Oboist m. ‘Spieler von Holzblasinstrumenten in einer Kapelle’ 2: ZE-Roß, 4: Wäschke 71913,9 – Der Howejiste, der schpielt je so ofte nich mit … Wäschke 71913,9.
Lautf.: Howejiste.
of Konj. verstr. 1. Einleitung indirekter Fragesätze, die Ungewissheit oder Zweifel ausdrücken – Off he deatt ouk woll ahl behölt? Matthies 1903,2; ik wett nich, off d kmen kannst HA-Oh; De junken Mächens wollten nu jarne wissen, eppe schon verheiratt wier … Wäschke 71913,8. – 2. in Verbdg. mit als zur Einleitung eines erläuternden, irrealen Vergleichs – meck war sau, als ob eck meck keken mißte. Spr-Asch 42; … ein Mann stund undern Appelboom unn harre’n lanken Rick (Stange), als offe damit Äppel runderslan wolle. HA-Eim. – 3. in Verbdg. mit der zur Kennzeichnung von versch. Voraussetzungen- … dei mußte sien Holt ümmer allene opp’n Handwagen na Stadt bringen, of dei Wege gut oder of se von’n Regen grundlos waren. Rauch 1929,89.
Lautf.: of(f) verstr. nd. (außer s); ob, op verstr. s nd., Wb-Ak 122, Wb-Be; ep KÖ-KlPa; z.T. mit Enklise eines nachfolgenden Personalpron.: z.B. offe vereinz. nd. (außer s); eppe Wäschke 71913,8.
k allg. 1. Adv. – a. ‘ebenfalls, ebenso’ – dat geiht jo ok alles nich HA-Bo; Stölber (irdenes Gefäß) äöwer auk Pottdek’l GA-Fau; wrde, ich gomme  mid DE-Ca; d Aikatte (Eichhörnchen) nömmt de Nödd’n k JE2-Scho; De Kättkn möän klein Deerns ok all lin. Hausfr-Altm 1924,34 … an armes Luder warsche o, se hadde nichema an Mann jekricht … Wäschke 71913,49. – b. ‘außerdem, überdies’ – et rnt, wer t’ jifft ek noch Hgel HA-Oh. – c. ‘sogar’ – k nich en Pennij BLA-Brau. – d. ‘wirklich, in der Tat’ – Deatt dä (tat) he ouk mit grout’n Sprunk … Matthies 1903,20. – 2. Pt. – a. bestärkend, bekräftigend – ik danke ek felmls HA-Oh; dat is k man gt Wb-Nharz 136. – b. Verwunderung, Ärger ausdrückend – zum Deiwel awwer oo ZE-Roß; nee, awwer sauwat ok BA-Op. – c. in Fragesätzen Zweifel, Unsicherheit ausdrückend – kimet’e denn k? Wb-Nharz 136. – d. formelhaft als Anfügung an einen Gruß – jn Dach ek HA-Oh.
Lautf.: o(o)k, [k] vereinz. ö nwaltm., SA-Kal, verbr. ö/s Altm. n JE2 mbrdb. elbostf.; ek vereinz. w elbostf.; ouk SA-Bee Meh, verstr. sw Altm.; ek Mda-Ro; uok OSCH-Di; auk SA-Ku, verstr. w Altm. (außer sw); [eok] verbr. nwaltm.; auch Mda-Sti 31; [(u)] BE-Fr; a BA-Ha; ch ZE-Roß, Wb-Ak 122, Wb-Be; o(o), [] ZE-Roß, verbr. anhalt.
stern n., z.T. im Pl. 1. ‘christliches Fest der Auferstehung Christi’ verstr. – D ne stern hat’s m mechtich jeschneiet. Wb-Ak 123; tau estern kummet se Junge t de Schaule HA-Oh; to Auster gaw dätt immer n graut Schüssoh mit geferwtn Eier SA-Rist; Rda.: wenn ick dick in de Schnute schlage, fällt Ostern un Pingesten op einen Dach Androhung von Prügel, Sprw-Börde; wenn estern un Pingesten op einen Dch fallt ‘niemals’ HA-Oh; Kinderlied:Wenn’t Ostern is, wenn’t Ostern is,
denn slacht mien Vader’n Bock,
denn danz’t mien Mutter, denn danz’t mien Mutter,
denn krie’ eck en nien Rock.
WE-Oster.
– Brauch: Das Osterfest wurde um drei Uhr am ersten Ostertag eingeläutet. Vk-Harz 8,44 (WE-Elb). Vor Sonnenaufgang schöpften die Mädchen bereits das  sterwter. Im Mittelpunkt des österlichen Brauchtums steht jedoch das  sterei. An den Ostertagen fanden versch. Spiele und Wettkämpfe statt, an denen vornehmlich die Burschen oder die Erwachsenen teilnahmen. Bes. Ballspiele (z.B.  Ballslgen, Klsen) waren beliebt. verstr. Mütter strickten ihren Kindern einen Ball. Vk-Anhalta 225 (BE-GrMü). Andere Spiele waren z.B.  Hnenslgen (Brauch-Ma 262 – WO-He),  Semmelfrten (Brauch-wAltm 53) oder der  Knigslp (Brauch-wAltm 54). Um Hasselfelde wurden Eichhörnchenjagden veranstaltet. Vk-Harz 8,45. Die Mädchen zogen vor die Häuser der Brautpaare, die im letzten Jahr heirateten, um einen Ball zu erbitten,  Brtball, sterball (verstr.). O. war ein Termin für den Gesindewechsel (verstr.) sowie für die Aufnahme der Knaben in den Kreis der erwachsenen Jugend (Brauch-wAltm 44),  bengeln, hänseln 3. Zu O. wurde ein fladenartiges Gebäck gegessen (Vk-Anhalta 226 -verstr. ZE, Spr-Asch 42, BA-Op) und eine mit Weißbier angerichtete Suppe gereicht (Vk-Anhalta226). – Volksgl.: Man zieht hinaus, um den Sonnenaufgang am Morgen des 1. Ostertages zu betrachten, weil die Sonne vor Freude tanzt (Brauch-Ma 262 – STE-Bo, vereinz. n elbostf.), drei Freudensprünge macht (verstr. Altm.) oder weil zwei Sonnen zu sehen sind (Brauch-Ma 263 – GA-Grau). Breitet man dabei ein Tuch aus, so ist der sich darauf sammelnde Tau gut gegen Krankheiten. Brauch-Ma 262 (HA-Sü). Das Umwandern der Äcker soll eine gute Ernte sichern. Brauch-wAltm 55. Regnet es am Ostersonntag, ist im Jahr mit Trockenheit zu rechnen. Brauch-Ma 263 (GA-Fle Grau). Ein am Ostersonntag auf nüchternen Magen gegessener Apfel schützt vor Geschwüren. SA-Ku. – 2a. in der Verbdg.: kleine(s) Ostern ‘Sonntag nach Ostern’ 2: Vk-Anhaltb 27 (ZE-Cob), 4: Wb-Ak 123, Wäschke 71913,25. – 2b. in der Verbdg.: weiße Ostern dass., 3: Vk-Anhaltb 27 (BA-Ra).
Lautf.: Ostern, [strn] verstr. (außer nwaltm. w Altm.); [strn] JE2-De; [stn] STE-Gro, CALV-Calv; [stan] JE2-Scho; estern HA-Oh; [ostn] SA-Meh; [ustn] vereinz. n GA; estrn Mda-Ro; uostern OSCH-Di; Auster SA-Rist; [eost] SA-Dä.