE2, 3: Abergl-Ma 240 (WO-Ol), Id-Quea 155, QUE-West – d Jreffnis is jistan ewest JE2-Scho; Rda.: Wenn ’t Hart man swart is, see de Köster, do dröög he en rode West bi ’t Gräffnis. Berufe-Altm 252.
Lautf.: Gräf(f)nis, Gräw-, J- Berufe-Altm 252, verstr. ö Altm. JE2; -nisse JE2-Go HSe; Gräf(f)nitz, Gräw-, J- Volksspr-Altm 91, vereinz. ö Altm.; Gräbnis (Kürze?) vereinz. STE; [jrefnis] OST-Krum, JE2-Scho; Gräfnis, grf- Id-Quea 155, QUE-West; jraefniß Abergl-Ma 240 (WO-Ol); Jräafnis STE-Sta. – Gram.: n. und f. ohne räumliche Differenzierung nebeneinander.
grausam Adj. 1. ‘gefühllos, roh’, auch ‘grauenvoll, schrecklich, entsetzlich’ 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be – hei mke’t tau grausm HA-Oh. – 2. ‘sehr, überaus, stark’,  bannig, 2: Wb-Altm 69, Bewohner-Altm 1,276, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be – jrausme Kille Wb-Be; hei is grausam klauk QUE-West; et is en grausm rken man Wb-Nharz 64.
Lautf.: grausam, -sm vereinz. elbostf.; -saom Wb-Altm 69, Bewohner-Altm 1,276; [jrauzm] Wb-Be.
Haarklettchen n. PflN ‘ Klette’ 3: QUE-West.
Hnenei n. ‘ungewöhnlich kleines Hühnerei’,  Kkenei, 2: JE2-Fi, 3: QUE-West, BA-Ra, 4: BA-Ha.
Lautf.: Hahnenei; außerdem: Hohnsei JE2-Fi.
Hängeml n. 1. in der Rda.: mit dne is et up’n Hängemle ‘mit ihm steht es in gesundheitlicher oder wirtschaftlicher Beziehung sehr schlecht’ 3: vereinz. elbostf. – 2. ‘Freistätte beim Haschespiel’,  1Ml, 3: QUE-West.