Brtappel m. ‘(in der Ofenröhre) gebratener Apfel’ 3: HA-Oh Uhr, 4: Serimunt 1929 Nr. 46, Wb-Be.
Lautf., Gram.: Brtappel HA-Oh; Bratäppel Pl. Serimunt 1929 Nr. 46; Bra- Pl. HA-Uhr; [prtapl] Wb-Be.
Brocke f. 1. ‘unregelmäßig geformtes, meist abgebrochenes Teil von etw.’ 4: Wb-Ak 41. – 2. ‘Kaffee oder Suppe mit eingeweichten Brotstücken’ 2: Serimunt 1928 Nr. 34 (ZE), 4: vereinz. DE.
Büchertasche f. ‘aus Leinen genähte und bestickte Schultasche der Mädchen’ 4: Serimunt 1932 Nr. 65.
Lautf.: Bichertasche.
Chemisett n. ‘gestärkte Hemdbrust für Hemden, die zu feierlichen Anlässen getragen werden’ 3: vereinz. elbostf., 4: Serimunt 1931 Nr. 18 – ... ett sönndas worrd ok’n Schemmesett ummemakt ... Hbl-Ohre 1930 Nr. 2/ Wöhlbier (HA-Eim).
Lautf.: Schemisett HA-No; Schemmesett Hbl-Ohre 1930 Nr. 2/ Wöhlbier (HA-Eim); [mzet] QUE-Di; Schmießchen Dim. Serimunt 1931 Nr. 18.
Dachtel f. ‘Ohrfeige’,  Prgel, 2: Wb-Altm 219, Mda-Ar 23, STE-Ste, ZE-KlLei, 3: verstr. elbostf., 4: Wb-Be, Serimunt 1932 Nr. 65, KÖ-GrPa – et jift ane Tachtel Spr-Asch 17.
Lautf., Gram.: Dachtel Wb-We 25, Serimunt 1932 Nr. 65; Tachtele Wb-Holzl 193; sonst: Tacht(e)l, [tat()l] Sg., -n Pl. – Etym.: frühester Beleg im 15. Jh. in der Bed. ‘Murmel’, aus dem zugehörigen Vb. mit der Bed. ‘mit einer Murmel eine andere treffen’ entwickelt sich ‘(auf-)schlagen, prügeln’, vgl. Kluge 242002,176.
dann Adv., nur slt. gebraucht, in den Mdaa. des Arbeitsgebietes dafür vorw.  denn (bei 2. und 3.) oder  dunn(e) (bei 2.). 1. in einer Rangfolge nach dem Genannten – Sprw: erst de Hoff, dann de Buer 2: GA-So. – 2. zeitlich ‘zu dem betreffenden (späteren) Zeitpunkt’ 1: SA-Dä, 3: vereinz. mittleres/s elbostf., 4: vereinz. anhalt. – da ward dann een Schnäpschen jetrunken un noch eens, so brengense eichs Jeld ins Haus. Wäschke 61920,135; Reim:Wenn Kirmes ist, wenn Kirmes ist,
dann schlacht’t mein Vater ’nen Bock,
dann tanzt meine Mutter, dann tanzt meine Mutter
da wackelt der ganze Rock.
Serimunt 1929 Nr. 63;
Verbdg.: dantwan ‘dann und wann, bisweilen’ Sprw-Börde. – 3. bedingend ‘unter diesen Umständen, in diesem Falle’, häufig in Verbdg. mit wenn, z.T. enge Berührung mit 2., 2: JE1-Dan, 3: vereinz. elbostf. – Rda.: Wenn de en Mächen wörre, dann wörr’t ne Hure wor’n von einem nachgiebigen, energielosen Mann, Sprw-Harzvorlg 254.
drdrin Adv. ‘darin, in diesem Gegenstand/Raum’ 3: vereinz. w elbostf., 4: Serimunt 1929 Nr. 46.
Lautf.: dadrin, d- Gorges 1938,18, Wb-We 25; dadrinne, d- BLA-Brau, Serimunt 1929 Nr. 46.
drtwischen Adv. 2: vereinz. brdb., 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 23, Serimunt 1929 Nr. 46. 1. ‘zwischen diesen Personen, Gegenständen oder Räumlichkeiten’ – Drßwischen war noch a dusteres Eckchen. a.a.O. 1929 Nr. 46. – 2. dass wie  drmang. – 3. ‘zwischen diesen Zeitpunkten, Ereignissen, zwischendurch’ – Schimpreden jabs ban Ballspieln och drzwischen ... Spr-Asch 27.
Lautf.: dartwischen SA-Sal; der- Wb-We* 205; -twüschen Bode 1908,74; dorzwischen, [dortswin] ZE-Roß, Wb-Ak 23; dr-, Drßwischen Spr-Asch 27, Serimunt 1929 Nr. 46; datwisch(e)n Kredel 1927,63, Lindaua o.J. 149, WE-Be; do- Heimatkalender-Je 1937,76 (JE2-Fi); dozwischen CA-Fö.
Dattel f. ‘Ohrfeige’,  Prgel, 4: Serimunt 1932 Nr. 65.
Etym.: wohl scherzh. Übertragung von (Ohr-)Feige.
Frühschule f. ‘Unterricht, der den älteren Schülern der Dorfschule vormittags erteilt wurde’ 4: Serimunt 1932 Nr. 65, Wäschke 61915,113 – ... denn de Friehschule jeht in’n Sommer schon um sechse an. a.a.O. 113.
Lautf.: Frie(h)schule.