gewinnen Vb. vgl. winnen. 1. ‘einen Wettstreit, eine Auseinandersetzung für sich entscheiden’ 2: Berufe-Altm 252, Firmenich 1854,124 (OST-Hav), Heimatkalender-Je 1923,95 (JE2-Vie), 3: vereinz. elbostf. – ... un miene Wedde gewinnen. Wedde 1938,24; ... de äm de Kloag gewiß gewin’n sall. Firmenich 1854,124 (OST-Hav). – 2. ‘bei einem Spiel, einer Lotterie einen Preis erwerben’ 3: vereinz. elbostf., 4: Wäschke 41920,40, Krause 1964,81 – Ihr hat wo was jewun’n? Wäschke 41920,40.
Lautf., Gram.: gewinnen, -win’n, j- Firmenich 1854,124 (OST-Hav), vereinz. elbostf., Krause 1964,81; gewinn 1. Sg. Präs. Berufe-Altm 252; giwinnen OSCH-Di; Part. Prät.: gewunnen, -wun’n, j- Heimatkalender-Je 1923,95 (JE2-Vie), vereinz. elbostf., Wäschke 41920,40.
Gewnheit f. ‘durch stete Wiederholung selbstverständlich gewordene Handlung oder Eigenheit’ 2: Berufe-Altm 252, 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. omd. – nich uter Gewohnheit kommen Sprw-Börde; ... menneje hans awwer schon so ane Jewohnheet ... Wäschke 61915,38; Rda.: wat de Gewoonheit nich deiht, sää de Snider, dunn stehle en Stück von sien eigen Hosentüg HA-No.
Lautf.: Gewohnheit, -woonheit, J-; außerdem: Jewohnheet, [jwnht] vereinz. anhalt.
Goldstücke n. ‘Goldmünze’ 2: Berufe-Altm 252, 3: HA-Oh, Wedde 1938,11, 4: Wb-Be – Darop wolle ne de Offzier nu en Goldstücke geben ... Wedde 1938,11.
Lautf.: Goldstücke, Golt- HA-Oh, Wedde 1938,11; Goldstück Berufe-Altm 252; [jolttike] Wb-Be.
Gott m. wie Standardspr., verbr. – Denk ook an Gott un sien Gebot ... Pohlmann 1905,79; ... liewer Gott, lat dat sware Wäder vorbi gahn ohne Schaden ... Wedde 1938,8; in der Verbdg.: God’s Wort von’n Lann ‘Landprediger’ Wb-Altm 122; Rda.: Help Gott! Grußformel mit der Erwiderung: Schön Dank! OSCH-Har; Help uns Gott to’n Gd’n, datt’t uns mag gd spd’n! Spruch bei Beginn einer Arbeit, Wb-Altm* 56; Na, Gott sei Dank ... Ausruf der Erleichterung, Wäschke 61915,109; weiss got Beteuerung, Wb-Nharz 63; Lässgott ‘leider Gottes’ Wb-Holzl 133 (HA-Schw); ach Jott, ach Jott! klagender Ausruf, Richter o.J. 94; O Gott, o Gott ... dass., Heimatkalender-Ma 1932,45 (JE2-Vie); Du leiwer Gott! dass., Klaus 1936,2; frommer Gott dass., Wb-We 41; got in himmelschen trne Ausruf des Schreckens, Wb-Nharz 63; allmechtijer Jott d! Ausruf der Verwunderung und Bestürzung, Wb-Ak 79; um Gottes Willen Ausruf der Bestürzung, HA-Oh; um Jott un de Welt nich starke Ablehnung, ZE-Roß; I, Jott bewahre! dass., Spr-Asch 40; et war Gottes Wille Antwort des Trauernden auf ausgesprochenes Beileid, WE-Kö; ter lwe Jott macks j’m Wb-Be; de leiwe God kft (keift) Ausdeutung des Donners, Wb-We 41; Gott schuf Menschen – un wat forr wecke. Wb-Holzl 36; Gott ’n guen Dach sin laten ‘sorglos leben’ Sprw-Börde; De lewt wie Gott in Frankreich. ‘Er lebt sorglos und im Überfluss.’ Bewohner-Altm 1,336; Das war nämlich ’n Bild for Jetter ... ‘Das war ein komischer Anblick ...’ Krause 1964,66; Sprw.: Gott jift woll de Kauh, awer nich ok et Seil datau Sprw-Börde; Dänn een’n gewt Gott Land un Sand, den ännern blos’n Stock in d’ Hand. Bewohner-Altm 1,336; Wo de Meßwagen nich henkümmt, Herr Paster, dar kümmt Gotts Segen ok nich, see de Buur. Berufe-Altm 251.
Lautf., Gram.: Gott, God, J-; außerdem: Gen. Sg. im Ausruf: Hotts- Wb-Holzl 106 (WA-KlWa); [ots-] SA-Dä.
Gräffnis n., f. ‘Begräbnis’, einschl. der dabei üblichen Feierlichkeiten,  Begrfnis, 2: Volksspr-Altm 91, Berufe-Altm 252, verbr. ö Altm., verstr. JE2, 3: Abergl-Ma 240 (WO-Ol), Id-Quea 155, QUE-West – d Jreffnis is jistan ewest JE2-Scho; Rda.: Wenn ’t Hart man swart is, see de Köster, do dröög he en rode West bi ’t Gräffnis. Berufe-Altm 252.
Lautf.: Gräf(f)nis, Gräw-, J- Berufe-Altm 252, verstr. ö Altm. JE2; -nisse JE2-Go HSe; Gräf(f)nitz, Gräw-, J- Volksspr-Altm 91, vereinz. ö Altm.; Gräbnis (Kürze?) vereinz. STE; [jrefnis] OST-Krum, JE2-Scho; Gräfnis, grf- Id-Quea 155, QUE-West; jraefniß Abergl-Ma 240 (WO-Ol); Jräafnis STE-Sta. – Gram.: n. und f. ohne räumliche Differenzierung nebeneinander.
Grtdrn f. dass. wie  Grtmagd, 2: Berufe-Altm 251.