Halwe f. 1. ‘Seite’ 2: Id-Altm, JE1-Wo, Mda-Ze (ZE-Gro Reu Stre), 3: verbr. elbostf., 4: vereinz. omd. – linke Halwe WE-La; op de annere Halbe BA-GrAls; an de Halwe leggen WE-Dee; set dai an mne Hallewe Mda-Ze (ZE-Reu); op de Halwe träen ‘beiseite treten’ Sprw-Börde; uff de Hllewe jn dass., BA-Ha; öwer/an/up de Halwe bringen ‘beiseite schaffen, heimlich verstekken’ verstr. elbostf.; Rda.: sich op de fule Halwe leggen ‘faulenzen’ Sprw-Börde; dat heu mot rscht ne halwe hebben ‘das Heu muss auf der oberen Seite getrocknet sein, ehe es gewendet wird’ Wb-Nharz 68; up der Halwe ln ‘krank sein’ Wb-We 45; hei geiht um de Halwe ‘er stirbt’ HA-Erx; uff de Hallwe leen ‘aufbahren’ BA-Ha; de Hallewe krn ‘das Gleichgewicht verlieren und überkippen’ CA-Ak; de Halwe jm ‘den Kahn seitwärts drücken, damit die Strömung ihn erfassen kann’, Schifferspr., Elbschifferspr. 354 (WO-Ro). – 2. ‘Hälfte’ 2: Wb-Altm 74, Siedler-Je § 143h, ZE-Göd, 3: Beiträge-Nd 63 (WO-HWa), HA-Oh – ich will man Halw’n hämm ‘ich will nur die Hälfte haben’ Wb-Altm 74.
Lautf.: Halwe, [halw]; außerdem: Halw’ Wb-Altm 74; [hal] Siedler-Je § 143h (ö STE, w JE2); Hallewe, [halw] Siedler-Je § 143h (JE1), verstr. ZE, WE-Wa, QUE-Di, Vk-Ask 121, CA-Ak; [hlewe] Mda-Sti 149, [hlv] BA-Ha; Halbe GA-Wef, BA-GrAls, BE-KlMü. Zus.: zu 1.: Hand-.
1Hau m., n. 1. ‘Schlag, Hieb’ 1: vereinz. nwaltm., 2: vereinz. Altm. – Rda.: Up een’n Hau fällt keen Bom. ‘Das Gelingen der Angelegenheit erfordert Zeit.’ Bewohner-Altm 1,338; der Mann, der die Vaterschaft bestreitet, weil er nur einmal mit der Mutter des Kindes verkehrt hat, sagt: Upp n Hau fällt kn Bm. Wb-Altm* 73. – Brauch: Zu  Vrgdendl tanzte man um den letzten H., den für diesen Zweck stehen gebliebenen Roggen, bevor der Mäher ihn mit einem Hieb abmähte. Die letzten Ähren wurden dem Knecht als Schmuck an die Sense gebunden. Brauch-wAltm 95 (SA-Has). – 2. ‘Lichtung’, meist ‘abgeholztes Waldstück’ 2: Siedler-Je § 384, 3: vereinz. w/sw elbostf., 4: Mda-Sti 148 – häufig als FlN, auch in Zuss.
Lautf.: Hau vereinz. nwaltm. Altm., HA-Bee Ost, WE-Zi; Hai, Hei Wb-Altm 76, verstr. sw elbostf., Mda-Sti 140. – Gram.: m. belegt Wb-Nharz 73, WE-Zi, Mda-Sti 148; n. belegt Wb-Nharz 73.
