Brs m. TiN ‘(Fluss-)Barsch’ 1/2/3: verstr. nd., 4: vereinz. anhalt. – d Bs het Schtacheln up’m Buckel JE2-Scho; Hy heth bekant, dat hy eynen fischer to Stutz van dem wagene j tubbe ful gesolten barß genamen hebbe. 1494, FB Zerbst 43.
Lautf., Gram.: aufgrund der Laienschreibung ist eine sichere Zuordnung der Belege in Bezug auf die Vokalquantität nicht immer möglich: Bars WO-Zie, GA-Nie, OSCH-Ad; Ba(a)rsch, [br] vereinz. mbrdb., verstr. elbostf., BLA-Sti; Baarsche Pl. JE2-Schar; Baors, Baars, [b(r)s] SA-Brie Thy, Wb-Altm 14, verstr. ö SA OST, GA-Mie Rö, vereinz. n/ö JE2; Baorsch, Ba(a)rsch, [br], [br] SA-Bre, vereinz. Altm. (außer STE, dort verstr.), JE2-Grü, verstr. mittleres JE2, JE1-Ge, ZE-Nu Roß, JE1-Ca, HA-AHa, Mda-Ro, vereinz. w BE, DE-Els; Boarsche, Boorsche Pl. JE1-Grü, CA-GrRo; [bar] verstr. ZE; [bs] Mda-Ar 24; Boas JE2-Schö; Barrs GA-Fau; bei den folgenden Belegen ist auch Vokallänge möglich: Barsch vereinz. CA; Barsche Pl. QUE-Wed, Krause 1964,29; Borsch GA-Bö, JE1-Nie; Nbff.: [brd] BE-Scha; Bartsch WA-GrGe; Bartze, -o- Pl. SA-Gla Jah.
Drn f. 1. ‘Kind weibl. Geschlechts’, auch ‘Tochter’ 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm. JE2, verstr. JE1, Mda-Ma 69 (ZE-Dor), 3: verstr. w JE1 n elbostf., OSCH-Har, Wb-We 27, Mda-Ma 69 (vereinz. nö CA) – adrette Dirn JE2-Bö; klein Drn Kosewort, Wb-Altm 34; Dunn gung Mudder met de Deerns in’t Hus ... Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die); Weck Dirn du meinst, dat weet ick all ... Pohlmann 1905,6; Rda.: is hinner alle Derns hinnerher ‘stellt allen Mädchen nach’ SA-Sta; Häi bütt sien Dirns ut wie sur Bier ‘er preist sein Töchter an, um sie zu verheiraten’ Bewohner-Altm 1,328; Sprw.: Deerns un Flöh’n sind slecht to hö’n. Spr-Altm 15; Vöäl Dirns un groten Gar’n verderw’n dänn besten Hoff. ‘Beide erfordern große Mühe und erhebliche finanzielle Mittel.’ Bewohner-Altm 1,328; dee Deerns, dee fleit’n, dee Höhner, dee krähn, dee mütt’n bäi Tiet’n dätt Jnick umdrähn GA-Trü; Junke Deern möt de Beine noch bören (heben). Chr-Em 428; Go’ (gute) Deerns un go’ Gens gaohn bi Tied nao Hus. Sprw-Altma 22; Pingst’n spring’n de Drns ass Hingst’n ... Wb-Altm 78; Na’n Fedd’r mütt’n Deerns öäwer dree Tun spring’n. ‘Junge Mädchen sollten keine Mühe scheuen, um die Aussteuer zusammenzubekommen.’ Spr-Altm 14; ... eyne derne ... met eynem hamere ... geslagen hadde. 1487, FB Zerbst 36.  Mädchen: Drnmken Kutte (abw.) Magd Mken Memme Nten; TZ kleines Mädchen: Engepisse (derb) Gr(e) Huckebund Jitte (abw.) Kanaille (kosend) Krte Kle (abw.). – 2. abw. Benennung für weibl. Personen, 2: Nd-KlWu 38, MdasJe1 6 (JE1-Ge Prö). – 3. ‘Dienstmädchen,  Magd’ 1: vereinz. nwaltm., 2: vereinz. Altm., Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie), JE1-Rie – ... Linnewewern Woltern ..., der harre sülwest ’ne Masse Dirns ... Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie).
