dlrten Vb. 1. ‘niederreißen’ – dat Hs hett se all dl e’retten 3: HA-Oh. – 2. ‘schlachten’ 1: Ehlies 1960a 78.
Lautf., Gram.: dlrten HA-Oh; daolräten Part. Prät. Ehlies 1960a 78.
2Dg m. ‘Gedeihen’ 1: Ehlies 1960a 78, SA-Dä, 2: vereinz. Altm., 3: Wb-Nharz 39 – dat Schtain (Stehlen) hat kain Daich SA-Dä; et isser kein dch inne Wb-Nharz 39; Rda.: H hät den Dei beholln. wird von einem Verkäufer gesagt, dem man dem Volksgl. nach zuschreibt, ein verkauftes Tier so behext zu haben, dass es beim Käufer nicht gedeiht, Wb-Altm 30.
Lautf.: dch Wb-Nharz 39; Däg Ehlies 1960a 78; Däg(t) Wb-Altm 30; [d] Mda-Ar 28; [dai] SA-Dä; Dei Wb-Altm 30, Spr-Altm 79.
1dn Vb. verbr. 1. Vollverb. – a. ‘tätig sein, etw. unternehmen, sich mit etw. beschäftigen’, auch ‘etw. Bestimmtes verrichten, erledigen’ – das gannsde je dn DE-Ca; duch dat nich Wb-We* 205; Wilt’n dat ma daun, ja? BA-Op; ... dät kann ik woll doon ... Ehlies 1960a 79; ik mütt dat h noch daun SA-Dä; Wat dust’n noch in Bedde? Spr-Asch 18; wat dait hai denn in de Stadt? HA-Eil; Tuk, was de nich lßen kannst. Wb-Ak 174; Verbdg.: dertau dauen ‘etw. erledigen, unternehmen’ Wb-Holzl 74; Rda.: daun un lten kennen ‘alles frei entscheiden können’ Wb-Nharz 38; dr hat mit sek enauch de daun(e) Mda-Weg 90; Mien Fru un ik sünd uns enig, see de Snider; ik do, wat ik schall, un se deit, wat se will. Berufe-Altm 252; Sprw.: kinder daun w se klauk sint Wb-Nharz 38; dau, wat te wutt, de L schilt doch HA-Oh. – b. ‘arbeiten, etw. leisten’ – ... wat her as Nachtwächter tue duehne harre. Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie); Reich wollen se wären unn nischt thun ... Richter o.J. 130; Rda.: en janzen Dach nich’n Handschlach edahn Sprw-Börde; Sprw.: wer wat äten will, mot ok watt daun OSCH-Eils. – c. ‘geben, darreichen’, auch ‘hinzugeben’ – Mengels up’t Swnfudder dn Wb-Altm 136; dau en betten Kümmel an den witten Kohl WE-Heu; Verbdg.: te wetten daun ‘wissen lassen’ Wb-Nharz 38. – d. ‘leihen,  borgen’ – d mi doch ’n Dr’r Wb-Altm 36. – e. ‘jmdm. etw. (Böses) antun, zufügen’ – d junge wil mek wat daun Wb-Nharz 38; De Hund dut deck nischt. Spr-Asch 18; ... ich hawwe dich doch nischt jetn! Wb-Ak 174. – f. ‘den Anschein, Eindruck erwecken’ – w will man sau daun, als off w keimen (kämen) HA-Oh; Seine Frau lak schon ins Bette un that, wie wennse schluf. Wäschke61915,45. – g. ‘sich in bestimmter Weise verhalten, sich geben’, vgl. auch 2.Na, dauh man nich sau öte (affektiert) ... Rauch 1925,37; Wetterregel: April deit, wat hei will WE-Be. – h. ‘es mit jmdm., etw. zu tun haben’ – Ddermit will ich nischt ze tne han. Wb-Ak 174; ik hewwe nich jrn mit ne te daun HA-Oh; se harre en betchen veel mit Remetismus te dauhne. Rauch 1929,166; Das hadde awwer nischt mit de Heezung zu tune. Krause 1964,13. – i. ‘es um etw. zu tun, gelegen sein’ – et is mik drumme te daun HA-Oh. – j. subst. ‘Beschäftigung, Arbeit’ – hei hat sn Daun HA-Oh; Rda.: ’t is n Dn ‘das lässt sich zusammen erledigen’ Wb-Altm* 52. – 2. in fester Verbdg. als Funktionsverb – mit Subst.: fbidde daun Wb-Nharz 2; n’ Jefalln daun HA-Oh; bescheit daun Erwiderung des Zutrinkens, Wb-Nharz 25; sick Anung daun ‘Kenntnis zeigen’ Wb-Holzl 74 (HA-Um); oder se wollten en’n mol’n Schabernack dohn JE2-Gü; sek en dt daun ‘zu Tode kommen’ Wb-Nharz 38; s tt awwer  Nt Wb-Be; mit Adv. (semantisch vorw. zu 1g.): höhnschen don ‘heimlich und schadenfroh lächeln’ SA-Lie; glk daun ‘gleichgültig sein’ Wb-Nharz 38; nu wille kleineken daun ‘nun will er freundlich tun’ Sprw-Börde; tk toch man nich so hmlinge Wb-Be; det dut mich awwer leed ZE-Roß; ... to goi (zugute) dohn. Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi). – 3. Hilfsverb. – a. zur Hervorhebung des Vollverbs und zur Verlängerung des Satzes – Brennen deit et! Lindauc o.J. 28; d dn all wärra kkeln JE2-Scho; Angel’l tn se . Wb-Ak 174; sejjen daat se nist Wb-Holzl 74; hai dait ’n Hengor in’n Hoff schtelln QUE-Hau; das tu ich mich marken CA-Sta; ... als mir zwee beede noch zusammen uff de Schule jehn taden. Heese21919,6; ick fraog of du mi nich seggen können dn deist Wb-Altm 36; Sprw.: de Katte lert erst musen, wenn se jungen deit CALV-Zo. – b. zur Umschreibung des Konjunk. – ik doie dat nich maken ‘ich würde das nicht machen’ Wb-Holzl 74; ek de ne nischt jben Wb-Nharz 38; Ich tt  jarne m n Dessau machen. Wb-Ak 174.
Lautf., Gram.: Inf.: do(h)n, dn verbr. nbrdb.; tun Mda-Sti 33; dau(h)n verbr. nwaltm. elbostf. (außer w JE1); dau(h)en Nd-Börde § 75 (WO-Schn), WE-Velt; [dun] Wb-We* 205; [dn] verbr. mbrdb.; thuen Wäschke 61915,126; du(h)n, [dn] ZE-Roß, Heimatkalender-Ze 1964,97 (ZE-Ze), Spr-Asch 18, DE-Ca; t(h)un CA-Ca, verstr. anhalt.; in Verbdg. mit t: -e Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie), verstr. elbostf., vereinz. anhalt.; davon abweichend [dau] Id-Eilsa 56; 1. Sg. Präs.: do verstr. Altm.; dau SA-Hen, verstr. elbostf.; [dau] SA-Dä; daue vereinz. w elbostf.; [du] Mda-Ze (verstr. ZE); tue Heese 21919,99; tu CA-Sta; 2. Sg. Präs.: deist, daist verbr. nd. (außer s mbrdb.); deust Wb-Nharz 38, QUE-Di; dust, [dst] Dialekt-Ma 9 (verstr. mittleres/s JE1), Spr-Asch 