Bult(en) m. 1a. ‘kleine Anhöhe, Hügel’,  Barg, bes. ‘kleine, (mit Binsen, Schilf, Gras) bewachsene Erhö- hung’, z.B. in einem Moor oder auf einer Wiese, auch in FlN, 1: SA-Dä, Matthies 1912,24 (SA-Fa), 2: Wb-Altm 28, verstr. ö Altm., Siedler-Je Kt. 11s (JE2 nw JE1), 3: verstr. elbostf., 4: CA-Lö. – 1b. ‘durch den Strom gebildete Insel’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 413 (STE-Bit, WO-Ro, JE2-Mi). – 1c. ‘kleiner Haufen’ 1: SA-Dä, 2: Wb-Altm 28. – 1d. ‘Maulwurfshügel’,  Mollbarg, 2: Wb-Altm 28, verstr. mittlere/ö Altm. JE2, 3: vereinz. HA. – 2a. ‘Pflanzenbüschel’, einschl. der Wurzeln, bes. bei Gras, auch ‘Staude’ 1: SA-Dä, 2: GA-Ber, vereinz. ö Altm., 3: CA-Fö. – 2b. ‘Wurzelgeflecht’ – dät wn sonne jrd’n Bült’n inne Wische 2: JE2-Scho. – 2c. ‘Rasenscholle, ausgestochenes Rasenstück mit anhaftender Erde’ 2: SA-Jeeb, JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf., 4: BE-Il. – 3a. ‘Erdklumpen, Schmutzklumpen’ 2: STE-Wa, Mda-sJe1 32 (JE1-Ste), 3: OSCH-Ba, WE-Wa – en Pultn Dreck Mda-sJe1 32 (JE1-Ste). – 3b. ‘Torfstück’ 3/ 4: Vk-Unterharzb 50. – 4. ‘Moor’ 2: Mda-Ar 47.
Lautf., Gram.: Bult Matthies 1912,24 (SA-Fa), Wb-Altm 28, SA-Gü, vereinz. STE, JE2-Reh; [blt] Mda-Ar 47; [bt] SA-Dä; Bült Pl. Wb-Altm 28, GA-Al, STE-Schö; Bült f.(?), Pl.(?) SA-Jee, verstr. mittlere/ö Altm.; Büll f.(?), Pl.(?) GA-Ber Wiep; Bult(e)n Wb-Altm 28, SA-Jeeb, verstr. mittlere/ö Altm. elbostf., Vk-Unterharzb 50; [buldn] Pl. BE-Il; Pulten, pult(e)n MdasJe1 32 (JE1-Ste), vereinz. s elbostf., CA-Lö; Bulken (urspr. Dim.) JE2-Me; Bülten m. JE2-Kl Wa; Bülten Pl. Land/Leute-Je 1923 Nr. 2 (JE2-Schö), Wb-Holzl 72; Bülten m.(?), Pl.(?) vereinz. ö Altm. n JE2 sw elbostf., WA-Un; [bltn] m. Siedler-Je Kt. 11s (JE2 w JE1); [bült] Pl. JE2-Scho; [büld] m. Elbschifferspr. 413 (STE-Bit); [bülkn] m. (urspr. Dim.) a.a.O. 413 (WO-Ro, JE2-Mi); bilten m.(?), Pl.(?) BLA-Brau.
