ge f. ‘Granne der (Gersten-)Ähre’,  Achel, 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. s Altm., 3: verbr. n/mittleres elbostf., verstr. s elbostf., 4: vereinz. nthür. – ik hef an Ai’m in Eoch (Auge) kraig’n SA-Dä.
Lautf., Gram.: Ahge BA-Schie; A(a)je, je Sg., Ajen Pl. vereinz. s elbostf., BLA-Sti; Ahche [--] BA-Ha; [m] QUE-Di; A(h)ne Sg., Ahn(e)n Pl. verbr. s GA, HA-Ost, QUE-Co; ’n Pl. Mda-Sti 54; Aohne Sg., Aohnen, nen Pl. GA-Et Kli, BA-Ho; Ähge BA-Ra; Ähne GA-Rä; Ege BA-Ba; Aom SA-Ro; Ai(h)m, Ei(h)m, im, Aim verstr. nwaltm., SA-Kun; Eime Sprw-Börde, verstr. sw elbostf.; Aimen, Eimen Pl. verstr. nwaltm., SA-Stei, Wb-Altm 1 (s Altm.), OSCH-De Gü, verstr. WE, BLA-Rü; [i] Pl. Brugge 1944,119 (HA-Sie Wo); [ai] Pl. SA-Dä; Ain, Ei(h)n verstr. n GA, GA-Esch, WE-Ho; Ei(h)ne, [ain] Sg., Ainen, Einen Pl. SA-Schm, verstr. s Altm., verbr. n/mittleres elbostf., verstr. s elbostf.; Aihn’n, Ain’, Ein’n, Ein’Pl. vereinz. ö/s nwaltm. GA, HA-Schw; Aiben Pl. SA-Scha; Eiden Pl. HA-Va Wie; [id] Pl. Brugge 1944,119 (HA-Ack Fle); Aien, Eien, Een Pl. vereinz. n GA, WE-Gö; [i] SA-Rist; [hain] Beiträge-Nd 59 (WO-HWa); Heinen Pl. WO-Ge. – Etym.: wie  Achel und  re zurückgehend auf eine idg. Wurzel *ak´- ‘spitzig’, mnd. age, agen ‘Ährenspitze’, vgl. Kluge 242002,12, HWb-Mnd* 10.
akkurt 1. Adj. 1: SA-Dä, 2: vereinz. s Altm., JE2-Scho, ZE-Roß Steu, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – a. ‘sorgfältig, ordentlich, genau’ – et is en akeraten Kaerl BLA-Brau; d Dan (Mädchen) is jants akkort in re rbait JE2-Scho; tas Klt is sre akkert jenet Wb-Be. – b. ‘sauber, ordentlich, nett anzusehen’, von Mädchen und Frauen – en akkerates Fruenzen Sprw-Börde. – 2. Adv. ‘genau, ebenso’ 2: Wb-Altm 1, Spr-Maa 433 (STE-Scher), 3: verstr. elbostf. (außer sö), 4: Wb-Ak 13, Wb-Be – hei is ackerat sau grot als wie ick HA-Bee; Da hoorten jemeineklich sone Horde von finnef, seß Mäkens un ackerat so veele Porschen dertau ... Vk-Harz 8,30; tr hattich akkernert tn selwichtn Ht w iche Wb-Be; et is akkerdert sau, w ick’t eseggt hewwe HA-Oh; ackraot! Ausruf der Zustimmung, Wb-Altm 1.
Lautf., Gram.: akkurat, a(c)ku- ZE-Steu, GA-Ge, vereinz. sw elbostf.; -rades gem. Dekl. n. Nom. Sg. DE-Que; akkuraot GA-Kak; [akort] JE2-Scho; akkerat, -rt, ackera(h)t, -raat verstr. elbostf., DE-Ho; akerate GA-Bo; ackeroat, -rt, [akrt] ZE-Roß, Spr-Maa 433 (WO-Ol), Wb-Ak 13, Wb-Be; ackero’t, -ro’t Francke 1904,2, Spr-Maa 433 (STE-Scher); [akraot] SA-Dä; ackraot Wb-Altm 1; Nbff.: ak(k)eriderat Rauch 1929,61, HA-Oh; akkernert Wb-Nharz 8; [akrnrt] QUE-Di, Wb-Be; ackerickera’t Id-Eilsa 46; [akrzrt] Beiträge-Nd 59 (WO-HWa). – Etym.: zu lat. accrtus ‘sorgfältig, genau’, vgl. HWb-Latein 20.