Lautf., Gram.: De(e)rn, [drn], [dn] (nwaltm., n/mittleres nbrdb.), [dn] (vereinz. nwaltm., s Altm.) Sg., De(e)rns Pl. verbr. nwaltm. Altm. (außer STE, dort vereinz.), JE2-Neu Schar, verstr. w JE1 n elbostf., OSCH-Har, Mda-Ma 69 (vereinz. nö CA); Deren Wb-Holzl 34, Wb-We 27; Deerne JE2-Alt Fe; Därn, Däen SA-Brie Wa, OST-Meß, GA-Le; Di(e)rn, [drn], [dn] (nwaltm. nbrdb.) Sg., Di(e)rns Pl. SA-Dö, Bewohner-Altm 1,328, vereinz. n GA sö OST, verstr. STE JE2, vereinz. s JE1, Mda-Ma 69 (ZE-Dor); [dern] Mda-nwJe1a 39 (JE2-HSe, verstr. n JE1); [dan] JE2-Scho; Di(e)rne (z.T. wohl auch i-e) verbr. mittleres/sö JE2, JE2-Re, vereinz. nö JE1; [drn] Nd-KlWu 38.
dn Adj. 1. ‘angeschwollen’ 3: WE-He Strö – de Hand is dne WE-He; ... ein dicke dun kerle ... 1492, FB Zerbst 20. – 2a. ‘(sehr) betrunken’ 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm. JE2, verstr. JE1, ZE-Sta We, 3: verbr. n elbostf., verstr. mittleres/s elbostf., 4: CA-Chö, Wb-Be – ... dun sup’n ... Matthies 1912,22 (SA-Sla); ... dat hei halw duhn mit’n Kopp opp’n Disch in e slapen is. Rauch 1929,188; Verbdg.: H is all Daog dick un dn. Wb-Altm 42; Rda.: dn w ne Rhacke (Rodehacke) HA-Oh; Sprw.: besser duhn als dämlich WO-Gu.  der Bedeutungsumfang reicht von ‘leicht angetrunken (sein)’ bis ‘völlig betrunken (sein)’: afbten afhacken afknabbern alln andrinken anddeln an(ge)bimmelt an(ge)dselt an(ge)heitert angenasselt angenebelt an(ge)nuddelt angenusselt an(ge)pladdert an(ge)schickert an(ge)smrt an(ge)sselt ankwern ankümmeln annlen 1annuschen anrken anschten anstken antdern pe Audi Bataillon bedeppert bedonnert bedrselt beddeln bedseln befgt Bn benaut benweln benuddelt benusseln beschickert beslken besmkt besmrt bespen beswmeln beswippt beswipsen betdert 1Binde blkerig blsen blästern blau blmen bgeln bren Brten Buddel Dallasch Damp Dl dick Dörst 1Drke dran Duddel ddeldick Ddelsack dull dullerhgelvull Dsel fardig Frt ften fgen fett fisselig fleutjen Ft frten fuddern fselig Gang geng Gesicht Glas grau günnen Hacke Hr Hrbdel Haubenlerche Haubitze Himmel Hrn inkognit Jacke Kaldne Kanl 1Klster knabbern kndeldick knülle knüppeldick Ködderwter Kkse kpen Kopp Krackelstwel 1Krne 1Krsel Krz lachsfett 1lden 1Lampe 1löschen mlum Mütze Nse natt nmen nlig 1nusseln ge werdnig werpedden Panne pannenswart ppern picheln ppen pottswart Prsterken Pulle quasselig Reichstag rinnstndn Rdehacke sackgrau Sand schf schicker 1Schöpfer schrg Schutt slig sitten Slagsde Slunk Smt smettern snasseln strndick sternewetterbesoffen strnhgelbespen sternhagelblau strnhgelvull strnhgelwderbespen strnvull Stwel stf Stint str strvull 1Stoff Storm Strick Süll swart Swips Tacke(n) tanken T Timpe(n) Torkel Trampel Trn Trittjen trdeldn trdelig Tüttei umhängen Umstand underknpen uphelpen uphucken uprpen vl verhaften verlöten versacken vull weg Zopp. – 2b. ‘schwindelig, benommen’,  dselig, 2: JE2-Scho.
Lautf.: du(h)n, duun, dn verstr. ö nwaltm., verbr. Altm. n JE2, vereinz. mittleres/s JE2 JE1, Rauch 1929,188, WO-Gu, verstr. nw elbostf. OSCH, vereinz. WE; tuhn CA-Ca; du(h)ne, [dn] vereinz. s STE, verstr. n WO mittleres/s JE2 JE1, ZE-Sta We, vereinz. nw elbostf., verbr. s WO, OSCH-Gu, verstr. WA s elbostf., CA-Chö; [tne] Wb-Be; diun, [diun] verbr. n/w nwaltm.
