bten Vb. 1a. ‘büßen, durch Buße von seiner Schuld frei werden’, auch ‘für etw. eine Strafe erleiden’ 4: Mda-Sti 40, Wb-Ak 36 – Du hast mei’n Brder vorhauet, das mußte bßen! a.a.O. 36. – 1b. ‘befriedigen’ – sin Lust bt’n 2: Wb-Altm 23. – 2. ‘Krankheiten besprechen, durch Zauberformeln zu heilen versuchen’ 2: verstr. brdb., 3: verstr. elbostf., 4: verstr. anhalt. – te Rse (Wundrose) psn Wb-Be; dat musst d beut’n lt’n HA-Oh; Da loff seine Mutter num bei de Miehme Scholln, die verschtunt sich druf, die solle’n pieß’n. Wäschke 71913,29; Bötespruch für Kinder:Böt, böt, böt;
Hoas’ heatt veer Föt,
Kreih heatt man tweei,
moarg’n deat’t nich mehr weeih.
Matthies 1912,31 (SA-
NFe).
– Volksgl.: Nur wenige Menschen beherrschen die Kunst des B. Sie sind davon überzeugt, ihre Gabe von Gott erhalten zu haben. Diese Fähigkeit kann nicht erlernt werden, sie wird von Mann auf Frau und von Frau auf Mann weitergegeben. Besprochen werden versch. Krankheiten, hauptsächlich Blutungen, Wundrose, Brand, Wundschmerzen, Gicht, Zahnschmerzen, Geschwülste, Würmer und Warzen, aber auch behextes Vieh. Die besprechende Person kommt und geht schweigend, auch im Haus des Kranken darf nicht gesprochen werden, die Besprechungsformeln werden leise aufgesagt. Um die Wirksamkeit des B. zu gewährleisten, sollte auch dem Besprecher weder gedankt noch ihm Geld gegeben werden. Als günstig erweist sich die Zeit vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, wenn möglich bei abnehmendem Mond. Beim B. selbst wird mit der Hand über die erkrankte Stelle gestrichen bzw. darüber hinweggepustet. Dabei werden Beschwörungsworte aufgesagt, die Aufforderungen zum Vergehen der Krankheit enthalten und in christliche Formeln eingebettet sind. verstr., vgl. bes. Bewohner-Altm 2,299 ff., Vk-Anhalta 292 ff. Auch im nd. Gebiet dominieren hd. Formeln: gegen Wundrose:Jesus kam an einen Rosenstrauch,
Pflückt sich eine Rose ab,
Stach sich halb den Finger ab.
Jesus sprach: “Nun, Rose, sollst du nicht mehr blühen!”

Bewohner-Altm 2,309.
nd.: gegen Blutungen:Ick boete di in Gottes Noam’m:
Du saßt nich staek’n,
Du saßt nich braek’n,
Du saßt nich kill’n,
Du saßt nich schwill’n.
Abergl-Ma 251 (GA-Ga).
– 3. ‘Feuer anzünden’, auch ‘mit Feuer unvorsichtig umgehen oder damit spielen’,  gkeln, 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. Altm., vereinz. n JE2, 3: Wb-Holzl 68, Mda-War 68, OSCH-Di, Id-Eilsa 51 – Füer böten SA-Meh.
Lautf., Gram.: böt(e)n, bt(e)n SA-Gla, verstr. nbrdb., MdanwJe1a 38 (vereinz. nw JE1), vereinz. s elbostf.; boete 1. Sg. Präs. Abergl-Ma 251 (GA-Ga); boet, böt Imp. Sg. Matthies 1912,31 (SA-NFe), verstr. ö Altm.; [bt] Mda-Ar 38; [bd] JE2-Scho; böiten JE2-Schö; [btn] verstr. w JE1; pszen Mda-Sti 40; boiten, beuten, bäuten verstr. elbostf.; beiten, [baitn] vereinz. sö elbostf.; [buit] vereinz. nwaltm.; [btn] MdanwJe1a 38 (JE2-HSe, verstr. n JE1); büten WO-Ma; [betn] Dialekt-Ma 10 (verbr. mittleres/s JE1, ZE-Dor Göd); bieten Vk-Anhaltb 12 (verstr. ZE); bieß(e)n, bßen, [bsn] ZE-Roß, CA-Ca, Wb-Ak 36; pieß’n, [psn] Wb-Be, Wäschke 71913,29; Part. Prät.: ebott Id-Eilsa 51; ebött, eboit’t Wb-Holzl 68; jebießt Serimunt 1930 Nr. 82.
