2Achter m. 1a. in der Verbdg.: in s Achter ‘hinter dem Hof’ 1: SA-Ah, 2: SA-Ban. – 1b. dass. wie  Achterhoff, 2: STE-Stei. – 2. ‘Gesäß’,  rs, 2: Wb-Altm 1, Bornemann 41827,41 –Alle Hoagel, Schultens Knecht,
De versteit dät Stür’sche recht!
An den Achter mit den Hakken
Knallt he dät de Bucksen knakken!
Anneliese mütt hüt ran,
Dät se kuum noch piepen kann.
a.a.O. 41.
achter 1: verbr. nwaltm., 2: verstr. n/w Altm., vereinz. STE, Siedler-Je § 144i (JE2, nur in FlN JE1), 3: Wb-We* 197. Belege sind z.T. als slt. oder veralt. markiert bzw. nur noch in FlN belegt, gleiches gilt für die Zuss. 1. Präp. ‘hinter, auf der Rückseite, der abgewandten Seite von etw.’, vgl. hinderachter d’ Döär OST-Sta; achtern Rüggen SA-Scha; he kam achter mi STE-Schö; ... gewaohrt he ’n dull’n Krach achter’n Swienstall ... Hagen 1957,328; Claus Meyger hefft vorlaten van des rades wegen Kersten Scrader eyn hus achter sinem hoffe. 1483, StB-Neuhaldenslebend 42. – 2. Adv. ‘hinten, auf der abgewandten oder zurückliegenden Seite, im hinteren oder entfernteren Abschnitt, Teil’ – gah achter rüm OST-Kau; da achter SA-Max; achter koamen ‘hinter etw. kommen, begreifen’ OST-Sta; achter stoan laot’n ‘übergehen, unbeachtet lassen’ Wb-Altm 252.
Lautf.: achter, [atr], [axt], [atä]; außerdem: achder, [ad] SA-Pe Rist; Nbf.: [ätr] Siedler-Je § 144i (JE1).
achteran Adv. ‘hinterher’ 2: Wb-Altm 1, OST-Sta.
achteranbummeln Vb. ‘hinterherbummeln’ 2: Wb-Altm 29.
Achterbn n. ‘Hinterfuß der Tiere’ 2: Wb-Altm 1.
Achterflick m. ‘Leder unter dem Absatz des Schuhs’2: Wb-Altm 1.
achtergn Vb. 1. dass. wie  achterhrgn, 2: vereinz. n Altm, GA-So. – 2. ‘nach dem hinten liegenden Teil des Hauses, zum Hof gehen’ 2: Wb-Altm 1.
Lautf., Gram.: achter ga(o)hn; außerdem: jeihd achter 3. Sg. Präs. OST-Pol.
achterhr Adv. ‘hinterher’ 2: Wb-Altm 1, OST-Sta, 3: HA-NHa.
achterin Adv. ‘hinterdrein’ 2: Wb-Altm 1, OST-Sta.
Achterkastell n. dass. wie  2Achter 2., 2: Wb-Altm 1, Id-Altm.
Lautf.: Achterkastell Wb-Altm 1; -kastehl Id-Altm.