alldge Adv. ‘an jedem Tag, täglich’ 1: SA-Dä, 2: Wb-Altm 3 – ick mütt alldaog naon Gaoan (Garten) SA-Dä.
Lautf.: [aldaog] SA-Dä; alledaog Wb-Altm 3.
all(e) I. Indefinitpron., allg. eine Gesamtheit bezeichnend, verbr. – 1a. die Einheit einer Menge betonend ‘ganz, insgesamt, vollständig, sämtlich’ – Alle Kne ln feste. Wb-Ak 14; Jejen elwe jahn se nu alle zu Hause. Heimatkalender-Ze 1961,90 (ZE-Ze); w sidd’n alle inne wrme Schte JE2-Scho; alle Mann ran! Wb-Holzl 53; Rda.: alle WderAusruf des Erstaunens und der Verwunderung, QUE-Di; aller Wettstock dass., CA-Ak; Sprw.: wat alle bedript, dat drecht man leichte Sprw-Börde. – 1b. die Einzelglieder einer Menge stärker betonend ‘jeder, jede, jedes’ – Hüte sünd se alle beide wech! Hbl-Ohre 1935 Nr. 6/Becker (HA-Bee); wr isn lle djewäsd? BA-Ha; Alle Woche ‘n poor mol kam denn de Botterfrau ... JE2-Gü; Rda.: All un jeder kann dat nich. Wb-Holzl 32; dat se-i ek dek ein for alle ml ‘ich sage es dir nur dieses eine Mal’ Wb-Nharz 9. – 2. n. Sg. alles unpersönlich umschreibend ‘alle Leute, alle Dinge’ – Alles, was Bne harre, wr ne Ellewe (Elbe). Wb-Ak 15; w hemm allns afesocht JE2-Scho; Uff’n Hof wärd allens hinjestawwelt ... Spr-Asch 42; Middewoche nh Pingesten d worrn Eier un Kuke un alles denn so desammegeholt. ZE-KlLei; bei Aisenschulzen krichtemor alles DE-Els; mit Bezug auf 1a.: alles in allen ‘insgesamt’ Wb-Nharz 9; Rda.: sien ain un sien alles ‘seine ganze Freude’ Wb-Holzl 53; D hrt sich doch alles uf! ‘Das ist unerhört!’ Wb-Ak 15. – II. Adv. ‘bereits, schon’ 1/2/3: verbr. nd., 4: verstr. omd. (z.T. veralt.) – ick bin all fartig WE-Oster; et is al dch Wb-Nharz 9; det is je all sechse ZE-Roß; Jao, dat is jo nu all lang her Lautdenkmal 1937 (OST-Schön); ... äwer där Balke an de Ecke ... fung nu ok all an tue schwälne. Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie). – III. Adv. – 1. 1: SA-Dä, 2: vereinz. brdb., 3: Wb-Holzl 53, verstr. s elbostf., 4: vereinz. omd. – a. ‘aufgebraucht, zu Ende gegangen’, auch ‘leer’ – dat Jeld is alle BLA-Brau; der Kuchen is alle ZE-Roß; all maken ‘verschwenderisch leben’ HA-Eil; das Faß is alle ZE-Ke; Rda.: Et is alle wor’n, wie in de Derenbörsche (ON Derenburg) Aftheike. Sprw-Harzvorlf 22; Sprw.: wennt Flaisch all is, bid’n sik dai Hunn um dai Knaokng SA-Dä. – b. ‘zu Ende, vorbei’ – is der Kientopp alle? ZE-Roß; Wie der Choral nu alle war, ... Wäschke 61915,64. – 2. ‘kraftlos, erschöpft’,  slapp, auch ‘außer Atem’ 1: SA-Han, 2: ZE-Roß, 3: WO-Dru, vereinz. w elbostf., 4: Wb-Ak 14, BE-Be – ick bin janz alle von det ville Loofn ZE-Roß; et is alle met ne ‘seine Kräfte sind erschöpft’ Wb-Nharz 9. – 3. in den Verbdg.: – a. alle machen/werden ‘ohnmächtig werden’ 4: Wb-Ak 14, KÖ-Pro. – b. alle gemacht ‘ohnmächtig’,  mächtig, 4: KÖ-Bre, DE-Lau. – 4. in versch. Verbdg. ‘sterben’,  starwen, 2: OST-Katt Klä, JE2-Ro, JE1-Mö, ZE-Roß, 3: vereinz. s elbostf., 4: Wb-Ak 14, CA-Ak, KÖ-KlPa – met em ist bald all OST-Katt; er macht alle KÖ-KlPa; dene is de Aten alle wor’n Sprw-Harzvorlg 264; Jede Minute dachte eck, et word alle mit meck, eck kreig ’n Slag, ... Klaus 1936,56.
