K f. 1a. TiN ‘weibl. Rind’ verbr. – hei mott Keue ob de Wische (Wiese) heu’n (hüten) GA-Lock; … denn hammer so vill Jeld, dassemer uns Kiehe un Färe koofen kenn’n. Wäschke 41920,41; Rda. mit Bezug auf Viehhaltung und wirtschaftliche Bedeutung: De gaude Koh melkt man dörchs Mul. ‘Bei guter Fütterung gibt die Kuh viel Milch.’ Spr-Altm 82; Een Koh deckt’n Disch. a.a.O. 82; Oll Kö’ gew’n Melk, jung Hünner gew’n Eier. Bewohner-Altm 1,345; hat de Deuwel de Kauh ehalt, kann hei dat Kalw ok noch halen HA-Eil; Rda. mit Bezug auf den Menschen und sein Verhalten: Wem de Kauh jehört, fate se bin Schwanz ‘wen eine Sache etw. angeht, der kümmere sich darum’ Sprw-Börde; Watt helpt n’n K, wenn s ‘n Emmer vull melkt un sleit’n in’n Dreck ‘Hab und Gut nützen nichts, wenn es vergeudet wird’ Wb-Altm 205; man wart sau olt wie ne Kau un lehrt ümmer noch dertau Sprw-Eils 39; et jift mr bunte keu w eine Zurückweisung einer unberechtigten Forderung gegenüber jmdm., der glaubt, eine verlorene Sache wieder zu erkennen, Wb-Nharz 94; wenn eine Kauh schitt, böert dä andere den Swanz hoch OSCH-Ba; hei kukkt et an w de Kau de ne Dr ‘er ist verwundert’ Wb-We 64; sau old wrd keine Kau WE-Be; Rätsel: et jing in’n Wald un leiht Tellderken fall’n, wat is dat? – de Kauh WO-Schn;Eine Kauh un’n Kalf
Un’n half Kalf half
Un’n Hirsch un’n Reh,
Wuur vell Beine harr’n dee?
Lieder-Ma Nr. 474 (HA-Um);
Kinderreim:Muh, muh, muh!
Raupt uns unse Kuh.
Wai jeeb’m eer det Futter,
Sai jeeft uns Melk un Bodder
Un raupt man immer: Muh!
a.a.O. Nr. 78 (WA-Eg);
Abzählreim:Ich un d, Mil’lersch K,
Mil’lersch sel, das bis d.
Wb-Ak 99.
Wiegenlied:Slap, Kinneken, slap.
Vorn Holte geiht en Schap,
Vorn Holte geiht ne bunte Kauh,
Kummet usen Kinneken tau.
Vk-Harz 3,87 (WE-Schau).
Brauch: In vielen Altmarkdörfern war es üblich, beim ersten Austrieb zu Pfingsten das Vieh zu bekränzen. Dies war häufig mit einem Wettstreit der Hütejungen und Kuhmägde verbunden. Der besten K. der Herde, die zuerst ausgetrieben war, wurde ein von einem Mädchen gebundener Kranz umgehängt. Brauch-wAltm 72f. (SA-Zier, vereinz. GA). Hatte eine Kuhmagd ihre Herde als letzte ausgetrieben, hatte sie allerlei Witze und Neckereien über sich ergehen zu lassen. Gegen Abend suchten die Burschen aus der Herde dieses Mädchens eine K. heraus, die sie schmückten, indem u.a. eine aus Stroh und anderen Materialien gefertigte Puppe auf das Tier gesetzt und befestigt wurde. Diese bunte K. wurde losgelassen und lief unter dem Jubel der Bewohner so lange durch das Dorf, bis die Puppe heruntergefallen oder zerstört war. Erst dann wurde das Tier wieder auf den Hof gelassen. SA-Ch. – 1b. TiN in der Verbdg.: bunte/blinde Kuh ‘Marienkäfer’,  Marenkwer, 2: JE2-Pap, JE1-Bü – blinne Kue JE2-Pap. – 2. ‘alte oder dicke Frau’, Schimpfwort,  Pummel, 2: ZE-Roß. – 3. in der Verbdg.: sitt wie dot up de Koh ‘bittet unablässig um etw.’,  beddeln, 2: STE-Bir.
