all(e)bott Adv. 1. 2: verstr. Altm., 3: vereinz. s elbostf. – a. ‘immer, stets, jedes Mal’ – hei kimmt allebot um 5 Id-Quea 141; Jy mäkeln mänchmoal dät myn Beer Nich allebott dät beste weer ... Bornemann 41827,215; Rda.: mes, s de br allebot, mes is de halwe harrgot Wb-Nharz 9 (BLA-Ca). – b. ‘mitunter, zuweilen’, veralt. – c. ‘alles, jedes’ – Rda.: Allbott helpt wat, seggt de Mesk (TiN Meise), un spuckt in de Elw (Elbe). Spr-Altm 83. – d. ‘gewiss, natürlich, in jedem Fall’ – ’t is bäter allbott doch, wenn All’nst geiht in God’n. Pohlmann 1905,9. – 2. dass. wie  allemann 2., veralt., 3: Wb-Holzl 53 (HA-Wo).
Lautf.: allbott verstr. Altm.; alle- vereinz. Altm., Wb-Holzl 53 (HA-Wo), vereinz. s elbostf.; -b’t Wb-We 5.
all(e)hl Adv. 1. ‘ganz und gar, völlig’ 2: Wb-Altm 80, 3: vereinz. n/w elbostf. – allhl nich ‘durchaus nicht’ Wb-Altm 80; et degt (taugt) alleheile nischt Id-Quea 141. – 2. zur Verstärkung einer angenommenen Möglichkeit ‘etwa, gar’ 3: Wb-Holzl 54, Wb-Nharz 10 – hei is doch nich alheile follen? a.a.O. 10. – 3. ‘selbst, sogar’ 2: Wb-Altm 253, Schwerin 1859,121, 3: Hbl-Ohre 1938 Nr. 14/Becker (HA-Bee) – ’T gift nu Lü, de segg’n aheel, ’T geef keen’n lewen Gott ... Schwerin 1859,121.
Lautf.: allheel, -hl Wb-Altm 80 und 253; aheel Schwerin 1859,121; alleheile, -haile Wb-Holzl 54, Id-Quea 141; al(l)heil Hbl-Ohre 1938 Nr. 14/Becker (HA-Bee), BLA-Brau; -e WO-Dru, vereinz. sw elbostf.
anbringen Vb. 1. ‘herbeibringen, mitbringen’ 2: Heimatkalender-Ze 1964,97 (ZE-Ze), 3: HA-Oh, Wb-Nharz 11, 4: Wb-Ak 17, Wb-Be – Die brachte där denn ooch uffen Papptellor an ... Heimatkalender-Ze 1964,97 (ZE-Ze). – 2. ‘etw. an einer best. Stelle befestigen’ 2: Heimatkalender-Ze 1962,89 (ZE-Ze), 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be. – 3. ‘mit etw. in Berührung bringen’ – d most d nischt heites nbringen 3: Wb-Nharz 11. – 4. ‘etw. preisgeben, verraten’ 3: Wb-We* 199, Wb-Nharz 11. – 5a. ‘etw. abgenommen bekommen’, auch ‘verkaufen, absetzen’ 2: Heimatkalender-Ma 1931,86 (Altm.), 3: Wb-Nharz 11, Id-Quea 158 – De hede hebbe ek vorkofft, den flass will ek schon noch nbringen. a.a.O. 158; “Ick häbb’s nich anbringen können.” – “Un nu wist’s woll uns Deenstdeern schenken, hä?” Heimatkalender-Ma 1931,86 (Altm.). – 5b. ‘jmdm. irgendwo eine Anstellung verschaffen’ – hei hat snen Snen gt anebracht 3: HA-Oh. – 5c. ‘gut verheiraten’ 3: vereinz. elbostf. – hat sin Mäken gut annebrocht Sprw-Börde. – 6. Part. Prät. ‘der Situation angemesssen, passend’ 3: Spr-Asch 30, 4: Wb-Ak 17 – ... is janz un jar nich ahnjebracht ... Spr-Asch 30.
