Egeln ON, in dem Neckreim:Ick jink moal noa Ejeln,
Wollte moal käjeln,
Koam Vedd’r Schmidt,
Noahm mick mit;
Koam Veddd’r Lön,
Schmett mick in de Bön;
Koam Vedd’r Blech,
Husch! Doa woar ick weg.
3: Lieder-Ma Nr. 1057 (WA-Eg).
eia popeia Interj., nur im Wiegenlied: Ausdruck der Zärtlichkeit, mit dem Kinder unter wiegenden Bewegungen in den Schlaf gesungen werden, 1: Matthies 1912,6 (SA-Fa), 2: Wb-Altm 79, WO-Sa, 3: verstr. n elbostf., Lieder-Ma Nr. 19 (BA-Ali), Firmenich o.J. 163 (CA) – Wiegenlied:eijao popei, koch unsen Sohn an Ei,
do der Zucker und Bötter dran,
dat unse Sohne pappen kann
WO-Sa;
Eija Puleija!
Unse Kind ist meue,
Wär’ unse Kind sau meue nich,
Schleip et in de Puleija nich.
Eija Puleija!
Lieder-Ma Nr. 19 (BA-Ali);
Eije, Polleije, Polleste!
De Eddelmann harre frömme Gäste, ...
a.a.O. Nr. 24 (HA-
Gro).
Lautf.: der zweite Bestandteil hat häufig die Funktion eines Reimwortes und erscheint deshalb entstellt, z.T. ist auch Anlehnung an  Pujje ‘Wiege’ möglich: Ei a po peia Chr-Em 432; Eija Puleija Lieder-Ma Nr. 19 (BA-Ali); Eijapuleije Firmenicho.J. 163 (CA); Eija pueija Lieder-Ma Nr. 18 (HA-Um); Aija Pupaija a.a.O. Nr. 16 (WO-Ol); – Pulaija a.a.O. Nr. 25 (WO-HWa Ol); - Popeste a.a.O. Nr. 26 und 27 (WO-Ol, HA-Um); Eije Polleije Polleste a.a.O. Nr. 24 (HA-Gro); aijao popei WO-Sa; Aijoa Pulaijoa Lieder-Ma Nr. 23 (WO-Ol); Äija Popäija a.a.O. Nr. 17 (HA-Sü); heia popeia Wb-Altm 79; Heidja popeidja Matthies 1912,6 (SA-Fa).
eia popeia Interj., nur im Wiegenlied: Ausdruck der Zärtlichkeit, mit dem Kinder unter wiegenden Bewegungen in den Schlaf gesungen werden, 1: Matthies 1912,6 (SA-Fa), 2: Wb-Altm 79, WO-Sa, 3: verstr. n elbostf., Lieder-Ma Nr. 19 (BA-Ali), Firmenich o.J. 163 (CA) – Wiegenlied:eijao popei, koch unsen Sohn an Ei,
do der Zucker und Bötter dran,
dat unse Sohne pappen kann
WO-Sa;
Eija Puleija!
Unse Kind ist meue,
Wär’ unse Kind sau meue nich,
Schleip et in de Puleija nich.
Eija Puleija!
Lieder-Ma Nr. 19 (BA-Ali);
Eije, Polleije, Polleste!
De Eddelmann harre frömme Gäste, ...
a.a.O. Nr. 24 (HA-
Gro).
Lautf.: der zweite Bestandteil hat häufig die Funktion eines Reimwortes und erscheint deshalb entstellt, z.T. ist auch Anlehnung an  Pujje ‘Wiege’ möglich: Ei a po peia Chr-Em 432; Eija Puleija Lieder-Ma Nr. 19 (BA-Ali); Eijapuleije Firmenicho.J. 163 (CA); Eija pueija Lieder-Ma Nr. 18 (HA-Um); Aija Pupaija a.a.O. Nr. 16 (WO-Ol); – Pulaija a.a.O. Nr. 25 (WO-HWa Ol); - Popeste a.a.O. Nr. 26 und 27 (WO-Ol, HA-Um); Eije Polleije Polleste a.a.O. Nr. 24 (HA-Gro); aijao popei WO-Sa; Aijoa Pulaijoa Lieder-Ma Nr. 23 (WO-Ol); Äija Popäija a.a.O. Nr. 17 (HA-Sü); heia popeia Wb-Altm 79; Heidja popeidja Matthies 1912,6 (SA-Fa).
eichen poleichen Interj. dass. wie  eia popeia, 3: QUE-Fr, Lieder-Ma Nr. 21 (BA-Ali), 4: CA-Ak – Wiegenlied:eichen poleichen,
koch Annelies een Breichen,
maake Melk un Zucker rin,
schleppt Annelies recht seute in
QUE-Fr;
haichen budaichen,
had Ebbel jekochd,
schdn inne Rre
un kwackern noch
CA-Ak.