Lautf., Gram.: K, Koh, Koo SA-Ku Rist Zie, verbr. Altm., JE2-HGö Schö Zo, JE1-Grä Gü Ra Ran; Kouh OST-Thie, ku Mda-Sti 40; Kau(h), [kau], [kao] verbr. nwaltm. elbostf.; Keuseken Dim. Mda-Weg 101; K, Kuh WO-Zi, JE1-Bü Kü, ZE-Roß, HA-Alv, Lieder-Ma Nr. 78 (WA-Eg), a.a.O. Nr. 613 (WO-Ol), a.a.O. Nr. 615 (GA-Se), Vk-Harz 3,94 (QUE-Que), Wb-Be, BLA-All, Vk-Anhalta 32; [g] DE-Ca; Kue, [ku] JE2-Pap, JE1-HLo Stei, verstr. ZE; Kua ZE-Mü; Pl.: [k] JE2-Scho, JE1-Gra HZi Wö; [kö]GA-Bo, CALV-Je Uth Zo; Köh, K, Kö’, [k] SA-Rist Zie, Bewohner-Altm 1,345, verstr. n/mittlere Altm., GA-Da Le Schw, JE2-Gü, Heimatkalender-Ma 1932,45 (JE2-Vie), verstr. nw/mittleres JE1; Ke, [k] Dialekt-Ma 12 (verstr. JE1, ZE-Dor), QUE-Su, Kehe BA-Op; Keh, K Dialekt-Ma 12 (JE1-Güt Schor Walt), verstr. ZE; [kj] Dialekt-Ma 7 (verstr. w JE1, CA-El); kwe Mda-Sti 40; [kje] WO-Col Zi Zie; [ki] SA-Ku, [ki] STE-Bö Je Steg; [köi] SA-Pü Zie, GA-Da Ku, [köi] STE-Bad; [kui] verstr. nwaltm.; Kuü SA-Die; Küehe Heimatkalender-Je 1929,XII (JE2-Vie); Koie, [koi], Käu(h)e, Keu(h)e, [koe] verstr. n/w elbostf.; [koi] SA-Ah GrGe Jü, Keu HA-Oh, Id-Eilsa 70, Wb-Nharz 94; Keuj QUE-Di; Kei(h)e, keie, [kae], [kaie], [kai] WO-Eb Mei, HA-Neu Va, Wb-Nharz 94 (WE-De), vereinz. n CA; Kiehe Wäschke 41920,41, Richter o.J. 7; [g] DE-Ca. Zuss.: zu 1a.: Harz-, Hirsch-, Kalwe-, Kerken-, Lnigen-, Melke-, Melk-, Mtsche-, M-, Ossen-; zu 1b.: Himmelskühchen, Mtsche-, M-; sonstiges: Maikken.
Kken m. 1. ‘Kuchen’ verbr. – Du reurst ja! Wutte Kauken backen? HA-Bee; der Kauken is harke (knusprig) QUE-West; ha is ne olle Wespe an Kkng JE2-Scho; … hadde ‘n Freitak jlei beis Brotbacken Kuchen mitjebacken … Wäschke 31909,75; Rda.: die sin een Ei und een Kuchen ‘sie sind unzertrennlich’ Vk-Anhalta 69; Kinderreim:backe, backe Kchen,
der Becker had jerfen,
had jerfen de janze Nachd,
Fridzchen had kn’n Dch jebrachd,
krd  kn’n Kchen.
CA-Ak;
kaukn rt,
ss schlaome de brt taun fenestr rt!
, rufen die Kinder
nach dem Poltern den Brautleuten zu, wenn sie nicht gleich
belohnt werden, Vk-Ask 130 (QUE-Na).
– Brauch: Kuchen wurde nur zu hohen kirchlichen Festtagen, zu Familienfeiern und zur Erntezeit, manchmal auch zum Sonntag, wenn ohnehin ein Backtag angesetzt war, gebacken (Essen-nwAltm 19, Vk-Anhalta 46). – 2. in der Verbdg.: gereuhrter Kauken ‘Topfkuchen’,  Pottkken, 3: HA-Som. – 3a. in der Verbdg.: natter Kken ‘meist mit Obst belegter Kuchen’ 3: Wb-Nharz 133, 4: Wb-Ak 99, Vk-Anhalta 47, DE-Ca – ich will lwor nassen Gchen a.a.O. – 3b. in der Verbdg.: drger (trockener) Kken ‘Kuchen ohne (Obst-)Decke’, auch ‘Kuchen, der in den Kaffee getunkt wird’ 3: Wb-Nharz 133, Vk-Harz 3,66, 4: Wb-Ak 99, Vk-Anhalta 47 – Rätsel:Schtief schteck ek ene rin
un schlapp teiken’e ruht
(herausziehen). – Kuchen im Kaffee,
Vk-Harz 3,66.
