anlanden Vb. ‘ankommen, eintreffen’ 3: vereinz. w elbostf. – hei is wer anelant Id-Eilsa 48.
Lautf.: anlannen Wb-Holzl 55, HA-Oh; nlan’n Wb-Nharz 14, [nla] Id-Eilsa 48.
anleggen Vb. 1. ‘an jmdn./etw. legen, heranlegen’ 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 21 – ... wunderselten werd’e noch anjelegt ... das Kind an die Mutterbrust, Spr-Asch 22. – 2. ‘mit Goldgrund versehen’ 3: Id-Eilsa 48. – 3. ‘Getreidegarben zum Dreschen auf der Tenne auseinander breiten’ 1: SA-Rist, 3: Rauch 1929,34 – subst.: ... un se sünd grade bit Anleggen von ne frische Däle ... a.a.O. 34. – 4. refl. – a. ‘sich irgendwo anlehnen’ – Lk dich nich s n, d huckst de janze Wand uf! 4: Wb-Ak 21. – b. dass. wie  ankuscheln, 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. ö SA w OST w STE, vereinz. s Altm., JE2-KlWu Reh, 3: vereinz. nw elbostf. WA, 4: BE-We. – 5. dass. wie  anlnen 2., 4: Wäschke 61920,115. – 6. ‘anzünden, zum Brennen bringen’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 14. – 7. ‘ein Gewehr in Anschlag bringen und zielen’ 3: Wb-Nharz 14, 4: Wb-Be. – 8. ‘etw. planvoll erstellen, gestalten’ 2: JE2-Gü, 3: HA-Oh – n’ Gern (Garten) anleggen a.a.O. – 9. 3: HA-Oh, Wb-Nharz 14. – a. ‘Geld (in Wertpapieren) anlegen’. – b. ‘Geld ausgeben, bezahlen’. – 10. in der Rda.: et dropp anleggen ‘es auf etw. absehen, abzielen’ 3: HA-Oh. – 11a. in der Rda.: sich mit ’n nln ‘Streit anfangen’ 4: Wb-Ak 21. – 11b. ‘schlagen, prügeln’,  verhauen, spez. auch ‘ohrfeigen’ 3: vereinz. s elbostf. – 12. ‘anbinden, anketten’, von Tieren, 3: vereinz. n/w elbostf., 4: Wb-Ak 21, DE-Ho – ’n Hunt an de Kedde anleggen HA-Oh. – 13. ‘am Ufer anlegen, festmachen’, auch einschränkend nur für das Heranbringen des Kahns an das Ufer, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 312 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), ZE-Roß, 4: Elbschifferspr. 312 (CA-Ak), Wb-Ak 21 – läst de denn in Aken ma an? ZE-Roß.
Lautf., Gram.: Inf.: anlegg(e)n, [anleg()n], anlejjen SA-Bre Rie, vereinz. ö Altm., Elbschifferspr. 312 (JE2-Mi Pa), verstr. elbostf.; -lengn, [anlen] vereinz. Altm.; -leng, [anle] SA-Ho Rist; -legen, -lejen GA-Mie, JE2-Reh, HA-Va, OSCH-Wu; nle-in Wb-Nharz 14; [anljn] Elbschifferspr. 312 (WO-Ro, CA-Ak); anläng(e)n SA-Lag Mel; -läen Spr-Maa 437 (vereinz. n elbostf.); -län, [anln] ZE-Roß, DE-Ho; nl Wb-Ak 21; [nln] Wb-Be; 3. Sg. Präs.: leggt an OST-Gla, WA-ABra; lägt - WO-We; lächt - vereinz. sw OST; [lt an] JE2-KlWu; läd n BE-We; laicht an SA-Ra; la-echt - SA-Ah; lecht - SA-Gü; lagt - SA-Kri Vi; Part. Prät.: anjelegt Spr-Asch 22; an e’legt Rauch 1929,102; -jelät Wäschke 61920,115; annelät JE2-Gü; njelt Wb-Ak 21.
anlnen Vb. 1. refl. – a. dass. wie  anleggen 4a., 3: HA-Oh, Id-Eilsa 48. – b. dass. wie  ankuscheln, 1: SA-Pü, 2: vereinz. Altm. mittleres JE2, 3: verstr. elbostf. – 2. ‘nicht ganz schließen, einen Spalt offen lassen’ – lähne ma de Diere bos an! 2: ZE-Roß.
Lautf., Gram.: Inf.: anlehnen OST-Meß, GA-Est Wiep, vereinz. elbostf.; -lehn’n SA-Pü; -lehn OST-Alt, JE2-Red; ahn- QUE-Su; anlen’n HA-Oh; [nle] Id-Eilsa 48; anlähn’n WO-Ro; -läh’n SA-Altm; nlnen QUE-Ga; 3. Sg. Präs.: lehnt, -d an OST-Na, WO-NiDo, HA-Neu; lähnt - JE2-Ba; löhnt - JE2-Mö; Imp. Sg.: lähne an ZE-Roß.
anmden Vb., bes. in der Verbdg. anmden sn ‘zumuten, verlangen’ 2: Wb-Altm 5 und 225, Wb-Altm* 75, 3: vereinz. sw elbostf. – enen wat anmauen Wb-We 7; Ek kon ’ne dat ok nich ammaun sin. Id-Eilsa 47.
