1drpen Vb. 1. verstr. – a. ‘mit einem Schlag, Stoß, Wurf ein Ziel erreichen’ – ... mit sön ’n Flint kunn he nich dräp’n. Matthies 1903,49; du kannst woll smiet’n, awer nich dräp’n HA-Bee; Rda.: Denn’ hebb ick recht draop’n. ‘Ihn konnte ich überzeugen.’ Wb-Altm 38; en ngel op’n kop drpen ‘mit einer Äußerung das Wesentliche erfassen’ Wb-Nharz 131. – b. ‘von einem Schlag, Stoß, Wurf erreicht (und verletzt, beschädigt) werden’ – dn had dor Schlg (Schlaganfall) jedroffen DE-Ca; Sprw.: wat einen dreepen sall, dat löppt einen ook nich twischen de Beine dörch ‘man kann seinem Schicksal nicht entrinnen’ HA-No. – 2. verstr. – a. ‘begegnen’, auch ‘antreffen’ – ik hewwe’n nich e’drpen HA-Oh; ... traf ich hie unn da en ahlen Bekannten von frieher ... Richter o.J. 22. – b. (refl.) ‘aufgrund einer Verabredung zusammentreffen’ – Wie wollten uns beie ... oppen Bahnhoff dräpen. Rauch 1929,148; wai draib’m us moagng Aomd in Krauch SA-Dä. – 3. ‘Grundberührung haben’, vom Kahn bei sinkendem Wasserstand oder zu schwerer Ladung, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 306 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 306 (CA-Ak), Wb-Ak 173 – Der Kn trifft. a.a.O. 173. – 4. in Verbdg. mit et ‘in bestimmter Weise vorfinden’ 3: vereinz. elbostf. – Se harren’t da recht slecht edroopen ... Gorges 1938,78. – 5. refl. ‘(zeitlich) gut passen, sich gut fügen’ 3: vereinz. elbostf. – Dat droop seek ganz gut. Vk-Harz 3,22 (BLA-Be).
Lautf., Gram.: drepen, drpen vereinz. HA; dreffen, [drefn] Spr-Asch 8, Elbschifferspr. 306 (CA-Ak); treffen, [trefn] Wb-Ak 173, Wb-Be; dräp(e)n, [drp] verstr. Altm., Elbschifferspr. 306 (JE2-Mi Pa), verstr. elbostf.; dräpm, [drpm] Siedler-Je § 140b (JE2 JE1), Id-Eilsa 58, Wb-We* 207; dräfn Mda-Ro; [draib] SA-Dä; 2./3. Sg. Präs.: drippst/drippt Wb-Altm 38, verstr. elbostf.; drippest/drippet HA-Oh, Wedde 1938,88; trifft (3. Sg.) Wb-Ak 173; [drüpst]/[drüpt] Id-Eilsa 58; [drept] (3. Sg.) Dialekt-Ma 6 (verstr. mittleres/s JE1, ZE-Göd); treffst, [trefst]/[treft] Heimatkalender-Ma 1930,82 (JE2-Vie), Mda-Ze (verstr. ZE); 1./3. Sg. Prät.: droop, drp Dialekt-Ma 11 (verstr. mittleres/s JE1, ZE-Göd) verstr. w elbostf.; drep Id-Eilsa 58; drp Wb-Altm 38; dreip HA-Oh; [drp] Dialekt-Ma 11 (JE1-Ste); drapp Wb-Altm 38; draf Spr-Asch 27; traf Richter o.J. 22; trfen 3. Pl. Prät. Mda-Sti 16; Part. Prät.: edro(o)pen, edrpen verstr. elbostf.; [drep] Id-Eilsa 58; draop’n vereinz. Altm.; jetroffen, [jtrofn] Mda-Ze (ZE-Roß), Heimatkalender-Ze 1961,90 (ZE-Ze), Wb-Be; [-drofn] DE-Ca; [-trufn] Mda-Ze (verstr. ZE).