Lautf., Gram.: Ko(o)ken, [kkn] verstr. mittlere Altm., OST-Alt, vereinz. s Altm., JE2-Schön, verstr. w JE1, HA-Hu, Dialekt-Ma 8 (CA-El); Kokn, Ko(o)k’n, Kk’n Wb-Altm 112, Matthies 1903,3, SA-Altm Bre, OST-Kru; [kk] vereinz. nwaltm., verstr. Altm., JE2-Scho; Kook Albrecht 21822 1,87; kuchen Mda-Sti 33; Kauken, [kaukn], [kaokn] SA-Ro, verstr. elbostf., [khaukhn] Mda-War 26; Kaukn, Kauk’n SA-Lag, HA-Bee, Vk-Ask 130 (QUE-Na) und 373; [kauk], kaukng verstr. nwaltm., SA-GrGe, Mda-Ro; Kauke OSCH-Di, Wb-Nharz 94, [khaukh] Mda-War 26 (veralt.); Kuke, [kk] Mda-Ma 66 (ZE-Dor), ZE-KlLei; Kuke f. JE1-Bü, ZE-Ra; Kueke, [kk] JE1-Pa, ZE-Göd, [kuk] Mda-Ze (vereinz. ZE); Kueke, [kk] f. verstr. JE1; [kok] Mda-Ma 66 (JE1-Dan); [kuok] ZE-Kö; Kuchen QUE-GrSchie, vereinz. anhalt.; [kn] ZE-Roß, Wb-Be; [gn] Mda-Fuhne 30 (DE-Ca); Kuche JE1-Stei. Zuss.: zu 1.: Haller-, Hrd-, Hwe-, Hochtts-, Honnig-, ser-, Kartuffel-, Kse-, Kirschkuchen, Klatsch-, Klemm-, Knackenkuchen, Kranz-, Krmel-, Losekuchen, Mn-, Matzkuchen, Mren-, Mrrwen-, Napp-, ft-; sonstiges: Kartuffel-, Klump-, Klunz-, Ln-, l-.
Kkenkömmel m. PflN ‘Thymian’ 3: Vk-Harz 3,51.
Lautf.: Kückenkömel.
klrwenswart Adj. ‘völlig schwarz’ 2: ZE-Roß, 3: HA-Oh, Wb-Nharz 104, Vk-Harz 3,46, 4: Wb-Ak 95, Wb-Be – wat haste denn forr Hänne? die sinn je kollrmschwarz ZE-Roß.
Lautf.: kollrabenschwart, kolrben- Wb-Nharz 104, Vk-Harz 3,46; -rmnswart HA-Oh; [kolrwarts] ZE-Roß, Wb-Be; kol’lr’mschwarz Wb-Ak 95; kollmer’m- a.a.O. 95; kollnrmnswart HA-Oh.
kmen Vb. 1. verbr. – a. ‘sich einem Ort nähern, sich auf etw. zu bewegen’, wobei die Bewegung vorw. vom Ziel aus gesehen wird – … da kummt Zophiechen … Klaus 1936,17; De Hunne kamten ahnelopen …Vk-Harz 3,25 (BLA-Be). – b. ‘einen Ort erreichen, eintreffen’ – wenne doch mand gm Mda-Fuhne* § 44; ik keme glks HA-Oh; d k’m se met ne Fre Jeträide JE2-Scho; Sprw.: De erst kümmt, de moahlt toerst. Spr-Altm 76; kümmst ht nich kümmst morgen Wb-Altm 97; As du kömmst, so geihst du. ‘Wie gewonnen, so zerronnen.’ Bewohner-Altm 1,345. – c. ‘an etw. teilnehmen, jmdn. besuchen’ – kimmste haite? DE-Els; Rda.: wr nich kummet, brket nich wedder wech te gn. Wb-We* 221. – 2. ‘irgendwohin geführt, gebracht werden’ 3: HA-Oh, Wb-We 82, Wb-Nharz 104, QUE-Que, 4: Wb-Ak 107 – Du kimmest ins Loch (Gefängnis). a.a.O. 107. – 3. ‘etw. erlangen, bekommen, erreichen’ 2: Matthies 1903,28, 3: HA-Oh, Sprw-Harzvorlg 264 – tau nist komen ‘keine Zeit haben, um etw. zu erledigen’ a.a.O. 264; Rda.: Jelt kummt tau Jelt HA-Oh. – 4. nur im Imp. – a. ‘jmdn. zu etw. veranlassen’ verstr. – kumm w d’n baie Kabolt JE2-Scho; Lied:Mäk’n, wasch dick, kämm dick, putz dick scheen!