Hkt m. 1. TiN ‘Hecht’ verstr. – d Hekte frt’n bls Fische JE2-Scho; Rda.: et hat gut e’gahn, sä Hecht, dunn harr’e drei Dage nah’n oold Stücke Isen e’socht HA-No; … eynem furemanne, dy heckt geladen hadde …1480, FB Zerbst 29f. – Volksgl.: Ein ans Scheunentor genagelter Hechtkopf schützt vor Blitzschlag. SA-Jah. – 2. in der Verbdg.: Heck schmieten ‘flache Steine so auf eine Wasserfläche werfen, dass sie mehrmals springen’,  Botterstulle, 2: OST-GrBeu.
Lautf.: Heekt STE-Sche Steg; Hkt, Hääkt, [hkt] Wb-Altm 73, SA-Die, vereinz. OST, GA-Fau; Häägt STE-Zie; Hekt vereinz. ö OST, STE-Bö, verstr. JE2; Häkt verstr. n Altm., JE2-Ki; Hägt SA-Böd; Heck OST-GrBeu; Hecht SA-Ku, vereinz. nbrdb., verstr. JE1 ZE elbostf. anhalt.; Hächt vereinz. nwaltm., GA-Bo, JE2-Gü; Ha-icht SA-Hen.
Henne f. ‘weibl. Huhn’, vgl. 1Hn 1., 2: verbr. JE2 JE1 ZE, 3: GA-Da, vereinz. ö JE1, CA-GrRo, BE-He, 4: verbr. anhalt. – d Hünna, d än Ai hem’m, bl’m in Schtall, un d ännan k’m rt JE2-Scho; joche m de Hinnor aussen Jrden Mda-Fuhne* § 384 (DE-Ca); Rätsel: In de Mitte dr rote Hahne un ringsum de weißen Hinner. – Zunge und Zähne, KÖ-Ra; Wetterregel: Wenn de Hin’ner in Rn rumlfen, rnt’s noch lange. Wb-Ak 70; … vnd nemen j herte van eyner swarten levendigen hynnen vnd steken dat in ore comparationem … 1490, FB Zerbst 15.
Lautf.: [hen] BE-He Scha Sa; [hn] GA-Da; Hinne, [hin] verbr. mbrdb., CA-GrRo, verbr. anhalt.; Hinn JE2-Wa; Hünne vereinz. w JE1, JE1-Gö. – Gram.: Pl.: [h] GA-Da; formal zu  1Hn gehörig: Hünnerverstr. n JE2, JE2-Vie, verstr. nö JE1; [hnä] JE2-Schön; [hüna] JE2-Scho; Hünder verbr. s JE2, verstr. nw JE1; Hüner JE2-Ste, KÖ-Wu; [hir] ZE-Roß, Hin’ner Wb-Ak 70; Hinner vereinz. sw JE1, verstr. ZE anhalt. (außer BE); [hir] Mda-Ze (verstr. ZE); [hir] verbr. n KÖ n/ö DE; [hinr] verbr. s KÖ sw DE; Hinder JE1-Pre; Hühner JE1-Ka, DE-Or; Hühnder JE2-Wul, JE1-Zi; Hühnda JE2-Mö; Händer JE1-Bü.
