Blderpansen m. dass. wie  Bldermgen, 1: SA-Han, 2: STE-Po.
Lautf.: Blrepa’sn SA-Han; Blätterpansen STE-Po.
1Blei m. TiN ‘Brachse’ 1: SA-Han, 2: OST-GrBeu Werb, JE2-Fi Neu, vereinz. sö JE2, JE1-Prö, 3: CA-Pö, 4: CA-Lö.
Lautf., Gram.: Blei; außerdem: Bleie f.(?) JE2-Fi Neu.
bölken Vb. 1. ‘brüllen’, bes. von Rindern, auch von Schafen und Ziegen, 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. Altm., Mda-nwJe1b 66 (JE1-Re), 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 45, vereinz. w BE, KÖ-GrPa – de Kau bökt SA-Dä; de Gelwor belgen haide weddor, d hann nich jenuch dsu saufen BE-Wa; Rda.: wr kan en ossen et belken forwren? ‘man kann böswilligen Leuten übles Nachreden nicht verbieten’ Wb-Nharz 24. – 2. ‘laut schreien, brüllen’, von Menschen, 1: SA-Han, 2: vereinz. Altm., 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 45, Wb-Be – hei bölket wern ganzen Hoff HA-Oh; hei bölket all wär ut vull’n Halse HA-Bee. – 3. ‘laut und heftig weinen’,  wnen, 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. Altm., 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 127, BA-Ha, vereinz. BE. – 4. ‘vor Schmerzen stöhnen und weinen’,  stnen, 2: GA-Ga, STE-GrMö.
Lautf.: bölk(e)n, [bölk()n] Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die), Id-Altm, Wb-Altm 22, vereinz. n Altm., verstr. s Altm. n/w elbostf.; [bölk] verbr. Altm.; [blkn] SA-Zie; [böak], [bök], [böok] verstr. nwaltm.; bölleken, [bölkn] Mda-nwJe1b 66 (JE1-Re), OSCH-Di Krop, Wb-We* 203; bölikhn Mda-War 66; belken verstr. ö/s elbostf.; [belgn] BE-KlSchie Wa; pelken KÖ-GrPa; belleken, [belkn] vereinz. s elbostf. (außer CA), BA-Ha; [belgn] BE-Gier; peleken Mda-Sti 45 und 127, [pelkn] Wb-Be.
1Bott n. 1. ‘Gebot bei einer Versteigerung’, vgl. Gebott 2., 1: SA-Han Ho, 2: vereinz. Altm., JE2-Par Schö, 3: vereinz. HA – en Bott maken Wb-Holzl 67. – 2. nur in der Rda.: kein Bott kennen ‘nicht gehorchen’ 3: Id-Eilsa 54.
Etym.: zu mnd. bot (bt) ‘Gebot, Verbot, Verordnung, Befehl, Angebot, Kaufangebot’, vgl. HWb-Mnd 1,332.
Brderplanke f. dass. wie  Brdertn, 1: SA-Han, 2: vereinz. n STE, 3: HA-Hi Neu.
Lautf.: Brederplanke HA-Hi; Bretterplank STE-Ri; Brä- SA-Han, STE-KlMö; Bräj- STE-GrMö; Nbf.: Brettplanke HA-Neu.
Brner Kl m. PflN ‘Grünkohl’ 1: Essen-nwAltm 91 (SA-Han), 2: vereinz. nbrdb., 3: verstr. elbostf., 4: verstr. anhalt. – ... un up de Fellers (Feldern) nicks as brunen Kohl. Essen-nwAltm 91 (SA-Han); Braunkohl mot jejraust (abgekocht) werden Spr-Asch 41; Brau’nkl jiwwet’s rscht, wenn’s jefrr’n hat. Wb-Ak 40. – Brauch: B. wird bes. zu Weihnachten gegessen. verstr. elbostf. anhalt.
Lautf.: bruner Kohl, brner Kl Bornemann 51843,55, BLA-Brau; brun(e)n Kohl, Kool Essen-nwAltm 91 (SA-Han), verstr. elbostf.; de brne kuol OSCH-Schl; Brau’nkl Wb-Ak 40; Brunkohl, brnkl vereinz. s Altm., JE2-Fi, BLA-Tr, Vk-Ask 72; Braunkohl Spr-Asch 41, verstr. anhalt.; [braungl] Mda-Fuhne 20 (DE-Ca); [praunkl] Wb-Be.