Kumm, wai woll’ moal noan Danzsaal jehn.
Lieder-Ma Nr.
990 (WA-Eg).
– b. ‘vorwärts’, Zuruf an Pferde,  j, 1: SA-Han Schm, 3: QUE-Hau, CA-Atz. – 5. ‘sich jmdm. gegenüber in bestimmter Weise verhalten’ 2: vereinz. Altm., Heimatkalender-Ma 1932,47 (JE2-Vie), 3: HA-Oh, Wb-We 71, Wb-Nharz 104, 4: BA-Ha – alen (alten) lüen mott man mit der limpe (Nachsicht) komen Heimatland-Ga 1930 Nr. 10; Rda.: kummst de mek sau km ek dek sau Wb-We 71; einen op’t fel kommen ‘jmdn. zurechtweisen’ Wb-Nharz 104. – 6a. ‘plötzlich auftauchen, in Erscheinung treten, geschehen’ 2: vereinz. Altm., JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be – et kimmt ne grte husche (Schauer) Id-Quea 159; Rda.: wennt’t kummet, kummet et mit’n Male Sprw-Eils 39; Sprw.: Sönn oll Krankheiten kaom’n in Kutschen un Kareten un gaohn met’n Krückstock wädder af. Bewohner-Altm 1,347. – 6b. ‘langsam herankommen, sich verändern’ 2: Wb-Altm* 61, Hausfr-Altm 1925,55, Spr-Altm 77, 3: Chr-Em 427, Id-Quea 159 – Mett de Tiet kamm’t noch ännerst! Hausfr-Altm 1925,55. – 6c. ‘von etw. herrühren, herkommen’ 2: Bewohner-Altm 1,345, 3: Sprw-Börde, Wb-Nharz 130, Id-Quea 144 – Rda.: Dät kömmt jo nich van ungefähr, dät kömmt van ganz wat änners her. Bewohner-Altm 1,345. – 7. ‘in einen bestimmten Zustand, in eine bestimmte Lage geraten’ 3: WO-Dru NiDo, HA-Oh, Wedde 1938,14 – se keim’n ut’n Aten WO-Dru. – 8. ‘auf einen Gedanken, hinter etw. kommen’ 2: Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie), ZE-Roß, 3: HA-Oh, Sprw-Börde, Wb-Nharz 104 – Doa kamm ick up den klueken Infall … Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie). – 9. ‘zu etw., an etw. gehören’, bes. bei Lebensmitteln, 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. Altm., 3: WO-HWa – an dn Salaot kümmt Tsucker WO-Zie. – 10. zum Ausdruck des Beginns eines Vorgangs, 2: Elbschifferspr. 301 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 3: HA-Oh, 4: Elbschifferspr. 301 (CA-Ak), Wb-Ak 95 – r kimmt! Ausruf, wenn der Kahn in Fahrt kommt, a.a.O. 95. – 11. ‘einen bestimmten Preis haben’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 104 – dat is mik te der e’kemen HA-Oh. – 12. ‘ejakulieren’ 2: ZE-Roß.
