Barkholt n. ‘eine außenbords um das Schiff herum angebrachte Holzbohle’, dient dem Schutz der Bordwand, bes. beim Anlegen, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 133 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), ZE-Roß, 4: Elbschifferspr. 133 (CA-Ak), CA-Ak.
Lautf.: [bargholt] Elbschifferspr. 133 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa); [-hols] a.a.O. 133 (CA-Ak); [bark-] CA-Ak.
Brt m. 1a. ‘die Haare auf der unteren Gesichtspartie der Männer’ verstr. – n’ Bert afnemen HA-Oh; d het än sch’n Brt JE2-Scho; Rda.: einen ummen brt gn ‘sich bei jmdm. einschmeicheln’ Wb-Nharz 21; Honnig um den Brt smeren dass., Wb-We 13; in’n Bart murmeln ‘unverständlich, undeutlich sprechen’ HA-Alv; in’n Bart brummeln dass., STE-Zie; in’n Baort schmiten ‘jmdm. etw. vorwerfen’ Id-Altm; Dao is däi de Bart non nich nao wassen. ‘Dafür bist du noch zu jung.’ Bewohner-Altm 1,321. – 1b. ‘am Mund nach dem Trinken oder Essen zurückgebliebener Rest’ – D has doch all wedder Millich jetrunken, wische m dei’n Brt ab! 4: Wb-Ak 32. – 2. ‘Kinn’ 3: vereinz. s OSCH n WE. – 3a. ‘unterer, geschweifter Teil des Schlüssels, mit dem durch Drehen im Türschloss das Auf- und Zuschließen bewirkt wird’ 3: Wb-We 13, Wb-Nharz 21, 4: Wb-Ak 32, DE-Ca – dor Brd is abjebrochen a.a.O. – 3b. ‘der hintere Teil des Sensenblattes’ 1: SA-Die, 2: Wb-Altm 255, vereinz. ö Altm. (außer n WO), JE2-Neu, ZE-We, 3: vereinz. w elbostf. – holt’n Baort daol Zuruf an einen noch unerfahrenen Mäher, damit die Schneide der Sense nicht in die Erde fährt, Wb-Altm 255. – 4. ‘Bugwelle’, Schifferspr., vgl. Barg 5., 2: Elbschifferspr. 310 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 310 (CA-Ak), Wb-Ak 32.
Lautf.: Bart, Brt JE1-Scho, ZE-We, verstr. w elbostf., vereinz. ö elbostf., vereinz. anhalt.; [brt] JE2-Scho; prt Mda-Sti 3; B(o)art, Bort, Brt, [brt] verstr. Altm., vereinz. n JE2 ZE sw elbostf., BA-Ha, Wb-Ak 32; boardt, [brd] Elbschifferspr. 310 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), Spr-Mab 388 (WO-Ol), Elbschifferspr. 310 (CA-Ak), DE-Ca; [prt] Wb-Be; [bart] Mda-Ze (verstr. ZE); [boad] SA-Die; [baot] SA-Dä.
Baschlik m. 1. ‘Mütze für den Winter, die Ohren, Hals und Teile des Gesichtes schützt’ 2: Elbschifferspr. 400 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Pa), 3: vereinz. nö QUE, 4: Elbschifferspr. 400 (CA-Ak), Wb-Ak 32. – 2. ‘(mützenartige) Kopfbedeckung der (jüngeren) Frauen’ 3: Vk-Ask 75, 4: Wb-Be.
Lautf.: Baschlik, b-, [balik] vereinz. nö QUE, Vk-Ask 75, Elbschifferspr. 400 (CA-Ak), Wb-Ak 32; sonst: [palik]. – Etym.: urspr. ein Kopftuch der Türkinnen, Wort ist um 1800 und nochmals um 1870 mit der Mode entlehnt worden, zum Ende des 19. Jh. u.a. im Harz Übertragung der Bezeichnung auf eine (Knaben-)Mütze (1.), vgl. Foltin 1963,160.
Baumliek n. ‘Teil der durch Leinen gebildeten Umrandung eines Segels, der dem Mast zugewandt ist’, Schifferspr., 4: Elbschifferspr. 220 (CA-Ak).
Lautf.: [bmlk].
Baumwachs n. ‘Harz an Obst-, bes. Kirsch- und Pflaumenbäumen’ 2: Mda-nwJe1b 69/Mda-sJe1 29 (JE2-HSe, verstr. JE1, ZE-Göd), 3: a.a.O. 29/Mda-nwJe1b 69 (verstr. w JE1), 4: CA-Ak, Wb-Be.
Lautf., Gram.: [bmwaks, -vaks]; außerdem: [pmwaks] m. Wb-Be.
bauz Interj. dass. wie  batz, bes. wenn Kinder hingefallen sind, 2: Wb-Altm 12, 3: verstr. elbostf. (außer sö), 4: CA-Ak, Wb-Be – dat Kind hat bautz emket HA-Oh.
Lautf.: bau(t)z, -s; außerdem: [pauts] Wb-Be.
Bedd(e)str n. 1. ‘Stroh, das die Unterlage im Bett bildet’ 1: SA-KlGe, 2: OST-GrGa, JE2-Kar Ni, 3: vereinz. elbostf., 4: Wäschke 61915,90 – ..., jrappelte da ins Bettschtroh rum un trecke denn an blauen Strump raus; ... a.a.O. 90. – 2. PflN, in den Verbdg.: – a. unser Frauen Marien Beddschdr ‘Echtes Labkraut’ 4: CA-Ak. – b. en leiwen Gott sien Beddestroh ‘Tüpfel-Hartheu’ 3: Vk-Harz 3,51.
Lautf., Gram.: Beddes(ch)troh, beddestr JE2-Kar Ni, vereinz. elbostf.; Bedd-, Bett- OST-GrGa, Wb-We 14; Bettschtroh Dat./ Akk. Sg. Wäschke 61915,90; [beddr] CA-Ak; Bettströo SA-KlGe.
bedrgen Vb. ‘trocken werden’ 3: vereinz. elbostf., 4: CA-Ak – de wesche is al hipsch bedrt Wb-Nharz 23.
Lautf.: bedren HA-Oh; -drejen Sprw-Börde; [bdrn] CA-Ak; bedrn Wb-Nharz 23; bidrüön OSCH-Di.
befallen Vb. ‘plötzlich von Krankheiten oder Schädlingen erfasst werden’, von Pflanzen, 3: vereinz. n/w elbostf., 4: CA-Ak, Wb-Be – dor Wain is janz befal’l CA-Ak.
Lautf.: befal(e)n; außerdem: [bfa] CA-Ak; [pufaln] Wb-Be.
Befinden n. ‘körperlich-seelische Verfassung, Gesundheitszustand’ 3: HA-Oh, 4: CA-Ak – sn Befinnen is hte slecht HA-Oh.
Lautf.: Befinnen HA-Oh; [bfin] CA-Ak.