Holt n. 1. Holz zur Verwendung als Bau- oder Brennmaterial bzw. zur Herstellung von Gegenständen, verbr. – dat Ding is t Holt emket HA-Oh; dät Schplint is t Holt emokt JE2-Scho; dät Holt is fsch (morsch) JE2-Scho; dat Ht hat all feaschpaokt (verrottet) SA-Dä; Hols hr! Kommando beim Fortbewegen schwerer Gegenstände, Wb-Ak 71; Rda.: dat is ne farschtersdochter, d het holt for der dr ‘sie hat einen üppigen Busen’ Wb-Nharz 81; ut Holt laten sich keine Bolzen dreihen ‘wer dumm ist, den kann man nicht gescheit machen’ Sprw-Börde; Sprw.: wu man Holt hauwet, fallt Späne Wb-We 53; Rätsel: Liet in’n Holte un schreit in’n Dörpe? – das Kind in der Wiege, Chr-Em 438; Liet int Holt un jeiht. – der Brotteig, STE-Ost; Wat liet in’t Holt un’ hät’n Hütken up? – das Bier im Fass, Bewohner-Altm 2,174; Steiht in’t Holt un lärmt. – der Pfarrer auf der Kanzel, SA-Rie; Wecker steiht in’t Holt un’ lärmt all’ Lü an, un’ keener därft äm Antwuhrt gäwen? – dass., Bewohner-Altm 2,168; Wat geiht in Holte un schitt witt? – die große Säge, HA-No; … do arbeiden se disse bruggen mit allen truwen unde vulbuweden de bruggen … und dat holt koften se ut dem holte to Gusen. 1422, Schöppenchr-Ma 368. – 2. ‘klein gehacktes (Stück) Brennholz’, vorw. in der Verbdg.: kleinet Holt, vgl. auch Kleinholt,  Klwe(n), verstr. – Bei min’n Onkel […] mockten se Holt. Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie); Hle m an Armvull Hols inne Kiche! Wb-Ak 71. – 3. ‘Wald’ 1: SA-Bee Ch, 2: verstr. Altm., Siedler-Je § 271, JE1-Scha, 3: verbr. elbostf. (außer CA), 4: verstr. nthür. w BE; häufig in FlN, FlN-Ma/Anhalt 66 (verstr., außer nö Altm., w anhalt.) – ich je ins Hols BE-Fr; in’t Holt feuern HA-Oh; nn Holte ‘in den Wald’ WO-Mei; op’n Holte gn ‘durch den Wald gehen’ Wb-We 53; op’n holte rnt et Wb-Nharz 81; Rda.: holt rit un frit ‘im Wald zerreißt man leicht die Kleidung und bekommt man schnell Hunger’ Wb-Nharz 81; Sprw.: So ass’n in’t Holt rinn schrt, so schrt wedder rt. Wb-Altm 277; Item. hy heth ok bekant, dat hy to Brunßwik in der Dyffestraten eyne ko gestalen heth und hadde dy in dat holt gefurth. Dar is sy. 1487 FB Zerbst 35; Die dritte gemein heist das Forttichen, ist ein holz; … Amt Dessau und Lippehne 1547/49, Landreg-Anhalt 1,74.  Busch Danne Fichte Forst Fre Hg(en) 1Heide Kne Lfh gen Lfholt.
Lautf.: Holt verstr. brdb. elbostf.; Haolt GA-Mie, STE-Lü; Ho(o)t, [ht] verstr. nwaltm.; Hooed SA-Ah; Holz, [holts] verstr. s ZE, OSCH-Emm, verstr. sö elbostf. omd.; Hols Wb-Ak 71, [hols] verstr. w JE1 nö CA, vereinz. BE; [hol(t)s] Dialektgeogr-Elbe/Saale Kt. 3 (verbr. s ZE n CA anhalt.) – Etym.: Hols hr! Wb-Ak 71 auch als ‘Hol es her!’ deutbar. Zuss.: zu 1.: Hassel-, Huppen-, Kappen-, Kn-, Krn-, Kersen-, Knallbüssen-, Knorr-, Krp-, Lang-, Lattenholz, Linden-, M ser-, Meine-, Mrwe-, Mudden-, Nütt-, ster-; zu 2.: Heinotter-, Kachel-, Kachelwen-, Kn-, Klafter-, Klapperholz, Klapperstorchenholz, Klein-, Klwen-, Knäcker-, Knack-, Knäppnerholz, Knickholz, Knister-, Knüppel-, K-ken-, Kreien-; zu 3.: Lf-; sonstiges: Hänge-, Hangel-, Hn-, Harken-, Helm-, Hinderass-, Kant-, Krf-, Klapphölzer, Kn-wel-, Knüppel-, Kopp- , Krnen-, Krümmel-, Krumm-, Kummet-, Mler-, Mangel-, Mantel-, Nudelholz.
Hse f. 1. ‘Hose für Männer’ verbr. – d Hse is jants väkndelt JE2-Scho; dai Heos is tau lank SA-Dä; Rda.: Hose wie Jacke ‘egal, dasselbe’ Sprw-Eils 39; de Hose vull hebben ‘Angst haben’ Wb-We 54; hei krijjt de Hese full ‘er bekommt Schläge’ HA-Oh; in kl’n Kn an Pr Hsen abtrecken ‘die große Notdurft verrichten’, Schifferspr., Wb-Ak 72; de fr het de hse ne ‘die Ehefrau hat die bestimmende Stellung inne’ Wb-Nharz 82; halw int Häm un halw int Hoasen ‘unvollkommen’ OST-Dü; hei hat de Beine te wt dorch de Hese ‘stken ‘seine Hose ist zu kurz’ HA-Oh; Kinderreim:ri, ra, rutt,
mne Hese is kaputt!