Brmbselbusch m. ‘Brombeerstrauch’ 2: Matthies 1912,4 (SA-NFe), STE-Wa – Kinderreim:Kuckuck, wo bist du?
In’n Brombeasselbusch,
doa sing ick, doa fleit ick,
doa hew ick mien’ Lust.
Matthies 1912,4 (SA-NFe).
Lautf.: Brombeasselbusch Matthies 1912,4 (SA-NFe); -bessel- STE-Wa.
Brzel f. Gebäckstück, vorw. in Form einer Acht, bes. in der Fastenzeit gebacken, verstr. – Rda.: dat jeht wie’s Brezelbacken ‘das geht schnell, ohne Probleme’ Vk-Anhalta 69; Abzählreim:Eene, deene, detzel,
wer backt Pretzel?
Wer backt Kok’n?
De mütt sök’n!
Matthies 1912,11.
Lautf., Gram.: Bre(t)zel Sg., -n Pl. STE-Ri, WO-Ba Col, vereinz. w JE1, Vk-Anhalta 219 (um ZE-Ze), HA-NHa, vereinz. ö elbostf., Vk-Anhalta 69, Serimunt 1930 Nr. 32 (KÖ-Bie); Pre(t)zel Sg., -n Pl. Matthies 1912,11, SA-Lie, WO-Ro, verstr. elbostf.; Pretzo SA-HLa; Brä(t)zel, [brts()l] Sg., -n Pl. CALV-Zo, JE1-Grä Mö, GA-Rä, verstr. ö elbostf., Brauch-Anhalt 27, BE-Neu; Prä(t)zel, [prtsl] Sg., -n Pl. verstr. brdb. elbostf., Wb-Be; Präzan Pl. SA-Mel Ty; prëtzele, [prtsl] Id-Eilsa 84, Wb-Nharz 149; [pratsel] Mda-nwJe1a 45 (JE2-HSe, verstr. nw JE1).
Brder m. 1. ‘männl. Geschwister, Bruder’ allg. – Mien Brorer, de hitt Fritz. Matthies 1912,31 (STE-Hü); mien Broder mütt dat Holt sawn un klöven (sägen und spalten) GA-Si; Bes na dienen Brueder is jo dät Füer noch lange nich hen ... Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie); ... abber hadden ’s Harze vull Trauer, denn der Sohn odder Bruder, odder Breitjam war nich widderjekommen ... Richter o.J. 69 f.; Rda.: dat is et under Bräudern wert (urspr. Bezug zum Mitglied einer Bruderschaft, vgl. Röhrich 1991 f.,269) ‘das ist nicht zu teuer’ Sprw-Börde; Sprw.: like Breuder, like Kappen Wb-We 22; Bräuder hebben ein Jebläute, selten awer ein Jemüte Sprw-Börde; het mn brauder eschtlen, sau henkt en deif ‘ich kann nicht für die Taten meines Bruders verantwortlich gemacht werden’ Wb-Nharz 32. – 2. ‘männl. Person’, bes. mit negativen Eigenschaften, vereinz. – Das warn alles lustije Brüder, die dachten an witter nischt, als wiese sich uf andere Leite ihre Kosten an Schpaß machen kunnten. Wäschke 61915,118. – 3. Dim. Pl. NeckN für die Bewohner von Trautenstein, 3: BLA-Ha. – 4. in der Verbdg.: Brauder Nitiech ‘neugieriger Mensch’ 3: Wb-Holzl 69 (HA-Eil). – 5. in der Verbdg.: brauder Namiddag ‘langsamer, trä- ger, saumseliger Mensch’, abw.,  Trntte, 3: Id-Queb 12.
