kurren Vb. 1. ‘mürrisch, unzufrieden, verärgert sein’,  gnattern, 2: Wb-Altm* 61, 3: Wb-We 78. – 2. ‘einen knurrenden Laut von sich geben’ 3: Wb-We 44. – 3. ‘gurren’, von der Taube, 3: Vk-Harz 3,54.  TZ: 2murkeln 2murksen murrkuken.
Lautf., Gram.: kurren Wb-We 78; kurr’n Wb-Altm* 61; gurren (2.) Wb-We 44; gurrt (3.) 3. Sg. Präs. Vk-Harz 3,54.
lang 1. Adj. räumlich, verbr. – a. ‘von vergleichsweise großer räumlicher Ausdehnung in einer Richtung’, auch ‘groß, hochgewachsen’, Gegensatz zu kurz – de lanke Strate Id-Eilsa 75; lange Hsen jifft tau’r Konfirmation HA-Oh; dät Schwn het äwwa än lang’n Schtät (Schwanz) JE2-Scho; Rda.: an lankes En’ne ‘ein langer Mensch’ Wb-Ak 102; lanke Here un korten Verstand HA-Oh; je länger je liewer, je dicker je stiewer sowohl auf den menschlichen Körper als auch auf das männl. Glied bezogen, Sprw-Börde; d word de Elle  lenker w der Krm is ‘der Aufwand ist größer als der Nutzen’ Wb-Ak 102; in komparativen Rda.: lank wie ne BohnenstangeVk-Harz 3,45; lank wie ‘n Riethaken a.a.O. 45; sau lank w de Dch for Johannich HA-Oh; lang wie Alekendorp (ON Alikendorf) QUE-Nei; dee is sau lang wi Lewerenzen sien Junge Wb-Holzl 36; wenn hei sau lang wörre wie dumm, könn’e ut’r Dakrenne supen WE-Be; Sprw.: wer lank hat, lätt lank hängen ‘wer viel besitzt, kann sich viel leisten’ Chr-Em 429. – b. ‘eine bestimmte räumliche Ausdehnung in einer Richtung aufweisend’, Gegensatz zu breit, oft mit nachgestellter Maßangabe – n Meter lank QUE-Di; Rda.: subst. an Lankes un Brtes vorzl’l ‘ausführlich reden’ Wb-Ak 102. – 2. Adv. – a. ‘entlang’ verbr. – an de Wand lang Wb-Holzl 132; … immer de Dorfschtraße lenk nunger. Wäschke 61920,27; an’ne Ihle (Flußname) lang wort fröher recht sumpig JE2-Gü; Rda.: scht de Want lank, denne brkeste keine Tapeten HA-Oh. – b. ‘der Länge nach’ verstr. – hei is lang heneschlahn CA-Fö; dee Turrnips (Futterrüben) weerd von dee Frunslüe … affeputzt unn denn tweimal lang dörchesnädden Hbl-Ohre 1928 Nr. 29/Wöhlbier (HA-Eim). – 3. Adj. zeitlich ‘eine bestimmte Zeit andauernd’, bes. ‘sich über einen größeren Zeitraum erstreckend’ verbr. – et is all ne lange Tt her HA-Oh; Rda.: dat hat noch lange Wle ‘das hat noch Zeit’ a.a.O.; Sprw.: je läng’r de Dag, je kört’r de Föäm (Fäden) ‘je länger eine anstrengende Arbeit andauert, desto geringer wird die Leistung’ Spr-Altm 76.
Lautf., Gram.: lang, [la]; außerdem: lank, [lak] vereinz. nwaltm., verbr. n JE2 mbrdb. elbostf. omd.; lng Mda-Sti 9 und 53; [le], [lek] (2.) verbr. ZE anhalt.; Kompar.: länger Sprw-Börde; läng’r Spr-Altm 76; lenger HA-Oh; [ler] ZE-Kö (3.); länker ZE-Roß, QUE-Di; lenker HA-Oh, Wb-Nharz 114, Mda-Sti 9, Wb-Ak 102; [lekr] (1.) ZE-Kö; [legr] BE-Me. Zuss.: zu 1a.: mter-; zu 2b.: länge-; zu 3.: nse-.