Lautf., Gram: (I., III.): alle, [al] Pl. SA-Ku Pü, vereinz. Altm., sonst verstr.; (I. – 1., z.T. auch III.): lle, [l] Pl. Mda-Sti 124, BA-Ha; aller Gen. Pl. ZE-Roß, CA-Ak; all, all’, [al] verbr. nwaltm., verstr. Altm., JE2-Scha; (I. – 2.): ahl Matthies 1903,1; alles, all’s n. Sg. vereinz. nbrdb., ZE-KlLei Roß, verstr. elbostf. anhalt.; all(e)ns n. Sg. vereinz. nwaltm. Altm., Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie), Heimatkalender-Ze 1962,94 (ZE-Ze), Spr-Maa 433 (WO-Her), Spr-Asch 42 und 50; (II.), alter Akk. n.: all, [al] verbr. nd., verstr. omd.; a, [a] verstr. nwaltm. Altm., JE2-Scho Wa; a(r) GA-Wen; aal STE-KlSchwe; oa,  OST-Ca Hö.
allerwgen(s) Adv. dass., 1: vereinz. n nwaltm., 2: vereinz. Altm., JE2-HSe Par, Mda-nwJe1a 42 (JE1-Gra Pa), verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. nthür. – Breot wt allawaigngs backt SA-Dä; Ek hewwe alderwechen esocht Id-Eilsa 47.
Lautf.: allerwegens SA-KlGa; -weens OSCH-Di; -wechens Wb-We 5; allaer wäg’ns SA-Lag; allerweängs SA-Ho; [alwaigs] SA-Dä; [alvs] SA-GrGe; alläwäch’ns Spr-Maa 434 (STE-Sche); allerwegen Id-Altm, WE-La; -wegent Pohlmann 1905,30; -wechen Id-Eilsa 47; -weene ZE-Gri; [lr vjn] BA-Ha; [alrvjn] Mda-Ze (ZE-Roß); [alv] SA-Ev; [al()rwn] JE2-Par, verstr. ZE; [allrvn] Mda-nwJe1a 42 (JE1-Gra Pa, verstr. w JE1); allderwegens Wb-We 5, alldr- HA-Oh; alderwjens Wb-We* 198; ald’rwech’ns Spr-Maa 434 (WO-Ol); allderwechen Id-Eilsa 47; alderwägen OSCH-Di; -wëjen Wb-Nharz 9; allderwähne JE2-HSe; lder wjen Mda-Sti 124 und 216.
allhr Adv. ‘sogar’ 1: SA-Dä.
Lautf.: [alhe].