Lautf.: Broder, [brdr, nbrdb.: -, -] verbr. nbrdb. (außer s SA GA ö STE, dort verstr.), vereinz. s JE2 n JE1, verbr. w JE1; Brorer, [brr] vereinz. sw SA, verstr. mittleres/ö SA, vereinz. nw OST, verbr. mittleres/s OST GA, verstr. n/w STE, vereinz. s STE; Broer, [brr] vereinz. mittleres GA ö STE, Mda-nwJe1a 48 (JE1-Ger); [br] Mda-Ar 37; Brr, brr Wb-Altm 25, Vk-Ask 373 (QUE-Asch); Brojer STE-Schö; Broader, -a SA-Sta, vereinz. ö Altm., JE2-Ba Sy; Broarer SA-Ban, OST-Pol, GA-KlEn; Broar STE-Buch Do; Brouder SA-Gü, OST-Fe, STE-Grie; pruder Mda-Sti 33; Brauder verstr. nwaltm., verbr. elbostf. (außer w, dort verstr.); Brau(e)r GA-Nie, verstr. sw HA w OSCH n WE, BLA-Rü; Braurer verstr. nwaltm. (-), GA-Wal; Bruder, [brdr] verbr. mbrdb., vereinz. sö elbostf., verbr. nthür., verstr. w/n anhalt. (-r, vorw. mittlere Generation); [prdr] Wb-Be; Brueder, [brdr] vereinz. mbrdb.; [brr] Mda-nwJe1a 48 (JE1-Scha); [brurr] Mda-Ze (ZE-Reu Stre); Bruler, [brlr] verstr. ö ZE, Mda-Fuhne 97 (verstr. anhalt. – vorw. mittlere und jüngere Generation, n/mittleres KÖ – bes. ältere Generation, sö DE in allen Generationen); [brulr] Mda-Ze (ZE-Gro); Bruser, [brzr] Wb-Ak 41, Mda-Fuhne 97 (verstr. anhalt. – vorw. ältere oder mittlere (bes. n/mittleres KÖ) Generation).
Brths n. ‘Haus, in dem eine Hochzeit stattfindet’ – Reim:Mietzekättken, wo wutt du denn hen?
Öäwer dean’n Beag noah ’t Bruthus hen.
Doa schlacht’n se ’n Schwien,
doa drink’n se Wien,
doa schall uns’ Ella’n ehr Hochtied sien.
1: Matthies 1912,22
(SA-Gie).
Berkls m. 1. ‘vermummte Gestalt, die in der Vorweihnachtszeit oder am Weihnachtsabend umhergeht’,  Wnachtsmann, vgl. Klsber, 2: vereinz. s SA, verbr. sw Altm., verstr. nw STE, vereinz. mittleres STE, 3: GA-Wie – Brauch: Der B. wie auch der  Klsber erscheinen erst nach dem 6. Dezember, bes. aber in der Woche vor Weihnachten. Mit einer kleinen Glocke in der Hand zieht er in den Abendstunden durch den Ort und besucht jedes Haus, in dem Kinder wohnen. Am Weihnachtsabend wird er vom Weihnachtsmann oder dem Christkind begleitet. Mit einem Vers heißt man ihn willkommen:Swart Broud,
swart Snut,
back’n Bearn
mag d’ Burkloas gearn.
Matthies 1912,14.
Anschließend werden die Kinder befragt, ob sie artig gewesen sind und aufgefordert, Sprüche, Liedverse oder Gebete vorzutragen. Als Belohnung verteilen Weihnachtsmann oder Christkind Äpfel, Nüsse, Backobst oder kleine Geschenke, die Bestrafung nimmt der B. vor, indem er Schläge mit einem Aschebeutel austeilt. vgl. u.a. Wb-Altm 103, Vk-Altm 216 ff., Blicke-Drömling 2,53, BrauchwAltm 4 ff. Der B. war urspr. eine Schrecken erregende Gestalt, die einen Mantel aus Erbsstroh und eine Strohmütze (Vk-Altm 217, Brauch-wAltm 4 – SA-De) trug und deren Gesicht geschwärzt war. (a.a.O. 7, Bewohner-Altm 2,236 – GA-Mie). Im 20. Jh. veränderten sich Aussehen und Funktion: Das Christkind trat nicht mehr auf, die Figur wurde auch äußerlich freundlicher. Träger dieses Brauchtums sind die jungen Burschen, die dabei bes. mit den Mädchen derbe Späße treiben. Der B. – mit Larve, langem Bart und Fellmütze ausgestattet – steht an der Spitze eines Umzugs, ihm folgen weitere vermummte Gestalten, auch weibl. (den Burklaos sine Fru). Vk-Altm 217, Brauch-wAltm 4 und 8. Beim Erscheinen des B. rufen die größeren Jungen ihm Spottverse zu:wenn Buurklass kümmt,
denn töw ick nich,
denn spring ick äwer Hecken,
denn kann er mei nich recken,
denn nehm ick en Steen
un smiet en Been,
o wie kann de Buurklaas schreen
STE-Klä.