Langenstein ON – Neckreim:In Langenstein
Kucket de Schape in Schornstein
3: Vk-Harz 3,75;
Langensteinsche Klippenschieter NeckN für die Bewohner von Langenstein, 3: QUE-West.
1lgen Vb. ‘wissentlich und absichtsvoll die Unwahrheit sagen’, allg. – hei hat e’ ln HA-Oh; lk doch nich! Wb-Ak 106; Rda.: De Hucke vull lei’en Sprw-Harzvorlg 264; de Jacke full lein HA-Oh; hei lücht, wenn’e ‘t Ml opdeiht HA-Oh; leucht wie jedrucktVk-Harz 3,46; licht, dat ‘e schwimelich (schwindelig) worst Sprw-Börde; lein, dat sek de Balken böet Sprw-Eils 39; he kann leeg’n as en Pärd in’n Sprung löppt Spr-Altm 77; hei lücht, un wenn ‘ne de Speck t de Ficke (Tasche) kket HA-Oh; wer kann, dee lai’e besser Wb-Holzl 133; wr licht, d sal de karche in’n darpe lten Wb-Nharz 116; wr licht, d sal de hakke n’n schtle lten a.a.O. 116; Sprw.: wat anfängt mit Leigen, mot ennen mit Bedreigen Chr-Em 429; wr lüggt, dei drügt, wr drügt, dei stlt, wr stlt kummt an den Galgen Wb-We 82.  TZ: klen 1kunkeln lgnen lurren.
Lautf.: leg(e)n verstr. Altm.; [lg] verstr. ö/sö SA ö GA; [l] SA-Ev Zie, OST-Bi; lej(e)n, [lj()n] verstr. sö OST n STE, WO-Col Zie, Dialekt-Ma 7 (verstr. sw JE1), Mda-Sti 53; [ln] verstr. mittleres OST, STE-Bad; [l()n] Mda-Ze (ZE-Reu Stre); leen, [ln] JE2-Ni, verstr. JE1, ZE-Göd; [ln] ZE-Kö; [l] Mda-Ze (ZE-Gro); leig(e)n SA-Scha, vereinz. n elbostf.; [laig] SA-Dä; [läig] verstr. nwaltm.; [läi] verstr. nwaltm., SA-GrGe; leijen vereinz. n elbostf.; [lain], leien, lei’en Wb-Holzl 133, verstr. mittleres/s elbostf.; [lehen] Dialekt-Nd 16; [lain], lein verstr. mittleres/sw elbostf.; [ln] QUE-Di; lög(e) n OST-Schr, STE-Go; [lg] SA-Lüg Sa, STE-Buch; läögn Bewohner-Altm 1,355, GA-Ber; löjn STE-Sa, WO-Zi; loigen SA-Dä; loiggen Wb-We 82; [li] SA-Ch Hi; löen JE2-Me; leuen STE-Gro; [löin] STE-Bö Steg; [ljn] ZE-Roß; len, [ln] Mda-Ze (ZE-Roß), verbr. anhalt. – Gram.: 1. Sg. Präs.: lg Wb-Altm 125; [l] verstr. ZE; [ln] Mda-Ze (ZE-Gro); lei(e), lai(e) verbr. elbostf.; laa QUE-Di; [l] Mda-Ze (ZE-Roß); 3. Sg. Präs.: leeget JE1-Mö; [lt] verbr. ZE; [lnt] Mda-Ze (ZE-Gro), ZE-Kö; lüggt Wb-Altm 125, OST-Thie, GA-Ack Wa, Wb-We 82; lücht GA-Klö, STE-Stei, HA-Oh, Wb-Holzl 133; leuchtVk-Harz 3,46; lijt WA-Alt; licht verstr. s elbostf.; [l()t] Mda-Ze (ZE-Roß); Part. Prät.: Stammvokal [--] Dialekt-Ma 9 (sw JE1, ZE-Dor), Mda-Ze (ZE-Roß), verbr. elbostf. omd.; [--] verbr. brdb.; [ --] verstr. Altm., Dialekt-Ma 11 (verbr. s JE1); [--] Dialekt-Ma 11 (w JE1); [--] verstr. ZE.
leger Adj. ‘zwanglos, bequem’ 3: HA-Oh, Vk-Harz 3,49.
