düsse Demonstrativpron., vorw. m. und f., für n. vorw.  düt, 1: Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die), SA-Rist, 2: verstr. Altm., vereinz. JE2, verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. 1. in Bezug zu einem Subst. – a. mit Bezug zu etw./jmdm., auf das/den der Sprecher hinweist – düsse lottrige Wörtschaft STE-Ho; düsse Tüffel schmeckt jt JE2-Scho; düsse Bohm mot wech HA-Bee; Na düsser, o’r na jener Siete ... Klaus 1936,14; zur Umschreibung des Gen.: disen sn fder Wb-Nharz 42. – b. mit Bezug auf etw. bereits Bekanntes, Erwähntes – Hiete sind awer dise Aert Ummezieje ook nich meh ahn der Mode. Vk-Harz 8,31. – c. in Verbdg. mit Zeitangaben auf einen benachbarten Zeitpunkt hinweisend – ... disse Woche ... Wb-Ak 6; ... eb’n düss’ Minut ... Matthies 1903,55; mehrschtens is dissen Sommer schlechtes Wetter ZE-Roß. – 2. in subst. Funktion (semantisch wie 1a. und 1b.) – düsse ist e’west HA-Oh; ..., un sau liese, dat’n dacht hat, ok düsse slapen noch in! Rauch 1929,38; Verbdg.: dissr un jenner Mda-Ze (ZE-Reu).
Lautf., Gram.: m.: düsse vereinz. w elbostf.; düss vereinz. Altm.; düsser JE2-Bö, Heimatkalender-Je 1937,76 (JE2-Fi); düssen Dat./Akk. Sg. Wb-Altm* 42, Rauch 1929,95, Lindaua o.J. 124; dise Wb-Nharz 42; dis(s)er, [dizr] verstr. ZE, Sprw-Börde, Spr-Asch 25, Mda-Sti 4; dis(s)en Dat./Akk. Sg. Pohlmann 1905 ff.,124 (OST-GrRo), Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie), ZE-Roß, vereinz. s elbostf.; n.: düssem Dat. Sg. SA-Rist; dissen Dat./Akk. Sg. WE-Mi; f. (Nom./Akk.): düsse STE-Ho, vereinz. JE2 n/w elbostf.; düss’ vereinz. Altm.; düsser Dat. Sg. Klaus 1936,14; dis(s)e, [diz] ZE-Göd Roß, HA-Neu, Wb-Holzl 81 (WA-KlWa), vereinz. s elbostf. omd.; Pl.: düsse vereinz. n elbostf.; düss’ vereinz. Altm.; dis(s)e Heimatkalender-Ma 1932,45 (JE2-Vie), Mda-Sti 4; diss’ Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die).
dütml Adv. ‘diesmal’ 2: Matthies 1903,7, Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie), ZE-Roß, 3: verstr. elbostf., 4: Heimathefte-Be 1956,139 (BE-GrWi), Heese 21919,83 – ... un dütmal glückt et ... Wedde 1938,56.
Lautf.: düt(t)mal vereinz. n elbostf., Wedde 1938,56; -moal Matthies 1903,7; dit(t)mal vereinz. s elbostf.; ditmoal Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie); dißmah, diss Ma ZE-Roß, Heese 21919,83; dismao Heimathefte-Be 1956,139 (BE-GrWi).