Butze f. 1a. ‘kleiner, abgetrennter Raum, Verschlag, Abteilung’ 3: WO-Ir. – 1b. ‘Winkel, schräger Raum unter der Treppe’ 1: SA-Dä, 3: Wb-We 25, BLA-Brau. – 1c. ‘Bettwinkel, Schlafstelle’ 1: SA-Dä, 2: vereinz. Altm., 3/4: Vk-Anhalta 14 (BA). – 2a. ‘kleines, dunkles Zimmer’ 3: vereinz. w elbostf. – 2b. ‘Kajüte der Bootsleute im vorderen Teil des Kahns’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 160 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 160 (CA-Ak), Wb-Ak 43. – 2c. ‘Stube in der Mühle’,  Feise, 1: SA-Han Jü, 2: STE-Buch, JE2-Gü, 3: JE1-Ca Pre. – 3a. ‘aus Brettern errichtete Hütte’, auch ‘kleines, ärmliches Haus’ 2: OST-Sta, STE-Steg, 3: vereinz. elbostf. – 3b. ‘altes, baufälliges Haus’, 1Bde, 1: SA-Han, 2: verstr. s Altm., JE2-Sy, verstr. mbrdb., 3: verstr. elbostf. – olle Butze GA-Rä; de Butze fallt balle in HA-Oh.
Lautf.: Butze, [buts]; außerdem: [buds] Elbschifferspr. 160 (alle angegebenen Orte), BE-He; Butz, [buts] vereinz. nwaltm. n/mittlere Altm.
dämpen Vb. 1a. ‘die Kehle zudrücken, erwürgen, ersticken’, auch ‘die Luft zum Atmen nehmen’,  sticken, 1: SA-Han, 2: Wb-Altm 32, OST-Kru, 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 9, Wb-Be. – 1b. ‘Feuer ersticken’, vgl. dümpen, 2: Wb-Altm 32, 3: Wb-Nharz 40 – en fr dempen a.a.O. 40. – 2. ‘bezwingen, überwältigen’ 3: Wb-Holzl 74. – 3. ‘im Dampf garen’, bes. von Futterkartoffeln, 4: vereinz. anhalt. – mor missen noch de Gardoffel’l demb’m DE-Ca.
Lautf.: dämp(e)n; außerdem: demp(e)n SA-Han, Wb-Nharz 40, Id-Quea 147; tempen Mda-Sti 9; demp’m, [demp] Id-Eilsa 56, Wb-We* 205, Wb-Ak 46; [demb] DE-Ca; [tempm] Wb-Be; dimpen WE-Oster.
d I. best. Art. allg. – 1. m. Sg. – de Paster STE-Go; de Mane is all upejn Mda-nwJe1a 46; de Schreck hat mick ganz owernommen WO-Dru; Dä Bengel harre würklich Glücke. Klaus 1936,24; dei grote Krischan ‘große Zehe’ WE-Velt; der Damper hat all jetutt. Wb-Ak 108; där Kneppenstorch bringt dia Kinger ut den Diek ZE-Mü; dor Emmor is in’n Born jefal’l DE-Ca; Rda.: da steit dee Läpel ok nich stramm inn von dünnem Kaffee, OST-Neu; öhne steiht dä Hals wiet open ‘er bekommt nie genug’ OSCH-Ba; Genus abweichend von der Standardspr.: richtig, da saß der Brill ... Wäschke 61915,109; dor Gabsel is rungorjefal’l DE-Ca; vor subst. Adj.: de Bs ‘der Teufel’ Wb-Altm 256; hei is de Letzte (der Schlechteste) in de Schaule HA-Oh; Dat. (wie auch nachfolgend Bezug auf Standardspr., ausf. s. Formenteil): den Jungen sien Fader Umschreibung des Gen., Wb-Holzl 75; Op den groten Grasplatze vor de Brueri ... Lindauc o.J. 14; wat wisst de denn met dän olln Krachel (Gerümpel) noch machen? ZE-Roß; de Koh naon Bulln brängn STE-Ri; ... was bloß in’n Winter zu machen jeht ... Heese 21919,73; Dat war nich schöne von dem Mann, ... Klaus 1936,20; Akk.: uff den Kopp stellen DE-Pri; Wes (sei) män getreu bet an den Dod! Pohlmann 1905,79; Eck will deck den Arsch versohlen. Vk-Harz 3,67; an dn Salaot kümmt Tsucker WO-Zie; d müsst dänn Drt bin JE2-Scho; trecken dann grauten Woagen full Hau SA-Bee; Rda.: hei lachet, asse wenn he den Lork (die Kröte) an’n Strikk herre ‘er lacht ausgelassen, heftig’ Wb-We 77; Sprw.: Ihrenamt un de Kägelbaohn lihren dänn Burn naon Krog gaohn. Bewohner-Altm 1,325. – 2. f. Sg. – de Asche jliet DE-Or; de Worscht is heeß ZE-Dü; d Mt (Magd) kunn en ... nich en’m häm’m ... Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa); de Beere is innewechten molig GA-Rä; dä Fru HA-Bee; Denkst du, wenn seck dä Möhle dreiht, Eck kann meck op dä Siete leggen? Klaus 1936,21; dei Tewe (Hund) bellt WE-Kö; Dei Hochtid was in’n April, ... Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die); Rda.: wat vorsteiht de Kreie von’n Sönndag? Bemerkung über jmds. Unwissenheit, WO-Schn; Wetterregel: So lang as de Lrk vör Lichtmess’n singt, so lang singt sei nhäer. SA-Han; Genus abweichend von der Standardspr.: de Ginne ‘das Kinn’ DE-Ca; vor subst. Adj.: de Lewst ‘die Geliebte’ Wb-Altm 125; Dat.: t d Tt, wo ... Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa); hei mott Keue ob de Wische (Wiese) heu’n (hüten) GA-Lock; et is noch en Happen in de Schöttel eblebbn WE-Re; Mit de Schule war’s dazumah ooch andersch ... Richter o.J. 7; ... naoh d’ Stadt ... Pohlmann 1905,11; mich sinn von die olle kolle Witterung noch de Hänne janz klamm ZE-Roß; aus der Pulle anen kulkern Spr-Asch 21; op der schtrte is et modderich Wb-Nharz 128; Rda.: op der Strte lijjen ‘sich herumtreiben’, auch ‘erwerbslos sein’ HA-Oh; Akk.: der Voader nemmt de Seiße JE1-Wol; füll doch d Schtippe in in’n Napp JE2-Scho; Hei sette de Mütze op ... Wedde 1938,24; ... war ... uf de Bullenjagd gegangen ... Wäschke 61915,34; sett dick bi mick opp dä Bank GA-Wa; jeff mal die Borneschtange he, ik will Wasser rup langen ZE-Brä; Rda.: mor kreien noch was uff de Mitze ‘es wird bald regnen’ Vk-Anhalta 68. – 3. m., f., n. Pl. – m.: koal sind de Böhm OST-Lo; De Häscher ... mit öhre Blauthunne ... Rauch 1929,93; Dä Strümpe vull Water ... Klaus 1936,52; ... die beeden Kunden ... Heese21919,79; f.: de Jense bröjen WO-Ucht; In’t Leederschur lagen de langen Füerleedern ... Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie); de Gren gom’m, es ward Windor BE-GrWi; ... dä Kaldüneken schmecken sau schtumpe, ... Spr-Harzb 57; n.: de Kinner spöeln in Grass SA-Bee; de Hnor sinn in Hnorschdall BE-Gü; dei Kindere luntchen (lehnen) seek ahn WE-Elb; Plt.: de ohlen Liete wern sich noch genau uf Juln siene Lache besinnen kennen BA-Ha; Dat. (alle Genera): Mit de Arme slenkere hei in de Luft rumtumme ... Lindaua o.J. 69; der hat’s mit de Niern ‘er ist nierenkrank’ CA-Sta; ... un up de Fellers (Feldern) nicks as brunen Kohl. Essen-nwAltm 91 (SA-Han); Van d’ Böm fall’n rod un gäl de Bläder ... Pohlmann 1905,54; Rda.: Das jt de Menschen w de Leite. ‘Das geht allen so.’ Wb-Ak 112; Akk. (alle Genera): ..., denn maakten se seek wedder langsam op de Schtrimpe. Vk-Harz 8,31; mischele m de Grd’n DE-Ca; lött de Hünder leggen JE1-Wo. – II. Demonstrativpron. allg. – 1. mit Bezug zu einem Substantiv – a. m. ‘dieser’ – Sau word dä orme Minsche den ganzen Dag bilehrt ... Klaus 1936,51; Dat.: f dn Bm wagsen Gndschlinge BE-GrWi; Rda.: An denn Minsch’n is kn Beraod ‘er ignoriert gut gemeinte Ratschläge’ Wb-Altm* 49. – b. f. ‘diese’ – Un dei arme Frue schtund immer noch hie ... Vk-Harz 3,23 (BLA-Be); d Jans had awwor a gl’n Mren DE-Ca; Dat.: b dai greot Hitt döst (durstet es) ’n bannich SA-Dä; Zu die Zeit