drinken Vb. verbr. 1. ‘trinken’ – in Somma müdd’n fi (viel) dringkng SA-Dä; Un nachher hamer Kaffee un Millich jedrunk’n ... Spr-Asch 16; Da jafet wat te äten und te drinken. Vk-Harz 8,31; Sprw.: et drinkt de Minsche, et suppt dat Pärd, manchmal ist ok umgekehrt (auch mit Bezug zu 2.) WO-Gu; Wenn eine Gans drinket, drinket se alle. Vk-Harz 3,58. – 2. ‘(gewohnheitsmäßig) Alkohol trinken’ – ... wovoan se eein’n Schopp’n noa ’n eannern drink’n. Matthies 1903,2; ... un den een’n sahkemer daderbei jar nich an, dasse so vill Wodka jetrunken un aus de Buie (Wiege=Bett) jefalln war. Wäschke 41910,121; Rda.: eenen drupp drinken ‘einen Handel mit einen Trunk beschließen’ STE-KlSchwa; hat einen ewer den Dorst e drunken ‘ist betrunken’ WA-KlRo; drinken dk recht gärn, ick kann’t k laot’n sagt der Trinker zweideutig (Bezug zu den Bed. ‘unterlassen’ und ‘unterbringen’), Wb-Altm* 62; Sprw.: Wenn dat Köppken drunken hät, will dat Ftk’n danz’n. Wb-Altm 278; Wenn’ oft drinkt, wärd’n lang’ so döstig nich. Bewohner-Altm 1,329; Reim:Drinke ick, sau hinke ick,
Drinke ick nich, sau hinke ick doch;
Also iss’t bess’r jedrunk’n un jehunk’n,
Als nich e’drunk’n un doch e’hunk’n ...
Lieder-Ma Nr. 930
(WO-Ol).
Lautf., Gram.: Inf.: drink(e)n, [drik()n]; außerdem: [drik] verbr. nwaltm. Altm., JE2-Scho, vereinz. n elbostf.; [drig] SA-Rist; trink(e)n, [trikn] JE1-Flö Prö, ZE-Gö KlLei, BLA-Ha, verbr. omd.; [trik] SA-Ku Pü; 1./3. Prät.: drunk, [druk] verstr. nd.; trunk Wb-Ak 173; 3. Pl. Prät.: drunkten Mda-Harz 17 (BLA-Hü); Part. Prät.: drunken verstr. nwaltm. Altm.; [drug] SA-Rist; edrunk(e)n, [druk(e)n] verstr. elbostf.; je- vereinz. s nd.; getrunken, je- QUE-GrSchie, verstr. omd.
drge Adj. verbr., vgl. trocken. 1a. ‘ohne Feuchtigkeit, nicht (mehr) nass, abgetrocknet’ – de Wesche is dre BE-Am; det Hai (Heu) is dr Mda-sJe1 7 (JE1-Walt); hale mal ’n bettchen dröch Holt rin HA-Bee; dr mken ‘trocknen’ Wb-Nharz 45; ... dann würden ok diss’ Borns drög! Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die); Hr un’nern Bm stmor dre. Wb-Ak 47; Dei is ja en been dorrich eweikt, awer bis Northeim warte wedder dreje. Vk-Harz 3,25 (BLA-Be); Rda.: so drög ass Pulwer ‘völlig trocken’ Wb-Altm 40 f.; He is noch nich drög hinner’n Ohr’n. ‘Er ist noch zu unerfahren.’ Spr-Altm 78; hei hatt ne dre’e Lebber von einem Trinker, BA-GrAls. – 1b. ‘niederschlagsarm’ – ... woart ok moal enen Sommer so drö wie vörriegtet Joahr ... Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie); Wetterregel: Je dröger de Härwst, je köller de Winter, je bätter dät Jahr. Bewohner-Altm 1,338. – 1c. ‘völlig ausgetrocknet, verdorrt, verwelkt, hart’ – de dräu Bläer Mda-Ar 54; de Eer (Erde) is dreuch GA-Wer; ... weil sau dröj un hart et Land ... Gorges 1938,14; Der Flau’mbm is dre, dr muß raus. Wb-Ak 47. – 2. in der Verbdg.: drge stn ‘keine Milch geben’, von Kühen – fäat K’m (vor dem Kalben) mün’n dai Kui wat droich schtaon SA-Dä; ... mitte Kuh is das wo nich janz richtig, die schteht je beinahe trehe ... Wäschke 61915,95. – 3a. ‘nicht saftig oder fettig’, von Speisen – ... sau dröe wie saun Twieback ... Klaus 1936,4; ... awwers wolle nich so recht rutschen, weils en bisjen zu trehe war ... Heese21919,78. – 3b. ‘ohne (saftigen oder fettigen) Belag’, von einer Brotscheibe oder von Kuchen – der ett dett Brot drehe ZE-Brä; Van Plum-Mos werd’ Drö’ Kantn ok Noch smidig mehr ... Kredel 1927,75; dror Gchen schmeggd mich nich DE-Ca. – 4. ‘mager, dünn’ – der Mensche is drege CA-Fö; Rda.: drech wie ne Zicke Sprw-Börde; Dr is so dre w Flschhammersch Fr’n sein Windhund. Wb-Ak 47; Sprw: je dröjer de Hund, je gröter de Fleuen (Flöhe) Sprw-Börde. – 5. ‘sehr sachlich, spröde’, auch ‘nicht wortgewandt’ – subst.: hei iss ’n ganzen Dröjen HA-Bee.  Gt.
Lautf., Gram.: dröge JE2-Nkli, vereinz. elbostf.; drö(ö)g, -ch, -j [dr] Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die), vereinz. ö/s nwaltm., verstr. w SA (außer nwaltm.), vereinz. mittleres/ö SA nö GA, verbr. ö/s Altm. (außer sw) n/mittleres JE2, verstr. n elbostf., WA-Un; dröger Kompar. Bewohner-Altm 1,338; dröjer Kompar. Wb-Holzl 79, Sprw-Börde; [dre] Id-Eilsa 58; dröhe WE-Dee; dröe, [dr] Mda-nwJe1a 39 (JE1-Lo), HA-Oh, vereinz. nw OSCH n/mittleres WE; drö Bewohner-Altm 1,323, verstr. nö OST, vereinz. mittleres/sö JE2, JE1-Wer Wo, WE-Dar Strö; trög OST-Vie; drege, dreje, [drej] Mda-sJe1 7 (vereinz. w JE1), vereinz. s elbostf., BE-Am; dre(e)g, -ch, [dr] verstr. mittleres/s JE1 ö elbostf.; drehe verstr. s mbrdb., vereinz. BE, DE-Wö; dre-e, dre, [dr] vereinz. mittleres JE1, verstr. s mbrdb. s elbostf. anhalt.; dre, dr verstr. s mbrdb., Wb-Nharz 45, QUE-Di; treje, trje CA-Ca, Mda-Sti 137; trehe vereinz. anhalt.; [tre] Wb-Be; draeje Vk-Ask 377; [dri] Mda-Ze (ZE-Gro); dr() ZE-Göd; dreug, dräug, -ch, [droe] verstr. mittleres/ö SA, vereinz. w OST sw Altm.; [droi], [dri] verbr. n/w nwaltm., verstr. in einem Streifen von N nach S im mittleren SA, vereinz. n GA; dräu, droi Mda-Ar 53 und 54 (SA-Vi, OST-Ar Schr), STE-Po; troi STE-Po; dröig, -ch SA-Um, GA-Al, vereinz. n JE2, Chr-Em 431, HA-Oh; [droü] OST-Meß, GA-Schw; dröüch OST-Schön; [dräü] vereinz. mittlere Altm.; dröi WO-Ri, JE2-GrWu Schö; drüö OSCH-Di.
drwen Adv. ‘auf der anderen, gegenüberliegenden Seite’ 2: JE2-Scho, ZE-Roß, 3: vereinz. w elbostf., verstr. s elbostf., 4: verbr. omd. – Unn da, an de Ecke da dribben ... Richter o.J. 62; De Schuufkarrn schtaht da drewwene in Schtalle. Vk-Harz 3,23 (BLA-Be).