1Dwel m. 1a. ‘Teufel’ verbr. – ... kieke sick in de Stube umme, op woll de Deubel nich hinder’n Oben vorrkeime. Lindaua o.J. 64; Rda.: op Deuwel kumm rut ‘mit aller Macht’ CA-Fö; des deuwels sn ‘eifrig, versessen (auf etw.) sein’ Wb-Nharz 40; is hinder her, wie der Deuwel hinder de Seele dass., Sprw-Börde; bis de ganz des Deubels? ‘bist du verrückt geworden? Wb-We 28; Ritt sei denn der düwel?! dass. (3. Pl.), Id-Quea 150; den lacht de Deuwel utn Hals ‘er lächelt heimlich und schadenfroh’ OST-Gla; Ick bin so falsch (ärgerlich), ick mücht mäi met’n Deuwel slaon. Bewohner-Altm 1,326; Von d kann der Teiwel kn Pechlicht besn. ‘Sie ist sehr geizig.’ Wb-Ak 169; de hat’n Düwel barwet lopen sein von einer zänkischen Frau, Id-Eilsa 59; De Olsch hät de Deuwel van de Kar verlar’n. dass., Bewohner-Altm 1,327; dann plaocht dai Daiw ‘er hat ein schlechtes Gewissen’ SA-Dä; in deuwels kiche kommen ‘in eine schwierige Lage geraten’ Wb-Nharz 40; Noch ihr de Deuwel Schoh’ ankrieg’t ‘in aller Frühe’ Bewohner-Altm 1,327; Ick will dick wol krin, eh dick de Düwel krigt. Hbl-Ohre 1928 Nr. 25/ohne Verf. (HA-Höt); da hätt de Düwel sien Spöäl mang wenn etw. nicht gelingen will, STE-Wa; de Düwel sitt’r inne dass., WE-Zi; wi de Doiwel sien Speel hat ‘wie es der Zufall will’ Wb-Holzl 77; Wie ’s dor Teiwel will ... dass., Krause 1964,133; dat solle doch mit’n Deuwel taugahn ‘das müsste doch zu machen sein’ Sprw-Börde; d sast dänn Dwel nich anne Wand mln ‘du sollst kein Unheil heraufbeschwören’ JE2-Scho; Dät weet der Deubel ... Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie); ... denn is hüte Abend de Deuwel los. ‘... gibt es heute viel Trubel, Unruhe, Aufregung.’ Wedde 1938,22; Dat geit nao dusent Düw’l dass., Wb-Altm 44; sps mot sn! se der deubel, d hate sne gresmutter mit der mesgrepe kisselt. Mda-Weg 90; All’ Bitschen helpen wat, sä de Deuwel, dunn at’r de Bottermelk met de Meßfork. Bewohner-Altm 1,327; Väl Köpp, väl Sinn’, sagt de Düwel, da harr he een Karr’ vull Poggen (Frö- sche) schob’n. Spr-Altm 88; in Ausrufen und Flüchen: fui daibel OSCH-Di; in dreideuwelsnamen: ja ärgerliche Zustimmung, Sprw-Börde; dn Dwel ek HA-Oh; Dat di de Düw’l Wb-Altm 44; de sall de Deiwel holn STE-Schö; Doa sloa doch glieks de Düwel rin! Matthies 1903,35; Sprw.: de eine is’n andern sn Dwel ‘niemand gönnt einem anderen etw.’ HA-Oh; Tr’n Düw’l un Apptk’r, se hämm väöl Büss’n. Wb-Altm 275; Stiffmutter is’n Deuwel sin Underfutter HA-No; Steen ut’r Hand is’n Düwel in d’ Hand. ‘Mit einem Steinwurf kann man Schaden anrichten.’ Spr-Altm 88; wenn man von Düwel sprickt, is’e nich wit. SA-Bre; Wenn’n von’n Dübel seggt, kimmt e all um e Ecke. Chr-Em 431; wer et abends piepet, den danzt de Düwel op en Dake. Id-Eilsa 59; Hät de Deuwel irst een’n Finger, kriegt’r ook de Hand. Bewohner-Altm 1,327; Wer vor d’ Höll whnt, mütten Dübel to’n Fründ hemm. Firmenich 1854,122 (OST-See); Wer in’n Himmel will, mot’n Düwel taum Vadder hebben. Hbl-Ohre 1928 Nr. 25/ohne Verf. (HA-Höt); wer Geld hat, de kann Döwel danzen sehn. SA-Im; wu Geld is, da is de Düwel, un wu kein is, da is e tweimal HA-No; De Dübel schitt immer op’n gröttsten Hucken. Chr-Em 431; Hat de Doiwel de Kau ehaalt, kann hai dat Kalf ok noch halen. Wb-Holzl 33; In de Nod frätt de Deuwel Flegen. Bewohner-Altm 1,352; de Düwel is sau swart nich, as man ne afmlt ‘etw. wird nicht so schlimm, wie es zunächst zu befürchten ist’ Wb-We 34. – 1b. ‘Schreckgestalt für Kinder, die angeblich im Getreidefeld sitzt’,  Roggenmme, 2: JE2-Scho, 4: verstr. anhalt. (jüngere Generation). – 2a. ‘böser, durchtriebener, hinterlistiger Mensch’,  s, auch ‘zänkischer Mensch’, Schimpfwort,  Stänker, 2: ZE-Roß, 4: Wb-Ak 169, Wb-Be – Das is an Teiwel! Wb-Ak 169. – 2b. in der Verbdg.: armer Teufel ‘armer, besitzloser Mensch’ – ... un an Selwerkoofen war bei dän armen Teiwel oh nich zu denken. 4: Heese 21919,25.
