anbammeln Vb. 1. refl. ‘sich Schmuck anlegen’, abw., 3: HA-Oh, Sprw-Harzvorlg 264, 4: Wb-Ak 16, Wb-Be – Was hat sich denn man d wedder alles njebammelt! Wb-Ak 16. – 2. Part. Prät. in der Verbdg. mit kmen: ‘langsam ankommen, eintreffen’ – hei km nebammelt, wet de spde wr. 3: Mda-Weg 85.
Lautf.: anbammeln HA-Oh, Sprw-Harzvorlg 264; n- Mda-Weg 85; nbammel’l Wb-Ak 16; [npamln] Wb-Be.
anbtzen Vb. refl. dass. wie  anbucken 1., 3: vereinz. mittleres/s elbostf., 4: BE-Be Scha – btse dek n Mda-Weg 85.
Lautf.: anbu(ut)zen vereinz. mittleres/s elbostf., BE-Be; aan-, nbtsen vereinz. mittleres/s elbostf.; [nbdsn] BE-Scha; Nbff.: nbtjen OSCH-De; anbutschen WE-Heu.
Andacht f. ‘Aufmerksamkeit, innere Sammlung’ 1: Hausfr-Altm 1930,6 (SA-Die), 3: vereinz. elbostf., 4: Mda-Sti 3, Wb-Ak 17 – ndacht hat dr nich b keinder sache Mda-Weg 85.
Lautf.: Andacht Hausfr-Altm 1930,6 (SA-Die), WO-Dru, Klaus 1936,25; n- Mda-Weg 85, Wb-Nharz 11; -tcht Mda-Sti 3; ndacht Wb-Ak 17.
andreien Vb. 1a. ‘anschrauben, festdrehen’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 12 – de Schrwe andrein HA-Oh. – 1b. ‘anknüpfen’, bes. von abgerissenen Fäden beim Weben, 3: Wb-We 6. – 2. ‘etw. veranlassen, in die Wege leiten’ – hei hat et andreiet 3: a.a.O. 6. – 3. in der Verbdg.: daen sne is anjedrt ‘seine Tochter ist nicht mehr Jungfrau’ 3: Vk-Ask 151. – 4. ‘jmdm. etw. (zum Kauf) aufschwatzen, aufdrängen’ 3: Mda-Weg 86, 4: Wb-Ak 17 – ndreien hastek d wedder wat lten Mda-Weg 86.
Lautf., Gram.: andreien Wb-We 6; -drein HA-Oh; -jedrt Part. Prät. Vk-Ask 151; ndreien Mda-Weg 86; -dreijen Wb-Nharz 12; -drein a.a.O. 12; ndrn Wb-Ak 17.
1Anhalt Name des nach der Burg A. benannten ehemaligen Herrschaftsgebietes der Anhaltiner und späteren Freistaates im Deutschen Reich, von 1947 bis 1952 und seit 1990 Teil des Landes Sachsen-Anhalt – Unse Anhalt is doch scheen, das habbe ich emah frieh morjens ... jefiehlt, wie ich so bei Sonnenuffjang durch ’n Busch jehn thad. 4: Richter o.J. 21; Rda.: d sint fon nhalt ‘sie bleiben irgendwo zu lange’ 3: Mda-Weg 86; Hä is von Anhalt un nich von Eilenburg von einem langsamen Menschen, 2: Vk-Anhalta 85. Reim:De Leite sahn’s (sagen es) for janz beschtimmt,
In Dessau han se an Schparrn in’n Kopp,
Und wenn mer denn nah Bärnborch kimmt,
Da sin de Leite mächtig jropp.
In Zarbst, da solln se jastfrei sin,
Erzählen tun se lang un breet,
In Keethen, das läht so mittendrin,
Da sin se for Jemietlichkeet.
4: Vk-Anhaltc 152.
anhauchen Vb. 1. dass. wie  anhchen 1., 4: Wb-Be, Wäschke 41919,89 – Hauche michema an! a.a.O. 89. – 2. dass. wie  anhchen 2., 3: Mda-Weg 86, 4: Wb-Ak 19.
Lautf., Gram.: hauche an Imp. Sg. Wäschke 41919,89; nhauchen Mda-Weg 86; n- Wb-Ak 19, [nhaun] Wb-Be.
anhauen Vb. dass. wie  anhchen 2., 3: Mda-Weg 86.
Lautf.: nhauen.
ankarrilen Vb. ‘jmdn., dem das nicht recht ist, ansprechen, zu jmdm. mit einem Anliegen kommen’ 2: Wb-Altm 96, 3: Mda-Weg 86 – nkurjeiln wolle mek, tre sek wer nich ran(der) Mda-Weg 86.
Lautf.: ankarjln Wb-Altm 96; nkurjeiln Mda-Weg 86.
ankleien Vb. 1. refl. dass. wie  ankltern, 3: Wb-Nharz 13. – 2. ‘langsam ankommen, eintreffen’ 3: Mda-Weg 86.
Lautf.: nkleien Mda-Weg 86; -kleijen Wb-Nharz 13.
anlunzen Vb., in der Verbdg.: hei km nelunscht/ njelunscht ‘er kam langsam an, ist spät eingetroffen’ 3: Mda-Weg 86.