Klappswanz m. ‘jmd., der ständig die Tür öffnet und schließt’ 3: HA-Bee, Id-Queb 4, 4: Wb-Ak 89, Wb-Be.
Lautf.: Klappswans HA-Bee; sonst: -schwanz.
Klapüt (Genus?) 1. ‘dünner Kaffee’,  Plurre, 3: Sprw-Harzvorle 144, WE-Rho – Dä harre awer Klappit ekoket. WE-Rho. – 2. ‘gefilterter Kaffee’ 3: Id-Queb 4.
Lautf.: Klap(p)it.
Klter f., m. 1. vorw. im Pl. ‘trockener, auch eitriger Schleim in den Augenwinkeln’, vgl. 1Klter 1., 1: SA-Dä Han, 2: GA-Al, WO-Me Sa, JE2-De, 3: verbr. elbostf., 4: verbr. nthür. w anhalt. – wisch dich m de Gldorn aus de en BE-Ad.  Augenklacker Augenklunkern Bottermelk Etter Gnatz Grind Klacker 1Klster 1Klter Klunker Matrige Msekatte genetter gengrind genkltern genslp gentrn Öpper Sandmann Slp Slm. – 2. ‘Schmutzsaum oder Schmutzklümpchen an Frauenkleidern, auch an Wolle oder Haar von Tieren’, 2: Wb-Altm 103, 3: vereinz. elbostf., 4: Mda-Sti 159, DE-Ca – dor had awwor Gldorn ne Schg DE-Ca.  TZ: 1Hmel Hammelfleisch 1Klter Klunker Klunter Lautsch(e) Mistballen. – 3. vorw. im Pl. ‘abgetragene, zerschlissene, herabhängende Kleidung’,  Lumpe(n), 3: HA-Oh, Wb-Nharz 98, Id-Queb 4, 4: Mda-Sti 159 – de Kltern henget drumme rumm HA-Oh. – 4. n. ‘unordentliche, liederliche Frau’,  Slampe, 3: Sprw-Börde, WE-Oster, Wb-We* 219, Wb-Nharz 98.
Lautf., Gram.: Klter(n), Klater(n), Klat’r(n) Sg./Pl. Wb-Altm 101, JE2-De, vereinz. n elbostf., verbr. s elbostf. nthür. w anhalt.; Klaoter(n), [kltrn] Sg./Pl. WO-Me, verstr. elbostf., Wb-Ak 90, Wb-Be, BE-La; [gldrn] Pl. verbr. BE, DE-Ca; Klatter(n), [klatr(n)] Sg./Pl. Beiträge-Nd 64 (WO-HWa), HA-Oh, vereinz. OSCH WE, WA-See, QUE-West; Klader(n) Sg./Pl. WO-Sa, HA-Scha, OSCH-Schw, CA-Zu; Kladder(n) Sg./Pl. SA-Han, Wb-Altm 103, GA-Al, verstr. n elbostf., WE-Heu, Id-Queb 3; Klarrn Pl. SA-Dä. – Gram.: m. belegt für HA-Som, WA-Dom, BE-Grö He. – Etym.: zu mnd. klatte, kladde ‘Schmutzfleck’, klattich ‘verfilzt’, vgl. HWb-Mnd 2,570; enger Zush. zu  Kladder und  kladdern, deshalb weitgehend Ansatz der Formen unter semantischem Gesichtspunkt: Lemmata, bei denen das Geräusch des klatschenden Aufschlagens oder das Beschmutzen mit einer dickflüssigen Masse bestimmend ist, werden mit -dd-, solche, bei denen die Bed. von erhärtetem Schmutz oder verschmutzter, unsauberer Kleidung dominiert dagegen mit -t- angesetzt. Zus.: zu 1.: genkltern.
Klatsche f. 1. ‘Schläge,  Prgel’ 3: Spr-Asch 17, 4: Wb-Be – et jift Klatsche Spr-Asch 17. – 2. ‘Fliegenklatsche’ 4: Wb-Be. – 3a. dass. wie  Klatschbase, 2: ZE-Roß, 3: HA-Bee, 4: Wb-Ak 90, Spr-Anhalt 168. – 3b. ‘großsprecherischer Mensch, Angeber’,  Grtsnte, 3: Id-Queb 4.
kleintsch Adj. ‘wählerisch im Essen’, auch ‘ohne oder nur mit wenig Appetit essend’,  kme, 3: Wb-Holzl 120 (HA-Wo), Id-Eilsb 147, Id-Queb 4.
Lautf.: kleinetsch Id-Queb 4, [klai’nt] Id-Eilsb 147; kleinätsch Wb-Holzl 120 (HA-Wo).
Kleipte f. 1. ‘Hand, mit der man sich kratzt’ – mt hawwich se te le Klpte auses le Maul jetreckt 4: Wb-Be. – 2. ‘Hand, die schlecht schreibt’ 3: Wb-Holzl 120, Id-Queb 4.
Lautf.: Kleipote, Klai- Wb-Holzl 120, Id-Queb 4; [klpte] Wb-Be.
klemenzen Vb. ‘etw. nicht gern tun, nicht in Angriff nehmen wollen’, auch ‘wählerisch im Essen sein’,  kme, 3: Id-Queb 4.
Lautf.: klemenzen, klemenschen.
klick Adv. 1. ‘unklug, töricht’ 2: Id-Altm, Wb-Altm 104f., 3: Wb-We 67 – bist du klick? Wb-Altm 105. – 2. ‘heftig, unbändig, ausgelassen’ 3: Id-Queb 4. – 3. ‘glücklich’ – nu isse klick. 4: Wb-Ak 90.
Klingelmann m. dass. wie  Klimpermann, 3: Id-Queb 4, 4: Wb-Be.
Klinke f. 1. ‘Türklinke’ 2: Wb-Altm 105, SA-HTr, verstr. ZE, 3: Wb-Holzl 120, HA-Oh, OSCH-Ba Di, Wb-Nharz 100, Id-Queb 4, 4: Mda-Sti 159, Wb-Ak 91, Wb-Be, Wäschke 71913,125 – Rda.: där word oo nich de Klinke metkrien, wenne da fortjeht ‘wenn er einmal geht, wird man deshalb die Firma nicht schließen’ ZE-Roß. – 2a. ‘Falte in einem Kleidungsstück’,  Flde, 2: Wb-Altm 105, 3: Wb-We 67. – 2b. ‘Kante oder Spitze einer Frauenmütze’ 3: Id-Queb 4. – 3a. ‘dreieckiger Riss im Kleid’ 4: Wb-Ak 91. – 3b. Pl. ‘kleine Ringe im Tau oder einer Leine’, zeigen an, dass das Tauwerk brüchig wird, 2: Elbschifferspr. 257 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 4: a.a.O. 257 (CA-Ak).
Lautf., Gram.: Klinke, [klik]; außerdem: Klnke OSCH-Di; Klink’, Klink Wb-Altm 105, SA-HTr; [klikn] Pl. Elbschifferspr. 257 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa, CA-Ak); Nbf.: Klinker Wb-We 67.