Hackklwe m. dass., 2: SA-Sa.
Hals m. 1. ‘Körperteil des Menschen und bestimmter Säugetiere, der Rumpf und Kopf miteinander verbindet’, auch ‘Genick’ allg. – sek en hals brken Wb-Nharz 68; Rda.: ewwer Hals un Kopp ‘überstürzt, in großer Eile’ Sprw-Börde; et geit um Hals un Kopp ‘es geht ums das Leben, um die gesamte Existenz’ CA-Fö; dat is jo kein hals aff ‘das ist nicht so gefährlich’ Id-Quea 156; en Hals ummedreien ‘zugrunde richten, ruinieren’ Sprw-Börde; en Hals afschnien ‘übervorteilen, betrügen’ Sprw-Börde; einen ewer’n Hals kommen ‘zu ungelegener Zeit kommen, belästigen’ BLA-Ca; von Halse schaffen ‘sich von Mühen, Unbequemlichkeiten freimachen, sich eines lästigen Menschen entledigen’ Sprw-Börde; de len einen op en Halse ‘sie verursachen jmdm. Mühe und Kosten’ CA-Fö; sei sin sich um en’ Hals efall’n ‘sie haben sich umarmt, versöhnt’ CA-Fö; Sprik dek nist öwer’n HalsMahnung zu Vorsicht und Zurückhaltung im Gespräch, Sprw-Harzvorlg 254; en lanken hals mken ‘neugierig hinterhersehen’ Wb-Nharz 68; Sprw.: nu, datt de Hals aff iss, nu will’r kreien ‘wenn es zu spät ist, will man sich bessern’ Wb-Altm 276. – 2a. ‘der Rachenraum mit Kehlkopf, Luft- und Speiseröhre als Sitz der Atem- und Stimmwege’ allg. – Rda.: an schlimm Hals ‘Halsentzündung’ Serimunt 1930 Nr. 82; ich hawwe’s in Hals ‘ich habe eine Halsentzündung’ Wb-Ak 64; ein taun Halse rut hängen ‘bei jmdm. Widerwillen, Abneigung hervorrufen’ Sprw-Börde; de Lüe nischt in’n Hals hängen ‘nichts bekannt werden lassen’ Sprw-Börde; öhne steiht dä Hals wiet open ‘er bekommt nie genug’ OSCH-Ba; dae kan’n Hals k nich ful krjen dass., BLA-Brau; er kreit ‘n Hals nich vull wie anne Schtoppjans dass., Spr-Anhalt 168; En Hals opsparren ‘laut sprechen, schreien’ Sprw-Harzvorld 382; hei hat den Hals wiet operetten dass., CA-Fö; wenn dr doch m sei’n jrßen Hals h’l worre! ‘wenn er schweigen, sich zurückhalten wollte!’ Wb-Ak 64; se lacht ut vulln Hals SA-Sa; den lacht de Deuwel utn Hals ‘er lächelt heimlich und schadenfroh’ OST-Gla; Sprw.: de K melkt dörch’n Hals ‘der Milchertrag hängt von der Fütterung ab’ Wb-Altm 278. – 2b. in der Rda.: in falschen/sünndagschen/unrechten/verkrten Hals kmen/krgen ‘sich beim Trinken verschlucken’,  verslken, 2: verstr. Altm. – 3. ‘Flaschenhals’ 3: Wb-Nharz 68. – 4. ‘Tülle der Gießkanne’ 1: SA-Die. – 5. ‘Ecken des Segels’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 191 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 191 (CA-Ak).
Lautf.: Hals; außerdem: [halts] Wb-Be; [hs] SA-Ah Dä; [haos] SA-Die. Zuss.: zu 1.: Kkel-, Kker-, Kk-, Lang-; zu 2a.: Kaff-; zu 5.: Ober-; sonstiges: Keller-.
Harkenbalken m. dass. wie  Harkenhft, 1: SA-Lag, 2: SA-Sa, 3: verstr. elbostf., 4: BLA-Sti, QUE-Frie.
Lautf.: Harkenbalken; außerdem: -balleken BLA-Be; [harknbalkn] OSCH-Har, QUE-Di; [hark-] QUE-Hau; Hoarkenballeken BLA-Hü; Härkenbalken SA-Sa; Härk’nbak’n SA-Lag.
Heckentn m. dass. wie  Hecken 1., 1: SA-Ah Ty, 2: SA-Sa, OST-See, GA-Schw Wer, 3: HA-Uhr, BLA-Ha, QUE-Nei.
Lautf., Gram.: Heckentu(u)n; außerdem: -tiun SA-Ty; -tüne Pl. HA-Uhr; Hecketun BLA-Ha.
Henksel m. 1. dass. wie  Henk 1., 2: SA-Sa, GA-Fau, STE-Wa. – 2. dass. wie  Henk 2., 2: vereinz. Altm.
Lautf.: Henksel Wb-Altm 80; sonst [heksl].