Lautf.: Düw(e)l, [dvl] SA-Bre Dan, verstr. nbrdb. n/w elbostf., Id-Quea 150; [dv] SA-Ev; Dübel Firmenich 1854,122 (OST-See), vereinz. w elbostf.; Diewel, dwel vereinz. sw elbostf.; Döwel Schwerin 1859,46, SA-Im; [duiv, -o] verstr. nwaltm.; Deuw(e)l, Doiw(e)l, [doivl] SA-Ah, vereinz. Altm., verstr. elbostf.; Deubel Heimatkalender-Je 1923,98 (JE2-Vie), vereinz. elbostf.; [divl] SA-Pü; Deiw(e)l, [daivl] Wb-Altm 34, vereinz. SA, STE-Schö, vereinz. WO, JE2-Scho, verstr. mbrdb., vereinz. s elbostf., verstr. omd.; [daiv, -o] verstr. nwaltm.; Teiwel, [taiwl] vereinz. anhalt.; Deibel STE-Arne, Vk-Anhaltc 88 (ZE-We), HA-Oh, vereinz. anhalt.; [däiwl] JE2-Scho.
echauffren Vb. refl. ‘sich aufregen, erregen’ 2: Matthies 1903,50, Francke 1904,30, JE1-Scha, 4: Wb-Ak 53, Wäschke31909,2 – Frog he toletzt ganz escheffiert ... Matthies 1903,50.
Lautf., Gram.: eschoffr’n Wb-Ak 53; Part. Prät.: echaufirt Francke 1904,30; eschoffiert JE1-Scha; escheffiert Matthies 1903,50; escherfiert Wäschke 31909,2. – Etym.: zu frz. echauffer ‘erwärmen, sich warm laufen, wütend werden’, vgl. HWb-Frz 234.
Ecke f. 1. ‘Kante, spitzes Ende eines Gegenstandes’ verstr. – Rda.: an all Eckng un Kand’n ‘überall’ SA-Dä; n allen ekken un ennen dass., Wb-Nharz 50. – 2a. ‘Winkel eines Raumes’, auch ‘(letztes, spitzes) Stück einer Fläche’ verstr. – ... junk nuh mit seinen Koffer in de Ecke un kramte drin rum. Heese 21919,111; In de eine Ecke von’n Garen, op’n Komposthupen ... Wedde 1938,20. – Volksgl.: Die E. eines Ackers oder eines Raumes sind gegenüber einem Zauber anfällig, aber auch für Zauberhandlungen geeignet. Bei Beginn der Getreideernte nehmen die Mäher aus einer E. des Feldes einige Ähren, die zusammen mit Feldblumen an der Sense befestigt werden. Gegen Raupenbefall umgeht man das Kohlfeld, lässt aber eine E. frei, aus der die Raupen herauskriechen können. Sind Haustiere behext worden, kehrt man den Schmutz aus allen vier E. in die Mitte zum Räuchern. Vk-Anhalta 329. – 2b. ‘durch einen Vorhang abgetrennter Kleiderbehälter in einer Zimmerecke’ 4: Wb-Be. – 2c. ‘Stelle, an der zwei Straßen zusammenstoßen, Straßenecke’, auch ‘Biegung, Krümmung eines Verkehrsweges’,  Bgen, verstr. – n te Ecke wrtich uff tiche Wb-Be; ... as he sou um de Eck herümmer lep ... Matthies 1903,2; Rda.: um Eck bringn ‘heimlich verstecken’ SA-Win; was um de Ecke brengen ‘etw. vernichten, verlieren, unbrauchbar machen’ Wb-Ak 50; um de Ecke hilpen ‘töten’ HA-Oh; um de Ecke gahn ‘sterben’ JE1-Bu. – 2d. ‘innere Uferseite einer