Holt n. 1. Holz zur Verwendung als Bau- oder Brennmaterial bzw. zur Herstellung von Gegenständen, verbr. – dat Ding is t Holt emket HA-Oh; dät Schplint is t Holt emokt JE2-Scho; dät Holt is fsch (morsch) JE2-Scho; dat Ht hat all feaschpaokt (verrottet) SA-Dä; Hols hr! Kommando beim Fortbewegen schwerer Gegenstände, Wb-Ak 71; Rda.: dat is ne farschtersdochter, d het holt for der dr ‘sie hat einen üppigen Busen’ Wb-Nharz 81; ut Holt laten sich keine Bolzen dreihen ‘wer dumm ist, den kann man nicht gescheit machen’ Sprw-Börde; Sprw.: wu man Holt hauwet, fallt Späne Wb-We 53; Rätsel: Liet in’n Holte un schreit in’n Dörpe? – das Kind in der Wiege, Chr-Em 438; Liet int Holt un jeiht. – der Brotteig, STE-Ost; Wat liet in’t Holt un’ hät’n Hütken up? – das Bier im Fass, Bewohner-Altm 2,174; Steiht in’t Holt un lärmt. – der Pfarrer auf der Kanzel, SA-Rie; Wecker steiht in’t Holt un’ lärmt all’ Lü an, un’ keener därft äm Antwuhrt gäwen? – dass., Bewohner-Altm 2,168; Wat geiht in Holte un schitt witt? – die große Säge, HA-No; … do arbeiden se disse bruggen mit allen truwen unde vulbuweden de bruggen … und dat holt koften se ut dem holte to Gusen. 1422, Schöppenchr-Ma 368. – 2. ‘klein gehacktes (Stück) Brennholz’, vorw. in der Verbdg.: kleinet Holt, vgl. auch Kleinholt,  Klwe(n), verstr. – Bei min’n Onkel […] mockten se Holt. Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie); Hle m an Armvull Hols inne Kiche! Wb-Ak 71. – 3. ‘Wald’ 1: SA-Bee Ch, 2: verstr. Altm., Siedler-Je § 271, JE1-Scha, 3: verbr. elbostf. (außer CA), 4: verstr. nthür. w BE; häufig in FlN, FlN-Ma/Anhalt 66 (verstr., außer nö Altm., w anhalt.) – ich je ins Hols BE-Fr; in’t Holt feuern HA-Oh; nn Holte ‘in den Wald’ WO-Mei; op’n Holte gn ‘durch den Wald gehen’ Wb-We 53; op’n holte rnt et Wb-Nharz 81; Rda.: holt rit un frit ‘im Wald zerreißt man leicht die Kleidung und bekommt man schnell Hunger’ Wb-Nharz 81; Sprw.: So ass’n in’t Holt rinn schrt, so schrt wedder rt. Wb-Altm 277; Item. hy heth ok bekant, dat hy to Brunßwik in der Dyffestraten eyne ko gestalen heth und hadde dy in dat holt gefurth. Dar is sy. 1487 FB Zerbst 35; Die dritte gemein heist das Forttichen, ist ein holz; … Amt Dessau und Lippehne 1547/49, Landreg-Anhalt 1,74.  Busch Danne Fichte Forst Fre Hg(en) 1Heide Kne Lfh gen Lfholt.
Lautf.: Holt verstr. brdb. elbostf.; Haolt GA-Mie, STE-Lü; Ho(o)t, [ht] verstr. nwaltm.; Hooed SA-Ah; Holz, [holts] verstr. s ZE, OSCH-Emm, verstr. sö elbostf. omd.; Hols Wb-Ak 71, [hols] verstr. w JE1 nö CA, vereinz. BE; [hol(t)s] Dialektgeogr-Elbe/Saale Kt. 3 (verbr. s ZE n CA anhalt.) – Etym.: Hols hr! Wb-Ak 71 auch als ‘Hol es her!’ deutbar. Zuss.: zu 1.: Hassel-, Huppen-, Kappen-, Kn-, Krn-, Kersen-, Knallbüssen-, Knorr-, Krp-, Lang-, Lattenholz, Linden-, M ser-, Meine-, Mrwe-, Mudden-, Nütt-, ster-; zu 2.: Heinotter-, Kachel-, Kachelwen-, Kn-, Klafter-, Klapperholz, Klapperstorchenholz, Klein-, Klwen-, Knäcker-, Knack-, Knäppnerholz, Knickholz, Knister-, Knüppel-, K-ken-, Kreien-; zu 3.: Lf-; sonstiges: Hänge-, Hangel-, Hn-, Harken-, Helm-, Hinderass-, Kant-, Krf-, Klapphölzer, Kn-wel-, Knüppel-, Kopp- , Krnen-, Krümmel-, Krumm-, Kummet-, Mler-, Mangel-, Mantel-, Nudelholz.