Lautf.: eichen poleichen QUE-Fr; Heichen Puleichen Lieder-Ma Nr. 21 (BA-Ali); [hain budain] CA-Ak.
Elbe f. 1a. ‘Fluss Elbe’ – Roggen lat dee ewwerde Elwe in’n Sand saien, da wasst wieder nischt, wie Roggen un Kienholz, ... sagt der Bördebauer über das Land ö der E., 3: Firmenich o.J. 158 (WA-Ost); Wist wom n de Ellewe jn un kken, ob se noch tlwärts lft scherzh. zu einem Spaziergänger, 4: Wb-Ak 51; Rda.: Der is von ewwer de Elbe ‘Er ist geistig beschränkt’ 4: Vk-Anhalta 86; he schrait as op de Ellewe brennet ‘er macht viel Lärm um nichts’ 3: Vk-Ask 156; schmiet et in de Elwe, denn härste wennjestens plumsen zu jmdm. gesagt, der jmdn. trotz einer aussichtslosen Situation finanziell unterstützen möchte, 3: Sprw-Börde; Allbott (jede Kleinigkeit) helpt wat, seggt de Mesk un spuckt in de Elw. 2: Spr-Altm 83; Sprw.: Weck an Gallign hangen sall, de fällt nich in El’w. 2: Bewohner-Altm 1,334; Rätsel:t’ wer eml n Mann,
de harre einen Kamm,
den smeit’e in de Elwe,
da warent ganze twölwe – 11+1
HA-Oh; Das Rätsel basiert
auf dem Sprachspiel mit der Klanggleichheit von Elbe und elf
im Nd.;
Junken Männekn op unsen Hoff,
Hat’n krietewitt Owertoch,
Will de ganze Welt bedeckn,
kann nich öwer de Elbe reckn.
– der Schnee. 3: Lieder-Ma
Nr. 376 (WO-Ol);
Die Elbe aber ist jedermann frey zu fischen und fahen, was er kan. Amt Dessau und Lippehne 1547-1549, Landreg-Anhalt 1,20. – 1b. in der Verbdg.: Alte Elbe ‘Elbarm’, vereinz. in Elbnähe, auch Name eines toten Havelarms, 2: Siedler-Je § 269 (bei JE2-Mo). – 2. ‘Elbe-Dampfschifffahrts-AG’ – Dr is Kapitn uf ’n (einem Dampfer) vonne Ellewe 4: Wb-Ak 51.
Elbeu ON – im Rätsel:Elbie un Barrlaeh,
Wolmersteh un Garlaeh,
Stemm’rn un Boahr’ndörp –
Wu vel Döerp sünt dat.
– nur ein Dorf (wegen des nur einmal
in den ON vorkommenden Grundwortes -dörp), 3: Lieder-Ma
Nr. 489 (WO-Ol).
