d I. best. Art. allg. – 1. m. Sg. – de Paster STE-Go; de Mane is all upejn Mda-nwJe1a 46; de Schreck hat mick ganz owernommen WO-Dru; Dä Bengel harre würklich Glücke. Klaus 1936,24; dei grote Krischan ‘große Zehe’ WE-Velt; der Damper hat all jetutt. Wb-Ak 108; där Kneppenstorch bringt dia Kinger ut den Diek ZE-Mü; dor Emmor is in’n Born jefal’l DE-Ca; Rda.: da steit dee Läpel ok nich stramm inn von dünnem Kaffee, OST-Neu; öhne steiht dä Hals wiet open ‘er bekommt nie genug’ OSCH-Ba; Genus abweichend von der Standardspr.: richtig, da saß der Brill ... Wäschke 61915,109; dor Gabsel is rungorjefal’l DE-Ca; vor subst. Adj.: de Bs ‘der Teufel’ Wb-Altm 256; hei is de Letzte (der Schlechteste) in de Schaule HA-Oh; Dat. (wie auch nachfolgend Bezug auf Standardspr., ausf. s. Formenteil): den Jungen sien Fader Umschreibung des Gen., Wb-Holzl 75; Op den groten Grasplatze vor de Brueri ... Lindauc o.J. 14; wat wisst de denn met dän olln Krachel (Gerümpel) noch machen? ZE-Roß; de Koh naon Bulln brängn STE-Ri; ... was bloß in’n Winter zu machen jeht ... Heese 21919,73; Dat war nich schöne von dem Mann, ... Klaus 1936,20; Akk.: uff den Kopp stellen DE-Pri; Wes (sei) män getreu bet an den Dod! Pohlmann 1905,79; Eck will deck den Arsch versohlen. Vk-Harz 3,67; an dn Salaot kümmt Tsucker WO-Zie; d müsst dänn Drt bin JE2-Scho; trecken dann grauten Woagen full Hau SA-Bee; Rda.: hei lachet, asse wenn he den Lork (die Kröte) an’n Strikk herre ‘er lacht ausgelassen, heftig’ Wb-We 77; Sprw.: Ihrenamt un de Kägelbaohn lihren dänn Burn naon Krog gaohn. Bewohner-Altm 1,325. – 2. f. Sg. – de Asche jliet DE-Or; de Worscht is heeß ZE-Dü; d Mt (Magd) kunn en ... nich en’m häm’m ... Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa); de Beere is innewechten molig GA-Rä; dä Fru HA-Bee; Denkst du, wenn seck dä Möhle dreiht, Eck kann meck op dä Siete leggen? Klaus 1936,21; dei Tewe (Hund) bellt WE-Kö; Dei Hochtid was in’n April, ... Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die); Rda.: wat vorsteiht de Kreie von’n Sönndag? Bemerkung über jmds. Unwissenheit, WO-Schn; Wetterregel: So lang as de Lrk vör Lichtmess’n singt, so lang singt sei nhäer. SA-Han; Genus abweichend von der Standardspr.: de Ginne ‘das Kinn’ DE-Ca; vor subst. Adj.: de Lewst ‘die Geliebte’ Wb-Altm 125; Dat.: t d Tt, wo ... Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa); hei mott Keue ob de Wische (Wiese) heu’n (hüten) GA-Lock; et is noch en Happen in de Schöttel eblebbn WE-Re; Mit de Schule war’s dazumah ooch andersch ... Richter o.J. 7; ... naoh d’ Stadt ... Pohlmann 1905,11; mich sinn von die olle kolle Witterung noch de Hänne janz klamm ZE-Roß; aus der Pulle anen kulkern Spr-Asch 21; op der schtrte is et modderich Wb-Nharz 128; Rda.: op der Strte lijjen ‘sich herumtreiben’, auch ‘erwerbslos sein’ HA-Oh; Akk.: der Voader nemmt de Seiße JE1-Wol; füll doch d Schtippe in in’n Napp JE2-Scho; Hei sette de Mütze op ... Wedde 1938,24; ... war ... uf de Bullenjagd gegangen ... Wäschke 61915,34; sett dick bi mick opp dä Bank GA-Wa; jeff mal die Borneschtange he, ik will Wasser rup langen ZE-Brä; Rda.: mor kreien noch was uff de Mitze ‘es wird bald regnen’ Vk-Anhalta 68. – 3. m., f., n. Pl. – m.: koal sind de Böhm OST-Lo; De Häscher ... mit öhre Blauthunne ... Rauch 1929,93; Dä Strümpe vull Water ... Klaus 1936,52; ... die beeden Kunden ... Heese21919,79; f.: de Jense bröjen WO-Ucht; In’t Leederschur lagen de langen Füerleedern ... Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie); de Gren gom’m, es ward Windor BE-GrWi; ... dä Kaldüneken schmecken sau schtumpe, ... Spr-Harzb 57; n.: de Kinner spöeln in Grass SA-Bee; de Hnor sinn in Hnorschdall BE-Gü; dei Kindere luntchen (lehnen) seek ahn WE-Elb; Plt.: de ohlen Liete wern sich noch genau uf Juln siene Lache besinnen kennen BA-Ha; Dat. (alle Genera): Mit de Arme slenkere hei in de Luft rumtumme ... Lindaua o.J. 69; der hat’s mit de Niern ‘er ist nierenkrank’ CA-Sta; ... un up de Fellers (Feldern) nicks as brunen Kohl. Essen-nwAltm 91 (SA-Han); Van d’ Böm fall’n rod un gäl de Bläder ... Pohlmann 1905,54; Rda.: Das jt de Menschen w de Leite. ‘Das geht allen so.’ Wb-Ak 112; Akk. (alle Genera): ..., denn maakten se seek wedder langsam op de Schtrimpe. Vk-Harz 8,31; mischele m de Grd’n DE-Ca; lött de Hünder leggen JE1-Wo. – II. Demonstrativpron. allg. – 1. mit Bezug zu einem Substantiv – a. m. ‘dieser’ – Sau word dä orme Minsche den ganzen Dag bilehrt ... Klaus 1936,51; Dat.: f dn Bm wagsen Gndschlinge BE-GrWi; Rda.: An denn Minsch’n is kn Beraod ‘er ignoriert gut gemeinte Ratschläge’ Wb-Altm* 49. – b. f. ‘diese’ – Un dei arme Frue schtund immer noch hie ... Vk-Harz 3,23 (BLA-Be); d Jans had awwor a gl’n Mren DE-Ca; Dat.: b dai greot Hitt döst (durstet es) ’n bannich SA-Dä; Zu die Zeit wurrn noch de rohen Lehmschtene zus Bauen benutzt un ins Fachwark injemauert. Alt-Cöthen 70; Akk.: upp d Aort Wb-Altm 34. – c. Pl. ‘diese’ – dee paar Kröten (das bisschen Geld) dee ik hebbe OSCH-Ott; Dat.: De Mutter is nah dee Geschichten In ümmer andert Tüg te seihn ... Gorges 1938,74. – 2. in subst. Funktion – a. m. – d kimt n mek Wb-Nharz 130; No dei ward jo woll nich wedder ekomm sien. Wille 1927,XV (BLA-Be); wat söckt dänn dr d JE2-Scho; Rda.: dee is sau lang wi Lewerenzen sien Junge Wb-Holzl 36; de is jo nich alleen ‘er ist geistig beschränkt’ OST-Möl; de lett bloß Möllensteine un gluh Isen liggen ‘er stiehlt sehr viel’ HA-No; der het’ Morgenbrot verschlopen ‘er ist gestorben’ JE2-HBe; dor sd aus w Braunbor mid Schpugge ‘er ist ganz blass’ BE-Scha; generalisierend in Sprw.: de eimol lickt, de wett wi’t smeckt, de lickt den ganzen Kübel weg GA-Ge; wökern’t Kittel nich paßt, de treckten sik nich an STE-Bad; Dat.: däne sine Pläne zur Umschreibung des Gen., WE-Velt; mit den is kein henkommen Sprw-Börde; Lß dich von dn nich besawwel’l! Wb-Ak 34; mnen Fder, dne geit et gt HA-Oh; Dän müßte ick doch min’n ersten Hoasen wiesen (zeigen). Heimatkalender-Je 1927,122 (JE2-Vie); mit dne is nischt ls Wb-Nharz 119; Rda.: den lacht de Deuwel utn Hals ‘er lächelt heimlich und schadenfroh’ OST-Gla; Mit dene is kein gut Kerscheneten. ‘Er ist ein unverträglicher, gefährlicher Mensch.’ Hbl-Nharz 1929 Nr. 11; Akk.: Rda.: den wird der Nielebock holen ‘er wird sterben’ CA-Sta; um dn machd mor lwor a Bren ‘meidet ihn lieber’ DE-Ca. – b. f. – ... Spritze ... De word vorrkofft. Lindauc o.J. 33; Dä kann Deck nich koken, nich flicken, nich stoppen ... Klaus 1936,26; Die hadde’s Mopsen eejentlich jar nich neetich jehatt, ... Heese 21919,68; Dat.: Rda.: där kunkelt mit die ‘er hat ein Verhältnis mit ihr’ CA-Sta. – c. Pl. – de han son bunt Röck an SA-Jee; de hem en ganzes Mandel Kinner CA-Fö; d wollen’t jelt met leddich gn fordeinen Wb-Nharz 116; Wat hämn dänn die man bloß tu lachen? Heimatkalender-Je 1927,120 (JE2-Vie); Die waren orntlich buleidicht ... Heese 21919,39; Rda.: De denken, Kees’ und Brod regn’t van’n Himmel. wird von jungen Leuten gesagt, die ohne finanzielle Absicherung heiraten, Bewohner-Altm 1,343; Dat.: ... s Jejnteel von die ... Krause 1964,122; Rda.: da is wat mank bei di ‘bei denen ist etwas los’ ZE-Roß. – III. Relativpron. verstr. – 1. m. – ... Buer Slus, de geärn watt öäwer eannern foppt. Matthies 1903,1; ... Seelschen See, d k tau Arxlä hör’n dai Tiedge 1954,39 (HA-Ost); Sien Sohne, dei Bure op’n Hof war ... Rauch 1929,59; En Dokter, der dort sehre ofte de Abende verkehrte ... Richter o.J. 16. – 2. f. – ’n Fr, de dat Kind söcht Wb-Altm 34; ... de grote Dörplinne, die gewiß all ahr dausend Joahre olt is. Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie); ... Schade um die ville scheene Zeit, die e da tacktäjelich vorrloofen tede ... Heese 21919,61. – 3. Pl. – Wecke Buern, de saun hundert Morgen oder mehr harren ... Wedde 1938,46; ... de Paschlewwer Jungens, die um sechse frieh inne Friehschule jehn ... Wäschke 61915,60; Sprw.: Böm’, de oft knack’n, bräk’n nich licht. ‘Alte Menschen, die viel klagen, erreichen ein hohes Alter.’ Spr-Altm 76.