wurrn noch de rohen Lehmschtene zus Bauen benutzt un ins Fachwark injemauert. Alt-Cöthen 70; Akk.: upp d Aort Wb-Altm 34. – c. Pl. ‘diese’ – dee paar Kröten (das bisschen Geld) dee ik hebbe OSCH-Ott; Dat.: De Mutter is nah dee Geschichten In ümmer andert Tüg te seihn ... Gorges 1938,74. – 2. in subst. Funktion – a. m. – d kimt n mek Wb-Nharz 130; No dei ward jo woll nich wedder ekomm sien. Wille 1927,XV (BLA-Be); wat söckt dänn dr d JE2-Scho; Rda.: dee is sau lang wi Lewerenzen sien Junge Wb-Holzl 36; de is jo nich alleen ‘er ist geistig beschränkt’ OST-Möl; de lett bloß Möllensteine un gluh Isen liggen ‘er stiehlt sehr viel’ HA-No; der het’ Morgenbrot verschlopen ‘er ist gestorben’ JE2-HBe; dor sd aus w Braunbor mid Schpugge ‘er ist ganz blass’ BE-Scha; generalisierend in Sprw.: de eimol lickt, de wett wi’t smeckt, de lickt den ganzen Kübel weg GA-Ge; wökern’t Kittel nich paßt, de treckten sik nich an STE-Bad; Dat.: däne sine Pläne zur Umschreibung des Gen., WE-Velt; mit den is kein henkommen Sprw-Börde; Lß dich von dn nich besawwel’l! Wb-Ak 34; mnen Fder, dne geit et gt HA-Oh; Dän müßte ick doch min’n ersten Hoasen wiesen (zeigen). Heimatkalender-Je 1927,122 (JE2-Vie); mit dne is nischt ls Wb-Nharz 119; Rda.: den lacht de Deuwel utn Hals ‘er lächelt heimlich und schadenfroh’ OST-Gla; Mit dene is kein gut Kerscheneten. ‘Er ist ein unverträglicher, gefährlicher Mensch.’ Hbl-Nharz 1929 Nr. 11; Akk.: Rda.: den wird der Nielebock holen ‘er wird sterben’ CA-Sta; um dn machd mor lwor a Bren ‘meidet ihn lieber’ DE-Ca. – b. f. – ... Spritze ... De word vorrkofft. Lindauc o.J. 33; Dä kann Deck nich koken, nich flicken, nich stoppen ... Klaus 1936,26; Die hadde’s Mopsen eejentlich jar nich neetich jehatt, ... Heese 21919,68; Dat.: Rda.: där kunkelt mit die ‘er hat ein Verhältnis mit ihr’ CA-Sta. – c. Pl. – de han son bunt Röck an SA-Jee; de hem en ganzes Mandel Kinner CA-Fö; d wollen’t jelt met leddich gn fordeinen Wb-Nharz 116; Wat hämn dänn die man bloß tu lachen? Heimatkalender-Je 1927,120 (JE2-Vie); Die waren orntlich buleidicht ... Heese 21919,39; Rda.: De denken, Kees’ und Brod regn’t van’n Himmel. wird von jungen Leuten gesagt, die ohne finanzielle Absicherung heiraten, Bewohner-Altm 1,343; Dat.: ... s Jejnteel von die ... Krause 1964,122; Rda.: da is wat mank bei di ‘bei denen ist etwas los’ ZE-Roß. – III. Relativpron. verstr. – 1. m. – ... Buer Slus, de geärn watt öäwer eannern foppt. Matthies 1903,1; ... Seelschen See, d k tau Arxlä hör’n dai Tiedge 1954,39 (HA-Ost); Sien Sohne, dei Bure op’n Hof war ... Rauch 1929,59; En Dokter, der dort sehre ofte de Abende verkehrte ... Richter o.J. 16. – 2. f. – ’n Fr, de dat Kind söcht Wb-Altm 34; ... de grote Dörplinne, die gewiß all ahr dausend Joahre olt is. Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie); ... Schade um die ville scheene Zeit, die e da tacktäjelich vorrloofen tede ... Heese 21919,61. – 3. Pl. – Wecke Buern, de saun hundert Morgen oder mehr harren ... Wedde 1938,46; ... de Paschlewwer Jungens, die um sechse frieh inne Friehschule jehn ... Wäschke 61915,60; Sprw.: Böm’, de oft knack’n, bräk’n nich licht. ‘Alte Menschen, die viel klagen, erreichen ein hohes Alter.’ Spr-Altm 76.
