rskrpel m. TiN 1. ‘ Eidechse’, z.T. veralt., 3: GA-Wef, vereinz. s WO, verbr. HA – sett dick nich in Holte hen, da krüppt dick ’n Arsekröppel in’n Ars HA-Bee. – 2. ‘im Wasser lebender Schwanzlurch, Molch’, in versch. Arten vorkommend, 3: vereinz. HA, Wb-Holzl 56 (WA-KlWa) – Volksgl.: A. entstehen durch den Verkehr zwischen Hexen und dem Teufel. a.a.O. 56 (HA-Wo, WA-KlWa). – 3. ‘Feuersalamander’,  Vrftsch, 3: vereinz. nw elbostf. – 4. ‘Blindschleiche’ 3: OSCH-Be.
Lautf.: Arskröppel, rs- verstr. HA, OSCH-Be; Arse-, Ase- vereinz. nw elbostf.; A(a)rsch- WO-Ir Schn, verstr. HA, Wb-Holzl 56 (WA-KlWa); Arschkreppel WO-He.
rslockstoff m. ‘etw. Geringes, Unbedeutendes’ 3: Wb-Holzl 56 (HA-Eil Wa).
Lautf.: Aarschlockstoof.
rtlich Adj. 1. dass. wie  rtig 1., 1: SA-Dä, 3: Wb-We 10, BLA-Brau – dai Klaosbiua bringt Nait un Abbn (Nüsse und Äpfel) fer oatlich Kinna SA-Dä. – 2a. dass. wie  rtig 2a., 3: vereinz. s elbostf., 4: Mda-Sti 125 – en rtlijes Frnzen (Frauenzimmer) QUE-Di. – 2b. dass. wie  rtig 2b., 2: Kredel 1929,26, 3: Wb-Nharz 18 – En oartlich Knecht, de socht ’n Burn, De Lon un Bett äm gaf un Brot ... Kredel 1929,26. – 2c. ‘gut entwickelt, kräftig’ – en rtlich bmeken (Bäumchen) 3: Wb-Nharz 18. – 3. ‘merkwürdig, seltsam, sonderbar’, auch ‘schlecht’ 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. elbostf. – me is so aordlich GA-KloNeu; dt is jon alichen Buddel (Flasche) STE-KlMö; Was (sei) nich so aortlich ‘benimm dich nicht so sonderbar’ Wb-Altm* 49; der himm’l isso artlich ‘das Aussehen des Himmels verspricht Regen und Wind’ Spr-Maa 442 (vereinz. n CA); de kau melkt sick aartlich (weil Narben an der Zitze sind), Wb-Holzl 57 (HA-Wo).
Lautf., Gram.: a(a)rtlich, rt-; außerdem: aort-, aord-, ort-, rt- vereinz. Altm.; [rtlijs] attr. st. n. Nom. Sg. QUE-Di; [otli] SA-Dä; alichen attr. m. Akk. Sg. STE-KlMö.
Artsche f. TiN 1. ‘Hänfling’ 2: Wb-Altm 7, 3: vereinz. w elbostf. – in Gern sitt ’ne Ärtsche HA-Oh. – 2. ‘ Goldammer’ 3: HA-Bre. – 3. ‘Grauammer’ 3: Wb-Holzl 57 (WA-KlWa). – 4. ‘Gartensänger?’ 3: a.a.O. 57 (HA-Eim), Hbl-Ohre 1930 Nr. 2/Wöhlbier (HA-Eim) – Awer an besten singen von alle, datt dei dee Atsche. a.a.O. – 5. ‘Grasmücke’ 3: Spr-Maa 442 (HA-Alv).
Lautf.: Artsche Wb-Holzl 57 (WA-KlWa); Artsch Wb-Altm 7; Atsche Wb-Holzl 57 (HA-Eim), Hbl-Ohre 1930 Nr. 2/Wöhlbier (HA-Eim); oartsche Spr-Maa 442 (HA-Alv); oartsch a.a.O. 442 (GA-Esch); Ärtsche HA-Oh; Erdsche, Ert- HA-Bre, OSCH-De.
arwen Vb. 2: Wb-Altm 260, Bewohner-Altm 1,260 (ö STE), Siedler-Je § 143l (JE2 JE1), vereinz. JE2, verstr. ZE, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. 1. ‘etw. als Erbe, Erbteil bekommen’ – Denn arwest Du dreihundert Dahler ... Klaus 1936,56; Rda.: dat arwet wider ‘der Gegenstand soll durch Erbschaft in der Familie verbleiben’ Wb-Holzl 57 (WA-KlWa); von denn Hingst ... erwt’t gd ‘Muttertiere, die von diesem Hengst gedeckt werden, sind schnell trächtig’ Wb-Altm 260; Neckreim:Lott’ iss doot, Lott’ iss doot,
Jule liet in Starb’m.