n 1. Zahladj. verbr., stets betont. – a. in der Zahlenfolge ‘eins’, vgl. 1nsDe Tormuhr harre all eine slahn, ... Rauch 1929,71; ainen Meter in’ne Dickde Wb-Holzl 75; Rda.: Dat geit n, tw, dr ‘... schnell, rasch’ Wb-Altm 46; Abzählreim: ene, dene, deck un du bist weg HA-Va; Eene, deene, Duhmmstrick! Siebn Kattn schlaon sick ... Lieder-Ma Nr. 562 (WO-Be). – b. das Einzelne, auch Besondere betonend – adj.: D han blß n Mchen. Wb-Ak 52; t n Schtje han sechtsn Jr’m JE2-Scho; Rda.: von hunnert Morjen en Klt von sehr weitläufiger Verwandtschaft gesagt, WO-Gu; dor sedsd alles uff ne Grde DE-Ca; der Mann, der die Vaterschaft bestreitet, weil er nur einmal mit der Mutter des Kindes verkehrt hat, sagt: Upp n Hau fällt kn Bm. Wb-Altm* 73; Sprw.: Wenn väöl Hön’r in n Nest legg’n, helpt ’t sick bald. ‘Wenn man aus mehreren Erwerbsmöglichkeiten Einkünfte bezieht, wird man reich.’ Wb-Altm 263; subst.: dat grn is alles in eins ‘... ist verheddert’ Wb-Nharz 49; d sidst je d s in ne ‘allein, in Gedanken versunken’ CA-Ak; Rda.: sin ein un alles ‘seine ganze Freude’ Sprw-Börde; wedder eins noch keins ‘gar nichts’ a.a.O.; hat eenen weg von einem geistig beschränkten Menschen gesagt, Vk-Anhaltc 102; ’t is mi allns ns ‘... egal’ Wb-Altm 46. – c. eine Zusammengehörigkeit oder Übereinstimmung (zweier Größen) betonend – et is eine Nesse ‘es ist überall nass’ Sprw-Börde; se sünt wär eins ‘einig’ Id-Eilsa 59; Rda.: dat is ein afmken Wb-Nharz 49; tr Junke is tich n un tassellewe Kallwer w ter le Wb-Be. – d. in Verbdg. mit der Präp. in (und dem Adv. weg) die ununterbrochene Fortdauer einer Handlung, eines Geschehens oder Vorgangs bezeichnend – et gurscht in ene wech ‘es regnet fortwährend stark’ WE-Lan; ... se ruppten in einen wegg ... Hbl-Ohre 1927 Nr. 28/Wöhlbier (HA-Eim); na, du blaffst ja hüte wedder in eins wech HA-Bee; in eins hen ‘ohne Unterbrechung’ Sprw-Börde. – 2. Indefinitpron. verstr. – a. ‘jemand, irgendeine(r)’, auch generalisierend ‘unsereiner, man’ – da kümmt ainder Wb-Holzl 57; einen in die Fresse haun HA-Alv; t machst je ’n jants koppschai Wb-Be; d hunt wil einen bten Wb-Nharz 50; einder wett gar nich, wo en anfangen sall mit Arbeiten WE-Dee; Rda.: n schlk awwer ner lank hin! Ausruf des Erstaunens, CA-Ak; D bist mich awwer ner ‘... ein ganz Besonderer’ Wb-Ak 52; Wenn eener dumm wart, warte ’s zuerscht in’ Koppe. Vk-Anhaltc 103; de will ainen wat forrtellen ‘... etw. weismachen’ Wb-Holzl 57; d warrt’n nich klauk t HA-Oh; dat konne ne et harze afschtten ‘das konnte einen sehr betrüben’ Wb-Nharz 7; sau kann’n sick in’n Menschen toischen HA-Eil; Sprw.: Wat einder daun kann, ward twei nich su’r. ‘Das Verteilen von Arbeit auf mehrere Personen verspricht Schonung’ Sprw-Harzvorld 399; wat ein sülwest daun kann, dat werd nich sau erket Wb-We 34; Von de Hund, de en bät’n hat, davon mütt’n Haar uppleng’n. ‘Um einen Kater zu beseitigen, muss man erneut Alkohol trinken.’ Spr-Altm 82; Wenn’n schimmelt Brot itt, find’t’n Geld. Schwerin 1859,43; Rätsel:Hinner uns Hus un Nowers Hus
plögt ener,
plögt on Koller un Schor,
plögt doch ’n grod For
(Furche).Moll (Maulwurf). Hausfr-
Altm 1929,79 (SA-Sal).