Lautf.: [dr] JE2-Scho; [drvn] BA-Ha; [dr], [drm] BA-Ha, BE-Gü; dröbben OSCH-Di; [dröb] Id-Eilsa 58; dröm’m Wb-Holzl 79; drew(w)ene, [drewn] Vk-Harz 3,23 (BLA-Be), Wb-Nharz 46, BE-Fr; trewene Mda-Sti 41; [drebm] QUE-Di; dremne, [dremn] verbr. anhalt.; [dre] Mda-Fuhne* § 379 (DE-Ko, verstr. sö DE); dremme QUE-GrSchie; drem’m, [dre] ZE-Roß, Wb-Ak 48, vereinz. w BE; dribbene Spr-Asch 10; dribben Richter o.J. 62; drim’, [dri] CA-Sta, BE-Ad.
Drübeck ON – Neckreim:In Drübeck is Landwehrfest,
Un keinder is Saldate west.
3: Vk-Harz 3,75.
Halberstadt.
Düller m. dass. wie  Dullbrgen 2., auch dass. wie  Dullbrecht, 3: Wb-Holzl 77 (HA-Eil), Vk-Harz 3,46.
Lautf.: Dulder Vk-Harz 3,46; Döllder Wb-Holzl 77 (HA-Eil).
dumm Adj. 1. verbr. – a. ‘einfältig, unverständig, geistig beschränkt’, von Personen,  dusselig“Was, meine Änne soll dumm sin?” Krause 1964,88; Du bist noch to dumm ... Heimatkalender-Ma 1931,86 (Altm.); übertr.: dat Pert is dumm ‘... hat eine Gehirnkrankheit’ HA-Oh; subst.: dat is keinen Dummen WE-Dee; Verbdg.: dumm un albern Id-Quea 149; dumm un dmlich HA-Oh; Rda.: des Faier brennt w dumm (sehr stark) CA-Ak; dor machd sonn dummes Jesichde ‘er sieht finster, unfreundlich aus’ BE-KlSchie; hai hat sien dumme Schuur ‘er hat seine starrköpfige, trotzige Phase’ Wb-Holzl 80; dumm wie’n Puter Spr-Asch 37; dumm wie ne Gans Vk-Harz 3,45; dumm w an schwarzes Schwein Wb-Ak 48; dumm w Jrütte Mda-nwJe1a 46 (JE1-The); dumm wie Schifferschiete Vk-Anhaltc 85 (ZE-Hu); dumm wie Bohnenstroh Spr-Anhalt 175; der ist so dumm wie’n olt Krummbund Stro Bauernwelt-Ze; dumm wie Aukerwater ( kerwter) Wb-Holzl 58; dumm wie ein Teekessel Vk-Anhaltc 85 (DE-Re); is dummer wie’t de Polezei erlauwet Sprw-Börde; h is dumm un frett fl JE2-Scho; dumm, daß ihn Schweine beißen Vk-Anhaltc 85; hei is sau dum, datte en minschen drt Wb-Nharz 48; dumm jeborn un nischt taueleert Sprw-Börde; ... un wist uns nu vor dumm vorkoofen. ‘... willst uns täuschen, anlügen.’ Wäschke 61915,40; wiste en dummen Minschen sein, kucke int Water BA-GrAls; wenn hei sau lang wörre wie dumm, könn’e ut’r Dakrenne supen WE-Be; dr is sau dum we lank is Mda-Weg 92; Sprw.: je grötter, je dümmer Sprw-Eils 39; je älder, je dummer Sprw-Börde; wr dum is, mot eprjelt wren Wb-Nharz 48; Wer dumm is, is Winter un Sommer dumm. Chr-Em 429; wenne dumm worst, worste in’n Kopp teerscht dumm Sprw-Börde; De Minsch