Lautf., Gram.: Inf.: ko(o)men, kmen Rda-Altm 296, Heimatland-Ga 1930 Nr. 10, vereinz. w elbostf.; kohm’m, [k:] Siedler-Je § 137h, Hbl-Ohre 1935/Becker (HA-Bee); kohm GA-Lin; kaom(e)n, koam(e)n vereinz. nwaltm., OST-Bö Na, Lautdenkmal 1937 (OST-Schön), JE2-Pap, Heimatkalender-Ma 1932,47 (JE2-Vie), JE1-GrLüb; ka Dialekt-Ma 9 (verstr. JE1, ZE-Göd, CA-Gli), [ka] ZE-Kö; kao(h)m, koa(h)m SA-Brie, Wb-Altm 97, verstr. ö Altm.; [k] Mda-Ar 31, JE2-Scho; kemen HA-Oh; [ke] Id-Eilsa 73; kommen Wb-Holzl 124 (WA-KlWa), Spr-Asch 32, Wb-Nharz 104, [khomn] Mda-War 68; ko, kom(m)’m Dialekt-Ma 9 (verstr. w JE1, ZE-Dor, vereinz. nö CA), ZE-Roß, QUE-Di, Wb-Ak 95, Wb-Be; kuomen OSCH-Di; kummen Richter o.J. 64; 1. Sg. Präs.: kome, kme Wb-Holzl 124, HA-Oh, Hbl-Ohre 1939,10 (HA-Sie), OSCH-Har; km Wb-We 71; [kam] Mda-Ze (vereinz. ZE); kaom Wb-Altm 276, Bewohner-Altm 1,345; komme, [kom] Mda-Ze (ZE-Roß), OSCH-Di, Wb-Nharz 104, Wb-Ak 95; komm Matthies 1903,28; 2. Sg. Präs.: kommst, [komst] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, CA-Gli), ZE-Roß; kömmst Bewohner-Altm 1,345, Heimatkalender-Ma 1932,47 (JE2-Vie); kum(m)est vereinz. sw elbostf., WA-Un; kummst Wb-We 71; kümmst, [kümst] SA-Dä, Wb-Altm 97 und 276, Spr-Altm 76, Wb-Holzl 124, HA-Bee Ost; kim(m)est, [kimst] QUE-Di, Mda-Sti 5, Wb-Ak 95 und 107, Wäschke 41919,90; kim(m)st, [kimst()] mit Enklise des nachfolgenden Personalpron. Dialekt-Ma 8 (verstr. w JE1, vereinz. ö CA), Wb-Nharz 104, QUE-Di, DE-Els; [gimsd()] mit Enklise des nachfolgenden Personalpron. DE-Ca; [kemst] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, CA-Gli); 3. Sg. Präs.: koamt SA-NFe; [komt] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, CA-Gli), ZE-Kö; kömmt, [kömt] Bewohner-Altm 1,342 und 345, vereinz. STE; [kömd] Elbschifferspr. 301 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa); [kömp] STE-Buch, JE2-Scho; kum(m)et HA-Oh, verstr. sw elbostf.; kummt verstr. sw elbostf., WA-Un; kümmet Wb-Holzl 124 (HA-Wo und sw Holzl.); küm(m)t, [kümt] verstr. nwaltm. w Altm., vereinz. ö Altm., verstr. n elbostf., ADVk Nr. 49 (OSCH-Wu, WE-Re), Id-Quea 144; [kümp] OST-Kru Wal, STE-Ro; kim(m)et Wb-Nharz 104, Vk-Harz 3,24 (BLA-Be), Spr-Asch 49, Mda-Sti 5, BA-Ha; kimmt, [kimt] SA-Win, vereinz. WO, Dialekt-Ma 8 (verstr. w JE1, vereinz. nö CA), JE1-Ca, Sprw-Börde, vereinz. s elbostf., Wb-Ak 95, Wb-Be, Wäschke 61920,38; [kimd] Elbschifferspr. 