Horst 1. f. ‘von Wald bewachsene Erhöhung im Sumpf’ 2: Wb-Altm 85 und 263, Siedler-Je § 360, 3: Wb-Holzl 106, im Gesamtgebiet in FlN vorkommend, vgl. FlN-Ma/Anhalt 66. – 2. f. ‘steinige Bank im Strom’ 2: Elbschifferspr. 411 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 411 (CA-Ak). – 3. m. ‘trockene, unfruchtbare Stelle im Acker’, meist von Unkraut oder Gehölz bewachsen,  Kopp, 3: BE-Gü He, 4: verstr. BE – dor Aggor had an Horschd BE-Il. – 4. ‘einzeln stehendes Grasbüschel’ 3: OSCH-An Ba, WA-Un.
Lautf.: Horst Siedler-Je § 360; [horsd] Elbschifferspr. 411 (STE-Tan); Ho(r)st Wb-Altm 85 und 263; Host vereinz. mittleres elbostf.; [hort] Wb-Be; [hord] Elbschifferspr. 411 (STE-Bit, WO-Ro, JE2-Mi Pa, CA-Ak), verstr. BE. Zus.: sonstiges: Kamm-.
Hwel m. 1. ‘Hügel’,  Barg, 2: Siedler-Je § 143n, 4: Wb-Ak 70. – 2. ‘Heuhaufen auf der Wiese’,  Heuhocke(n), 4: BE-Fr. – 3. ‘Maulwurfshügel’,  Mollbarg, 4: BE-KlSchie.
Lautf.: [hwl], [hl] Siedler-Je § 143n (n JE2); [hl] a.a.O. § 143n (nö JE2) (veralt.); [hl] a.a.O. § 143n (s JE2, JE1) (veralt.); Hiwwel Wb-Ak 70, [hiwl] BE-Fr KlSchie.
hummen Vb. 1. ‘werfen’ 2: Wb-Altm* 57, STE-Schi Wa, Siedler-Je § 252 (n JE2) (veralt.) – häe kann bannig hummen STE-Schi. – 2. ‘gelingen, glücken’ – dät humt 2: Siedler-Je § 252 (JE2). – 3a. ‘zu Fastnacht oder Pfingsten Gaben einsammeln, die anschließend gemeinsam verzehrt werden’ 3: OSCH-Schw. – 3b. ‘in der Spinnstubengemeinschaft gemeinsam Kartoffelpuffer backen und verzehren’ – et word mal e hummet 3: OSCH-Schw.
Lautf.: hummen STE-Schi Wa, OSCH-Schw; humm’n Wb-Altm* 57; [h] Siedler-Je § 252 (JE2).
2le f. ‘Eile’ 2: Wb-Altm 89, Siedler-Je § 136b, 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 17, Wb-Ak 50, Wb-Be – ik hewwe le HA-Oh; tas junk in Aile Wb-Be; Das hat kne Eile. Wb-Ak 50.  TZ (auch Hast, Überstürzung): Habbellsche Haspel Hassbass Hast Hetzjagd Hildigkeit.
Lautf.: Ile, [l]; außerdem: Il Wb-Altm 89; Eile Wb-Ak 50, [aile] Wb-Be.
1Kappe f. 1. ‘Mütze’ 2: Siedler-Je § 134a, 3: vereinz. elbostf., 4: Mda-Sti 49; auch ‘am Hals zusammengefaltete Frauenmütze’ 1: SA-Dä – Rda.: einen wat op de Kappe jem’n ‘jmdn. zurechtweisen’, dabei z.T. auch Schläge androhen, HA-Oh; einen op de kappe schtn dass., Wb-Nharz 92; op de Kappe nömen ‘eine Unternehmung verantworten’ Wb-We 62. – 2a. ‘weiter, gerader Rock für Frauen’, veralt., wurde bis zu Anf. des 20. Jh. zu einem langärmligen Hemd getragen, 4: CA-Ak. – 2b. dass. wie  Kapprock, 4: CA-Ak, Wb-Be. – 2c. ‘Unterrock für kleine Kinder’, veralt., 4: Mda-Fuhne 28 (DE-Ca). – 3. ‘fester, die vordere und hintere Wölbung formender Teil am Schuh oder Stiefel’ 2: Bauernwelt-Ze, 3: HA-Oh, 4: Wb-Be – ne Kappe forsetten lten HA-Oh. – 4. ‘Fingerspitze’ 2: Mda-nwJe1b 67 (JE2-HSe). – 5. ‘Getreidehülse’ 3: Wb-Nharz 92; auch Pl. ‘Spreu’ 4: BE-KlSchie. – 6. ‘hochragendes Federbüschel am Kopf von Vögeln’  Noll(e), 3: HA-All, QUE-Wed. – 7. ‘lederne Verbindung zwischen Dreschflegel und Handhabe’ 1: SA-Rist, 3: Wb-Nharz 92. – 8a. ‘leicht abgerundete Erhebung in der Landschaft’,  Barg, 2: Siedler-Je § 264 (JE2-Par). – 8b. ‘steile, hohle Böschung eines Berges’ 3: BLA-Brau.