Lautf., Gram.: best. Art.: in unbetonter Stellung findet sich häufig Kürze (z.B. [d] m., f., [d(o)r] m.), die Formen mit Länge oder Diphthong haben z.T. bereits demonstrativen Charakter; m. Nom. Sg.: im Nwaltm., Nbrdb. und im n/mittleren Elbostf. dominieren klar die r-losen Formen: de(e), [d], unbetont [d] verstr. nwaltm., verbr. nbrdb., verstr. s JE2 JE1, verbr. n/mittleres elbostf., verstr. sw elbostf., vereinz. sö elbostf.; GA-Wer, vereinz. mittleres JE2 nw JE1, verstr. nw elbostf., vereinz. OSCH, WA-ABra, verstr. sw elbostf.; dei verstr. nwaltm., vereinz. n elbostf., verstr. sw elbostf.; [däi] verstr. nwaltm.; die md., auf -r auslautenden Formen dominieren innerhalb des Nd. das Gebiet östlich der Elbe (JE2 JE1 ZE, allerdings nach Norden zu in abnehmender Intensität), im sö Elbostf. sind sie schon recht häufig: der, [dr] vereinz. n WO n/mittleres JE2, verstr. s JE2, verbr. JE1 ZE, vereinz. s WO OSCH, verstr. WA, vereinz. sw elbostf., verbr. sö elbostf. omd.; där, [dr] WO-Zi, verstr. mittleres/s JE2 ZE, vereinz. anhalt.; [d] STE-Je, WO-Zie; [dr] verbr. anhalt.; [dr] Mda-Sti 28; in unbetonter Stellung: dor(r) verstr. s ZE, vereinz. sö elbostf., verbr. anhalt.; dr verstr. ZE sö elbostf. omd.; m. Dat./Akk.: Dat. und Akk. der Standardspr. sind formal auf der Grundlage des Akk. zusammengefallen (nur 2 elbostf. Belege mit dem Klaus 1936,20, Lieder-Ma Nr. 733 (WA-Eg)): den SA-Bre, Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die), vereinz. OST, GA-KloNeu, verstr. mittleres/s JE2 JE1 ZE, verbr. elbostf., verstr. anhalt.; dän, [dn] SA-Rist, verstr. s Altm., vereinz. mittleres/s JE2, verstr. ZE, OSCH-Grö, Firmenich o.J. 160 (WA-Ost), verstr. anhalt.; däen JE2-Schön; dn Mda-Sti 28; denn Wb-Altm 33, vereinz. SA, JE2-Neu Wa; dänn, [dän] Bewohner-Altm 1,325, verbr. SA OST STE, GA-Fau Trü, vereinz. n JE2; deänn OST-Ga; dann, [dan] vereinz. nwaltm. w Altm. mittleres OST, STE-Ga, JE2-Kam; dean’n Matthies 1903,49; in unbetonter Stellung und nach einer Präp. häufig verkürzt zu ’n; Reste des Dat. liegen in einz. Wendungen und Verbdg. mit Präp. vor, z.B. ‘zum’ (tum Dokter WO-Gu; taum Danze OSCH-Weg); f. Nom. Sg.: de(e), [d], unbetont [d] (auch bei betonter Form die) verstr. nwaltm., verbr. nbrdb., verstr. mbrdb., verbr. elbostf. omd.; die räumliche Verteilung von dä, dei und däi entspricht der des best. Art. m. Nom. (s. oben); die vereinz. mittleres/s JE2, verstr. JE1 ZE, vereinz. sö elbostf. s CA; di’e, [d] verstr. mbrdb.; f. Akk. Sg. entspricht dem Nom. (de(e), dä, dei, die) bei Vorherrschen der unbetonten Form [d]; f. Dat. Sg.: im gesamten nd. und anhalt. Gebiet sind Dat. und Akk. auf der Grundlage des Akk. zusammengefallen, im Nthür. werden sie dagegen geschieden, in unbetonter Stellung und nach einer Präp. häufig verkürzt: im e-Apokope-Gebiet (Nwaltm., Nordbrdb.) oft zu d’ (z.B. in’d, int Schl ‘in der Schule‘), sonst zu ’e (z.B. inne Schle); daneben existiert die Dativform: der vereinz. JE2 JE1 HA OSCH, verstr. sw elbostf., verbr. nthür., CA-Lö Me; dr BLA-Brau; dr Mda-Sti 28; in unbetonter Stellung und nach einer Präp. häufig verkürzt zu dr, ’r JE1-Kä La Mo, WE-Oster, vereinz. QUE n BA, verstr. nthür.; einige Orte im sw Elbostf. gebrauchen beim Art. m. Nom. de, dei, beim Art. f. Dat. dagegen