HA-Oh;
Peter Buber … heth an eynen witten rok eynen brunen mantell, grüne hasen, j grüne kapell vnd swarte har. 1492, FB Zerbst 21. – Volksgl.: Befindet sich unter der zum Trocknen aufgehängten Wäsche eine H., so lacht die Wäscherin durch das Hosenbein, um günstiges Wetter zum Trocknen zu bewirken. Vk-Anhalta 338; dorch de Hose juchen dass., Sprw-Börde, Wb-Nharz 90, Spr-Asch 46.  Brk Büxe Krlsbüxe Krlshse Männerhse Mannshse Mannsldehsen. – 2. ‘Blattscheide des Getreidehalms, Umhüllung der Ähre’ 2: Wb-Altm* 55, 3: Wb-Holzl 106, Wb-Nharz 82 – dat Koren is noch in de Hose Wb-Holzl 106; d’ Haow’r will nich t d’ Haos’n Wb-Altm* 55. – 3. ‘kleines Fass’, bes. für Butter oder Kienruß, 3: vereinz. elbostf.
Lautf.: Hse, [hz] SA-Sta, verstr. mittlere/ö Altm., vereinz. JE2 JE1, verstr. ZE elbostf. anhalt.; Hs, [hs] verstr. s nwaltm., w/n Altm., JE2-Reh; Hosen verstr. nö Altm., GA-Eick La, JE2-GrWul Wu Zo, CA-GrRo KlRo, DE-Mo; Hoase, [hz], [hz] vereinz. ö Altm. JE2, JE1-Bü, ZE-Ned Ra Reu; Hoas, [hs], [hs] vereinz. ö Altm.; Hoasen, Haos’n, [hz()n] SA-Jee, verstr. ö Altm., GA-Ziep, verstr. JE2, JE1-Ge We, ZE-Gö Nu Stre; [haozn] Mda-Ro; Haus SA-Dö NFe; Häos, [hos] verstr. nwaltm.; [haz] verbr. JE1, verstr. ZE; Hese HA-Oh, hese Mda-Weg 98; Huse QUE-GrSchie; huoze OSCH-Di Schl; Huese Wäschke 61920,153; Hös SA-Dre; Oase ZE-Buk; Dim.: (3.) Höseken Wb-We 54; hseken Wb-Nharz 78; Hoiseken Wb-Holzl 107. – Gram.: auf -n auslautende Formen (außer Dim.) sind Pl. mit singularischer Bed. Zuss.: zu 1.: Krls-, Knie-, Ledder-, Männer-, Manns-, Mannsldehsen; sonstiges: Ms-.
Linnewand f. dass. wie  Linnen, 1/2/3: verbr. nd., 4: Mda-Sti 171, Elbschifferspr. 188 (CA-Ak), Wb-Ak 105, Wb-Be – Zur Herstellung von Schiffssegeln verwendete man hauptsächlich schlesische, Aländer und Niemegker L. Elbschifferspr. 188; ne Jacke, Schörte ut Lennewand HA-Oh; … de Großmutter spund ut’n Flas Goarne tue Linnewand … Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie); … deatt, … nich jerer spunn’n Foa’m to Lennwand woard ‘nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung’ Matthies 1903,15; In dem sack was … 1 stücke vngebleyket lintwanth 1499, FB Zerbst 6.
Lautf.: Linnewand, -want, [linwant] verstr. s Altm. mbrdb.; linnewnt Mda-Sti 171; [linwant] vereinz. ö Altm.; Lennewand, -want, [lenwant] vereinz. s Altm., verbr. elbostf.; lennewnt Mda-Sti 171; Lennwand, [lenwant] Matthies 1903,15, SA-Kal, GA-Le; [lewand], [lewant] verbr. nwaltm. w Altm., verstr. mittlere Altm., OST-Kru; [lemwand] SA-Dä, CALV-Je; [lemand] vereinz. n nwaltm., SA-Rie; Lienwand ZE-Ste; [lnwand] Elbschifferspr. 188 (JE2-Pa); [l-] STE-Ro; Liebwand ZE-Ste; Leine-, [lainwand] Elbschifferspr. 188 (CA-Ak), Wb-Ak 105, Wb-Be.