rskle f. ‘Oberschenkel’, vom Menschen, auch vom Tier, 2: Bauernwelt-Ze, ZE-Roß, 4: Wb-Ak 26 – Junge, Junge, hat d an pr rschkei’l! a.a.O. 26.
Lautf., Gram.: Arschkieln Akk. Pl. Bauernwelt-Ze; -keile ZE-Roß; rsch- Wb-Ak 26.
Ass(en)fudder n. ‘Querholz am Wagen, in dem die Achse ruht’ 1: SA-Dä Rist, 2: Bauernwelt-Ze, 3: vereinz. w elbostf., 4: vereinz. anhalt.
Lautf.: Assfutter, as- vereinz. w elbostf.; [asfur] SA-Dä; Aksfutter, [aksfutr] vereinz. anhalt.; [agsfudr] KÖ-Li; Achsfurrer Bauernwelt-Ze; [asnfur] SA-Rist.
Astlock n. ‘Astloch’ 2: vereinz. Altm., Bauernwelt-Ze, 3: HA-Oh, 4: Wb-Be – Brauch, Volksgl.: Gaben die Kühe blutige Milch oder litten sie an Erkrankungen des Euters, wurden die Tiere durch ein A. gemolken. Abergl-Ma 234 (GA-Mie), Bauernwelt-Ze. Bei entzündeten Fingern oder schlimmen Augen flüsterte man durch das A. Bötesprüche. Ein A. wurde heilig gehalten und in der Familie weiter vererbt. a.a.O.
Lautf., Gram.: Astlock STE-Wa, HA-Oh; -löcker Pl. Gaede 1962,176; [astlo] Wb-Be.
Astlock n. ‘Astloch’ 2: vereinz. Altm., Bauernwelt-Ze, 3: HA-Oh, 4: Wb-Be – Brauch, Volksgl.: Gaben die Kühe blutige Milch oder litten sie an Erkrankungen des Euters, wurden die Tiere durch ein A. gemolken. Abergl-Ma 234 (GA-Mie), Bauernwelt-Ze. Bei entzündeten Fingern oder schlimmen Augen flüsterte man durch das A. Bötesprüche. Ein A. wurde heilig gehalten und in der Familie weiter vererbt. a.a.O.
Lautf., Gram.: Astlock STE-Wa, HA-Oh; -löcker Pl. Gaede 1962,176; [astlo] Wb-Be.
Bärme f., auch m. 1. ‘Gärungs- und Treibmittel, das zur Herstellung bestimmter alkoholischer Getränke und zum Treiben von Teig verwendet wird, Hefe’, bes. im Süden z.T. veralt., 1: allg. nwaltm., 2: allg. brdb. (außer ö ZE), 3: verbr. n/ö elbostf., verstr. w elbostf. (außer nw), 4: verbr. s CA w BE, vereinz. s KÖ – hle m Brme von’n Bäcker ZE-Roß; aon Brm kann kain Boddakaukng backng SA-Dä; Rda.: deiht, als wenne in’n Barm schieten will ‘er ist ängstlich, zaghaft’ Sprw-Börde.  Gre Gre Gest 4Hwe(n), s. Kt. – 2. ‘Bodensatz bei obergärigem (Braun-)Bier’ 2: Wb-Altm 11, Id-Altm, Bauernwelt-Ze, 3: vereinz. elbostf., 4: BE-Me Wa – Volksmed.: Zur Förderung des Stuhlgangs hilft erwärmte B. mit Zucker oder Honig vermengt. Bauernwelt-Ze. – 3. ‘Sauerteig’ 2: SA-Rie, 3: BLA-Brau.
Lautf.: aufgrund der Laienschreibung ist eine sichere Zuordnung der Belege in Bezug auf die Vokalquantität nicht immer möglich: Bärme verstr. n JE2, verbr. mittleres/s JE2, verstr. JE1, ZE-Ra, HA-NHa, vereinz. s elbostf.; Bärm, Baerm verstr. n JE2, Wb-We 13; Bä(h)rme, [brm], [brm] SA-Bee Bre, vereinz. w Altm., verstr. sö Altm., JE2-Scho, CA-Löb, KÖ-Ra; Bä(h)(r)m, Bähm, [brm] verstr. nwaltm., verbr. Altm.; [baem] (-ae- ist überoffenes ) Mda-Ar 25; Pärme ZE-HLe; Berme vereinz. w Altm. STE n/w JE2; Be(r)m vereinz. n nwaltm., verstr. w Altm., vereinz. ö Altm., JE2-Ku, GA-Bö; Bäe(r)m vereinz. n nwaltm.; Bäam SA-Gü; Beä(r)m SA-Ra, GA-Trü; Beam SA-Kun; Barme verbr. JE1 ZE, vereinz. elbostf.; Barm verstr. elbostf.; [parme] Wb-Be; barreme, [barm] ZE-Ste Steu, Spr-Mab 388 (JE1-Gü), vereinz. CA; barrem Spr-Maa 388 (WO-Ol); Ba(h)rme, [brm] STE-Bir, vereinz. n WO, verbr. s CA w BE, Mda-Fuhne 198 (KÖ-KlPa Wo); Ba(h)(r)m, [brm] vereinz. SA, verstr. sw Altm., STE-Je, verstr. n elbostf.; [brm] SA-Dä; [brm] ZE-Roß; Baä(r)m SA-HDo We, GA-Kö; Nbf.: Bammel WA-Hak. – Gram.: m. belegt SA-Sta, GA-Je, WO-Fa, verstr. n elbostf. WA, vereinz. s elbostf. (auf -e auslautende Formen sind f.; e-lose Formen m., in der Altm. sind diese aufgrund des e-Abfalls vorw. f.); n. belegt SA-Schm. – Etym.: mnd. berm, barm zu westgerm. *berma-/n m. ‘Hefe’, wohl als ‘Mittel zum Heben’ zu germ. *ber-a-, idg. *bher- ‘tragen, heben’ zu stellen, vgl. Kluge 242002,92.