– 2. ‘sonderbarer, verschrobener, auch dummer Mann’ 2: GA-Et, STE-Stei.
Lautf.: Buerkla(o)s, [bkls] SA-Kal Vie, vereinz. ö GA w/mittleres STE; [b-] GA-Le; sonst: Bu(u)rkla(o)s.
Bult(en) m. 1a. ‘kleine Anhöhe, Hügel’,  Barg, bes. ‘kleine, (mit Binsen, Schilf, Gras) bewachsene Erhö- hung’, z.B. in einem Moor oder auf einer Wiese, auch in FlN, 1: SA-Dä, Matthies 1912,24 (SA-Fa), 2: Wb-Altm 28, verstr. ö Altm., Siedler-Je Kt. 11s (JE2 nw JE1), 3: verstr. elbostf., 4: CA-Lö. – 1b. ‘durch den Strom gebildete Insel’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 413 (STE-Bit, WO-Ro, JE2-Mi). – 1c. ‘kleiner Haufen’ 1: SA-Dä, 2: Wb-Altm 28. – 1d. ‘Maulwurfshügel’,  Mollbarg, 2: Wb-Altm 28, verstr. mittlere/ö Altm. JE2, 3: vereinz. HA. – 2a. ‘Pflanzenbüschel’, einschl. der Wurzeln, bes. bei Gras, auch ‘Staude’ 1: SA-Dä, 2: GA-Ber, vereinz. ö Altm., 3: CA-Fö. – 2b. ‘Wurzelgeflecht’ – dät wn sonne jrd’n Bült’n inne Wische 2: JE2-Scho. – 2c. ‘Rasenscholle, ausgestochenes Rasenstück mit anhaftender Erde’ 2: SA-Jeeb, JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf., 4: BE-Il. – 3a. ‘Erdklumpen, Schmutzklumpen’ 2: STE-Wa, Mda-sJe1 32 (JE1-Ste), 3: OSCH-Ba, WE-Wa – en Pultn Dreck Mda-sJe1 32 (JE1-Ste). – 3b. ‘Torfstück’ 3/ 4: Vk-Unterharzb 50. – 4. ‘Moor’ 2: Mda-Ar 47.
Lautf., Gram.: Bult Matthies 1912,24 (SA-Fa), Wb-Altm 28, SA-Gü, vereinz. STE, JE2-Reh; [blt] Mda-Ar 47; [bt] SA-Dä; Bült Pl. Wb-Altm 28, GA-Al, STE-Schö; Bült f.(?), Pl.(?) SA-Jee, verstr. mittlere/ö Altm.; Büll f.(?), Pl.(?) GA-Ber Wiep; Bult(e)n Wb-Altm 28, SA-Jeeb, verstr. mittlere/ö Altm. elbostf., Vk-Unterharzb 50; [buldn] Pl. BE-Il; Pulten, pult(e)n MdasJe1 32 (JE1-Ste), vereinz. s elbostf., CA-Lö; Bulken (urspr. Dim.) JE2-Me; Bülten m. JE2-Kl Wa; Bülten Pl. Land/Leute-Je 1923 Nr. 2 (JE2-Schö), Wb-Holzl 72; Bülten m.(?), Pl.(?) vereinz. ö Altm. n JE2 sw elbostf., WA-Un; [bltn] m. Siedler-Je Kt. 11s (JE2 w JE1); [bült] Pl. JE2-Scho; [büld] m. Elbschifferspr. 413 (STE-Bit); [bülkn] m. (urspr. Dim.) a.a.O. 413 (WO-Ro, JE2-Mi); bilten m.(?), Pl.(?) BLA-Brau.
