Halsrmen m. ‘Halsriemen zum Anbinden von Pferden oder Rindern’ 1: SA-Die Rist, 2: STE-Ste.
Lautf.: Halsreem STE-Ste; [hsrm] SA-Rist; [hsraim] SA-Die.
Handhmer m. ‘einfacher Hammer’ 1: SA-Die, 2: Elbschifferspr. 103 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 103 (CA-Ak).
Lautf.: [handhmr] Elbschifferspr. 103 (STE-Bit Tan, JE2-Mi Pa); [-hmr] SA-Die; [-hamr] Elbschifferspr. 103 (WO-Ro, CA-Ak).
Hrilk m. dass. wie  Hrig, 1: SA-Die.
Lautf.: Hoarüok.
Hdwigsstten m. ‘rundes, braunes Gebäck mit Rosinen zu Fastnacht’ 1: SA-Die Scha.
Heister f., m. TiN ‘ Elster’ 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm. (außer sö), vereinz. n JE2, JE2-War, 3: WE-Dar, Id-Quea 158 – Sprw.: De Heister leggt de Sprisseln (dünnes Reisig) erst torecht, wenn he sin Nest bu’n will. Spr-Altm 83; Rätsel: Wat flüggt öwert Schün un hädd’n Waschholt in’n Noäs? – die HeisterSA-Die. – Volksgl.: Hängt man eine im März geschossene H. im Viehstall auf, so hält man die Fliegen vom Vieh fern. Abergl-Ma 239 (GA-Mie).
Lautf.: Heister verbr. w SA w GA, JE2-Kl, WE-Dar, Id-Quea 158; Hster Wb-Altm 80, SA-Jee, STE-Schö; Hster Wb-Altm 80, OST-GrBeu; Häster, Hester verbr. ö SA OST ö GA STE, CALV-Lö Uth, JE2-Ku; Hästert STE-GrMö; Häste STE-Hü Schi; Eister WO-Ri, JE2-Kam Scha War; Äster OST-Sa, GA-Wie. – Gram.: f. belegt SA-Rist, GA-Da, STE-Buch Na, Id-Quea 158; m. belegt Spr-Altm 83, STE-Wa. Zus.: zu 1.: Holt-.
Hkelmaschne f. ‘Gerät zum Hecheln des Flachses’, bes. ‘Grobhechel’ 1: SA-Die Rist.
Lautf.: [hgouman] SA-Die; [hkma] SA-Rist.
Hker m. ‘männl. Taube’,  Dwer, 1: SA-Die.
Lautf.: [hikr]. – Etym.: Abl. zu  h.
Himmel m. 1. ‘das Himmelsgewölbe’ verstr. – an’n Himmel stt de Stern HA-Oh; Wie se wedder nah Huse jungen …, betreckte sich d’r Himmel, un wie se hinder Silldorp in de Jrund kamen, da word et janz schwart. Firmenich o.J. 159 (WA-Ost); der janze Himmel schteht vull(voller Gewitterwolken) Vk-Anhalta 68; Rda.: von’n Himmel hch de Rippen lank ‘Prügel, Schläge’ HA-Oh; et hat ejoten, wat von Himmel run will ‘es hat heftig geregnet’ OSCH-GrQue; süht’n Himmel vöän Dudelsack an ‘er ist betrunken’,  dn, STE-Ho; hai schall dan Himm fean Diudelsack ansain ‘er soll Prügel bekommen’ SA-Dä; Sprw.: et is noch kein Bem in’n Himmel ewussen HA-Oh; … regenwater vnd alle water, dat dy hemmell gifft … 1433, SchB-Zerbst Nr. 170. – 2. ‘der Erde gegenübergestelltes Jenseits als Aufenthalt Gottes, der Engel, der Seligen’, auch übertr. ‘Schicksal, Vorhersehung’ verstr. – Rda.: Himmel un Äre in Bewejung setten ‘alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um ein Ziel zu erreichen’ Sprw-Börde; in’n Himmel kemen ‘sterben’ HA-Oh; in Ausrufen: Himmel n!; ums Himmels wil’l!; ach d lwer Himmel! Wb-Ak 69; Himmel, rsch un Wolleken CA-Ak. – Volksgl. (Kinderglaube): Kinder kommen aus dem Himmel. Vk-Anhalta 138 (ZE-Nee, BA-Gü, BE-KlMü, KÖ-Ge Wü, DE-Mo). – 3. ‘Freistätte beim Haschespiel’,  1Ml, 3: HA-Ost. – 4. in der Verbdg.: Himmel un Hölle Spiel der Kinder, bei dem man in bestimmter Weise über eine auf den Boden gezeichnete Figur hüpfen muss,  Humpeln, 3: HA-Bü. – 5. in der Verbdg. Himmo un r (Himmel und Erde) ein Gericht, das aus Kartoffeln und Birnen ohne Fleisch, nur mit ein wenig Speck gekocht wird, 1: SA-Die.
Lautf.: Himm(e)l, [him()l]; außerdem: [himo], [him] verstr. nwaltm.
Himmelrk n. 1. ‘Ort der ewigen Seligkeit, Paradies’, in dem Sprw.: en minschen sn wille is sn himmelreich 3: Wb-Nharz 79. – 2. in der Verbdg.: Schlesisches Himmelreicheine Suppe aus Pflaumen, Backbirnen und Schinken mit Grießklößen, 1: SA-Die.
Hingstföllen n. ‘männl. Fohlen’,  Föllen, 1: SA-Die, 2: GA-Da, 3: HA-Bee, 4: Vk-Anhaltb 7.
Lautf.: [histfln] GA-Da; [hisdfan] SA-Die; Hengestfölln HA-Bee; Hengstfohlen Vk-Anhaltb 7.