Beddelmannsworst f. ‘Stück Wurst, das die Fleischer den Bettlern zukommen lassen’ 3: Id-Quea 143.
Lautf.: beddelmannsworscht.
beddelpatzig Adj. 1. ‘frech, grob, ungezogen’,  unrtig, 3: Wb-Holzl 60 (WA-KlWa), 4: Wb-Be – kumm mich nich s pettelpatsich a.a.O. – 2. ‘für eine Gabe nicht angemessen dankend’, von Kindern, 3: Id-Quea 143.
Lautf.: beddelpatzig, -ich Wb-Holzl 60 (WA-KlWa), Id-Quea 143; [petlpatsi] Wb-Be.
Beddelvgt m. 1. ‘Aufseher über die Bettler’, veralt., 3: Id-Quea 143. – 2. ‘jmd., der unablässig um etw. bittet’, abw., 3: BLA-Rü.
Lautf.: beddelvogt Id-Quea 143; Nbf.: Baddelvoigt BLA-Rü.
Begne f. ‘Frauenmütze aus Pelz, die Wangen und Ohren bedeckt’, wurde vorw. von alten Frauen getragen, 3: Vk-Harz 6/7,29 (QUE-Que), Id-Quea 143.
Lautf.: in Id-Quea 143 auch bigne. – Etym.: urspr. Name einer von den Beginen, einem Laienschwesterorden, getragenen Haube, vgl. Foltin 1963,161.
beharschen Vb. ‘durch Luft oder Wärme trocken werden, austrocknen’, z.B. von Brot, auch von einer Wunde, auf der sich Schorf bildet,  tdrgen, 3: Id-Quea 157.
bekladdern Vb. refl. ‘sich beschmutzen’, bes. mit Speisen, feuchtem Schmutz oder Kot, 2: Wb-Altm 102, 3: Wb-We 15, Id-Quea 144.
Bn n. 1. ‘Bein’ allg. – en pen bein ‘stets eiterndes Bein’ Wb-Nharz 138; r hat an steifes Bn. Wb-Ak 34; mik daut de Beine wei HA-Oh; Rda. (bei einigen Rda. auch Bezug zu (2.) möglich): ant Bein binnen ‘etw. gering achten’ Wb-We 14; hund’rt doald’r ant bain binn’n ‘hundert Taler ausgeben’ Spr-Mab 390 (WO-Ol); sik de Beine fortren ‘ein wenig spazieren gehen’ HA-Oh; Se is fix to Been. Kredel 1929,19; ... nich meh janz feste uff de Beene ... Alt-Cöthen 61; von frieh an uff de Beene sinn ZE-Roß; nimm de Beine in de Hand ‘lauf schnell’ WE-Be; ek will dek beine maken zum Antreiben von jmdm., Id-Quea 143; sich kn Bn ausreißen ‘sich nicht sehr bemühen’ Wb-Ak 34; de kehrt de Beine op ‘er stirbt’ OSCH-Gü; schtein un bein kln ‘heftig klagen’ Wb-Nharz 24; nasse Beine ‘betrunken’,  dn, CA-Lö; up einen Beine kann man nich stn ‘Aufforderung zum Trinken eines zweiten Glases’ Wb-We 14; Sprw.: flinke Beine schaffen wat Sprw-Börde; wat’n nich in’n Kopp hat, mott’n in de Beine hem’n HA-Oh. – 2. ‘Fuß’ 2: WO-Be, vereinz. n JE2, verbr. mbrdb., 3: vereinz. n elbostf., verstr. s elbostf., 4: verbr. omd. – kaale Beene Serimunt 1930 Nr. 82; dor had mich ufs Bn jeldschd DE-Ca; ... stämperte met de Beene so recht in’n Modder rüm. Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie); Rda.: t pist woll haite mits lingke Pn tsrscht ufjestan’n? zu jmdm., der Pech oder schlechte Laune hat, Wb-Be.
Lautf.: Been, [bn] verbr. w SA, SA-Ca, verbr. ö Altm. n JE2 mbrdb., WO-Ba, HA-NHa, CA-Ca, verbr. anhalt.; [pn] Wb-Be; [bn] OST-GrRo Har; [bäin], [bin] verstr. mittleres SA, GA-Fau, STE-Ber, verstr. sw Altm.; Bein, -ai-, [baen], [bain] vereinz. nw SA, GA-Ku, verbr. elbostf. (außer w JE1 s QUE), verstr. nthür., CA-Lö; pain Mda-Sti 30; [bein] SA-Dä; [bain] vereinz. w BE; [bn] BA-Ha; Beian BA-Op; Baan, [bn] verstr. QUE, vereinz. nthür. w BE.
benaut Adj. 1. ‘beklommen, unsicher, ängstlich’ 3: HA-Oh, Wb-We 15, Id-Quea 144 – mik word ganz benaut HA-Oh. – 2. ‘betrunken’,  dn, 1: SA-Han, 2: JE1-Mö.
Etym.: Part. Prät. zu mnd. benouwen ‘schmälern, einengen, in Verlegenheit bringen’, vgl. HWb-Mnd 1,208.
Benmige f. 1. dass. wie  Benmen, 3: QUE-Di. – 2. ‘städtisches Pensionat für Bauerntöchter’, spöttisch, 3: Id-Quea 144.
Lautf.: Benehmije QUE-Di; benmiche Id-Quea 144.
bepinkeln Vb. (refl.) ‘(sich) mit Urin beschmutzen’ 3: Id-Quea 144.