der; m., f., n. Pl.: im Nom. Verteilung der Formen weitgehend wie beim best. Art. f. Nom. Sg.; darüber hinaus: dia ZE-Mü; im gesamten nd. und anhalt. Gebiet sind Dat. und Akk. auf der Grundlage des Akk. (wie Nom. bei Vorherrschen der unbetonten Form [d]) zusammengefallen; im Nthür. wie auch verstr. im sw Elbostf. entspricht die Form des Dat. formal der Form des best. Art. m. Akk. Sg. (den/dän); Demonstrativpron./Relativpron.: die Formen entsprechen weitgehend denen der betonten Varianten des Art.; m. Nom. Sg.: über die beim best. Art. angegebene Verbr. hinaus belegt: [dai] Dialekt-Ma 3 (vereinz. nö CA); der/där vereinz. GA, verstr. STE n WO, vereinz. HA; im Anhalt. dominiert [dr]; m. Dat./Akk. Sg.: über die beim best. Art. angegebene Verbr. hinaus belegt: in subst. Funktion: dene verstr. w elbostf.; däne, dëne verstr. sw elbostf.; f. Nom. Sg.: vgl. die betonten Formen des best. Art.; die unbetonte Form des Art. [d] wird im Mbrdb. und Anhalt. durch i-Formen ersetzt: die, [d] verstr. mbrdb., allg. anhalt.; [d] verstr. mbrdb.; f. Dat./Akk.: Akk. wie Nom.; zu den Dativformen sowie zum Zusammenfall von Dat. und Akk. in der Form des Akk. vgl. best. Art.; m., f., n. Pl.: Verteilung der Formen weitgehend wie beim Demonstrativpron. f. Nom. Sg.; zu den Dativformen sowie zum Zusammenfall von Dat. und Akk. in der Form des Akk. vgl. best. Art.
decken Vb. 1. 1: SA-Dä, 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 43, Wb-Be. – a. ‘(zum Schutz) mit etw. Bedeckendem versehen’ – dat Dk decken HA-Oh. – b. ‘bedecken’ – En Teppich, dee en Bodden deckt ... Gorges 1938,52. – c. ‘zur Vorbereitung einer Mahlzeit Geschirr und Esswaren auf den Tisch bringen’ – n Tisch teckn Wb-Be. – 2. ‘begatten’, von bestimmten Haustieren, 2: GA-Da, JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf. – d Bulle mütt d annere Ke k ümma deckng JE2-Scho.
Lautf.: decken; außerdem: [dek] JE2-Scho; [deg] GA-Da; [tekn] Wb-Be.
1Dg m. ‘Teig’ verbr. – de Deich is schöne gahn OSCH-Dee; De Deig wärd nu erst afewogen. Gorges 1938,91; Rda.: grienen wie’n Essel, de Deich efräten hat Sprw-Eils 38; hei is sau schr, as wenn he t den Deige wöltert is ‘er sieht gesund, wohlgenährt aus’ Wb-We 27; Sprw.: Weck’rn bi’t Backent Dg an’n Finger hack’n (haften) blifft, de iss gtzig. Wb-Altm 258; Rätsel: Liet int Holt un geit. – Teig im Backtrog, GA-So.
Lautf.: De(e)g, -ch, [d] verbr. w SA, vereinz. ö SA nö GA, verbr. ö Altm. n/mittleres JE2 mbrdb. w JE1, WO-Je, CA-KlRo, verstr. w/mittleres anhalt.; Deek HA-Scha; Te(e)ch, -j vereinz. nö Altm., JE2-Ste, JE1-Zie, vereinz. w JE1, ZE-Gri Ze, verstr. w anhalt., DE-Ho Kle; Teek ZE-Dor, CA-Zu, KÖ-Ed, verstr. DE; [dg] BE-GrWi, vereinz. DE; Teeg (unklar, ob am Ende Verschluss- oder Reibelaut) ZE-Steu, BE-We, vereinz. ö DE; Dä(ä)g SA-Pa, OST-Gla; Täj STE-Osth; Deig, -ch, [dai], [dae] verbr. mittleres/ö SA n GA, vereinz. w OST, verbr. elbostf. (außer w JE1), vereinz. w BE; Deicht OST-Flee; Deik GA-Hem Qua, JE2-GrWu, WO-Ol, BA-Ge; Teig, -ch SA-Se, WA-Un, QUE-Ga, BA-Bad, verbr. nthür.; Teig SA-GrGe; Däig, -ich, [däi] SA-Ku Vie Zie, vereinz. w OST nö GA, STE-Ber, CALV-Je Zo; Däech GA-Mie; De-ig, Dee-ich vereinz. nw OST, GA-Klö Si; Djch QUE-Di; Dieg, -k GA-Est Jä, vereinz. sö elbostf.; Tiech CA-Sta. – Gram.: n. belegt SA-Dä.