Dpe f. 1. ‘Taufe’ 1: SA-Fa, 2: vereinz. w Altm., verstr. ö Altm., JE2-Alt See, verstr. mbrdb., 3: verbr. elbostf. (außer sö, dort vereinz.), 4: verstr. omd. – In de Döpe kreig hei den Namen “Stoffel”, wie de Vader heiten dehe. Rauch 1929,8; Verbdg.: jüste Döpe ‘Feier, die kinderlose Paare ausrichten müssen’ Wb-Holzl 77 (HA-Eil); Rda.: dat Pärd is nich de Dpe wert ‘das Pferd taugt nichts’ BA-Re; To der dope vunde wedder In kerkghank schal men nicht mehr hebben den sosz par frouwen. Salzwedeler Taufordnung 1480, Cod. dipl. Brdb. 1.14,390. – Brauch, Volksgl.: Das Neugeborene wurde 4–6 (Vk-Harz 6/7,45, Vk-Anhaltb 30) oder 8–12 Wochen (Vk-Altm 249) nach der Geburt getauft. Die D. findet in der Regel in der Kirche statt, nur im Notfall wurden Haustaufen vorgenommen. verstr. In der Zeit bis zur D. muss sehr sorgfältig auf das Kind aufgepasst werden, um es vor bösen Geistern zu schützen, die es u.a. durch ein Wechselbalg austauschen könnten. Bewohner-Altm 2,140. Um einer Behexung vorzubeugen, wurde ihm für den Taufgang ein Beutelchen mit Salz, Brot und Dill in die Kleidung gelegt. Vk-Anhalta 330. Die Aufforderung, Pate des Kindes werden zu sollen, erging mit dem (Ge-)Vatternbrief (ausf.  Vadder(n)brf), der vom Lehrer oder Kantor geschrieben und von der Hebamme ausgetragen wurde. verstr. Diese Einladung erhielten 5 (Bewohner-Altm 2,140) oder 6 Paten (Vk-Harz 6/7,45). Die Paten wurden bes. sorgsam ausgewählt, da deren geistigen und sittlichen Eigenschaften auf das Kind übergehen würden (ausf.  Vadder). verstr. Dies spielte auch bei der Namengebung eine Rolle. Das Erstgeborene erhielt – je nach Geschlecht – den Namen des Vaters bzw. Großvaters oder der Mutter, die weiteren Kinder bekamen Namen der Paten. Vk-Altm 248, Volksgl-Ma 21 f., Vk-Harz 6/ 7,47. In Analogiehandlungen kam der Wunsch zum Ausdruck, das Kind mit nützlichen Eigenschaften und Fähigkeiten auszustatten: Die Paten verrichteten vor dem Taufgang versch. Arbeiten, damit das Kind später recht geschickt würde. Volksgl-Ma 22 f. In anderen Fällen war es die Mutter, die in der Zeit des Taufgangs sieben- oder neunerlei Arbeiten auszuführen hatte, so z.B. auch das Lesen in der Bibel. Neben der Mutter sollte auch der Vater zu Hause bleiben, damit das Kind nicht ungeschickt würde. verstr. Der Wunsch der Eltern nach Glück und Reichtum des Kindes kam darin zum Ausdruck, dass ein Goldstück oder ein Blatt bedruckten Papiers in das Taufkleid oder den Patenbrief gelegt wurde. verstr. In Elbingerode steckte man in den Patenbrief eines Jungen eine Stahlfeder, in den eines Mädchens eine Nähnadel. Vk-Harz 6/7,47. Vor dem Taufgang wurde das Gesangbuch aufs Geratewohl aufgeschlagen, der entsprechende Vers deutete auf die Zukunft des Kindes. Volksgl-Ma 20. Der Täufling, dessen Kleidung die Paten besorgten (verstr.), wurde von der Frau eines Paten abgeholt, um es zur D. zu tragen, während des Kirchgangs trug ihn die Hebamme. verstr. Der Pfarrer empfing den Zug an der Kirchtür und segnete die Mutter, die seit der 1. Hälfte des 20. Jh. bei der D. zugegen ist. Vk-Anhaltb 31 und 35. Bei Nichtanwesenheit der Mutter bildete die Begleitung