301 (CA-Ak); [kemt] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor, CA-Gli); 1./3. Pl. Präs.: kom(e)t, kmt Wb-Holzl 124, OSCH-Har, Wedde 1938,14, WE-Oster; kemet HA-Oh; [km] vereinz. s Altm., WO-HWa; kaomen Bewohner-Altm 1,347; [km] SA-Die Pe, verstr. n Altm., kaom, koam, [kaom] vereinz. n SA, Sprw-Altmb 121; kamt Lieder-Ma Nr. 413 (WO-Ol, HA-Alv); komm(e)n SA-Im, ZE-Ra, Wb-Holzl 124; komm’m QUE-Di, [ko] OST-Krum, STE-Sa; 3. Sg. Prät.: kom JE2-Gü; [km] SA-Chei Kal, GA-Fau, vereinz. WO; ka(a)m, [km] verstr. ö Altm., GA-Bo Schw, vereinz. elbostf.; [gm] Mda-Fuhne* § 227,4 (verstr. mittleres/s KÖ); kamp Wäschke 71913,12; [km] QUE-Di, km Wb-Ak 95; [gm] Mda-Fuhne* § 227,4 (verstr. anhalt.); [gmb] BE-Sa (veralt.); [km] Wb-Altm 97, verstr. SA w OST, OST-Hi, vereinz. s Altm.; [kim] SA-Die, [käim] verstr. nwaltm.; keim Wb-Nharz 104 (WE-Oster); kamm, [kam] vereinz. Altm., Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie), Rauch 1929,70, Chr-Em 438, Wb-Holzl 124 (HA-Erx); 1./3. Pl. Prät.: km’n Tiedge 1954,39 (HA-Ost); [k] JE2-Scho; kemen Lautdenkmal 1937 (OST-Schön); [k] JE2-Scho; [khaimn] Mda-War 68, keim(e)n Rauch 1929,82, WO-Dru, Wb-Holzl 104 (WE-Oster); kmen, kamen a.a.O. 124, Wb-We 90, Mda-Sti 16; kamten Vk-Harz 3,25 (BLA-Be); Part. Prät.: ekomen, ekmen Wb-Holzl 124, Hbl-Ohre 1928 Nr. 9/Wöhlbier (HA-Eim), OSCH-Har, Wb-Nharz 104 (BLA-Ben); e’kem’n HA-Oh; jeka ZE-Kö, [jka] Mda-Ze (vereinz. ZE); [ka] Dialekt-Ma 9 (verstr. JE1, ZE-Göd, CA-Gli); kaom’m Wb-Altm 97; kaom SA-Bon; jekomm’n Alt-Cöthen 8; jekom’m, [jko] Mda-Ze (ZE-Roß), Wb-Ak 95 und 115; ekommen Wb-Nharz 104; [ko] Dialekt-Ma 9 (verstr. w JE1, ZE-Dor, vereinz. ö CA), ’kom’m QUE-Di; 3. Sg. Konjunk. Prät.: kme WE-Wa; [gm] Mda-Fuhne* § 44 (DE-Ca); kaime verstr. w elbostf., WA-KlWa Un, keime Wb-Nharz 104; Imp. Sg.: km OSCH-Har; [km] SA-Ku; komm SA-Han Schm, JE2-HGö, JE1-Flö Ho, vereinz. ZE, CA-Gli; komp ZE-Roß; kumm, [kum] verstr. nwaltm. Altm., JE2-Neu Scho, ZE-Brä, Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, vereinz. nö CA), verstr. elbostf. s CA, Richter o.J. 64; [gum] BE-Ad KlSchie, DE-Ca (veralt.); Imp. Pl.: komet Wedde 1938,20; kommet, [komt] Wb-Nharz 104, QUE-Di; [komt] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, vereinz. nö CA), Wb-Nharz 104; kummt, [kumt] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, CA-Gli), Wb-Holzl 124; kümmt, [kümt] SA-Dä, OST-Sa. Zuss.: zu 1.: hen-, hr-, hch-, in-, ls-, mit-, n-,wern-,wer- , werweg-; zu 3.: ls-; zu 6.: hr-, wer-; zu 7.: in-, nedder-, wer-; zu 10.: hr-; sonstiges: hen-.
Kmme f. PflN ‘Wachtelweizen’ 3: Wb-Nharz 94, Vk-Harz 3,50.
Lautf.: Kaumume, -mme.
Konterbande f. 1. ‘Schmuggelware’ 3: Vk-Harz 3,49, Wb-Nharz 111. – 2. in der Verbdg.: Kunterband maken ‘etw. unterschlagen’ 3: Wb-Holzl 129 (WA-KlWa).
Lautf.: KunterbandWb-Holzl 129 (WA-KlWa), Vk-Harz 3,49; kunderbant Wb-Nharz 111. – Etym.: Entlehnt aus ital. contrabando ‘Schmuggel’, eigentlich ‘entgegen der Bekanntmachung’ (ital. contra ‘gegen’, bando ‘Erlass’), über frz. contrebande, vgl. Kluge 231995,473.
