Kijack m. 1a. ‘Luftröhre der Gans’,  Görgel, auch ‘Kehlkopf der Gans’ 1: verstr. nwaltm., 2: Wb-Altm 98, vereinz. s Altm., 3: verbr. elbostf. – Der K. wurde nach dem Ausnehmen der Gans in ca. 10 cm lange Stücke geschnitten, die ringförmig gebogen und an den Enden zusammengesteckt wurden. Nach dem Trocknen wurden diese Ringe als Garnwickel benutzt (HA-Bee Oh). Hatte man zuvor noch eine Erbse hineingesteckt, so konnte man den Ring als Rassel für Kleinkinder verwenden (Sprw-Harzvorlf 22). – 1b. ‘Hals der Gans’ 3: WE-Oster. – 2. ‘Kehle, Kehlkopf’ 1: SA-Pü, 3: vereinz. w elbostf., WA-KlWa. – 3. ‘Zäpfchen im Hals’,  1Tappen, 3: WA-Dom, 4: BE-Sa. – 4. Pl. ‘auffällig verwachsene Kartoffeln’ – dat sind lauter Kijaker 3: Sprw-Börde.
Lautf.: Kjack, Ki(e)jak; außerdem: Gijack OSCH-Be; [gjag] BE-Sa; KejackSA-Pü, Wb-Altm 98, GA-Le, CALV-Zo; Kä- jack SA-Me, WA-ABra, Wb-Holzl 118 (WA-KlWa); Kaiak SA-Ah; Keigak SA-Han; Käijack WE-Ost; Kiäjak WE-Sta. – Gram.: Kijaker Pl. Sprw-Börde.
lachen Vb. 1. wie Standardspr., allg. – luut lachen ‘laut lachen’ JE2-Kam; driest lachen dass., OST-Ga; darowwer mott ik lachen HA-Oh; Rda.: sik in’t Feistchen lachen ‘heimlich und schadenfroh lachen’ CA-Bru; wat in de Täne lachen ‘sich heimlich freuen’ Sprw-Börde; lachen w son Tepper, dr umjeschmissen hat Wb-Ak 100; hei lachet, asse wenn he den Lork (die Kröte) an’n Strick herre ‘er lacht ausgelassen, heftig’ Wb-We 77; d het gt lachen Wb-Nharz 113; d hat bei r’n Mann  nischt z lachen Wb-Ak 100; d lachen je alle heunder Mda-Weg 105; ‘t fel mi recht in’t Lachen ‘das reizte mich zum Lachen’ Wb-Altm 121; De hat Lachen un Schrie’en in einen Sacke von jmdm., dessen Stimmung schnell wechselt, Sprw-Harzvorlf 22; Sprw.: an feln Lachen kennt man’n Narren HA-Oh; wr terletzt lacht, lacht n besten Wb-Nharz 113. – 2a. ‘wiehern’, vom Pferd,  wern, 3: verbr. elbostf., 4: BA-Schie – dat Pert lachet HA-Oh. – 2b. vom Ruf des Spechtes, 1: SA-Dä , 3: Wb-Nharz 113, 4: Wb-Ak 100 – Wetterregel: dai Schpecht lacht, wai krgn Raign SA-Dä. – 3. ‘flattern’, vom Segel bei Vorderwind, 2: Elbschifferspr. 317 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 317 (CA-Ak).
Lautf.: lachen; außerdem: lchen Mda-Sti 2 und 13; laken STE-Osth.
lange Adv. 1. ‘sich über einen größeren Zeitraum erstreckend’ verbr. – lange mken Wb-Nharz 114; tas tauert mich tse lange Wb-Be; d kannste lange wrt’n, bis de von dn was krst Wb-Ak 101; de kummet noch lange nich an de Re HA-Oh; Rda.: De maket et nich lange mehr ‘er wird bald sterben’, auch ‘er steht kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch’ Sprw-Harzvorlf 22; Sprw.: wat lange währt werd gut, oder et werd goar nich ut Spr-Altm 76. – 2. in Verbdg. mit nicht – a. ‘bei weitem, längst’ 3: vereinz. elbostf. – lange nich sau gt, w ik dachte HA-Oh. – b. ‘überhaupt nicht’ 3: vereinz. elbostf. – dat dau’k al lange nich Wb-Nharz 114. – 3. ‘ausreichend’ – das (Kld) is for mich lange jt 4: Wb-Ak 102.
Lautf.: lange; außerdem: lnge Mda-Sti 2; lang verbr. nbrdb.
werwter n., nur in der Rda.: Oewwerwater krie’en ‘in einer Auseinandersetzung die besseren Argumente finden’ 3: Sprw-Harzvorlf 22.