Lautf., Gram.: best. Art.: in unbetonter Stellung findet sich häufig Kürze (z.B. [d] m., f., [d(o)r] m.), die Formen mit Länge oder Diphthong haben z.T. bereits demonstrativen Charakter; m. Nom. Sg.: im Nwaltm., Nbrdb. und im n/mittleren Elbostf. dominieren klar die r-losen Formen: de(e), [d], unbetont [d] verstr. nwaltm., verbr. nbrdb., verstr. s JE2 JE1, verbr. n/mittleres elbostf., verstr. sw elbostf., vereinz. sö elbostf.; GA-Wer, vereinz. mittleres JE2 nw JE1, verstr. nw elbostf., vereinz. OSCH, WA-ABra, verstr. sw elbostf.; dei verstr. nwaltm., vereinz. n elbostf., verstr. sw elbostf.; [däi] verstr. nwaltm.; die md., auf -r auslautenden Formen dominieren innerhalb des Nd. das Gebiet östlich der Elbe (JE2 JE1 ZE, allerdings nach Norden zu in abnehmender Intensität), im sö Elbostf. sind sie schon recht häufig: der, [dr] vereinz. n WO n/mittleres JE2, verstr. s JE2, verbr. JE1 ZE, vereinz. s WO OSCH, verstr. WA, vereinz. sw elbostf., verbr. sö elbostf. omd.; där, [dr] WO-Zi, verstr. mittleres/s JE2 ZE, vereinz. anhalt.; [d] STE-Je, WO-Zie; [dr] verbr. anhalt.; [dr] Mda-Sti 28; in unbetonter Stellung: dor(r) verstr. s ZE, vereinz. sö elbostf., verbr. anhalt.; dr verstr. ZE sö elbostf. omd.; m. Dat./Akk.: Dat. und Akk. der Standardspr. sind formal auf der Grundlage des Akk. zusammengefallen (nur 2 elbostf. Belege mit dem Klaus 1936,20, Lieder-Ma Nr. 733 (WA-Eg)): den SA-Bre, Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die), vereinz. OST, GA-KloNeu, verstr. mittleres/s JE2 JE1 ZE, verbr. elbostf., verstr. anhalt.; dän, [dn] SA-Rist, verstr. s Altm., vereinz. mittleres/s JE2, verstr. ZE, OSCH-Grö, Firmenich o.J. 160 (WA-Ost), verstr. anhalt.; däen JE2-Schön; dn Mda-Sti 28; denn Wb-Altm 33, vereinz. SA, JE2-Neu Wa; dänn, [dän] Bewohner-Altm 1,325, verbr. SA OST STE, GA-Fau Trü, vereinz. n JE2; deänn OST-Ga; dann, [dan] vereinz. nwaltm. w Altm. mittleres OST, STE-Ga, JE2-Kam; dean’n Matthies 1903,49; in unbetonter Stellung und nach einer Präp. häufig verkürzt zu ’n; Reste des Dat. liegen in einz. Wendungen und Verbdg. mit Präp. vor, z.B. ‘zum’ (tum Dokter WO-Gu; taum Danze OSCH-Weg); f. Nom. Sg.: de(e), [d], unbetont [d] (auch bei betonter Form die) verstr. nwaltm., verbr. nbrdb., verstr. mbrdb., verbr. elbostf. omd.; die räumliche Verteilung von dä, dei und däi entspricht der des best. Art. m. Nom. (s. oben); die vereinz. mittleres/s JE2, verstr. JE1 ZE, vereinz. sö elbostf. s CA; di’e, [d] verstr. mbrdb.; f. Akk. Sg. entspricht dem Nom. (de(e), dä, dei, die) bei Vorherrschen der unbetonten Form [d]; f. Dat. Sg.: im gesamten nd. und anhalt. Gebiet sind Dat. und Akk. auf der Grundlage des Akk. zusammengefallen, im Nthür. werden sie dagegen geschieden, in