1dlen Vb. verstr. 1. ‘teilen, in Teile zerlegen’. – 2. refl. ‘sich in versch. Teile aufspalten’ – De kleen’n Hefebakterijn ... teeltn sich ... Krause 1964,46; Es teilt sich nicht. ‘Das Buttern gelingt nicht.’ Vk-Anhaltb 10 (BA-Bad Fro). – 3. ‘(unter versch. Personen) aufteilen’, auch ‘etw. von seinem Besitz anderen überlassen’ – dät hemm w uns baide dailt JE2-Scho; Wennig noch deilen geiht ok slecht ... Gorges 1938,86; ... un teelte den natierlich mit die annerern ... Heese 21919,78. – 4. refl. und in Verbdg. mit der Präp. in ‘zu gleichen Teilen an etw. beteiligt sein’. – 5. ‘gemeinsam ertragen, erleiden’ – Deelt so min Läid ... Kredel 1927,36.
Lautf., Gram.: de(e)l(e)n, [dln] SA-Sa, vereinz. w/s OST n/mittleres STE, WO-Ucht; [d] Mda-Ze (verstr. ZE); Deelt 3. Sg. Präs. Kredel 1927,36; teeln, [tln] Wb-Be, Wäschke 61915,91; teelte 3. Sg. Prät. Heese 21919,78; teeltn 3. Pl. Prät. Krause 1964,46; [däiln] GA-Schw, STE-Ber; deil(e)n, [daeln], [dailn] SA-Zie, verstr. mittleres/ö SA n GA ö Altm., JE2-Scho, verstr. elbostf.; [dae] verstr. s Altm.; [dain], [daion] verstr. nwaltm.; [daen] SA-Da; [daen] vereinz. mittleres nwaltm.; daaln QUE-Di.
denken Vb. verbr. 1. ‘mit dem Verstand arbeiten, überlegen’ – De Mutter denkt mit sluen Kopp ... Gorges 1938,25; Täuw (warte), du Veihschinner, dick hewwe ick wat te denken in e’gewen. Rauch 1929,99; Sprw.: Wäi Minschen denken un Gott lenkt. Bewohner-Altm 1,350. – 2a. ‘eine bestimmte Gesinnung haben’ – Sprw.: as ick denk und dau, trau ick annern tau SA-Hen. – 2b. ‘eine bestimmte Meinung haben’ – So denkn de Meestn. Krause 1964,43; Rda.: sn Deil denken ‘eine Meinung, die man über etw. hat, nicht aussprechen’ Wb-We 27. – 3. ‘annehmen, glauben, vermuten’ – wr harren sauwat denken soln! Mda-Weg 106; wat der sich so denkt (einbildet), der Affe ZE-Roß; Du moßt nich denken, dat ek alle dat glöwe ... Wedde 1938,43; Rda.: ek denke, mek hat de Affe luset Ausruf der Verwunderung, Wb-We 2; wenn sich jmd. mit ich dachte entschuldigen will, wird erwidert Dachte (Dochte) sin kne Lichte Wb-Ak 44; Sprw.: Denken un Meinen bedrüggt (betrügt) mannigeinen WE-Oster; Denk’n drüggt (trügt), seggt de Foss. Wb-Altm 258; et kummet oftmls anders w’n denket HA-Oh. – 4. ‘bedenken, seine Gedanken auf etw. richten’ – Eck hewwe ok nich dran edacht! (bedacht, etw. zu tun) Klaus 1936,47; Un daderbei dachtese dran wie scheene ’s doch injericht is, dassemer so flink na Halle kommen kunne. Heimatkalender-Be 1936,154. – 5. ‘sich erinnern, gedenken’ – Mien Leew denk eck aan dit Kunzart, ... Firmenich 1854,140 (BA-Ba); ... da mot ick wedder an eine Sache denken ... Gesch-Un 42. – 6. vorw. refl. ‘sich vorstellen’ – “Denkt eich doch mann, uffn Frauendorschen (FlN) ist nich jeheier, da schpukt’s.” Heimatkalender-Ze 1961,89 (ZE-Ze); Rda.: denke ml n Ausdruck der Verwunderung, Wb-Nharz 40; dat denkst’e dik sau HA-Oh.
Lautf., Gram.: Inf.: denken, [dekn]; außerdem: [tekn] Wb-Be; [dk] Mda-Ar 43; im Prät. und Part. Prät. wie in der Standardspr. Wechsel -nk- > -ch-; tchte 1. Sg. Prät. Mda-Sti 36; im nwaltm. und nbrdb. e-Apokopegebiet 1. Sg. Präs. denk; 1./3. Sg. Prät. dacht.
denn I. Adv. – 1. zeitlich, vgl. dann (bei 1b.), dn(e) (bei 1a.), dunn(e), 1: vereinz. nwaltm., 2: vereinz. Altm. (außer sö) JE2, verstr. ZE, 3: verbr. elbostf., 4: verbr. omd. – a. ‘danach, nachher, daraufhin’, häufig auf und folgend – denn junk hei wech Wb-Nharz 40; erst dütt un denn datt Wb-Altm 34; un denn jehmer noch n Stickchen na de Bahne lenkhenn ZE-Roß; Un ging denn noa de houhe Schol ... Matthies 1903,5; Ich kahmb denn bei en Harrn Rat in Dienst ... Richter o.J. 11; Verbdg.: dännnochend ‘dann danach’ STE-GrMö; Rda.: kriegt män irst’n Näs’ un dänn n Brill Zurechtweisung naseweiser Jugendlicher, OST-Möl. – b. ‘zu dem betreffenden (späteren) Zeitpunkt’ – We denn hme km, harre’s Jeld vorlr’n. Wb-Ak 46; Et dure ok nich saulange, denn lä hei sick henn tum Utrauhn, wur’t kein Opstahn wer von gifft. Rauch 1929,12;Se kann et Winters kommen, denn
Is nist de daun op’t Feld!