Lautf., Gram.: anmd’n Wb-Altm* 75; -mauen Wb-We 7; in der Verbdg. mit sn urspr. Part. Präs.: anmden, -md’n Wb-Altm 5 und 225, Wb-Altm* 75; -mauden BLA-Brau; -mauen Wb-We 7; ammaun Id-Eilsa 47; nmauen Wb-Nharz 14.
anmlen Vb. 1a. ‘jmdm. etw. antun, Schaden zufügen’ 3: Beiträge-Nd 59 (WO-HWa). – 1b. refl., in der Rda.: hei hat sek wat anemült ‘er hat Selbstmord begangen’ 3: Id-Eilsa 48 und 79. – 2. dass. wie  anmten 2., 3: Sprw-Harzvorlg 254, OSCH-Schw.
Lautf.: anmülen Sprw-Harzvorlg 254, OSCH-Schw; [nml] Id-Eilsa 79; anmln Beiträge-Nd 59 (WO-HWa).
anrken Vb. 1. ‘eine Zigarre, Zigarette oder Pfeife anzünden und zu rauchen beginnen’ 2: Heimatkalender-Ma 1932,47 (JE2-Vie), 3: Id-Eilsa 48, 4: Wb-Ak 22 – Weil hä keene Striekhölter bei sich harre, wolle hä von’t Füer en glimmendet Stücke Holt krien un doadran de Piepe wedder anrooken. Heimatkalender-Ma 1932,47 (JE2-Vie). – 2. in der Verbdg.: hei hat sek einen aneroeket ‘er ist betrunken’,  dn, 3: Id-Eilsa 48.
Lautf.: anrooken Heimatkalender-Ma 1932,47 (JE2-Vie); -roken Id-Eilsa 48; nrchen Wb-Ak 22.
anslgen Vb. 1a. ‘etw. durch Schlagen an etw. befestigen’ 2: Hausfr-Altm 1928,93 (Kredel), 3: vereinz. elbostf. – ’m brett anschloaen Spr-Maa 439 (WO-Ol). – 1b. ‘etw. befestigen, mit etw. verbinden’, bes. beim Verladen Güter am Kranseil, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 384 (STE-Tan), 4: a.a.O. 384 (CA-Ak). – 2. ‘Holz oder zum Fällen bestimmte Bäume mit der Axt oder dem Hammer kennzeichnen’ 3: Wb-Nharz 15. – 3. ‘durch Aushang öffentlich bekanntmachen’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 15 – en hs nschln lten ‘ein Haus zwangsversteigern lassen’ a.a.O. 15. – 4. ‘durch Anstoßen beschädigen’ – Dort bettelte sich zwee Sektjläser. Schadt jarnischt, wenn eens dorvon anjeschla’n is. 4: Krause 1964,134. – 5a. ‘durch Schlagen zum Erklingen, Tönen bringen’, von einer Glocke, 3: Wb-Nharz 15, 4: Wb-Ak 23 – Ich dachte, se schlen n (die große Glocke der Marienkirche in Aken wurde bis 1919 zu bestimmten Uhrzeiten a.), dbei stormt’n se (gaben Feueralarm). a.a.O. 23. – 5b. ‘erklingen, tönen’ – et hat all anesln von der Turmuhr, 3: HA-Oh. – 6. ‘an der Freistätte anschlagen’, im Spiel, 3: Wb-We 8, 4: Wb-Ak 23. – 7. dass. wie  ansetten 6b., 3: vereinz. w elbostf. – Slache mal an, wat dat hus kost. Id-Eilsa 48. – 8. ‘eine bestimmte Wirkung haben, Erfolg zeigen’ 2: JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 23, Krause 1964,20 – dat midd’l (Arznei) hat anneschloaen Spr-Maa 439 (WO-Ol); Dat Kapittel öwwer Polletik slaug nich mehr recht an, ... Wedde 1938,65; Mit listije Ooren beowachtete erschtma, wie seine Rede anschla’n tat, ... Krause 1964,20; Ich kann essen was ich will, bei mich schlett nischt n. ‘... ich werde nicht dicker, nehme nicht zu.’ Wb-Ak 23; Reim:jt d’n, dringkng, schlp’m, sp’m
sachte jn un bb’m –
dät schlait an
JE2-Scho.
– 9. ‘kurz und warnend bellen’, vom Hund, 2: Kredel 1927,23, 3: HA-Oh, Wb-Nharz 15, 4: Wb-Be.
Lautf., Gram.: anslan, -sln vereinz. w elbostf.; ansleit, slei’t an 3. Sg. Präs. Kredel 1927,23, Wedde 1938,78, Klaus 1936,57; slaug - 3. Sg. Prät. a.a.O. 65; [anln] Elbschifferspr. 384 (STE-Tan); anschla’n Krause 1964,20; [lait an] 3. Sg. Präs. JE2-Scho; schlauch an 3. Sg. Prät. Firmenich o.J. 159 (WA-Ost); anjeschla’n Part. Prät. Krause 1964,134; nschln Wb-Nharz 15; anslon Hausfr-Altm 1928,93 (Kredel); -schloaen Spr-Maa 439 (WO-Ol); [anln] Elbschifferspr. 384 (CA-Ak); nschln, [nln] Wb-Ak 23, Wb-Be.
anspen Vb. 1. vorw. in der Verbdg.: sik nen anspen ‘sich betrinken’ 3: vereinz. elbostf., 4: CA-Ak. – 2. ‘die Aufnahme in die dörfliche Gemeinschaft der Burschen mit einem Umtrunk begehen’ – Brauch: Die gerade konfirmierten Jungen gaben den Burschen Bier aus, um sich von diesen im Trinken unterweisen zu lassen. 3: Id-Eilsa 49.
Lautf.: ansupen, -spen HA-Oh, Sprw-Börde; [anzp] Id-Eilsa 49; nspen Wb-Nharz 16; [nzaufn] CA-Ak.
antellen Vb. ‘anzahlen’ 3: HA-Oh, Id-Eilsa 49.