Foss m. 1. TiN ‘Fuchs’ verbr. – dai Foss fritt Huina un Guis up SA-Dä; de Foss sitt in snen Locke HA-Oh; Rda.: doa säng sei de Föss gde Nachd von einer einsamen Gegend, GA-Da; lat dick en Foss wat bringen ‘du erhältst nichts’ Sprw-Börde; keddern w de fos met’n jensen ‘schlau, hinterlistig sein’ Wb-Nharz 218 (BLA-Hü); ... da kommt uns en Voß mang die Häuner! ‘da gibt es Probleme!’ Lindaua o.J. 18; w mot de fos tau’n lokke rt ‘irgendwie muss die Angelegenheit zu Ende gebracht werden’ Wb-Nharz 218; dat hat de Foss emeten un de Swans tauegewen ‘der Weg ist länger als angegeben wurde’ Wb-We 158; der Foss hat’n Winter min Lewe nich oppefreten ‘der Winter ist noch nie ausgeblieben’ Sprw-Börde; Verfeer (Erschrick) di nich, sä de Voß, da sprung he up’n Hahn. Heimatland-Ga 1930 Nr. 10; Dät is doch wat, sä de Voß, dao reet häi dänn Haohn ’n Fädder ut’n Stärt. Bewohner-Altm 1,365; et is alles en Öwergang, sä dä Voß vor dän Hasen, da trecke ehm dat Fell öwer dä Ohren BLA-Ti; W’t bt’n woll väör Wä(d)’r iss? seggt de Foss un sitt achter’n Mäddelhalm (PflN Windhalm). Wb-Altm 257; Sprw.: Wer met Fössen te daun het, mot ’n Häunderstall tauholn (geschlossen halten). Vk-Harz 3,58; Rätsel: wann is de Voß en Voß? – wenn er allein ist, OST-Ker. – Volksgl.: Der F. bringt die Ostereier. ADVk Kt. 32 (verstr. ö Altm., Einzelbelege JE1). – 2. in der Verbdg.: Foss int Lock und Foss tn Lock Kinderspiel(e), 1: SA-Dä, 2: Wb-Altm 56, 3: vereinz. elbostf. – 3a. ‘Gestalt, die in den zuletzt gemähten Halmen sitzt’ 2: ADVk Kt. 92 (Einzelbeleg ZE), Vk-Anhaltb 47 (ZE-Ro). – 3b. ‘Schreckgestalt für Kinder, die angeblich im Getreidefeld sitzt’,  Roggenmme, auch ‘Schreckgestalt, die angeblich im Wald wohnt’,  Spkeding, 1: ADVk Nr. 49 und Nr. 125a (vereinz. nwaltm.), 2: vereinz. w Altm. – De Foß suppt dick ut. Warnung an Kinder, ADVk Nr. 125a (SA-Wad). – 4a. auch n. (von Mädchen) ‘rothaariger Mensch’, ihm werden die Eigenschaften von (1.) wie Falschheit und Hinterlistigkeit zugeschrieben, verstr. – saun les fos von einem rothaarigen Mädchen, Wb-Nharz 218; d k’lnm (Spitzname) fan Rtkopp is Foss JE2-Scho; dats en Foss, den kannste nich truen Sprw-Börde. – 4b. ‘schlauer, listiger, durchtriebener Mensch’, unabhängig von der Haarfarbe, 4: Wb-Ak 62, Vk-Anhalta 270. – 4c. ‘Mensch, der andere verrät, verpetzt’ 2: Wb-Altm* 53, 3: vereinz. sw elbostf. – 5a. ‘Pferd mit rotbraunem Haar’ 2: Wb-Altm 152, GA-Da, vereinz. JE2 JE1, ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 62 – Use Pärd is krank, Dä Foß in der hindersten Stidde! Klaus 1936,25. – 5b. TiN kleine rotbraune Ameisenart,  Mgmte (n.Z.), 2: ZE-Stre. – 6. ‘Herzober’, Spielkarte, 3: HA-Bor. – 7. ‘um den Mast des Kahns geschlungene Kette mit einem Ring am Ende, in den die Sprietstange eingesteckt wird, um sie am Mast zu befestigen’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 212 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Pa), 4: a.a.O. 212 (CA-Ak). – 8. ‘Goldstück’ 2: vereinz. Altm., 4: Wb-Be, BE-Wa – Sprw.: Föss treck’n best’n. Wb-Altm* 72.