einen Halbkreis um den Taufstein, wobei das Kind reihum von den Paten in den Arm genommen wurde, der älteste Pate hielt es über dem Taufbecken. verstr. Es sollten nur dann zwei Kinder mit dem gleichen Wasser getauft werden, wenn sie gleichen Geschlechts sind, sonst würde der Junge den Mädchen nachlaufen und das Mädchen einen Bart bekommen. Schreit das Kind während der D. nicht ein einziges Mal, wird es bald sterben. verstr. Altm. Dies gilt auch, wenn sich auf dem Friedhof ein offenes Grab befindet. Vk-Altm 248. Nach der Taufhandlung nahm ein Mädchen oder die jüngste Frau der Paten das Kind auf den Arm, um es mit schnellen Schritten nach Haus zu tragen, weil es dann um so früher laufen lernen und später flink arbeiten würde. verstr. Altm. In anderen Orten trug die Hebamme das Kind zurück und legte es in der Stube unter den Tisch, damit es groß würde. Volksgl-Ma 25. Anschließend erhielt der Täufling von den Paten ein eingewickeltes Geldgeschenk (verstr.), seit der 1. Hälfte des 20. Jh. sind es vorw. Sachgeschenke (Vk-Anhaltb 33). Waren die Paten nach Hause gegangen, erschien bei ihnen mehrmals die Hebamme, um sie zum Taufessen einzuladen. Volksgl-Ma 26. Neben den Taufpaten waren auch die so genannten  “ Fressgevattern” geladen. verstr. Das Essen war sehr üppig, es erklang laute und ausgelassene Musik. Urspr. konnten die Feierlichkeiten mehrere Tage dauern. verstr. Wenn das Kind gedeihen soll, muss die Mutter von allen Speisen etwas probieren. verstr. Altm. Nach dem Mahl wurde auf einem Teller für die Hebamme gesammelt. verstr.  Dpde Dpige Kinddpe Kindelbr. – 2. dass. wie  Dp(e)stn, 2: Wb-Altm 37, 3: Volksgl-Ma 24.
Lautf.: Döpe, [dp] verstr. n WO, JE2-Alt See, JE1-Lei, verbr. n/w elbostf.; Dööp, [dp] Wb-Altm 37, SA-Ban, verstr. ö Altm. (außer n WO); Depe, [dep] vereinz. w elbostf.; Deepe, [dp] WO-Me, verstr. mittleres/s JE1 ZE, verbr. mittleres/ö/s elbostf.; Döäub Matthies 1903,5; Deup, [doip] SA-Fa Rie, GA-Ku; Teupe WE-Be; Düöpe OSCH-Di Schl; Diöpe WE-Ri; taufe Mda-Sti 31; Dofe ZE-Eich; Toofe, [tf] verstr. anhalt.; vgl. auch Kinddpe.
Drnbusch m. ‘Dornenstrauch, Dornengestrüpp’ 1: Matthies 1912,12 (SA-Fa), 2: Pohlmann 1905 ff.,116, OST-Möl, JE2-Scho, 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Be, Wäschke 61915,127 – ... un eck stelle meck hinder saunen bisnieten Dorenbusch. Klaus 1936,36; Rda.: de hat to dicht an n Dornbusch sätn ‘er ist verrückt, geistesgestört’ OST-Möl.
Lautf.: Dornbusch (1. Glied wohl Länge) Matthies 1912,12 (SA-Fa), OST-Möl; Dern- HA-Oh; Doarn- Pohlmann 1905 ff.,116; Doren-, dren- Klaus 1936,36, BLA-Brau; [dnbu], [dan-] JE2-Scho; Dornbischchen Dim. Wäschke 61915,127; [tornpu] Wb-Be.
dtslgen Vb. ‘totschlagen, erschlagen’ 1: Matthies 1912,6 (SA-Fa), 2: vereinz. nbrdb., Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie), 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. omd. – ... dee Hamster werrd doteslan ... Hbl-Ohre 1928 Nr. 22/Wöhlbier (HA-Eim); Rda.: Schlak mich tot! Ich weeßes nich mehr. ‘Es hilft alles nichts ...’ Krause 1964,82; Um nu de Tied dod te slahn, ... ‘Um die Zeit herumzubekommen ...’ Rauch 1929,81.