kann so dumm sind, as’r will, häi mütt sick äöwer to helpen weeten. Bewohner-Altm 1,350; de dummsten Bern hett de dicksten Kartuffeln HA-Oh; subst.: Wenn de Dummen to Marcht kaom’ krg’n de Klok’n Geld. Wb-Altm 278; De Dumm’n ward’n nich all; jedes Joahr wärd’n Schäpel utseit (ausgesät). Spr-Altm 45. – b. ‘unsinnig, töricht’ – nölt nich sön dumm Tüg OST-Sto; Watt forr ne dumme Fra! Klaus 1936,1. – 2. subst.: ‘ Schellenober’, Spielkarte, 3: WA-Re, 4: DE-Ra. – 3. ‘unangenehm, übel’ vereinz. – dat is en dum dink Wb-Nharz 41; Se jähn mich immer sonne dumme (unverschämten) Antworten ... Richter o.J. 89; Verbdg.: ’n dumm kom’m ‘unpassend, unverschämt antworten’ Wb-Ak 48. – 4. ‘unfruchtbar, ohne Frucht oder Inhalt’ – Rda.: umme de dummen nte (Nüsse) deut’ et nich ‘für wenig oder umsonst tue ich das nicht’ 3: Wb-Nharz 48.
Lautf., Gram.: dumm, [dum]; außerdem: [tum] Mda-Sti 39, Wb-Be; dumme OSCH-Di, Id-Eilsa 59, QUE-Di; dummp Vk-Ask 379; Kompar.: dümmer HA-Oh, Sprw-Eils 39; dimmer Vk-Anhaltc 103; timer Mda-Sti 39; dummer Sprw-Börde, Wb-Nharz 48; Superl.: dümmst- Ehlies 1960b 298, JE2-Bö; tim(e)st- Mda-Sti 39; dummst- vereinz. w elbostf.
dünn Adj. verstr. 1. ‘mager, dürr’ – dinne Arreme Wb-Ak 46; ... de klane, dinne olle Jumfer ... Spr-Asch 35; Rda.: dinne wie’n Hering Vk-Harz 3,45. – 2. eine geringe querschnittliche Ausdehnung/Schicht aufweisend’ – Denn sind min Wänn’ En bitschn dünn’. Kredel 1927,72; Rda.: dinne wn mnblt (Mohnblatt) Mda-Weg 106; et dinne krn ‘ein Vermögen vergeuden’ Wb-Nharz 41; hai git döach dick un dünn SA-Dä. – 3. ‘spärlich, nicht dicht stehend’ – dat Kern steit dünne HA-Oh. – 4. ‘dünnflüssig’, auch ‘wenig gehaltvoll’, bes. von Getränken – Water is mick all immer en betten te dünne west ... Lindaua o.J. 3; Rda.: öhne geiht et dünne dorch ’n Darm ‘er ist arm, hat wenig zu essen’ HA-Bee; Sprw.: Vöäl Swien moak’n dünnen Drank. Spr-Altm 82.
Lautf., Gram.: dünn, [dün] SA-Dä, verstr. Altm.; dünne, [dün] Nd-KlWu 16, verstr. n/w elbostf.; dünn’, [dü] m. Akk. Sg. vereinz. nbrdb.; dinne, [din] verstr. mittleres/s mbrdb. mittleres/s/ö elbostf. anhalt.; tinne, [tine] Mda-Sti 39, Wb-Be; Kompar.: dün(n)der Wb-Holzl 81, HA-Oh; [dinr] Mda-Fuhne 103 (verbr. mittleres/s anhalt.); [dir] Dialekt-Ma 9 (verstr. w JE1, vereinz. nö CA); [dir] Mda-Fuhne 103 (verbr. n anhalt.); dinder, [dindr] Dialekt-Ma 9 (verstr. mittleres/s JE1), Wb-Nharz 41.