Flusskrümmung’, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 414 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 414 (CA-Ak). – 2e. auch in der Verbdg.: slimme Ecke(n) ‘Ausschlag, Entzündung am Mund’, bes. in den Mundwinkeln,  Kibbeke(n), 2: vereinz. sö Altm. sw JE2, JE1-Bu GrLüb, vereinz. s mbrdb., 3: BE-He, 4: vereinz. w anhalt. – 2f. in der Verbdg.: fle Ecken dass., 2: vereinz. mittlere Altm. – 3. ‘Gegend’ – der Wind kimmed aus de kalde Ecke (von Norden) 4: Elbschifferspr. 436 (CA-Ak). – 4. ‘(Weg-)Strecke’ 1: SA-Dä, 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. elbostf., 4: Mda-Sti 141, Wb-Ak 50, Wb-Be – dat is ne Ecke wech Wb-Holzl 81; ick wer noch gärn ’n Eck metgaon, hebb öäwer keen Tied STE-Wa. – 5. ‘(längere) Zeitspanne’ 2: vereinz. Altm., 3: Wb-Nharz 50, 4: Mda-Sti 141 – ne ekke teblben Wb-Nharz 50; ’t iss all’n Eck Jaor hr Wb-Altm 45.
Lautf.: Ecke, [ek]; außerdem: [eg] vereinz. anhalt.; Eck, [ek] vereinz. nwaltm., verstr. n/mittlere Altm.; Äcke Heimatkalender-Ze 1964,91 (ZE-Ze), DE-Ho; [k] SA-Rist; Dim.: eckchen Mda-Sti 141, [ekn] Wb-Be; ekkelken Wb-Nharz 50.
(e) f. ‘gesetzlich anerkannte Lebensgemeinschaft, Ehe’ 2: Matthies 1903,37, 3: vereinz. elbostf., 4: Wäschke 61915,137 – sei hat tw Kinder midde in de e brocht BLA-Brau; Sprw.: vor de Ehe kennen se keinen Pup laten un naher schiten se wie de Reiher Sprw-Börde.
Lautf.: Eh, ,  Matthies 1903,37, HA-Oh, Wb-Nharz 48; e BLA-Brau; Ehe Sprw-Börde, Wäschke 61915,137.
(e) Konj. ‘ehe, bevor’, zeitlich und bedingend, vgl. 2r 1., 2: Matthies 1903,1, GA-Pe, JE2-HBe, 3: verstr. elbostf., 4: DE-Ca – Ehe man in’t Dörp rinn kümmt, ... Rauch 1929,81; Sprw.: eh der Fule zweemal jeit, drächte bet em der Buk weih deit WA-GrOt.
Lautf.: ehe vereinz. elbostf.; sonst: eh, .
gentlich 1: Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die), 2: Schwerin 1859,53, Matthies 1903,52, verstr. mbrdb., 3: vereinz. elbostf., 4: verstr. anhalt. 1. Adj., Adv. ‘wirklich, tatsächlich’ – ... un denn ’n nächst’n Dach d’r eej’ntliche Viehmaarcht. Heimatkalender-Ze 1962,89 (ZE-Ze); ... un kender wüßte mihr, wen se eigentlich ’ehürn däede. Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie). – 2. Adv. ‘im Grunde, genau genommen’ – dat is eijentlich nich mne Sache HA-Oh; jntlich hawwich tiche jr kne Tsait Wb-Be; Nu mußte de Ewwerraschung eentlich losjehn ... Wäschke 61915,47. – 3. Pt. verstärkend in Fragesätzen – wat is denn eijentlich ls? Wb-Nharz 49; ... worum jiwwets denn eejentlich keene Biljetter vierter mehr? Heimatkalender-Be 1936,154.