Kopperklen Pl. PflN ‘Breiter Rohrkolben’,  Pumpkle, 3: Vk-Harz 3,51.
kort Adj. verbr. 1. räumlich ‘von vergleichsweise geringer räumlicher Ausdehnung in einer Richtung’ – … un nahm sine korte Pipe uten Mule … Lindaua o.J. 2; ‘n kl. Kn kort anbin’n ‘den Beikahn in kurzem Abstand hinter dem Kahn schwimmen lassen’ Elbschifferspr. 392 (STE-Tan); Rda.: kort annebun’n sien ‘barsch, abweisend sein’ Wb-Holzl 125 (vgl. 3a.); einen kort hlen ‘jmdn. streng halten’ Wb-Nharz 105; kort riten ‘zerrei- ßen’ Wb-We 73; das is je gurdsch un glain ‘das ist völlig entzwei’ BE-KlSchie; Ick slao di’ n Puck’l kort un klein. Wb-Altm 113; ek bin kort un klein ‘ich bin völlig ermattet’ Id-Queb 6; lanke hre un korte jedanken Wb-Nharz 105; Sprw.: Kort un dick hät bi Deerns keen Schick, lang un grot, datt lett got. Spr-Altm 14. – 2. zeitlich – a. ‘von vergleichsweise geringer zeitlicher Dauer’ – ne korte Tt HA-Oh; … wenn de Ta’e kortsch un de Nächte lank wer’n … Wäschke 71913,120; Rda.: ewer kort der lank ‘früher oder später’ Wb-Nharz 105; dä geit kort ‘er stirbt’ WE-Dan; kortsch un lank ausschimpen ‘jmdn. ausgiebig ausschimpfen’ Spr-Anhalt 169; ne korte finewe mken ‘nicht viel Aufhebens machen’ Wb-Nharz 105. – b. ‘mit geringem zeitlichem Abstand von etw.’ – kort for sesse HA-Oh; korts nhr Wb-Nharz 105; … ick bin irst vör korten in’n Buernhus ‘ewest … Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie). – 3a. ‘nicht ausführlich, knapp’ – Da säggt de Bur, de ja immer höllsch kort was: “Mutter drag af, he will nich!” Hausfr-Altm 1940,112 (STE-Ber); Rda.: kort wech sn ‘nicht viele Worte machen’ Wb-Nharz 105; Drum koart un bündig rutgeseaggt … Matthies 1903,12. – 3b. ‘schnell,  rasch’ – … denn se kam korz enschloten op meek tau …Vk-Harz 3,23 (BLA-Be).
Lautf.: kort, [kort] Wb-Altm 113, Bewohner-Altm 1,346, Spr-Altm 14, CALV-Uth Zo, vereinz. sö Altm., verstr. JE2 JE1, Mda-Ze (ZE-Reu Stre), verbr. elbostf.; [ko(r)t], kott SA-Die, verbr. Altm., JE2-NeuWe Scho; koart, [krt] Matthies 1903,12, SA-Sta, GA-Pe, Siedler-Je § 116 (JE2 JE1), JE1-Mö; [kot] SA-Dä, GA-Mie; korz, korts vereinz. s elbostf., Mda-Sti 41, BA-Schie; kortsch Dialekt-Ma 5 (JE1-Walt), verstr. ZE sö elbostf. anhalt.; [gord] Mda-Fuhne 66 (verbr. anhalt., vorw. ältere Generation), a.a.O. 18 (DE-Ca); kurt JE2-HBe; [kurts] Dialekt-Ma 5 (CA-Gli); [gurd] Mda-Fuhne 66 (verbr. anhalt., vorw. jüngere Generation), BE-KlSchie; [krt] SA-Ah Ku, JE2-Mü Pa; [krt] SA-Pü; [kt] verbr. nwaltm., SA-Sa, GA-Ku Schw; kuot OST-Ker.
Kramp m. ‘Krampf’ 2: Wb-Altm 114, 3: Wb-Holzl 126, HA-Oh, Vk-Harz 3,24 (BLA-Be), Wb-Nharz 106, 4: Mda-Sti 50, Wb-Be – dat Kind hat Kremfe HA-Oh.
Lautf.: Kramp Wb-Altm 114, Wb-Holzl 126; KrampfVk-Harz 3,24 (BLA-Be); Kramf HA-Oh, Wb-Nharz 106, Wb-Be; krmpf Mda-Sti 50. Zuss.: Lachkrämpfe, Mgen-.