1an verbr. I. Präp. – 1. räumlich – a. (mit Dativ – wie auch nachfolgend mit Bezug zur Standardspr.) zur Bezeichnung des Ortes/zur Angabe der Lage, der Nähe, der Berührung – de Jawwel schdd ne Dre DE-Ca; dai Msk sitt an Fensta SA-Dä; doa stund ant Morjenenge ene Windmelle ZE-Ste; An’n Krüzdamm keem w’ tosamm un vödrewen uns de Tiet ... Hausfr-Altm 1927,43 (STE-Ber); d hängt dät schne Bild anne Wand JE2-Schö; Un nu kukt man vons Ziwwelputzen odder vons Riebenlangen jaornich mehr uff, wenn son Zuch aon eenen längrattert. Heimatkalender-Börde 1925,64 (CA-Sa); Sprw.: ter Horricher ne Want hrt saine jene Schant Wb-Be. – b. (mit Akk.) zur Bezeichnung der Richtung ‘in Berührung kommen’ – n de re fallen Wb-Nharz 10; ... , der nahmpse hok un naeltese omn an’n Jewwel (Giebel). Wäschke 61915,63; n Land jn Schifferspr., Wb-Ak 16; Db km’n se an’n Seelschen See. Tiedge 1954,39 (HA-Ost). – c. in räumlich übertr. Wendungen – das Mchen schummelt sich n dn Bengel rn ‘das Mädchen schmeichelt sich bei dem Jungen ein’ CA-Ak; an daene is kein gdes Hr ‘er taugt nichts’ BLA-Brau; dr is ne Bne ‘er arbeitet bei der Bahn’ CA-Ak; Rda.: Das jt ’n ne Nr’n. ‘Das erregt einen sehr.’ Wb-Ak 121; hei sittr bis an de Ohren inne ‘er hat sehr viel zu tun; er hat viele Schulden’ Wb-We 6; n tn hawwich main Mtchen jeklt ‘an ihm habe ich meinen Zorn ausgelassen’ Wb-Be; Fasse dich man n deine Nse! ‘Kümmere dich lieber um deine eigenen Angelegenheiten!’ Wb-Ak 119. – 2. zeitlich – a. (mit Dativ) zu einem best. Zeitpunkt – n hellicht’n T Wb-Ak 68; wat is et n der tt? ‘wie spät ist es?’ Wb-Nharz 10. – b. (mit Akk.) mit der Präp. bet bis zu einem best. Zeitpunkt – ... un wie die Kossäten dunnemals alle, hadde seine Arweet von friehmorjens bes an’n schpäten Amnt. Wäschke 41920,45. – 3. in festen Wendungen, in Verbdg. mit best. Vb. – Das lt n dich ... Wb-Ak 16; et is an däm! da vorlat dick op! HA-Bee; Rda.: et an sek hebben ‘eine best. Gewohnheit haben’ Wb-Nharz 10. – II. Adv. – 1. ‘eingeschaltet, angezündet’ – Ist’t Fr all an? Wb-Altm 4; hest’n all Fa an up’m Farait (Feuerherd)? JE2-Scho; s’ Licht is n Wb-Ak 16. – 2. zeitlich, mit der Präp. vonVon der Tied aan, wu de Minschen in’n kleinen Städten aanfungen, seck der Aarbäd tau schämen ... Firmenich 1854,138 (BA-Ba). – 3. als Kurzform von  dran ‘daran’ – du bist an ‘du bist an der Reihe’ Wb-We 6; hei wil an dn Kp nich n ‘er ist nicht geneigt zu kaufen’ Wb-Nharz 10; da is kein Selt anne HA-Oh; he kann’t nich an warn ‘er kann sich nicht daran gewöhnen’ Wb-Altm 4; an dänn Jungng is kne Hülpe an ‘er begreift schwer, lernt schlecht’ JE2-Scho.