– b. das Einzelne, Besondere betonend, bes. in der Verbdg. mit ander (mit semantischer Nähe zu 1b.) – das aine Gind is glain ... BE-Sa; D ne Ostern hat’s m tichtich jeschneiet. Wb-Ak 52; ümmer einder nahn andern! HA-Bee; Un der eene, der mit de Vaodermördersch bis ebber de Ohren ... Heimatkalender-Börde 1925,63 (CA-Sa); Sprw.: ’n sn Deod is annan sn Breot SA-Dä; den einen sien Uhl is den andern sin Nachtigall HA-Va; sau geit et in der Welt, d’ ene hat den Büdel, de andre dat Geld Wb-We 23; De een is doch vör’n ännern. ‘Begabung und Geschicklichkeit sind bei den Menschen verschieden ausgeprägt.’ Bewohner-Altm 1,330. – c. in verkürzten Sätzen für das subst. Objekt stehend – einen nemen ‘Alkohol trinken’ HA-Oh; ’n lßen ‘einen Darmwind entweichen lassen’ Wb-Ak 52; sek eins singen Wb-Nharz 49; du krichst ene anne Bramme Androhung von Prügel, JE1-Go; Was hat’e denn for ne jeheirt? Wb-Ak 52. – 3. unbest. Art. verbr. – a. in normaler Sprechhaltung stets unbetont – a Barrich KÖ-Pi; en Glas Behr SA-Jeg; ‘n Hp’n Ld’ Wb-Altm 84; d ld a Abbel DE-Ca; de junge Frau hat ane beese Krankheet DE-Vo; “Was denn vor an Vorein?” Wäschke 61915,121; d Hirsch het wa än Jewaih JE2-Scho; Rda.: en Hals afschnien ‘übervorteilen, betrügen’ Sprw-Börde; d st t w en schmlet Handk ‘er sieht dünn aus’ JE2-Scho; hei liggt (lügt) sau harte wie en Pert leppt QUE-West; hei hat Infälle w en ld Hs ‘er hat sonderbare Einfälle’ WE-Be; Dat könnt ene sure Kreike (Pflaumensorte) weren ‘das könnte für jmdn. ungünstig werden’ Wb-We 74; Sprw.: op en Heger kumt en Feger ‘auf einen sparsamen Hauswirt folgt oft ein Verschwender’ Wb-We 48; von’n groten Bullen fällt ook en groot Kalw HA-No; Bauernregel: Lichtmessen hell und klar, jibt an jutet Flachsjahr Spr-Asch 49; Rätsel: wann is de Voß en Voß? – wenn er allein ist, scherzh. Ausnutzung der lautlichen Übereinstimmung mit dem Zahladj., OST-Ker. – b. betont, in gefühlsbetonter Rede verstärkend – Das is an Wetter! Wb-Ak 50; ein Jeld hat das jekost ‘viel Geld ...’ a.a.O. 51. – c. vor Zahlwörtern und Mengenangaben die Gültigkeit einer Aussage einschränkend ‘etwa, ungefähr’ – ein veir Wochen her Wb-We 34; Vorr’n drittig Johren, ... Lindaua o.J. 63; an Sticker dreie Wb-Ak 16; wi willn noch n acht Daog töw’n (warten) Wb-Altm 258.
Lautf., Gram.: 1. Zahladj., in der Zahlenfolge: een, n verbr. nwaltm., Wb-Altm 46, SA-Kun, vereinz. n GA, verbr. ö Altm., verstr. JE2, vereinz. JE1, ZE-Bur, WA-So, Wb-Ak 52; eene, ne vereinz. sö Altm., HA-Sa, verstr. mittleres/s JE2, JE1-Wo, vereinz. w JE1, HA-Bre NHa, OSCH-KlQue, QUE-Frie, CA-Mi; ejn SA-Jee; än SA-Ne; eän GA-Mie; aein GA-Pe; äin OST-Klä, verstr. mittlere Altm.; ein, eyn, ain SA-Bre Dam, verbr. w Altm., verstr. w OST, vereinz. w STE, JE2-Za, verstr. w elbostf., QUE-Su; eine, aine WO-Me, verbr. w elbostf., verstr. ö elbostf., vereinz. nthür.; ane, ne WE-Lü, Vk-Ask 161, BA-Schie; enne ZE-Dor, enn SA-Die, STE-Grä; in Abzählreimen, abweichend vom sonstigen Gebrauch: eene, ne Wb-Altm** 48, vereinz. ö/s Altm. elbostf., BE-Me, KÖ-Pro; een GA-Rä; Eneke Dim. Lieder-Ma Nr. 571 (vereinz. n elbostf.); Eeneken Dim. a.a.O. 589 (BA-GrAls); Eenichen Dim. a.a.O. 589 (DE-Je); enne vereinz. n/mittleres elbostf., Lieder-Ma Nr. 584 (DE); 2. Zahladj., Indefinitpron., Artikel (in betonter Stellung): st. (attr. und allein stehend): Nom. Sg. m., n.: een, n vereinz. nwaltm., Wb-Altm 46 und 263, Spr-Altm 75, SA-Rie, vereinz. OST n/mittleres JE2, verstr. mbrdb., WO-Gu, CA-Salz, verstr. anhalt.; ein, eyn, ain SA-Rie, verstr. elbostf., Wb-Ak 50 (bei Hervorhebung); n Vk-Ask 137 (QUE-Scha); Dat./Akk. Sg. m.: enen, eenen Wb-Altm 46, vereinz. ö/s Altm., Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie), JE1-Mo, vereinz. anhalt.; een’n, n’n, ’n, [], [e] SA-Dä, Wb-Altm 46 (nur Zahladj.), Bewohner-Altm 1,334, vereinz. anhalt.; een, n SA-Ty, SA-Stap, OST-Ho Möl, JE2-Schö, JE1-Gö, ZE-Roß, KÖ-Grö; äin STE-Ho; einen, ainen verstr. elbostf.; ei’n HA-Alv, WA-GrGe, CA-Fö, BA-Ha; ohne Flexionsendung (z.B. in der Verbdg.: in e.): ene, ne WE-Lan, Wb-Nharz 7 und 49, CA-Ak; een, n Wb-Altm 16 und 46, Wb-Alm* 7, Spr-Altm 82; Dat. Sg. n. wie Dat./Akk. m.; Akk. Sg. n. wie Nom. Sg. m., n.; Nom./Akk. Sg. f. und als Stellvertreter eines Subst.: eene, ne vereinz. s Altm., verstr. mbrdb., JE1-Me, Vk-Harz 8,49, vereinz. sö elbostf., verstr. anhalt.; een vereinz. nwaltm., verstr. n/mittlere Altm.; eine, aine verstr. elbostf., Mda-Sti 30, Wb-Ak 50 (bei Hervorhebung); ein SA-Bre, verstr. w Altm.; ahne, ne Vk-Ask 374, Spr-Asch 17, BA-Neu Sip; Dat. Sg. f. wie Nom./Akk. Sg. f.; außerdem: unflektiert: n JE2-Scho; sw.: Nom. Sg. alle Genera: ene, ne Wb-We 23, verstr. anhalt.; een Bewohner-Altm 1,330, Pohlmann 1905,33; eine, [ain] vereinz. elbostf., BE-Sa; Dat. (Akk.) Sg. f.: e(e)ne JE2-Gü, Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi), vereinz. anhalt.; eine Wedde 1938,20; 3. Artikel in unbetonter Stellung: en(n) m./n. vereinz. w Altm., OST-Ker Le, vereinz. ö JE2, verstr. elbostf.; enne f. JE1-Kä, ZE-Dor, vereinz. elbostf., BA-Sip, Krause 1964,60; [] m./n. SA-Ko; än, [n] m./n. SA-Ab HDo, JE2-Scho; an(n), [an] m./n. SA-Bon Dä, Spr-Asch 49, Mda-Ro, verbr. anhalt.; an(n)e f. verstr. sö elbostf. omd.; a m./n. verbr. anhalt.; sonst vorw. enklitisch: ’n m./n., nwaltm., n nbrdb. auch f. (nicht eindeutig von der Kurzform für  1man zu trennen); ne, ’ne f.; ’n Pl.; 4. als Stellvertreter eines Subst. bzw. für ein logisch zu ergänzendes Subst.: m.: eener, ner verstr. Altm., JE2 JE1, ZE-Roß, vereinz. anhalt.; eender JE2-Gü, Heimatkalender-Je 1927,122 (JE2-Vie); einer vereinz. HA OSCH, WE-Rho; einder, ainder verstr. elbostf., Mda-Sti 30; aaner QUE-Di; ander Mda-Weg 85; Akk. Sg. vgl. st. Akk. Sg. m.; n.: eens, ns Wb-Altm 46, Sprw-Börde, vereinz. anhalt.; eins, ainsz vereinz. elbostf., Mda-Sti 30; f.: wie st. f. Nom. Sg.; unflektiert (vor allem verallgemeinernd ‘man’): een, n vereinz. Altm.; ein vereinz. elbostf.