unbetonter Stellung und nach einer Präp. häufig verkürzt: im e-Apokope-Gebiet (Nwaltm., Nordbrdb.) oft zu d’ (z.B. in’d, int Schl ‘in der Schule‘), sonst zu ’e (z.B. inne Schle); daneben existiert die Dativform: der vereinz. JE2 JE1 HA OSCH, verstr. sw elbostf., verbr. nthür., CA-Lö Me; dr BLA-Brau; dr Mda-Sti 28; in unbetonter Stellung und nach einer Präp. häufig verkürzt zu dr, ’r JE1-Kä La Mo, WE-Oster, vereinz. QUE n BA, verstr. nthür.; einige Orte im sw Elbostf. gebrauchen beim Art. m. Nom. de, dei, beim Art. f. Dat. dagegen der; m., f., n. Pl.: im Nom. Verteilung der Formen weitgehend wie beim best. Art. f. Nom. Sg.; darüber hinaus: dia ZE-Mü; im gesamten nd. und anhalt. Gebiet sind Dat. und Akk. auf der Grundlage des Akk. (wie Nom. bei Vorherrschen der unbetonten Form [d]) zusammengefallen; im Nthür. wie auch verstr. im sw Elbostf. entspricht die Form des Dat. formal der Form des best. Art. m. Akk. Sg. (den/dän); Demonstrativpron./Relativpron.: die Formen entsprechen weitgehend denen der betonten Varianten des Art.; m. Nom. Sg.: über die beim best. Art. angegebene Verbr. hinaus belegt: [dai] Dialekt-Ma 3 (vereinz. nö CA); der/där vereinz. GA, verstr. STE n WO, vereinz. HA; im Anhalt. dominiert [dr]; m. Dat./Akk. Sg.: über die beim best. Art. angegebene Verbr. hinaus belegt: in subst. Funktion: dene verstr. w elbostf.; däne, dëne verstr. sw elbostf.; f. Nom. Sg.: vgl. die betonten Formen des best. Art.; die unbetonte Form des Art. [d] wird im Mbrdb. und Anhalt. durch i-Formen ersetzt: die, [d] verstr. mbrdb., allg. anhalt.; [d] verstr. mbrdb.; f. Dat./Akk.: Akk. wie Nom.; zu den Dativformen sowie zum Zusammenfall von Dat. und Akk. in der Form des Akk. vgl. best. Art.; m., f., n. Pl.: Verteilung der Formen weitgehend wie beim Demonstrativpron. f. Nom. Sg.; zu den Dativformen sowie zum Zusammenfall von Dat. und Akk. in der Form des Akk. vgl. best. Art.
douce Adj. 1. 1: SA-Han, 2: STE-Ho, ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: BA-Ha, Wb-Be. – a. ‘langsam, sacht, leise, bedächtig’ – subst.: schple m an Tsn (ein langsames Musikstück) a.a.O. – b. ‘sanftmütig, ruhig, gelassen, bescheiden’. – c. ‘zaghaft, schüchtern’,  blde. – 2a. ‘trübe, matt’ 3: Wb-We 32. – 2b. ‘finster, unfreundlich’, vom Aussehen,  brummig, 1: SA-Zie, 2: vereinz. Altm. – duß utseh’n STE-Po. – 3. ‘schlecht, übel’ – et gait mick duse 3: Wb-Holzl 80 (WO-Dru, HA-KlSa).
Lautf.: du(u)s, du(u)ß SA-Han Zie, vereinz. Altm.; duse, [dz] ZE-Roß, vereinz. elbostf., BA-Ha; [tze] Wb-Be; Dim.: duseken vereinz. sw elbostf. – Etym.: zu frz. doux, douce ‘sanft, weich, mild, freundlich’, daneben doucement ‘langsam, behutsam, ruhig’, vgl. HWb-Frz 227 und 228, bei (2b.) ist Einfluss von  drst möglich.