Bauigde f. ‘Neubau’ 2: Bauernwelt-Ze.
Bstmelk f. ‘die erste Milch der Kuh nach dem Kalben’, ist gelb und bes. fettreich, 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm., JE2-Nka Scho, Vk-Anhalta 24 (ZE), Bauernwelt-Ze, 3: vereinz. n elbostf., verstr. sw elbostf., 4: vereinz. anhalt. – Die B. galt als unbrauchbar: dai Baistmek is nich tao briukng SA-Dä. Sie wurde entweder weggegossen oder der Kuh selbst zu trinken gegeben. Aufgrund des hohen Fettgehalts eignete sich die B. für Eierkuchen (ZE). Vk-Anhalta 24.
Lautf.: Beestmelk, [bstmelk] verbr. Altm.; [-mek] SA-Ev Ku; [-mlk] Mda-Ar 36; [-mök] SA-Ku Rist; [-müok] SA-Zie; [bsdmlk] GA-Da; [bestmelk] JE2-Scho; Beesmelk, [bs-] verstr. ö Altm., JE2-Nka; Beist-, Baist- Wb-Holzl 60, verstr. sw elbostf.; [baistmek] SA-Dä; [bäist-] verbr. nwaltm.; [-meok] SA-Ch; Biestmelk, [bstmelk] STE-Bö, WO-HWa Zie, Bauernwelt-Ze, HA-Ost; -milch vereinz. anhalt.; [bsmelk] STE-Buch.
Blde f. 1. ‘kleiner Kasten an der Innenseite einer Truhe’, bes. zur Aufbewahrung von Wertsachen und Papieren, 2: Wb-Altm 123 und 255, STE-Wa, Bauernwelt-Ze, 3: verstr. elbostf. – Rda.: dat kümmt ut de kist oder de bilade ‘es ist egal, aus welcher Kasse etw. bezahlt wird’ Id-Quea 144. – 2. ‘Kasten, (leichte) Truhe’ 3: HA-Oh, 4: Mda-Sti 128. – 3. ‘Abteil in der Scheune zwischen Banse und Tenne’ 3: Wb-Holzl 64. – 4. ‘Brett als Aufsatz am  Kastenwgen’ 2: STE-Wa.
Lautf.: blde vereinz. sw elbostf.; p- Mda-Sti 128; Bilaod Wb-Altm 123, STE-Wa; -lahe QUE-West; -la’e, ble Wb-Holzl 64, WE-Oster, Wb-We 17; Biela, bl vereinz. w elbostf.; Bl QUE-Di; Bilott Wb-Altm 255; Beilade Wb-We 14; -loare Bauernwelt-Ze; -loai STE-Wa.
Blänke f. 1. ‘heller Schein’, bes. am (dunklen) Himmel oder vom Feuer, auch ‘Wolkenwand’ 2: vereinz. Altm., 3: Wb-Holzl 65, 4: Wb-Ak 37 – Dat Für werd grot, de Blenk de lücht’ ... Pohlmann 1905,89; Rda.: jera’ nich in de Blänke Mahnung zur Vorsicht, Wb-Holzl 65. – 2. ‘glänzende Wasser- (bes. bei Überschwemmung) oder Eisfläche (bes. bei spiegelglattem Eis)’ 2: Wb-Altm 19, Bauernwelt-Ze, 3: vereinz. elbostf. - ’t is n Blänk Wb-Altm 19. – 3. ‘Regal in der Küche zum Abstellen von Geschirr’, z.T. veralt.,  Tellerbrd, 2: WO-Me, 3: verbr. elbostf., 4: vereinz. nthür. – ... als se den letzten Tellder in de Blänke stellen dehe ... Rauch 1929,23.
Lautf.: Blänke WO-Me, Bauernwelt-Ze, vereinz. n elbostf., verstr. mittleres/s elbostf., vereinz. nthür.; Blänk Wb-Altm 18, STE-Wa; Blenke, blenke, [blek] verbr. n/w elbostf., verstr. s/ö elbostf., Wb-Ak 37; Blenk Pohlmann 1905,89, STE-Ste; plenke Mda-Sti 105.
Bkebtel m. ‘Holzschlägel zum Klopfen des Flachses’ 2: Bauernwelt-Ze.
Lautf.: Boakebeetel.