Gorges 1938,13.
– 2. bedingend ‘unter diesen Umständen, in diesem Falle’, häufig in Verbdg. mit wenn, z.T. enge Berührung mit 1b., vgl. dann 3., verbr. – Wenn düt de ohle Kausche süht, denn frit hei mick heilbeinig op. Lindaua o.J. 73; ... un wenn nich gliks Spritzen doa sind, dänn brennen de olle Strohgebäuden reihlang af. Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie); ... wärn Rei’m ehackt. Denn sind de Hacken nochml so breit, weil de Rei’mrejen breider sind wi de Koornrejen. Lautdenkmal 1937 (HA-Neu); Rda.: ... wenn schon, denn schon ... Richter o.J. 67; ... wenn dat mien Vader de wetten krigt, denn gift et de Jacke vull (Prü- gel) ... Wedde 1938,21; Se bruken bloß de Näs nach gahn, denn i’st blot noch’n Hunnblaff (eine kurze Strecke) wiet! Bewohner-Altm 2,123; Sprw.: Wenn’t Kind in’n Pütt’n (Brunnen) fallen is, denn ward’r todeckt. Spr-Altm 14. – 3. ‘außerdem, ferner’ 2: vereinz. Altm. – Unn denn de kroasig (munteren) Kinner ... Kredel 1927,41. – II. Pt. verstärkend, bes. in Fragesätzen, verbr. – drinkste denn Melk? WO-Dru; ... was ist denn da los? Wäschke 61915,98; wat hat’e denne secht? HA-Oh; “Wat jiwwet et denn?”, frade se neischierig. ZE-Hu; ... öwer weetst du denn ook, ob mei d’ Deern lien mag?“ Heimatkalender-Ma 1931,85 (Altm.); no denn kum man Wb-Nharz 40; enklitisch: wszan? ‘was denn?’ Mda-Sti 124; wurummen? ‘warum denn?’ Wb-Holzl 75; witten wech ‘willst du denn weg’ Wb-Nharz 40. – III. Konj. kausal zur Angabe einer Begründung, vereinz. – un word doch natt, denn’t Dack wass twei. Wb-Altm 276; ... denn et waarten doch tau schlechte Tieten. Wille 1927,XV (BLA-Be); ... wur hei’n dicken Fusthandschen ower harre, denn’t war grade Winterstiet, ... Rauch 1929,34; Awwer forr Musike da mißt Ihr sorjen, denn die jeheert zus Tanzen dorrzu ... Heese 21919,11.
Lautf.: denn, [den]; außerdem: deänn OST-Go; dänn verstr. ö Altm. JE2, ZE-Kö Roß, vereinz. WO; denne bes. am Satzende Mda-Ze (ZE-Roß), vereinz. elbostf. anhalt.; enklitisch verkürzt zu ’(e)n verstr.
dgen Vb. verstr. 1. ‘brauchbar, geeignet sein’ – Un wärd et Tüg ok woll wat dogen? Gorges 1938,32; ... biste enne Niete, die bloß noch zus Zuguckn toren tut. Krause 1964,60. – 2. ‘einen Wert, Nutzen haben’, vorw. in der Negation – ... de janze Weiwer ... die toogen allemet’nander nischt. Heese21919,19; hei dochte von Hus ut nischt Sprw-Börde; Ick däög nicks mr. sagt ein alter, kranker Mensch, Wb-Altm 32; Sprw.: dä beste Krankheit docht nist WE-Oster.
Lautf., Gram.: dögen, döjen vereinz. w elbostf.; dögt, döcht, [döt] 3. Sg. Präs. SA-Dä, vereinz. Altm., HA-Ost; den, den vereinz. w elbostf.; det 3. Sg. Präs. HA-Oh, OSCH-Ba; däög’n Wb-Altm 32; döän OST-Sta; [din] STE-Gro; dö-i-n Mda-Je 230; [dit] 3. Sg. Präs. JE2-Scho; degt 3. Sg. Präs. Id-Quea 141; dj(e)n BLA-Be Brau; tjen Mda-Sti 54; den Wb-We* 206; de-in Wb-Nharz 39; decht 3. Sg. Präs. Wb-Nharz 39; düön OSCH-Di; [daig] SA-Dä; dog(e)n, [dgn] Mda-nwJe1a 49 (vereinz. n JE1), vereinz. mittleres/ö elbostf., Vk-Harz 3,60; doget 3. Sg. Präs. Wb-Holzl 77 (WA-KlWa); toogen Heese 21919,19; dojn JE2-De, ZE-Göd; [d()n] Mda-Ze (ZE-Roß), Nd-Börde § 71 (WO-Schn), Mda-Fuhne 21 (DE-Ca); toren, [tn] Wb-Be, Krause 1964,60; [dn] Mda-Ze (vereinz. ZE); [dt] 3. Sg. Präs. verstr. ZE; docht, [dot] 3. Sg. Präs. HA-Oh, WA-Un, verstr. sw elbostf.; [doxd] 3. Sg. Präs. Mda-Fuhne 22 (DE-Ca); toejen Lieder-Ma Nr. 779 (WO-Ol); den HA-Oh; ten Inf., tet 3. Sg. Präs. Wb-Ak 171, Wäschke 71913,52; den Mda-Ro.