Lautf.: lejär Vk-Harz 3,49; lescher HA-Oh.
leggen Vb. 1. ‘etw., sich in eine waagerechte oder stark geneigte Lage bringen’ verbr. – eck hebbe mek elecht OSCH-Har; lech dik in’t Bedde HA-Oh; dat Kern hat sik e’lecht HA-Oh; de Masd ljen ‘einen gerichteten Mast niederlegen’, Schifferspr., Elbschifferspr. 377 (WO-Ro); Rda.: iwwer de Kniee lähn ‘prügeln, schlagen’ KÖ-Bre; sek op den Rüggen leggen ‘sterben’ Wb-We 80; sek op de fle Ste leggen ‘faulenzen’ a.a.O. 80. – 2. refl. ‘bettlägerig werden’ verstr. – sich ln CA-Ak. – 3. ‘etw., sich in eine bestimmte Lage, an einen best. Ort bringen’ verbr. – eek lachte alles ackerat oppen SchuufkarrnVk-Harz 3,23; lg de Hse uffn Schdl DE-Ca; an Land leggen ‘den Kahn ans Ufer bringen und dort befestigen’, Schifferspr., Elbschifferspr. 365 (JE2-Pa). – 4. ‘Samen in den Erdboden bringen’ verstr. – Arften lejjen HA-Oh; Jurreken, B’n ln Wb-Ak 101. – 5. ‘Wäsche glätten und zusammenlegen’ – Wesche ln 4: CA-Ak. – 6. ‘ein Ei legen’, von Hühnern und Vögeln, verbr. – lött de Hünder leggen JE1-Wo; Nu segg man bloß, Vader – dat use Häuner gar nist mehr leggen willt. Lindauc o.J. 7. – 7. refl. ‘nachlassen, schwinden’ verstr. – de Wint hat sik e’lecht HA-Oh. – 8. in den Rda.: sik in’t Jeschirre lejjen ‘sich sehr anstrengen’; sik in’n Det lejjen ‘sich unnütz über etw. aufregen’ 3: HA-Oh.
Lautf.: leggen, [legn] Elbschifferspr. 365 (STE-Bit Tan, JE2-Mi Pa), JE2-Ku, JE1-Wo, verbr. mittleres/sw elbostf.; [leg] verstr. nwaltm., OST-Har; [le] verstr. Altm.; [le], [le] verstr. nwaltm., OST-Bi, JE2-HSe Scho, verstr. nw JE1; [l] Mda-Ar 24; [l]Siedler-Je Kt. VIII (JE2, n JE1); läng’n Wb-Altm 122; lejjen, [lejn] verbr. JE1 n/mittleres elbostf.; [ljn] Siedler-Je Kt. VIII (s JE1, n ZE); [ljn] Elbschifferspr. 365 (WO-Ro, CA-Ak); lein Wb-Nharz 116; [lain] Dialekt-Ma 12 (verstr. s JE1), verstr. ZE; [lain] Mda-Ro; [ln] BLA-Be Sti; [ln], ln Mda-Ze (ZE-Roß Stre), verstr. anhalt. Zuss.: zu 1.: hen-; zu 3.: hen-, hinder-, in-, n-, wer-; zu 4.: n-; sonstiges: ls-, wer-.