18; [dust] Mda-Ze (verstr. ZE); tust ZE-Roß; 3. Sg. Präs.: dei(h)t, [daet], [dait] verbr. nd. (außer s mbrdb.); [däit] vereinz. n/mittlere Altm.; doit, deut vereinz. sw elbostf., Gesch-Un 43; dät, [dt] vereinz. nwaltm.; [dut] Mda-Ze (verstr. ZE); dut ZE-Roß, Spr-Asch 18; t(h)ut, [tt] CA-Sta, verstr. anhalt.; Imp. Sg.: do(h) verbr. nbrdb., verstr. w JE1; do(h)e WO-Sa, JE2-Ste; [dx] JE2-Schön; tou OST-Pe; dau(h) verbr. nwaltm. n/mittleres/sw elbostf., vereinz. sö elbostf.; tau(h) WE-Weh, vereinz. sö elbostf.; daue, [dau] WE-Ost, vereinz. ö elbostf.; dauch, [dau] Wb-Holzl 74, verstr. OSCH s WA, vereinz. sw elbostf., verstr. QUE, BA-Ba; duch Wb-We* 205; tauch WA-Ha; dauk, daug WA-ABra Et, BLA-Bö, QUE-PrBör; due, [d()] JE1-Pa, Dialektgeogr-Elbe/Saale 81 (nw/mittleres/s ZE); tue KÖ-Wu; tu ZE-Steu, CA-Sta, BA-Gü, BE-La, DE-Grie; [dk], [dg] verstr. anhalt.; [tk] Wb-Be; duch, [dux] JE2-Par Tu, Dialekt-Ma 8 (verbr. mittleres/s JE1, vereinz. nö CA), Dialektgeogr-Elbe/Saale 81 (s JE1 nö ZE); tu(c)k QUE-GrSchie, BLA-Sti, vereinz. mittleres/ö anhalt.; 1./3. Sg. Prät.: da(a)t, dt Heimatkalender-Ze 1962,94 (ZE-Ze), verstr. elbostf.; tat, thad vereinz. anhalt.; doat, [dt] OSCH-Har, QUE-Di; tt Wb-Ak 174; Hausfr-Altm 1930,4 (SA-Die), verstr. Altm.; dei, dai vereinz. nw HA; 1./3. Pl. Prät.: daaten verstr. w elbostf.; doaten, [dtn] OSCH-Har, QUE-Di; taden Heese 21919,6; däaden ZE-Hu; dähn Firmenich 1854,125 (STE-Ste); dei(h)n HA-Bee, Heimat-Ohre 1922/ Wöhlbier (HA-Eim); doin Id-Eilsa 56; Part. Prät.: edaan, edan verstr. elbostf.; [dn] WE-Wa; edaon, [dn] Lieder-Ma Nr. 769 (WO-Ol), OSCH-Har, QUE-Di; daohn, [dn] verstr.Altm.; jet(h)an Wäschke 41910,111, Krause 1964,51; -tn Wb-Ak 174; -tn Mda-Sti 24; 1./3. Sg. Konjunk.: doie, deue Wb-Holzl 74, Wb-Nharz 38; deu Id-Eilsa 56; dai, dei Wb-Holzl 74, HA-Oh; däede Heimatkalender-Je 1924,61 (JE2-Vie); däte Gesch-Un 45; [dd] Mda-Fuhne 19 (DE-Ca); tt Wb-Ak 174; dehe, de Rauch 1929,68, vereinz. w elbostf.; dee, d Wb-Holzl 74, Wb-Nharz 38; 1./3. Pl. Konjunk.: doien, deuen Wb-Holzl 74, Wb-Nharz 38; den OSCH-Har; deen, dehn vereinz. n/mittleres elbostf.
Donnerlittjen Interj. dass. wie  Donnerhgel, 1: Ehlies 1960a 79, 2: OST-Sta, ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – zs Dun’nerlittchen nochem Wb-Ak 49; Dunnerlitjen, dat Ding is öwer bannig schwaor! Ehlies 1960a 79.
Lautf.: [donrlidn] BE-Ad; Dunnerlitjen Ehlies 1960a 79; -littchen OST-Sta, QUE-Di, Krause 1964,20; Dun’ner-, [durlitn] ZE-Roß, Wb-Ak 49; [tur-] Wb-Be; Dunderlittchen Lindauc o.J. 15, HA-Oh; Tunder- Wäschke 71913,29.