Lautf.: e(e)gentlich, e(e)jent-, [j()ntli] ZE-Roß, Heimatkalender-Ze 1964,94 (ZE-Ze), verstr. anhalt.; entlich, [ntli] Mda-Ze (verstr. ZE), Wb-Ak 50; eentlich, [ntli] Mda-Ze (verstr. ZE), Wäschke 61915,47; [kli] Mda-Ze (verstr. ZE); eig(e)ntlich, eij(e)nt- Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die), Matthies 1903,52, Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie), vereinz. elbostf.; [aintli] Mda-nwJe1a 42 (vereinz. n JE1); einklich Schwerin 1859,53; ntlich QUE-Di.
entlang Adv., auch Präp.(?) ‘an etw. an der ganzen Länge hin’, vgl. lang 2a., 2: vereinz. Altm. – ... trult he wearr’ dean’n Weg Entlang ... Matthies 1903,24.
rde f. verbr. 1. ‘Material, das die Erdoberfläche bildet, Erdreich’ – harte Eere JE1-Pap; ere feuern HA-Oh; inne Bl’mdebbe muss frische rde DE-Ca; ’s mißte m r’n, de re is sre dre Wb-Ak 25. – Volksgl., Volksmed.: E. lindert den Schmerz bei einem Bienen- oder Wespenstich. Krankes Vieh bekommt E. von einem frischen Grab zu fressen oder wird damit bestreut. E., die beim ersten Pflügen an der Schar hängen bleibt, wird in ein fremdes Gehöft geworfen, damit Flöhe aus dem eigenen Hof dorthin entweichen (DE-GrKü). Vk-Anhalta 291. – 2a. ‘fester Boden, Grund’ – under de Eere HA-No; Wat bawnt Erd is, dat hürt (gehört) däi ... Hausfr-Altm 1929,23 (STE-KlMö); da kömmt ne Quelle ut de Äre JE2-Zo; Grau treckt de Newel öwer d’ Er’ ... Pohlmann 1905,54; Twei dicke, lanke Peehle worr’n ... in de Eere rammt. Lindaub o.J. 35; Rda.: ..., als of öhm de Ere vorsloken harre. Rauch 1929,91; einen under de re hilpen ‘jmdn. zu Tode ärgern’ Wb-Nharz 51; An d’ Är iss d’ meist Arbeit Äußerung kleinwüchsiger Menschen, Wb-Altm** 46. – 2b. ‘Fußboden’ – et is up de re follen Id-Quea 151; schmais toch nich immer alles uf te re Wb-Be. – 3. ‘die von Menschen bewohnte und gestaltete irdische Welt’ – ... vullkoam iss upp d’ Är nist ... Hausfr-Altm 1925,54 (Kredel); Rda.: n’ Himmel op ern HA-Oh; Himmel un Äre in Bewejung setten ‘alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um ein Ziel zu erreichen’ Sprw-Börde. – 4. der Planet – Deatt sick de Eär dreih’n künn. Matthies 1903,39.
Lautf., Gram.: Erde JE2-Bu, JE1-Grä, Richter o.J. 59, Krause 1964,36; Erd Spr-Altm 76, SA-GrGe, Hausfr-Altm 1929,23 (STE-KlMö); E(e)re WO-Col, JE2-Gü Pap, ZE-Gri Kö, verbr. w elbostf., vereinz. ö elbostf.; E(e)r, r verstr. Altm.; ere, [er] HA-Oh, Id-Eilsa 60; Eär Matthies 1903,39; Ärde, [rd] Spr-Asch 23, DE-Ca; [rte] Wb-Be; Ä(h)re, [r] vereinz. JE2, Siedler-Je § 114 (sw JE2 w JE1), verstr. ZE BLA, verbr. ö elbostf., verstr. anhalt.; [r] (sehr offen) Siedler-Je § 114 (mittleres JE2); Ä(ä)r, [r] SA-Altm Die Lag, vereinz. ö Altm.; [ad] JE2-Scho; [ä] Siedler-Je § 114 (n JE2); [är] a.a.O. 114 (sö JE2 JE1); [ar] Mda-Ze (vereinz. ZE); re Mda-Sti 38; iere OSCH-Di; Ire WE-Wa.