Dutsch m. TiN ‘Sperling’,  Spatz, 3: Vk-Harz 3,52 (QUE-Di), QUE-Di.
Lautf.: Dutsch Vk-Harz 3,52 (QUE-Di); [dit] QUE-Di. – Etym.: nach Müller 1949,93 Anlehnung an dutscheln ‘heimlich vernaschen’, auch ‘stehlen, übervorteilen’.
Dwe f. TiN ‘Taube’, auch für das weibl. Tier, verbr. – dai Diu’m sidd’n up Dack SA-Dä; de Dwe ’n Kopp afrten HA-Oh; Rda.: lacht wie so ’ne Duwe Vk-Harz 3,46; Sprw.: wer sin Jeld will fleijen seihen, der schaffe sich Duben an Sprw-Börde; Wo Dw’n sünd, flg’n Dw’n to. Wb-Altm 278; ene blinne Duwe finget ok mal ne Arfte BA-Re; Leewer ’n Sperling in de Hand, as’n Duw’ up’t Dack. Bewohner-Altm 1,329; Wetterregel: Wenn de Tau’m Schle machen (nebeneinander sitzen), jiwwet’s ble Rn. Wb-Ak 169. – Volksgl.: Fliegt einem eine D. zu, bringt sie Glück, sie schützt vor allem das Haus vor einem Brand. Damit die D. gedeihen, füttert man sie von Aschermittwoch an mit Brot, das an diesem Tag gebacken wurde. Vk-Anhalta 30.
Lautf., Gram.: Duwe, [dw] verbr. s Altm. JE1 ZE elbostf.; Duw’, [df] verbr. ö/s nwaltm. n/mittlere Altm.; twe Mda-Sti 40; Dube, dbe, [db] WO-Zi, vereinz. elbostf.; [d] JE2-Scho; [d] vereinz. sö STE, verbr. JE2 n JE1; [diuf] verbr. n/w nwaltm.; [dauw] ZE-Roß; Tauwe, [tauwe] vereinz. anhalt.; Pl.: Duw(e)n, [dw()n] SA-Brie, vereinz. sö SA nö GA, verstr. OST n STE (außer ö/s Rand), WO-Ri, JE2-Schö Wa, JE1-HLo Me, vereinz. nw elbostf., BLA-Sti, BA-Op Schie; Dufen SA-Siep; Dub(e)n vereinz. nwaltm., verstr. w/mittlere/s Altm., OST-GrBeu, vereinz. ö/s STE, verstr. mbrdb., verbr. elbostf.; Dub’m vereinz. n OSCH, CA-Fe Pö; Tub(e)n vereinz. s Altm., JE2-Re, vereinz. JE1 elbostf., BLA-All; Du(h)en vereinz. sö STE mittleres/s JE2; Duhn, [dn], [d] verstr. sö STE, WO-Bu Uetz, verbr. JE2; Duhm, Du’m, [dm], [d] verstr. nwaltm., verbr. w Altm., vereinz. n OST, verstr. n STE s Altm. mbrdb. elbostf. (außer sw, dort vereinz.), BA-Ha; Tu’m ZE-Reu; Dum(e)n SA-Hö, WO-Ro, JE2-Me, ZE-Ro, vereinz. w/s elbostf.; Diubn SA-HDo; Dium, [diu] vereinz. n nwaltm.; Douben WE-Rho; Dauben vereinz. mbrdb., JE1-Ran, QUE-Su, CA-Ba; Dau’m, [dau] ZE-Möl, WE-Ri, BE-Gü, verstr. anhalt.; Tauben vereinz. JE1, verstr. ZE, vereinz. sö elbostf., verstr. anhalt.; Taum’n ZE-KlLei, Wäschke 41920,41, KÖ-Grö; Tau’m, [tau] ZE-Jü, verstr. anhalt.