Hannchen kümmt, Hannchen kümmt,
Die sall alles arbm.
Lieder-Ma Nr. 993 (HA-Gro).
– 2. ‘best. Anlagen, Eigenschaften von seinen Vorfahren mitbekommen’ – ... das lak so inse drinne, das haddense von ihre Vätersch jearwet. Wäschke 61915,76.
Lautf., Gram.: arwen Wb-We* 200; arwest 2. Sg. Präs. Klaus 1936,56; jearwet Part. Prät. Wäschke 61915,76; arben vereinz. elbostf.; arbm, arb’m, [arb] vereinz. elbostf.; arreben OSCH-Di; ar’m Wb-Holzl 57 (WA-KlWa), [ar] Siedler-Je § 1431 (JE1), verstr. ZE, Wb-Be; arre’m Wb-Ak 26; [är()v()n] Siedler-Je § 1431 (s JE2 n JE1); ärruw’n Bewohner-Altm 1,260 (ö STE); [ärn] vereinz. n JE2; erwet Part. Prät. Heimatkalender-Je 1926,112 (JE2-Vie); erb’n Wb-Altm 260; er’m Krause 1964,98.
as I. Konj. – A. in der Verbdg. mit einem Substantiv: ‘in der Eigenschaft als’ verstr. – hai arbait b üöne als Knecht OSCH-Di; ick kenne ne als en orntlichen Kerel Wb-Holzl 54. – B. vergleichend, vgl. w. – 1. bei Bezeichnung der Verschiedenheit, im elbostf. Gebiet häufig in Verbdg. mit w, 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. nbrdb., vereinz. mbrdb., 3: vereinz. elbostf., 4: Vk-Anhaltc 103 – Fröher as süs (sonst) ... Ehlies 1960a 78; Paul, dä zwee Joahre ölder war as Max, ... Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie); hei is gretter als w d Wb-Nharz 10; Sprw.: En half Ei is besser as en leddigen Dopp (... als eine leere halbe Eierschale), Chr-Em 429. – 2. bei Bezeichnung der Gleichheit, 1: verstr. nwaltm., 2: verbr. Altm., JE2-Gü, ZE-Hu, 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – a. ‘wie, ebenso, entsprechend’ – Dei Mäkens hadden öhn mit Kaffei un Melk ebörnt (getränkt) arn (as en) Awwenekalw ‘die Mädchen haben ihm sehr viel Kaffee und Milch zu trinken gegeben’ Spr-Maa 432 (WO-Ol); Rda.: em freert as’n Snieder ‘er friert sehr’ GA-KloNeu; diu sst iut as dai Deod SA-Dä; as wie ek? ‘ich?’, verstärkend, Wb-We 10; As’t wesst is, so schallt ok bliw’n. Spr-Altm 76. – b. in Sätzen, ein Geschehen mit einem angenommenen Geschehen vergleichend, vorw. in der Verbdg. mit of oder wennHe dä so, as haln see ämm tumm Döschen (Dreschen) ropen Mda-Ar 53; “... Mei kümmt gerad so vör, as ob du dei schon ’n anner Brut utsocht hast.“ Heimatkalender-Ma 1931,85 (Altm.); olle Friede is mette Karre affehaut as wenn nüscht drupp wor JE2-Gü; ... ’s kukte bloß eener n annern an, als eppe den dervor vorantwortlich machen wolle, ... Wäschke 61915,96. – c. in Sätzen, in der Verbdg. mit nichts: ‘nur’ –Hier ut düt Bauk is nist te lehren,
A’r wie en bettchen “Plattdütsch” koeren, ...
Gorges 1938,9;
Neckreim:In Binn’ (ON Binde) is nist to finn’n
As ein’n drögen Tacken
Wo alle Binnsch Wieber
Ehr Bodderkoken van backen.
2: SA-Rie.