Lrke f. 1. TiN ‘Lerche’, bes. ‘Feldlerche’ verbr. – d Lrche schtt inne Luft JE2-Scho; De Leerecken in de Luft höre hei mit minschlige Stimm’n singen … Rauch 1929,10; Rda.: singet wie’ne Leereke ‘singt sehr schön’ Vk-Harz 3,46; de han de Lereken beschissen ‘er hat Sommersprossen’ BA-Schie; he verlett sick drupp, dat de Lrk messen (düngen) sall von einem Bauern, der seinen Acker nicht düngt, Wb-Altm 126; Wetterregel: So lang as de Lrk vör Lichtmess’n singt, so lang singt sei nhäer. SA-Han; De Lrk iss’n Lork (Frosch), je düller h schrt, je ärger ‘t snt. Wb-Altm 126. – 2. Pl. ‘hochgelegenes, sandiges Land’ 2: Wb-Altm* 62. – 3. Gebäck, 4: Wb-Be.
Lautf.: [lrk] HA-NHa; Lrk SA-Han, Wb-Altm 126, Bewohner-Altm 2,87; [lak] SA-Dä; [lk] SA-Ku; [lrk] vereinz. nw elbostf.; [lrk] SA-Kal, Mda-Ar 36, STE-Buch Schi; [lk] verstr. SA, GA-Fau; Lerche BLA-Brau; [lr] JE2-Scho; [lr] verstr. n/nö Altm.; [l] SA-Sal; [l] verstr. nwaltm., OST-GrRo, GA-Ku; [lr] GA-Da; Lreke, [lrk] Mda-nwJe1a 36 (JE2-HSe), verbr. w JE1 elbostf., BA-Schie; [lrk] CALV-Uth; [lerk] Id-Eilsa 76; Lericke, [lrik] vereinz. n elbostf., Siedler-Je § 67 (an der Elbe), Vk-Ask 373; Lewe(r)k Wb-Altm 126, Bewohner-Altm 2,87; liereke OSCH-Di; Lierk Wb-Altm* 62, Kredel 1929,69; [lrk] Mda-Ar 36; [lk] verstr. mittlere Altm.; [lark] WO-Mei, verstr. JE1 ZE; [lar] verstr. n WO mittleres/s JE1, Wb-Be; Lar(re)che Wb-Ak 102; Larchen Pl. Richter o.J. 22. Zuss.: zu 1.: Haubenlerche, Heidelerche, Holllerche, Kuppenlerche, Noll-.
1lwen Vb. 1. ‘am Leben, lebendig sein’ verbr. – dor lwede nich lange DE-Ca; doamals lehude olle Jochen Kröer noch JE2-Gü; ik heff noch lunde Fische in mn Kastn JE2-Scho; Rda.: sauwat lewet nich un krawwelt dochAusruf der Verwunderung, Wb-Holzl 134. – 2. ‘sein Leben in bestimmter Weise verbringen’ verbr. – et lwet sek hr gt Wb-Nharz 115; Rda.: mosst leben un leben laten ‘auch anderen ein Leben nach eigenen Vorstellungen zugestehn’ Sprw-Börde; lben w got in frankreich ‘im Überfluss, Wohlstand leben’ Wb-Nharz 115; lewet wie so’n Graf dass., Vk-Harz 3,46; Sei lewen as’n Katt’ un Hund. ‘Sie vertragen sich nicht.’ Spr-Altm 82. – 3. ‘wohnen’ vereinz. – w lm all (schon) ümmä upm Däpm (Dorf) GA-Schw. – 4. ‘wimmeln, voll sein von sich bewegenden Tieren’ – de dk lwet fon fischen 3: Wb-Nharz 115.
Lautf., Gram.: lewen Spr-Altm 82, verstr. elbostf.; [lv()n] verstr. nö Altm., Mda-Ze (ZE-Roß), [lwd] 3. Sg. Prät. DE-Ca; leben, lben Matthies 1912,30 (STE-Que), Sprw-Börde, Wb-Nharz 115; lehbm QUE-Di, leb’m Wb-We* 223; [lbm] STE-Bö; lewet 3. Sg. Präs. Mda-Weg 105; [lebm] Id-Eilsa 75, [lebm] QUE-Di; [lawn] Mda-Ze (verstr. ZE); [lon] STE-Buch Sa Steg; [lun] STE-Wa; lehude 3. Sg. Prät. JE2-Gü; [lund] Part. Präs. JE2-Scho; leem’n Rauch 1929,9; le’m Wb-Holzl 134; lähm, [lm] vereinz. nwaltm., verbr. mittlere/s Altm., WO-HWa, verstr. anhalt.; [l] vereinz. WO, Wb-Be; [läim] verstr. nwaltm.; lb’n Mda-Sti 46; lieben OSCH-Di.