1ns Zahladj. ‘eins’, vgl. n 1a., 2: vereinz. Altm. (außer SA), verbr. n/mittleres JE2 mbrdb., 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. nthür., verstr. anhalt. – Hä zellte immer leise vorr sich hin: Eens, zwee, drei ... Heese 21919,14; subst.: de Eins steit scheif HA-Oh; Kinderreim: Ains, zwai, drai! Katte laip in’n Snai ... Lieder-Ma Nr. 152 (WO-HWa); im Abzählreim: Eins, zwei, drei, Lische, lasche, lei ... a.a.O. Nr. 520 (WE-We).
Lautf.: e(e)ns, ns, [ns] vereinz. Altm. (außer SA), verstr. JE2 JE1, verbr. ZE, vereinz. elbostf., verstr. anhalt.; a(h)ns WA-La, vereinz. s elbostf., BA-Gü; eins, ains vereinz. s Altm. JE2 JE1, ZE-Ke, verstr. elbostf., vereinz. w omd.
Ferwend m. ‘Arbeits- oder Dienstschluss, Feierabend’, auch die sich anschließende Freizeit, 2: vereinz. nbrdb., verbr. mbrdb., 3: verbr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – et litt (läutet) Fieram’d WA-Bo; Mache man ble Feier’md. Wb-Ak 55; b 96 Frm’d hemm ‘bei Kilometer 96 die Tagesfahrt beenden’, Schifferspr., Elbschifferspr. 352 (STE-Tan); also denn kommer jlei na Feiermt bei eich rum ZE-Roß; Rda.: hat Fierabend gemacht ‘ist gestorben’ QUE-Wa; Reim:Fieheroab’md, Fieheroab’md mott ick hoan,
Mott ick uut’e Aere groab’m;
Uute Aere groab’ ick nich,
Krieg oo’ kain’n Fieheroab’md nich.
Lieder-Ma Nr. 763
(WA-Eg).
Lautf.: Fierabend BLA-Brau, QUE-Wa; [frmt] Mda-nwJe1a 45/Mda-sJe1 6 (vereinz. w/sw JE1); Fieram’d WA-Bo; [frmnd] QUE-Di; [-mt] Mda-Ma 63 (vereinz. mittleres JE1); Fieheroab’md Lieder-Ma Nr. 763 (WA-Eg); Firabend, frbent Sprw-Börde, Wb-Nharz 209; -abmd Wb-We 156; Firwnd Kredel 1927,24; [frd] Elbschifferspr. 352 (STE-Tan); [-nt] Mda-Ze (ZE-Stre); Ferbend HA-Oh; Füerahmt Hbl-Ohre 1928 Nr. 18/Wöhlbier (HA-Eim); [frmt] Mda-nwJe1a 45 (JE1-Nie); Fürab(e)nd vereinz. HA OSCH; -a(h)mt, -d OST-Fle, HA-Bee; Feierabend Richter o.J. 76; -am’d Krause 1964,85; -amt, [fairmt] verstr. mbrdb.; [-mt] Mda-nwJe1a 45 (JE1-Bie Lo), ZE-Roß; Feier’md, [-d] Elbschifferspr. 352 (STE-Bit, JE2-Mi Pa, CA-Ak), Wb-Ak 55; -ahnd, [-nt] JE2-Gü, Mda-nwJe1a 45 (JE2-HSe, JE1-Rie); [-n] veralt. Mda-sJe1 3 (vereinz. mittleres/sw JE1), Mda-Ze (ZE-Reu).
Fingerht m. 1. ‘Schutzkappe für das oberste Fingerglied, die bei Näharbeiten getragen wird’ 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be, Lieder-Ma Nr. 583 (DE-Re). – 2. PflN – a. ‘Roter und Gelber Fingerhut’ 3: Wb-Nharz 209. – b. ‘Echter Sturmhut’ 4: vereinz. w BE.
Lautf.: Fingerhaut vereinz. elbostf.; -hut, [firhd] vereinz. w BE, Lieder-Ma Nr. 583 (DE-Re).