Dme f. 1. ‘sozial höher gestellte Frau’, auch ‘sich vornehm gebende Frau’, auch iron., 2: Matthies 1912,31 (STE-Hü), Francke 1904,11, Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie), 3: Klaus 1936,28, Vk-Ask 158, 4: vereinz. anhalt. – ... där jejen junke Damens immer sehre heeflich war ... Heese 21919,43; Reim:so frn de daom,
so rdn de harrn,
so schtuckrt dr br
taun dre nt.
Vk-Ask 158.
– 2. Brettspiel, 4: Wb-Ak 44. – 3. ‘Ober’, Spielkarte, 2: vereinz. Altm., 3: HA-Vo.
Lautf., Gram.: Dame, Dme HA-Vo, vereinz. anhalt.; Daome Heimatkalender-Börde 1925,63 (CA-Sa); Da(o)m vereinz. Altm.; Pl.: Damen Klaus 1936,28; Doam(e)n Matthies 1912,31 (STE-Hü), Francke 1904,11; daom Vk-Ask 158; -s Dat./Akk. Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie), Heese 21919,43.
danzen Vb. 1. ‘tanzen’ verbr. – ... dat kann jo non nich mal danzen. Rauch 1929,68; An de Mächens odder sojar ans Tanzen hadden mir zwee beede noch jar nich jedacht ... Heese 21919,10; ... und denn junk et Danzen vorr seek met Blaseballich, Klampfe un Driangel ... Vk-Harz 8,30; Rda.: na de Piepe danzen ‘jmdm. zu Willen sein’ Sprw-Börde; Ihre (ehe er) fartich is, ward an Esel junk un larnt noch tanzen. Vk-Anhaltc 103; Sprw.: Danzen ahn Musik, dat is aber grad, as wenn’n drög Brot ett. Bewohner-Altm 2,135; wer grot Lust to danzen hätt, den is bald wat fiddelt STE-Bad; wenn oll Frauens danzen unt hell Wulken rägen, dänn hät’t Spöll ken Uphörn OST-Dü; Köppken hat drunken, Fötken will danzen. Spr-Altm 78; Pissen gait forr Danzen. Wb-Holzl 34; for Jelt kann’n Dwel danzen sein HA-Oh; fr jelt kammen br danzen sein Wb-Nharz 37; Wenn de Katt nich to Hus is, danzen Ratten un Mus’ up’n Disch. Bewohner-Altm 1,342; de Miese, de morjens danzen, kriegt’n Abend de Katze WA-West; Reim zur Verspottung der Unfähigkeit zum Tanzen:Wenn miene Ollsch nich danzen kann,
denn hett se ’n loahm’n Been;
denn treckt se lange Stäwel an,
denn is dett nich to sehn.
Matthies 1912,29 (STE-Na).
– 2. in der Verbdg.: Stne (up dat Wter) danzen lten ‘flache Steine so auf eine Wasserfläche werfen, dass sie mehrmals springen’,  Botterstulle, 2: JE1-Gra, 3: OSCH-Weg, WA-West.
Lautf.: danzen, [dans()n] verbr. nwaltm. nbrdb., vereinz. mbrdb., verbr. elbostf.; dans(e)n verstr. SA, OST-Schr; [danzn] SA-Dä; tanzen verbr. anhalt.; [dentsn] ZE-Göd; [densn], [denzn] Mda-Ze (vereinz. ZE).
Dderik 1. männl. RN – Schnellsprechübung:De dünn’ Dietrich drog dean’n dick’n Dietrich
dearch dean’n dick’n dünn’n Dreck, dunn
dankt de dick Dietrich dean’n dünn’n Dietrich,
deatt de dünn Dietrich dean’n dick’n Dietrich
dearch dean’n dick’n dünn’n Dreck drog.
2: Matthies 1912,26
(STE-Hü).
– 2. ‘Nachschlüssel, Dietrich’, vgl. Drker, 2: ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf.
Lautf.: Diderich Wb-Holzl 75; Dietrich, [dtri] Matthies 1912,26 (STE-Hü), ZE-Roß; Kurzformen: Diereks Id-Eilsa 57; Drek QUE-Di; Dirk, Diak Wb-Altm 35.