Lautf.: Foss, Voss, [fos] verbr. nwaltm. Altm., verstr. JE2, MdanwJe1a 50 (verstr. n JE1), verbr. elbostf. (im ö Elbostf. z.T. veralt. neben Fuchs); [fs] vereinz. nbrdb.; Fuchs, Fuks, [fuks], [fugs] (omd.) GA-Da (5a.), Elbschifferspr. 212 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Pa – (7.)), verbr. JE1 ZE, verstr. ö elbostf., verbr. omd.
Garstenbund n. dass. wie  Garstengarwe, 2: JE2-Ki, 3: BLA-Ti, QUE-Ga Kö.
Lautf.: Garst’nbund BLA-Ti; Gersten- QUE-Ga Kö; Nbf.: Jerschte- JE2-Ki.
Hrklten Pl. PflN ‘Kletten’,  Klette, 3: BLA-Ti.
Lautf.: Haorklüten.
Haubenlerche f. TiN wie Standardspr.,  Strtzlrke, 2: OST-Gies, 3: OSCH-Ott, BLA-Ti, 4: Wb-Be, BE-Gier – Rda.: dor is full w ne Hau’mlrche ‘er ist betrunken’,  dn, BE-Gier.
Lautf.: Haubenlerche OSCH-Ott; -lerch OST-Gies; [haulr] BE-Gier; [haularie] Wb-Be; Hau’mlereke BLA-Ti.
Hwerwappen Pl. dass. wie  Hwerquappen, 1: SA-Ah, 2: OST-GrBeu, 3: OSCH-An, WA-Un, WE-La Strö Zi, BLA-Ti.
Lautf.: Hawerwappen OSCH-An, WE-La; -wappm BLA-Ti; Hwerwappen WE-Zi; -weppen WA-Un, WE-Strö (veralt.); Haferwappen SA-Ah, OST-GrBeu.
Hnerwm m. 1. dass. wie  Hnerrick, 1: verbr. s nwaltm., 2: verbr. n/w Altm., STE-Ost, WO-San, HA-Sa, 3: GA-Hö, OSCH-Ott, BLA-Ti. – 2. dass. wie  Hnerstall, bes. wenn er über einem anderen Stall als Hühnerboden eingerichtet ist, 1: vereinz. nwaltm., 2: verbr. Altm. (außer sö), 3: verbr. nw elbostf., verstr. nw WE.
Lautf.: Hnerwm SA-We, verstr. w/n Altm., WO-Zie; -wbm OST-Mech, GA-Schw, STE-Ei; -wp(e)n verstr. Altm.; -wbn vereinz. n Altm., GA-Trü; -wn GA-Mie Sa; -wm OST-Polk; [hnvm] SA-Rist; Hnwm STE-Schi; Hnerwpen STE-Klä (veralt.); -wbenCALV-Lö; -wnCALV-Zo, HA-Sa; Hnewbn GA-La; Heunerwm vereinz. s nwaltm., GA-Wa; -wmen SA-Dan Scha; -wpn SA-Han; -wbn SA-Schm; Hoinawm SA-Hö; Hoine- OST-Schr; Heunder- BLA-Ti; Hauner- GA-Eick Nie Rä, HA-Ack, OSCH-Ott, vereinz. n WE; -wmen WE-Is; -wn verstr. nw elbostf.; -wihen GA-Wal; -wp HA-Har; -weim WE-Gö; Haunderwm vereinz. w elbostf., WA-Sche (veralt.); -wmen GA-Ge; -wn GA-Hö; -wd WE-Il; Huinerwm SA-Ost; Huine- SA-Dre.
1hurkeln Vb. 1. ‘hocken, kauern’ – de Klucke hurkelt all ‘die Henne hat sich zum Brüten niedergelassen’ 3: Wb-Holzl 108. – 2. ‘die Küken unter die Flügel nehmen, um sie zu wärmen’, von der Glucke, 3: verstr. n elbostf., vereinz. WE, BLA-Ti – de Klucke hurkelt OSCH-Ott; se hurkelt dee Kieken WA-KlWa.  hiebern hubbern huchteln huckern hudderken 1huddern hgeln hken hulkern hurken hurksen hurren underbrden.
Hsbrand m. TiN ‘Hirschkäfer’,  Hirschkwer, 3: Wb-Nharz 84, BLA-Ti Wie.
Johannisdrfel f. dass. wie  Johannisbre, 3: BLA-Ti.
Lautf.: Johannisdriefel.
knätscheln Vb. ‘wählerisch im Essen sein’,  kmehei knätschelt mit’m Äten 3: BLA-Ti.