Lautf., Gram.: dodslagen HA-Bee; dod te slahn Inf. mit zu Rauch 1929,81; slag dot Imp. Sg. HA-Um; doteslan Part. Prät. Hbl-Ohre 1928 Nr. 22/Wöhlbier (HA-Eim); Slaog’ dod Imp. Sg. Pohlmann 1905,58; dod schlon Heimatkalender-Je 1937,79 (JE2-Fi); dotsloan Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie); doteschln Part. Prät. BE-GrMü; schloa’ doud Imp. Sg. Matthies 1912,6 und 30 (SA-Fa, STE-Que); detsln HA-Oh; sleit, slait dod 3. Sg. Präs. Bewohner-Altm 1,344, Lieder-Ma Nr. 775 (WO-HWa); schlag, Schlak tot Imp. Sg. vereinz. anhalt.; schlae tot 1. Sg. Präs. Vk-Anhaltb 69 (BA-Sip); tt schln Wb-Ak 171.
eia popeia Interj., nur im Wiegenlied: Ausdruck der Zärtlichkeit, mit dem Kinder unter wiegenden Bewegungen in den Schlaf gesungen werden, 1: Matthies 1912,6 (SA-Fa), 2: Wb-Altm 79, WO-Sa, 3: verstr. n elbostf., Lieder-Ma Nr. 19 (BA-Ali), Firmenich o.J. 163 (CA) – Wiegenlied:eijao popei, koch unsen Sohn an Ei,
do der Zucker und Bötter dran,
dat unse Sohne pappen kann
WO-Sa;
Eija Puleija!
Unse Kind ist meue,
Wär’ unse Kind sau meue nich,
Schleip et in de Puleija nich.
Eija Puleija!
Lieder-Ma Nr. 19 (BA-Ali);
Eije, Polleije, Polleste!
De Eddelmann harre frömme Gäste, ...
a.a.O. Nr. 24 (HA-
Gro).
Lautf.: der zweite Bestandteil hat häufig die Funktion eines Reimwortes und erscheint deshalb entstellt, z.T. ist auch Anlehnung an  Pujje ‘Wiege’ möglich: Ei a po peia Chr-Em 432; Eija Puleija Lieder-Ma Nr. 19 (BA-Ali); Eijapuleije Firmenicho.J. 163 (CA); Eija pueija Lieder-Ma Nr. 18 (HA-Um); Aija Pupaija a.a.O. Nr. 16 (WO-Ol); – Pulaija a.a.O. Nr. 25 (WO-HWa Ol); - Popeste a.a.O. Nr. 26 und 27 (WO-Ol, HA-Um); Eije Polleije Polleste a.a.O. Nr. 24 (HA-Gro); aijao popei WO-Sa; Aijoa Pulaijoa Lieder-Ma Nr. 23 (WO-Ol); Äija Popäija a.a.O. Nr. 17 (HA-Sü); heia popeia Wb-Altm 79; Heidja popeidja Matthies 1912,6 (SA-Fa).
Frstück n. ‘Mahlzeit am Morgen, Frühstück’, auch ‘das zweite Frühstück’ verstr. (aus JE1 keine Belege) – Fristick torechte maken Spr-Asch 19; Un dewiel drog Kallin tum Fröhstück Schinken un Wost up ... Hausfr-Altm 1940,112 (STE-Ber); ... aße zus Friehstick seine ... drei Bemmen ... Heese 21919,88; ... da sitt Schulze mit en paar Bikannte un Nahwers grade bi’n Frühstück. Wedde 1938,15; Rda.: der hätt et Frühstück verschloapen ‘er ist gestorben’ JE2-Ma; du liewer Gott laot Aowend wer’n, wenn meuglich gliek naon Fruistück SA-Fa; Sprw.: God Fröhstück is bätter as’n ganzen Dag garnist. Bewohner-Altm 1,334; ’n gt Frühstücke is besser w’n slecht Middsebret HA-Oh. – In der Erntezeit gab es in den Bauernwirtschaften um 5.30 Uhr das erste und um 9.00 Uhr auf dem Feld das zweite F. EssennwAltm 14 (SA-Im).
Lautf.: Frö(h)stück verstr. Altm.; Freu(h)-, Fräu(h)- Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die), Rauch 1929,36; -stücke WE-Oster; -sticke BLA-Brau; [fruütük] SA-Dä; Fruistück SA-Fa; Frü(h)-, [frtük] vereinz. JE2 mittleres elbostf.; -stücke Lindauc o.J. 11, HA-Oh; Frie(h)s(ch)tick, [frtik] vereinz. ZE, Vk-Unterharza 88, Spr-Asch 19, verstr. anhalt.
