Knholt n. 1. ‘Holz der Kiefer’ 3: verstr. Holzl., HA-Oh, CA-Löd, 4: Wb-Be, BE-Nie – Kienholt brukt de Discher CA-Löd. – 2. dass. wie  Kn 2., 2: SA-Ben, OST-Ko, GA-Wie, STE-Do, CALV-Uth, 3: WO-El Mei.
Lautf.: Kien-, Knholt; außerdem: Keen- SA-Ben, OST-Ko, CALV-Uth; [knholts] Wb-Be; [ghols] BE-Nie.
Kndel m. 1a. dass. wie  Knubben, 2: SA-Kön Zier, GA-KloNeu, STE-Do, 3: OSCH-Wu. – 1b. dass. wie  Knubbel 1c., 3: OSCH-De. – 2. ‘Klumpen, Knäuel, aufgehäufte Menge’ 3: HA-Oh, Wb-We 70, Wb-Nharz 103, 4: CA-Ak, Wb-Be – en kndel hre Wb-Nharz 103. – 3. dass. wie  Knubbel 3., 2: ZE-Roß, 3: HA-Oh, BE-Gü He, 4: Wb-Ak 93, verstr. BE, Mda-Fuhne 37 (DE-Ca) – hei hat’n Kndel an de Backe HA-Oh. – 4. ‘unterer, dicker Teil eines hängenden geräucherten Schinkens’ – Brauch: Die Hauptmahlzeit am ersten Ostertag bestand in fast allen Familien aus dem K., der mit Eiern und gewürzt gar gekocht und meist mit Kartoffelsalat gegessen wurde. 3: ADVk Nr. 75a (CA-Atz). – 5. ‘kurzes, krummes Ansatzstück der Gurkenfrucht zur Pflanze’ 3: CA-Ca. – 6. dass. wie  Knubbel 5., 4: Wb-Be.
Lautf., Gram.: Knudel, [kndl] HA-Oh, vereinz. s elbostf., Wb-Be; [gndl] vereinz. BE; Knudels Pl. CA-Ca; [gnel] verstr. BE, Mda-Fuhne 37 (DE-Ca); Kn’l Wb-Ak 93; Knuddel, [knudl] SA-Zier, GA-KloNeu, STE-Do, ZE-Roß; [gnudl] BE-KlSchie; Knudd OSCH-Wu; Knüttel SA-Kön; Nbf.: Knude OSCH-De. Zus.: zu 1a.: Holt-.
Knstsemmel f. ‘mehrteilige Semmel aus Weizenmehl’,  Semmel, 2: SA-Rie Vie, STE-Do Ho.
Lautf., Gram.: Knustsemmel STE-Do, [knstzeml] SA-Vie; -semmeln Pl. SA-Rie; Knustensemmel STE-Ho.
Köster m. 1. ‘Küster, Kirchendiener’ 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. Altm., JE2-Scho, 3: HA-No Oh, Klaus 1936,45 –De Köster orrer goar de Prester
Sick moal bekeek’n düsse Bester …
Matthies 1903,45;
Rda. (z.T. auch mit Bezug auf 2.): Ei is en Ei, sää de Küster, dunn nahm hei dat Gauseei HA-No; Mann för Mann ‘n Vagel, un Köster ‘n Bookfink ‘der Küster wird bevorzugt’ STE-Do; De Kunst stigt ümmer höger, ut’n Köster werd’n Kröger. Bewohner-Altm 1,346; H iss so väörsichtig ass Kösters K, d ging dr Daog väör’n Regen nao Hs un word doch natt, denn’t Dack wass twei. Wb-Altm 276; Wenn’t Hert män swart is, sä de Köster, dao harr hei keen’n swarten Liwrock an. Bewohner-Altm 1,346; de Köster schleit de Woch vön Moarß vom Abendläuten am Sonnabend, STE-Scho; Vers zur Ausdeutung des Glockenklanges:Bim, bam Belamm,
Köste hät sick uphangt,
wöan n Bn afschni’n,
schall nich wä nn Bimbam schtign.
SA-Dre;
Bumbam beier,
Köster mag keein Eier.
Watt mag he denn?
Speck in d’ Pann’.
Tzü deann oll’n Leckermann.
Matthies 1912,27 (SA-Fa).
– Brauch: Derjenigen, die die letzte Garbe bindet, wird zugerufen: du müsst’n Köster säugen SA-Be; De mütt enen Köster wiegen Brauch-wAltm 94 (GA-Hem). – 2. ‘Lehrer’, veralt.,  Kantor, 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. Altm., JE2-Ba – Abzählreim:Eener, meener, miekn, Maekn,
D’ Köstr hetn Stock vörstaeken,
Kinner sölln nao School gaon,
Schoolgaon is wolgedaon,
Tickr, tackr, tuer – aff!
Lieder-Ma Nr. 602 (STE-Bis).
– 3. Schimpfwort, 2: ZE-Roß.
Lautf.: Köster, [köst]; außerdem: [köst] STE-Buch Steg, JE2-Scho; Köste SA-Dre; Küster HA-No Oh, Klaus 1936,45; [kistr] ZE-Roß. Zuss.: zu 1., 2.: Kuckucks-.