Licht n. 1. ‘Helligkeit, Lichtschein’ verbr. – st mik nich in’n Lichte HA-Oh; d is noch Lichd CA-Ak; Rda.: Bei Lichte besn, hat se  nischt. ‘Genau gesehen, ist sie arm.’ Wb-Ak 106; sek in lichten schtn ‘sich selbst schaden’ Wb-Nharz 117; sich in an schlechdes Lichd sedsen ‘unvorteilhaft erscheinen’ CA-Ak; lat dick nich hindert Licht führen ‘lass dich nicht täuschen’ Sprw-Börde.; das is kn jrses Lichd ‘jmd. ist nicht besonders intelligent’ CA-Ak. – 2. künstliche Lichtquelle – a. ‘Kerze’,  Talglicht, verbr. – ik hewwe m d Lichte (Pl.) anneschtkt JE2-Scho; hle m a Lichd aussen Schrangg DE-Ca; machd m d Lichdor n Wainachdsbm BE-Sa; Rätsel: Wecke Lecht brennt länker, et Talliglecht oder’t Wachslecht?Beide brennen kerter.Vk-Harz 3,66 (QUE-Di). – b. ‘Lampe’, auch ‘elektrische Beleuchtung’ vereinz. – dat Licht hangt bm (oben) SA-Dä; mche m Lichd n DE-Ca. – 3. in der Rda.: Lichter to Kp hämm ‘herabhängender Nasenschleim’,  Rotz, 2: Wb-Altm 126.
Lautf.: Licht, [lit]; außerdem: [lid] BE-Gü He, verbr. anhalt.; Lichte Wb-Holzl 134; Lücht SA-Darn, vereinz. Altm. (bei 2. Zuordnung auch zu  Lüchte möglich, da Genus nicht belegt), OSCH-Schw; Lecht verstr. Nharz.; lcht Mda-Sti 171. – Gram.: Pl. (2., 3.): -er Wb-Altm 126, HA-Oh; [-r] BE-Gü He, verbr. anhalt.; -te, [-t] JE2-Scho, HA-Oh. Zuss.: zu 1.: Kucke-, Mn-, zu 2a.: Lebens-, Nacht-; zu 2b.: Martins-; sonstiges: Kucke-, Ober-.
2licht Adj. 1. ‘von geringem Gewicht’ verbr. – de lichtesten Swine Wb-Holzl 134; Rda.: lichte wie ne Feddere ‘sehr leicht’ Vk-Harz 3,45; leichte wie ane Fliee dass., Vk-Anhalta 62. – 2. ‘luftig, dünn’, von der Kleidung, 3: verstr. OSCH WE – trecke deck licht an WE-Zi. – 3. ‘mühelos, einfach’, auch ‘schnell’,  rasch, verstr. – dat is lichte jesecht, jedn Wb-Nharz 117; d wätt wa laicht krs (zornig) JE2-Scho; dat is nich sau lichte jemket w’t tst HA-Oh; in Sommer wörd Eten licht suer STE-Ri. – 4. ‘unbedacht, sorglos’, auch ‘leichtlebig, liederlich, moralisch leichtfertig’,  1lderlich, verstr. – dän trau ick nich ewwern Wäch, det is’n leichter Hund, dän sein Vater war oo schon n bißchen leichte ZE-Roß; Rda.: op de lichte schulder nmen ‘etw. nicht ernst nehmen’ Wb-Nharz 117.
Lautf.: licht verstr. nd.; lichte Heimatkalender-Je 1927,121 (JE2-Vie), verbr. elbostf., Mda-Sti 6 und 172; leichtJE2-Vie, HA-Oh, [lait] JE2-Scho; leichte, [lait] verbr. ZE omd.; [laid] DE-Ca; laajchte QUE-Di; [läit] JE2-Schön.