Ferkpe f. dass., 1: SA-Fa, 2: WO-Sa, 3: CA-El.
Lautf.: Füerkiep SA-Fa; Fierkiepe WO-Sa, CA-El.
Ferknper m. dass. wie  Ferdrger, 1: SA-Fa, 2: Wb-Altm 59.
Lautf.: Füerknieper SA-Fa; Frkniper Wb-Altm 59.
Füppke f. dass. wie  Fuppe, 1: SA-Fa Han.
Lautf.: Füppk.
Hans 1. männl. RN, Kurzform zu Johannes, vgl. Johann – Schnellsprechübung: Hans, höre hierher! Hale hinder Hans Hinrik Hessen Haunderhuse hart höldern Holt her. OSCH-Schw; Rda.: D hßich Hans, wenn das wr is ‘das ist bestimmt nicht wahr’ Wb-Ak 65; Sprw.: wat Hänsken nich lrt, lrt Hans nimmer mr Wb-We 46; Neckreim:Hans, fat de Katte an Swanz WE-Oster;Lied:Hans seet in’n Schoarnsteen
un flickt sick sien’ Schouh,
dunn kamm ‘n wackres Mäk’n
un keek em flietig tou.
Hans, wenn du freen wudd,
kannst du freen mick;
ick hew ‘n blank’n Doaler,
deann will ick gew’n dick.
Hans, nimm se nich!
Hans, nimm se nich!
Se heatt joa ‘n loahm’n Fout!
Deatt schoad’t joa nich,
deatt schoad’t joa nich,
deatt wea’d joa all werr’ gout!
Matthies 1912,25 (SA-Fa);
Hans, Hans Lewerworst
Laewet diene Frue noch?
Joa, joa se laewet noch,
Liet int Bedde un zappelt noch.
Jiff se ‘n Stücke Keese un Broot,
Sloa se met de Kiele doot.
Lieder-Ma Nr. 905 (HA-Bü).
– 2. zur Personenbezeichnung, verstr. – a. als Appellativum mit charakterisierendem, meist abw. 2. Glied: Hans rs, Hans Harlekn, Hans Kasper, Hans Narr, Hans Quast, Hans Taps; Hans Ungeschickt nur in der Rda.: Hans Ungeschickt lässt grüßen; Hans Fatzke, Hans Larts ‘eitler Mensch’,  Monsieur; Hansgrte ‘Junge mit starken weibl. Zügen’;  Hansworst. – b. in versch. Verbdg.: grter Hans ‘wichtige Persönlichkeit’; Hans vorm Schp ‘vorlauter Mensch’; Hans in allen Gatzen ‘jmd., der überall dabei ist, der sich überall (oberflächlich) auskennt’. – 3a. Name für einen  Kobold, 4: Vk-Anhalta 121. – 3b. in der Verbdg.: Hans mit dem langen Swanz ‘maskierte Gestalt im Pfingstumzug, die einen Fuchsschwanz trug und eine Peitsche mit sich führte’,  Pingsten, 2: Brauch-wAltm 80 (STE-Kö). – 4. in versch. Verbdg.: Hans-frg-er-nicht-nch Mittel gegen Krätze, Wb-We 46; Hans-fraog-nich-nao dass., Wb-Altm 135; Hans-isst-es-nicht dass., a.a.O. 135; Hans-habe-nicks dass., a.a.O. 135. – 5a. gebr. Name des Ziegenbocks oder des Pferdes, 3: HA-Oh, Wb-Nharz 69, 4: Wb-Ak 65. – 5b. in der Verbdg.: Hans, Hans, auch: kumm, Hans, kumm Lockruf für Kälber,  Mtsche, 2: verbr. n WO JE2 JE1, 3: GA-Dö Fle, verbr. s WO ö HA, WA-La, WE-Mi Si, 4: CA-Ak. – 7. in der Verbdg.: Hans-Jochen-Winkel ‘der nw der Jeetze gelegene Teil des Kreises Salzwedel’ 2: vereinz. Altm.
Zuss.: zu 2.: Klau-, Klöppel-, Knapp-, Knp-, Knwel-, Knr-, Mäkel-, Nl-.