– C. Einleitung von Temporalsätzen, vgl. w, 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. Altm., vereinz. mittleres/s JE2, 3: verstr. elbostf. – As acht Dag vägohn worn, ... Hausfr-Altm 1929,24 (STE-KlMö); as ik in Schtadt waia ... SA-Dä; As’r nu hen was bet naoh Smersau, was’r doch ganz möd’ worden ... Pohlmann 1905 ff.,115 (OST-Rö); Dät is nu all ne ganze gerume Tiet her, äs sich düsse Geschichte tuedrahn hätt. JE2-Gü. – II. Adv., Einleitung indirekter Fragesätze: ‘wie’ 2: vereinz. n Altm. – ick wett nich, as mi so is OST-Na.
Lautf.: as(s) verstr. nwaltm., verbr. nbrdb., vereinz. mittleres/s JE2 ZE n/w elbostf. (z.T. nur noch slt. oder veralt.); asse Wb-We 10; as’r mit Enklise des nachfolgenden Personalpron. m. Pohlmann 1905 ff.,115 (OST-Rö); as’t mit Enklise des nachfolgenden Personalpron. n. Spr-Altm 76; Ahs Heimatkalender-Je 1939,3 (JE2-Schön); aos Lautdenkmal 1937 (OST-Schön); ar, a’r Gorges 1938,9, HA-Ost; ars Firmenich o.J. 171 (um WE-Ha); arn mit Enklise des nachfolgenden unbest. Artikels n. Spr-Maa 432 (WO-Ol); äs JE2-Gü; al(l)s OST-Sa, Siedler-Je § 136c (s JE2 JE1), Heimatkalender-Ze 1964,89 (ZE-Ze), verstr. elbostf., vereinz. anhalt.
Asch(en)lock n. 1. dass. wie  Asch(en)kle, 2: OST-Klei, JE2-Schl, 3: vereinz. w elbostf., BE-Gü, 4: verstr. w BE, DE-Els. – 2. ‘Raum unter dem Herd, der urspr. anstelle des Aschenkastens die Asche aufnahm’, veralt., 3: Wb-Holzl 57.
Lautf.: Aschlock OST-Klei, JE2-Schl; Aschen- vereinz. w elbostf.; [a()nlo] verstr. w BE, DE-Els.
Äscherlken n. 1. ‘großes Leinen- oder Sacktuch, auf dem (Buchen-)Asche gesammelt wird’, durch Übergie- ßen mit Wasser wird Lauge zum Wäschewaschen gewonnen, 3: Wb-We 10. – 2. ‘großes Tuch, auf dem beim Schlachten eines Rindes die Gedärme ausgebreitet werden’ 3: Wb-Holzl 57 (HA-Wo).
Lautf.: Äscherlaken Wb-We 10; Ascher- Wb-Holzl 57 (HA-Wo).
äschpern Vb. 1. refl. ‘sich mühen, quälen, angestrengt arbeiten’ 2: ZE-Hu, 3: BLA-Brau, 4: Wb-Be. – 2. ‘jmdn. ärgern, necken’,  foppen, auch ‘jmdn. ängstigen, bedrängen’ 3: vereinz. w elbostf., Wb-Holzl 83 (WA-KlWa) – ick wolle sai man espern a.a.O. 83 (HA-Wo, WA-KlWa). – 3. ‘aufgeregt sprechen’ 3: BLA-Bla.
Lautf.: aespern OSCH-Osch; [eprn] ZE-Hu, Wb-Be; espern, [esprn] vereinz. w elbostf., Wb-Holzl 83 (WA-KlWa), Wb-Be; Nbf.: [hesprn] a.a.O. – Etym.: wohl Nbf. zu  äschern 4.
sige f. 1. ‘Schmutz, Verunreinigung’,  Dreck, 3: vereinz. sw elbostf. – sei (sieh) en Minsche de Aesige Id-Quea 141. – 2. ‘große Menge’, auch ‘großer (ungeordneter) Haufen’ 3: verstr. w elbostf., Wb-Holzl 83 (WA-KlWa), Id-Quea 141, 4: Mda-Sti 141 – ne Äsige Äppel WE-Zi; da sitt ne Esije Wiendru’m dropp Wb-Holzl 83 (HA-Eil).
Lautf.: Äsige, Äsije, Aesije, ësije, [’zij] verstr. w elbostf., Wb-Holzl 83 (WA-KlWa); Äsig WE-Oster, Hbl-Nharz 1929 Nr. 5 (WE-Rho); sige, Esije, sije Wb-Holzl 83 (HA-Eil), HA-Oh, Mda-Sti 141; esige, esi Id-Quea 141.