Lautf., Gram.: Kappe, [káp]; außerdem: [kap] SA-Dä Rist, Siedler-Je § 134a; [kab] CA-Ak; [gab] Mda-Fuhne 28 (DE-Ca); [gab] Pl. BE-KlSchie; kppe Mda-Sti 49. – Etym.: zu spätlat. cappa ‘Kopfbedeckung’, auch ‘Mantel mit Kapuze’, vgl. Pfeifer 1989,790. Zuss.: zu 1.: Nwel-; sonstiges: ser-.
Krl m. 1a. ‘Bursche, junger Mann’ 1: SA-Rist, 2: verstr. Altm., Siedler-Je § 136g, ZE-Kö, 3: OSCH-Di – n poer jung Kerls SA-Rist; Sprw.: Jung’ Kärdel, half Edelmann. ‘Einem jungen Menschen stehen viele Möglichkeiten offen.’ Bewohner-Altm 1,342. – Brauch: In der Altm. wurden die jungen Burschen nach ihrem 18. Geburtstag zum K., indem sie durch Einhänseln in die  1Koppel 3c. aufgenommen wurden (Brauch-wAltm 46f.). – 1b. ‘(kräftiger, stattlicher) Mann’ verstr. – dat is en grten krl Wb-Nharz 95; n’ smucken Kerl HA-Oh; Hei war eigentlich enn staatscher Keerl. Hbl-Ohre 1925 Nr. 7/Wöhlbier (HA-Eim); Datt iss noch’n Krl. Wb-Altm 96; dr is süss immor n lun un jn (ein lieber und guter) Krl ewest Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa); Rda.: dr is Karl jenuch dds ‘er ist stark genug dazu’ CA-Ak; Dat war en Keerl, de konn’ mehr wi Brot eten. Lindauc o.J. 67; Sprw.: wu kein Keerl liet, da kann ook kein Keerl oppstahn HA-No. – 1c. ‘Mann’, abw., 1: SA-Dä, 2: Wb-Altm 96, Matthies 1903,3, ZE-Roß, 3: WO-Dru, HA-Oh, Wedde 1938,62, Wb-Nharz 95, 4: Wäschke 41919,111 – ful is de Keerel WO-Dru; n’ slechten Kerl HA-Oh; … hei war en olen Stänker, en gnietschigen un köhlkanzigen (ein geiziger und mäkliger) Keerl … Wedde 1938,62; dat is an sdrainigng (sturer) Keal SA-Dä. – 2a. ‘Ehemann’ 3: vereinz. elbostf. – mien Kerel Wb-Holzl 118; mn krl is noch nich te hs Wb-Nharz 95. – 2b. ‘Liebster’, auch abw., 4: Wb-Be. – 3. ‘ Schellenober’, Spielkarte, 3: GA-Bös, WE-Il Ve. – 4. ‘die drei Eisheiligen’,  shilligen, in der Verbdg. – a. dulle Krls 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm. – b. kolle Kärls 2: JE2-Par. – c. de slimmen Krls2: CALV-Uth, 3: JE1-Ca. – d. strenge Krls 1: SA-We, 2: SA-Im. – 5. in der Verbdg. – a. der böse Kerl ‘Schreckgestalt für Kinder, die angeblich im Getreidefeld sitzt’,  Roggenmme, 2: JE2-Wo. – b. Kärls un Deerns ‘ Gesinde’ 2: GA-Sche; die Karls und die Mächens dass., 4: DE-Que.