drgen Vb. verbr. 1. ‘etw. halten und mit sich fortbewegen, irgendwohin bringen’, auch übertr. von abstrakten Dingen – Essen drn ‘das Mittagbrot zur Arbeitsstätte des Vaters tragen’ ZE-Roß; Dröjjt ne nah Hus ... Gorges 1938,93; Track se fix heme bei de Mutter ... Heese 21919,93; So unnern Arm to draogen ... Ehlies 1960a 79; ik kann seo schwaoa nich draogng SA-Dä; Die truks nu inne kleene Schtowwe ufn Omn ... Wäschke 61915,42; Rda.: draach kaine Bange ‘habe keine Angst’ Wb-Holzl 78; sek met wat drn ‘eine Sorge unausgesprochen mit sich herumtragen’ Wb-Nharz 45. – 2. ‘eine bestimmte Last aushalten können’ – de Brüjje drecht HA-Oh; dat prt drecht Wb-Nharz 45. – 3. ‘mit etw. Bestimmtem bekleidet sein’ – ... denn drochten se noch schene blawe Kittels ... Vk-Harz 8,31; ... unn truhk en janz neien Anzuck ... Richter o.J. 124. – 4. ‘Ertrag bringen, Früchte hervorbringen’ – ... un dubbelte Frucht draut ... Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); Unse Bme trn nonnich. Wb-Ak 172; Rda.: De Rogg hat sick md draog’n. ‘Der Roggen bringt auf Grund des wiederholten Anbaus auf derselben Ackerfläche keinen Ertrag mehr.’ Wb-Altm 138. – 5. ‘trächtig sein’. – 6. ‘betragen, ausmachen’ – dat drecht 20 Mark HA-Oh.
Lautf., Gram.: Inf.: drgen vereinz. elbostf.; trgen BLA-All, Mda-Sti 3; dra’en, dren Wb-Holzl 78, Wb-We 30; draan, [drn] Kredel 1927,11, JE2-Gü, verstr. ZE, verbr. elbostf. anhalt. (außer ö DE); tra’n, trn Wb-Ak 172, Wäschke 61915,146; dra(o)g(e)n, [drg()n] vereinz. nwaltm., verstr. Altm., Mda-Ma 67 (JE1-Ran); [dr] SA-Rist; trgen Wb-Ak 172 (Schifferspr.); [drn] Nd-Börde § 51 (WO-Schn); drao(h)n, [drn] STE-Schä, ZE-Roß, OSCH-Har, QUE-Di, vereinz. w BE, Mda-Fuhne 44 (verbr. ö DE – ältere Generation, verbr. anhalt. – jüngere Generation); droan JE2-Kar, JE1-Dan; [trn] Wb-Be; [draog] SA-Dä; draw’n Bewohner-Altm 1,341; [drvn] Mda-Ma 67 (JE1-Ran); [drun] JE2-Scho; 2./3. Sg. Präs.: dröchst/dröcht, dröjjt vereinz. Altm., verstr. HA; drechst/drecht verstr. elbostf.; dreget (3. Sg.) BA-Ha; trjest/trget Mda-Sti 22; drgt (3. Sg.) BLA-Brau, CA-Fö; träst (2. Sg.) Wäschke 41920,41; drst/drt verstr. ZE; [drt] (3. Sg.) SA-Dä; draut (3. Sg.) Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); Imp. Sg.: [dra] QUE-Di; Track Heese 21919,93; draach, drch vereinz. w elbostf.; [dru] JE2-Scho; trk Mda-Sti 53, Wb-Ak 172; 1./3. Sg. Prät.: drog, droch Matthies 1912,26 (STE-Hü), BE-Dro; truk Mda-Sti 53; draug, drauch, [drau] verstr. elbostf.; druch Spr-Asch 16; truhk Richter o.J. 124; truks mit Enklise des Personalpron. n. Wäschke 61915,42; 1./3. Pl. Prät.: st. drögen Bewohner-Altm 2,103; draugen Wb-Holzl 78; draun Wb-Nharz 45, QUE-Di; sw.: drochten Vk-Harz 8,31; draten Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie); Part. Prät.: st.: edrgen BLA-Brau; edrn, [drn] ZE-Göd, Id-Eilsa 58, Wb-Nharz 45; [j-] Mda-Ze (ZE-Gro Stre); draog’n Wb-Altm 138; [drn] QUE-Di; sw.: [jdrt] Mda-Ze (vereinz. ZE); [drt] SA-Rist; [drut] JE2-Scho.
