Botterblme f. 1. PflN – a. ‘Löwenzahn’,  Kblme, 1: vereinz. n nwaltm., 2: Wb-Altm 23, OST-See Wal, WO-Sa, JE2-Ba, verstr. mbrdb., 3: verstr. elbostf., 4: CA-Lö, Wb-Be – dai Boddablau’m frait’n Karnickas gian SA-Dä. – b. ‘Sumpfdotterblume’ 1: vereinz. n nwaltm., 2: vereinz. w Altm., verbr. ö Altm., 3: vereinz. w elbostf., 4: vereinz. anhalt. – c. ‘Hahnenfuß’, bes. Scharfer Hahnenfuß bzw. Acker-Hahnenfuß, 2: STE-Steg, 3: HA-Oh, Id-Eilsa 54, 4: CA-Ak. – d. ‘Trollblume’ 3: Wb-Nharz 31. – e. ‘Seerose’, die gelb blühende Art,  Wterrse, 2: JE2-Nkli. – f. ‘Gänseblümchen’,  Gseblme, 3: Vk-Ask 72. – 2. ‘runder Strohhut’, scherzh., 4: CA-Ak, Wb-Be. – 3. in der Verbdg.: Butterblumen schmeißen dass. wie  Botter 2., 2: ZE-Bon.
Lautf.: Botterblome WO-Sa, JE1-Ca; -blo(o)m, [botblm] Wb-Altm 23, verstr. ö Altm., JE2-Ba; [bot-] STE-Buch Steg; Botterblaume verstr. elbostf.; -blume JE2-Fie Nkli; [bodblm] vereinz. sw Altm.; Bodderbloom, [bodblm] vereinz. SA, verstr. ö Altm.; -blaum, [-blaum] verstr. n nwaltm.; [bodblaum] SA-Dä; Butterblome JE2-Ki; -blume, -blme verstr. mbrdb., QUE-Que, CA-Löd, vereinz. anhalt.; [budrblm] vereinz. w BE; [putrplme] Wb-Be.
Brtworstklünze Pl. dass., 3: Vk-Ask 145, Spr-Asch 45, QUE-Di.
Lautf.: Bradworschtklinze Spr-Asch 45; Broot- QUE-Di; braodeworschtklinse Vk-Ask 145.
Brder(s)kind n. ‘Kind des Bruders, Neffe oder Nichte’ 2: Mda-Ze (verstr. ZE), 3: Wb-Nharz 32, Vk-Ask 159, 4: Wb-Be.
Lautf., Gram.: [brurrkind] Mda-Ze (verstr. ZE); braudr-kinnr Pl. Vk-Ask 159; brauderschkint Wb-Nharz 32; [prdrkint] Wb-Be.
Brwter n. 1. ‘Wasser, mit dem das geschlachtete Schwein abgebrüht wird’ 1: Ehlies 1960a 78, SA-Rist, 3: WO-Dru – Klock söben mütt Bröhwaoder hitt wäsen. Ehlies 1960a 78. – 2. ‘schlechtes Bier’ 3: Vk-Ask 153.
Lautf.: Bröhwaoder Ehlies 1960a 78; [brvd] SA-Rist; Bräuwater WO-Dru; brwtr Vk-Ask 153.
2Brummel f.(?) ‘runder, harter Kot von Ziegen’ 3: Vk-Ask 185.
Brtdag m. ‘Tag, an dem die Hochzeit stattfindet’ 3: Vk-Ask 131.
Lautf.: brtdaoch.
Brtkinder Pl. ‘Kinder, die der Braut Blumen streuen’ 3: Vk-Ask 133.
Lautf.: brtkinnr.
Bermagd f. dass. wie  Berndochter – Reim:nimm dick kne brmchd,
nimm dick ne t dr schtatt ...
3: Vk-Ask 128.
Bermeister m. ‘Ortsvorsteher’, veralt., 3: QUE-GrSchie, 4: Vk-Anhalta 58, Vk-Ask 89 (BE-Me) – Jan Burmester von Damsendorp ... 1366, StB-Neuhaldensleben 204; Geven de burmestere scult enem beckere, dat sin brot to kleyne si ... 1353, StB-Osterwieck 2; Der pauermeister Veit Wagener hat haus un hoff zu Popitz ... Amt Nienburg 1563, Landreg-Anhalt 1,397.
Lautf.: Bauermeister. – Etym.: mnd. brmister ‘Dorfschulze, Vorsteher der Bauernschaft, Bürgermeister’, vgl. HWb-Mnd 1,375. Die Bezeichnung B. ist sächsisch und findet sich seit dem 12. Jh. häufig zwischen Harz und Elbe. Er war von Bauern gewählt und leitete das dörfliche Niedergericht. Im N ging das Wort nicht über die Ohre (dort fanden sich eingesetzte  Schulten), im S nicht über Helme und Unstrut hinaus. Im Mittelalter wurde es von ostsächsischen Siedlern mit über die Elbe genommen (z.B. ist es im Burger Landrecht aus dem 13. Jh. erwähnt) und musste dort erst im 15. Jh. endgültig dem Schulzen weichen. Studien-Elbostf 30 ff., Spr-Elbe/Saale 44 und 196 f.
busper Adj. ‘lüstern’ 3: Vk-Ask 299.
Lautf.: buschbr.