Lautf.: Keerl, Krl vereinz. Altm., verstr. elbostf.; Kerl HA-Oh, [kerl] Id-Eilsa 71; Kearl OST-Gla Schö; [keal] JE2-Scho; Krl, Kä(ä)rl, krl SA-Pü, Wb-Altm 96, verstr. s Altm., Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa), Siedler-Je § 136g, WA-We, Wb-Nharz 95, BLA-Brau; [krl] SA-Al, STE-Steg; [kl] verbr. nwaltm., SA-Sal, GA-Ku; [kl] SA-Dä Rist; [karl] ZE-Kö; [k(ä)rl] Siedler-Je § 136g; Ke(e)rel SA-Ma, WO-Dru, Wb-Holzl 118; Kärel OST-Go, Wb-Holzl 118 (WA-KlWa); Krel Wb-We* 218; Kerl, [kerl] vereinz. nwaltm., verstr. nbrdb., JE1-Ca; Kärl GA-Al, vereinz. mittleres STE, JE2-Par; Karl ZE-KlLei Roß, GA-Bös, WE-Il Ve, vereinz. anhalt.; [kárl] Wb-Be; Kerd(e)l, [kerdl] SA-Meh Pa, OST-Mech Werb, vereinz. s OST n STE; Keerdel STE-Ost; Kärdel Bewohner-Altm 1,342, GA-KloNeu, vereinz. s OST n STE; Kädl STE-GrMö; Kärtel OST-Na. Zuss.: zu 1.: Hgel-, Hden-, Hingst-, Hft-, Jung-, Kasten-, Ktel-, Kpen-, Knper-, Leddern-, Leinwands-, Lerkasten-, Ler-, Lumpen-, Lse-, Mai-, Manns-, Melk-, Molden-, Mords-, Msefallen-, Orgel-; zu 4.: skerls; zu 5.: Nickel-, Nicker-; sonstiges: Mai-.
Kersbre f. 1. dass., auch die Frucht, 2: verstr. w Altm., verbr. ö Altm. JE2, Siedler-Je § 272, JE1-Zi, 3: verstr. Holzl., Wb-We 63, QUE-Co – sure Kespern JE1-Zi; d Käspa is k rpe JE2-Scho; Rda.: Sön Blöttd (Blütezeit) ass de Käspern hämm, hät de Rogg’n k. Wb-Altm 265 – Item in dem sulven jare wart ok neinerlei vruchte ganz ripe, als appel, bern, kersebern, plumen, perseke. 1468 Schöppenchr-Ma 411. – 2. PflN ‘wilde Kirsche’, auch die Frucht, 3: WE-He Strö.
Lautf., Gram.: Kersber SA-Rie, STE-Da Ka; Kersper STE-Kö; Kerspern Pl. GA-Kä; Käsbr GA-See; Käs(s)be(e)rn Pl. OST-Bi Deu Po, STE-Scher; Kässbr Wb-Altm 96; Kesper, Käsper Sg., Käspern, Kespern Pl. verstr. w Altm., verbr. ö Altm. JE2, Siedler-Je § 272, JE1-Zi; Käspär OST-Thie; [kesp], [käsp] SA-Rie, verstr. ö Altm.; Käspän Pl. STE-Grä KlSchwa, Kspnn Pl. STE-Schi; [käspa] JE2-Scho; [käspn] Pl. STE-Buch; [käsb] STE-Ber Peu Wa; [kaesb] Mda-Ar 28; KässbännPl. GA-Vol; Keasper JE2-Schö; Kassebre verstr. Holzl., WE-He Strö, Wb-We 63, QUE-Co; [kasp] OST-Krum, STE-Bö Je; [kasp] STE-Steg; [kasb] SA-Kal; [kasba] Mda-Ar 28; Käsp(e)l, [käspl] OST-Har, JE2-Scha; KäspelnPl. SA-Vie, JE2-Reh; Kaspeln Pl. SA-Altm; [kasbl] SA-Vie.