1drpen Vb. 1. verstr. – a. ‘mit einem Schlag, Stoß, Wurf ein Ziel erreichen’ – ... mit sön ’n Flint kunn he nich dräp’n. Matthies 1903,49; du kannst woll smiet’n, awer nich dräp’n HA-Bee; Rda.: Denn’ hebb ick recht draop’n. ‘Ihn konnte ich überzeugen.’ Wb-Altm 38; en ngel op’n kop drpen ‘mit einer Äußerung das Wesentliche erfassen’ Wb-Nharz 131. – b. ‘von einem Schlag, Stoß, Wurf erreicht (und verletzt, beschädigt) werden’ – dn had dor Schlg (Schlaganfall) jedroffen DE-Ca; Sprw.: wat einen dreepen sall, dat löppt einen ook nich twischen de Beine dörch ‘man kann seinem Schicksal nicht entrinnen’ HA-No. – 2. verstr. – a. ‘begegnen’, auch ‘antreffen’ – ik hewwe’n nich e’drpen HA-Oh; ... traf ich hie unn da en ahlen Bekannten von frieher ... Richter o.J. 22. – b. (refl.) ‘aufgrund einer Verabredung zusammentreffen’ – Wie wollten uns beie ... oppen Bahnhoff dräpen. Rauch 1929,148; wai draib’m us moagng Aomd in Krauch SA-Dä. – 3. ‘Grundberührung haben’, vom Kahn bei sinkendem Wasserstand oder zu schwerer Ladung, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 306 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 306 (CA-Ak), Wb-Ak 173 – Der Kn trifft. a.a.O. 173. – 4. in Verbdg. mit et ‘in bestimmter Weise vorfinden’ 3: vereinz. elbostf. – Se harren’t da recht slecht edroopen ... Gorges 1938,78. – 5. refl. ‘(zeitlich) gut passen, sich gut fügen’ 3: vereinz. elbostf. – Dat droop seek ganz gut. Vk-Harz 3,22 (BLA-Be).
Lautf., Gram.: drepen, drpen vereinz. HA; dreffen, [drefn] Spr-Asch 8, Elbschifferspr. 306 (CA-Ak); treffen, [trefn] Wb-Ak 173, Wb-Be; dräp(e)n, [drp] verstr. Altm., Elbschifferspr. 306 (JE2-Mi Pa), verstr. elbostf.; dräpm, [drpm] Siedler-Je § 140b (JE2 JE1), Id-Eilsa 58, Wb-We* 207; dräfn Mda-Ro; [draib] SA-Dä; 2./3. Sg. Präs.: drippst/drippt Wb-Altm 38, verstr. elbostf.; drippest/drippet HA-Oh, Wedde 1938,88; trifft (3. Sg.) Wb-Ak 173; [drüpst]/[drüpt] Id-Eilsa 58; [drept] (3. Sg.) Dialekt-Ma 6 (verstr. mittleres/s JE1, ZE-Göd); treffst, [trefst]/[treft] Heimatkalender-Ma 1930,82 (JE2-Vie), Mda-Ze (verstr. ZE); 1./3. Sg. Prät.: droop, drp Dialekt-Ma 11 (verstr. mittleres/s JE1, ZE-Göd) verstr. w elbostf.; drep Id-Eilsa 58; drp Wb-Altm 38; dreip HA-Oh; [drp] Dialekt-Ma 11 (JE1-Ste); drapp Wb-Altm 38; draf Spr-Asch 27; traf Richter o.J. 22; trfen 3. Pl. Prät. Mda-Sti 16; Part. Prät.: edro(o)pen, edrpen verstr. elbostf.; [drep] Id-Eilsa 58; draop’n vereinz. Altm.; jetroffen, [jtrofn] Mda-Ze (ZE-Roß), Heimatkalender-Ze 1961,90 (ZE-Ze), Wb-Be; [-drofn] DE-Ca; [-trufn] Mda-Ze (verstr. ZE).
drwisch Adj. 1a. ‘übermütig, verwegen, frech, unverschämt, garstig’,  unrtig, auch ‘trotzig, widerspenstig’ verstr. – den sin Junge is recht drewisch WA-We; To drebisch sünd se un to frech! Gorges 1938,56; subst.: tas is an Trwescher Wb-Be. – 1b. ‘durchtrieben, raffiniert’ 2: Mda-Ar 51. – 2. ‘langsam, träge’, bes. bei der Arbeit, auch ‘ungefällig’ 3: Wb-We 30.
Lautf.: drewisch, [drvi] SA-Dä, vereinz. Altm., JE2-Kar Ni, verstr. mbrdb. elbostf., Wb-Ak 48; [drwi] QUE-Di; trewesch, trwesch, [trw] Mda-Sti 137, Wb-Be, KÖ-GrPa; [drev] Id-Eilsa 58; drebisch vereinz. elbostf.; trebisch Spr-Anhalt 169; [dru] JE2-Scho; driebesch OSCH-Di; [drvi] ZE-Hu; dröbisch HA-Ack; dreewsch, drwsch, -fsch Wb-Altm 40, SA-Stör, verstr. GA, STE-Wa; dräwsch GA-KloNeu.