Höltsche(n) m., vorw. im Pl. ‘Holzpantoffel’,  Höltentuffel, 1: verstr. s nwaltm., 2: SA-Sa, OST-Krum, vereinz. sw Altm., JE1-Kö, ZE-Ro, 3: verbr. elbostf. (außer nö) – … hei nahm sine Holschen in de Hand un wolle op Strümpen kattewitt maken; … Lindaua o.J. 69.
Lautf.: Höltschenvereinz. s SA, verstr. s GA, CALV-Ve, WO-Drei, HA-Ost, OSCH-Ott; [höltn] SA-Sa; Hölschen SA-Gla Roh We, GA-Schw, verstr. s GA, Wb-Holzl 105 (HA-Eil); holsche Wb-Nharz 81, Holsche Wb-We* 215; Hol(l)schen GA-Oeb, JE1-Kö, verbr. elbostf. (außer n); HoltscheHA-Vö; Hol(l)tschen GA-Kli Wet, ZE-Ro; verstr. elbostf. (außer n); [holtn] OST-Krum; Holtschken CA-Bo; HeltschenHA-Va; Holzschen HA-Bad, WE-Zi, CA-Fö; Holschken verstr. sö elbostf. – Gram.: auf -n auslautende Formen können Sg. oder Pl. darstellen.
jappen Vb. 1. ‘hastig und heftig atmen’, auch ‘nach Luft schnappen’ 1: SA-Han Rist, 2: vereinz. Altm., JE2-Scho, 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 144, Wb-Be – tr jappt n Luft Wb-Be; d olle Kta jappt a wärra JE2-Scho; de Fisch jappet noch Wb-We 58; Rda.: hei jappet t’n letzten Locke ‘es geht ihm (gesundheitlich) schlecht’ HA-Oh.  jacheln jappern japsen jicheln jochen pchen prchen. – 2. ‘gähnen’,  hjnen, 1: SA-Ah, 2: SA-Ma, vereinz. ö Altm., verstr. JE2 n JE1, JE1-Ziep, ZE-Na, 3: WO-Gli, JE1-Ca Me. – 3. ‘vor Schmerzen stöhnen oder wimmern’,  stnen, 2: SA-Sa, 3: OSCH-KlQue, WA-La.
Lautf.: japp(e)n, [jap()n] Wb-Altm 91, SA-Han Ma Rie, vereinz. ö Altm., verstr. JE2 n JE1, ZE-Na, verstr. elbostf., Mda-Sti 144; [jap] SA-Sa, WO-Zie, JE2-Schön, Id-Eilsa 69; [japm] Wb-Be; jabbn SA-Ah; [jabm] SA-Rist, GA-Da; gappen JE2-Cab KlWu, JE1-We Ziep. Zus.: zu 2.: h-.
jaulen Vb. 1. ‘laut und heftig weinen’,  wnen, 1: SA-Gla Rist Roh, 2: verstr. w Altm., 3: vereinz. w elbostf. – dat Kind jault ümmertau HA-Oh. – 2. ‘vor Schmerzen stöhnen und wimmern’,  stnen, 2: SA-Lie Sa, GA-Kak, 3: Wb-Nharz 89 – vor Weidoag stähn un jauln SA-Sa. – 3. ‘in weinerlichem Ton sprechen’,  jammern, 1: SA-Han Se, 2: vereinz. w Altm., OST-Werb, 3: HA-Va, WE-Heu – he jault mek wat vor WE-Heu. – 4. ‘jaulen, lang gezogene, klagende Laute von sich geben’, vom Hund, 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. Altm., 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 93, vereinz. BE.
Lautf.: jaul(e)n; außerdem: [jau] vereinz. BE; jauan SA-Han Jü; jauon SA-Die; jaueln SA-Ben, OST-Werb, Mda-Sti 93; [aun] SA-El.
jaulig Adj. ‘weinerlich’ 2: SA-Sa, GA-Kak.
Lautf.: jaulich.
ksig Adj. 1. ‘geronnen’, von der Milch, 2: Wb-Altm 99, 4: Wb-Be. – 2. dass. wie  käseweiß, 1: SA-Ha, 2: Wb-Altm 99, SA-Sa, GA-KloNeu, STE-Ste, WO-Ro, JE2-Ve, 3: verbr. elbostf., 4: verstr. anhalt. – hei st sau kesich t HA-Oh.
Lautf.: käsig SA-Sa, GA-KloNeu; käsich, [kzi] OSCH-Osch, Wb-Be; [gzi] verstr. anhalt; kesig, ksig Wb-Altm 99, SA-Ha, WO-Ro, Id-Eilsa 71, WA-See; ke(e)sich, ksich, [kzi] JE2-Ve, verstr. elbostf.; kesich HA-Oh; kiesig OSCH-Di; [kizich] QUE-Di; käsch Bewohner-Altm 2,40, STE-Ste.