Lautf.: die Verteilung von Kurz- und Langvokal s. Kt.; Präp.: an(n); außerdem: aan, ahn, n vereinz. HA (Hötenslebener Winkel), verstr. sw elbostf. (außer w WE), WA-Wel, Mda-Sti 16; aon, oahn, n Mda-Sti 2, verstr. n CA anhalt. (außer ö DE – dort vereinz. und z.T. veralt.), Mda-Fuhne 43 f. (vereinz. sö DE); mit Enklise des nachfolgenden Art. Dat./Akk. Sg.: m.: an’n; außerdem: ahn’n, aan’n, [] HA-War, WA-We, CA-Ak; f.: anne, [an]; außerdem: ahne, ne Wb-We* 199, Serimunt 1929 Nr. 46; ne, [n] Wb-Ak 16, CA-Ak; n.: ant, an’t verstr. nd. (außer s elbostf.); Adv.: an Wb-Altm 4, JE2-Scho, Wb-We 6 (II. 3.); anne (II. 3.) HA-Oh; aan, n vereinz. w elbostf. (außer w WE), Mda-Sti 3; ane, [n] vereinz. sw elbostf. (außer w WE), Mda-Sti 3, 13 und 16; n Wb-Ak 16.
anblecken Vb. ‘Bäume durch Herausschlagen einer etwa handtellergroßen Fläche markieren’ – dai Boim wn anbleckt 1: SA-Dä.
anbrennen Vb. 1. ‘anzünden, zum Brennen bringen’ 3: Klaus 1936,8, BE-Gü, 4: BE-GrWi, vereinz. DE – ... brennen se sich ooch jlei vorsch Theater de Zijarre an ... Richter o.J. 29; Rda.: orschd de Faife nbrenn un denn es Ford außen Schdall BE-GrWi. – 2. ‘zu brennen anfangen’ 2: Heimatkalender-Ma 1932,48 (JE2-Vie), 3: Wb-Nharz 11, BLA-Brau, 4: Wb-Ak 17, Wb-Be – dat Fier is nich annebrennt BLA-Brau. – 3. ‘durch zu starke Hitze am Boden eines Kochtopfes ansetzen’, von Speisen, 1: SA-Dä, 2: Spr-Maa 436 (WO-An), 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – lt dat ten nich anbren’n HA-Oh; ... awer de Melkzuppe anbrennen laten. Rauch 1929,94; Rda.: Worumm wisstu denn de dr’n nich frn? – Ta, datt is man all anjebrennt’r kohl! Spr-Maa 436 (WO-An).
Lautf., Gram.: anbrennen Rauch 1929,94; -bren(n)’n HA-Oh, Krause 1964,42; anbrennt, brennt an, [brent an] 3. Sg. Präs. SA-Dä, Klaus 1936,8, Wäschke 41910,113, Krause 1964,114; brennen an 3. Pl. Präs. Richter o.J. 29; brennte - 3. Sg. Prät. Heese 21919,79; anbrännten 3. Pl. Prät. Heimatkalender-Ma 1932,48 (JE2-Vie); -jebrennt Part. Prät. Spr-Maa 436 (WO-An); annebrennt Part. Prät. BLA-Brau; nbren’n Wb-Nharz 11; n-, [nbre] Wb-Ak 17, BE-GrWi; [bren n] Imp. Sg. BE-Gü; [npre] Wb-Be.
anben Vb. 1. ‘an ein Gebäude anbauen, anfügen’, auch ‘ein Gebäude durch einen Anbau erweitern’ 1: SA-Dä, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 16, Wb-Be – ick mutt an de Schne (Scheune) anbuen Sprw-Börde; dai Prtemang (Toilette) is an Schtall anbaüt SA-Dä. – 2. refl. ‘irgendwo ein Haus bauen und sich dort niederlassen’ 3: Wb-Nharz 11. – 3. ‘Feldfrüchte anbauen’ 2: Heimatkalender-Je 1937,77 (JE2-Fi), Heimatkalender-Ma 1930,82 (JE2-Vie), 4: Wb-Ak 16, Wb-Be – Min Großvater baute ok Flas an. Heimatkalender-Ma 1930,82 (JE2-Vie).
Lautf., Gram.: anben Sprw-Börde; -bn HA-Oh; [anbaüt] Part. Prät. SA-Dä; nbn Wb-Nharz 11; baute an 3. Sg. Prät. Heimatkalender-Ma 1930,82 (JE2-Vie) anbaut Part. Prät. Heimatkalender-Je 1937,77 (JE2-Fi); nbauen Wb-Ak 16; [npaun] Wb-Be.