Lautf., Gram.: anbringen Heimatkalender-Ma 1931,86 (Altm.), HA-Oh; n- vereinz. s elbostf.; brachte an 3. Sg. Prät. Heimatkalender-Ze 1964,97 (ZE-Ze); anjebracht Part. Prät. a.a.O. 1962,89 (ZE-Ze); annebrocht Part. Prät. Sprw-Börde; ahnjebracht Part. Prät. Spr-Asch 30; n- Part. Prät. Wb-Ak 17; nbrengen a.a.O. 17; [nprin] Wb-Be.
angrpsch Adj. 1. 1: verbr. nwaltm., 2: verstr. Altm., 3: Wb-We 7, Id-Quea 141, 4: Wb-Ak 19. – a. ‘verlockend, verführerisch’ – dai schwrt Johannesbaian sünd bannich angraipsk SA-Dä. – b. ‘begehrt, leicht verkäuflich’, von Waren – De Waor iss angrpsch Wb-Altm 69. – 2. ‘angriffslustig’ 3: Wb-Holzl 55 (WA-KlWa). – 3. ‘anfällig, leicht krank werdend’ 2: SA-Jee.
Lautf.: angreepsch, -grpsch, [angrp] vereinz. ö SA, Wb-Holzl 55 (WA-KlWa), Wb-We 7; -grebsch SA-Jee; ngrepsche attr. f. Nom. Sg. Id-Quea 141; angräpsch, [angrp], [-jrp] verstr. nwaltm. Altm.; [-rp] vereinz. SA, GA-Fau; [-gräip] vereinz. nwaltm.; [-gräipsk] SA-Ch; [-graipsk] SA-Dä; njrippsch Wb-Ak 19.
ankarriren Vb. dass. wie  ankkeln, 3: Wb-Nharz 13, Id-Quea 141.
Lautf.: nkarjeiren Wb-Nharz 13; -korjeiren Id-Quea 141.
ankrden Vb. 1a. ‘die Zeche mit Kreide aufschreiben’ 3: Wb-We 7, Id-Quea 141. – 1b. ‘zuviel auf die Rechnung schreiben’ 2: Wb-Altm 5. – 1c. ‘Schulden notieren, anschreiben’ 3: HA-Bee Oh – wenn einder nich glieks betal’n kann, lette ankrie’n HA-Bee. – 2. ‘sich jmds. Fehlverhalten merken, um es ihm später zu vergelten’ 2: Wb-Altm 5, 3: HA-Oh.
Lautf.: ankriden, -krden HA-Oh, Wb-We 7, -krid’n Wb-Altm 5; nkriden Id-Quea 141; ankrie’n HA-Bee.
anpurren Vb. 1. dass. wie  anpurreln 1., 2: Wb-Altm 164, 3: WE-Oster, Hbl-Nharz 1929 Nr. 5/ohne Verf. (WE-Rho), 4: Mda-Sti 132. – 2. dass. wie  anpurreln 2., 3: Id-Quea 142. – 3. ‘jmdn. ermahnen’ 2: Wb-Altm 164. – 4. ‘jmdn. um etw. angehen, anbetteln, jmdn. (unablässig) um etw. bitten’,  beddelnik hebb’m annepurrt n Änt’naia 2: JE2-Scho. – 5. ‘vorsichtig jmds. Meinung zu entlocken versuchen’ 3: Wb-We* 199.
Lautf.: anpurr(e)n, [anpur()n]; außerdem: npur(r)(e)n Wb-We 199, Id-Quea 142, Mda-Sti 132.
anrkern Vb. 1. ‘nur leicht, kurz räuchern’ 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 22 – de Brtworscht nrchern a.a.O. 22. – 2. dass. wie  anschten 1., 3: Id-Quea 142.
Lautf.: anrkern HA-Oh; -rökern Id-Eilsa 48; nrkern Id-Quea 142; anrekern Sprw-Börde; nrkern Wb-Nharz 15; nrchern Wb-Ak 22.
answelgen Vb. ‘anschlagen’, von den Wellen des Wassers, 3: Id-Quea 142.
Lautf.: nschwelgen.
Anworp m. Verschluss für Türen, bestehend aus 2 Ösen, von denen eine an der Tür, die andere am Türrahmen angebracht ist, zum Verschließen werden sie übereinander gelegt, so dass ein Pflock oder ein Schloss hindurchgesteckt werden kann, 3: vereinz. w elbostf., Id-Quea 142.
Lautf.: Anworp Wb-Holzl 56; A(a)ne- Id-Eilsa 48, WE-Oster; nworf Id-Quea 142.