drgen Vb. verbr. 1. ‘etw. halten und mit sich fortbewegen, irgendwohin bringen’, auch übertr. von abstrakten Dingen – Essen drn ‘das Mittagbrot zur Arbeitsstätte des Vaters tragen’ ZE-Roß; Dröjjt ne nah Hus ... Gorges 1938,93; Track se fix heme bei de Mutter ... Heese 21919,93; So unnern Arm to draogen ... Ehlies 1960a 79; ik kann seo schwaoa nich draogng SA-Dä; Die truks nu inne kleene Schtowwe ufn Omn ... Wäschke 61915,42; Rda.: draach kaine Bange ‘habe keine Angst’ Wb-Holzl 78; sek met wat drn ‘eine Sorge unausgesprochen mit sich herumtragen’ Wb-Nharz 45. – 2. ‘eine bestimmte Last aushalten können’ – de Brüjje drecht HA-Oh; dat prt drecht Wb-Nharz 45. – 3. ‘mit etw. Bestimmtem bekleidet sein’ – ... denn drochten se noch schene blawe Kittels ... Vk-Harz 8,31; ... unn truhk en janz neien Anzuck ... Richter o.J. 124. – 4. ‘Ertrag bringen, Früchte hervorbringen’ – ... un dubbelte Frucht draut ... Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); Unse Bme trn nonnich. Wb-Ak 172; Rda.: De Rogg hat sick md draog’n. ‘Der Roggen bringt auf Grund des wiederholten Anbaus auf derselben Ackerfläche keinen Ertrag mehr.’ Wb-Altm 138. – 5. ‘trächtig sein’. – 6. ‘betragen, ausmachen’ – dat drecht 20 Mark HA-Oh.
Lautf., Gram.: Inf.: drgen vereinz. elbostf.; trgen BLA-All, Mda-Sti 3; dra’en, dren Wb-Holzl 78, Wb-We 30; draan, [drn] Kredel 1927,11, JE2-Gü, verstr. ZE, verbr. elbostf. anhalt. (außer ö DE); tra’n, trn Wb-Ak 172, Wäschke 61915,146; dra(o)g(e)n, [drg()n] vereinz. nwaltm., verstr. Altm., Mda-Ma 67 (JE1-Ran); [dr] SA-Rist; trgen Wb-Ak 172 (Schifferspr.); [drn] Nd-Börde § 51 (WO-Schn); drao(h)n, [drn] STE-Schä, ZE-Roß, OSCH-Har, QUE-Di, vereinz. w BE, Mda-Fuhne 44 (verbr. ö DE – ältere Generation, verbr. anhalt. – jüngere Generation); droan JE2-Kar, JE1-Dan; [trn] Wb-Be; [draog] SA-Dä; draw’n Bewohner-Altm 1,341; [drvn] Mda-Ma 67 (JE1-Ran); [drun] JE2-Scho; 2./3. Sg. Präs.: dröchst/dröcht, dröjjt vereinz. Altm., verstr. HA; drechst/drecht verstr. elbostf.; dreget (3. Sg.) BA-Ha; trjest/trget Mda-Sti 22; drgt (3. Sg.) BLA-Brau, CA-Fö; träst (2. Sg.) Wäschke 41920,41; drst/drt verstr. ZE; [drt] (3. Sg.) SA-Dä; draut (3. Sg.) Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); Imp. Sg.: [dra] QUE-Di; Track Heese 21919,93; draach, drch vereinz. w elbostf.; [dru] JE2-Scho; trk Mda-Sti 53, Wb-Ak 172; 1./3. Sg. Prät.: drog, droch Matthies 1912,26 (STE-Hü), BE-Dro; truk Mda-Sti 53; draug, drauch, [drau] verstr. elbostf.; druch Spr-Asch 16; truhk Richter o.J. 124; truks mit Enklise des Personalpron. n. Wäschke 61915,42; 1./3. Pl. Prät.: st. drögen Bewohner-Altm 2,103; draugen Wb-Holzl 78; draun Wb-Nharz 45, QUE-Di; sw.: drochten Vk-Harz 8,31; draten Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie); Part. Prät.: st.: edrgen BLA-Brau; edrn, [drn] ZE-Göd, Id-Eilsa 58, Wb-Nharz 45; [j-] Mda-Ze (ZE-Gro Stre); draog’n Wb-Altm 138; [drn] QUE-Di; sw.: [jdrt] Mda-Ze (vereinz. ZE); [drt] SA-Rist; [drut] JE2-Scho.
1dern Vb. verstr. 1. ‘(an-)dauern, währen’ – Et duert ok gaor nich lang ... Ehlies 1960a 79; dat durt mick tau lange HA-Bee; Drei Daare daur’te se, von’n Sonntach bis uff’n Dinnstach ... Heimatkalender-Ze 1962,94 (ZE-Ze); Sprw.: wat lange dur’t, ward gut Bewohner-Altm 2,22. – 2. ‘sich frisch halten, aufbewahrt werden können’ – dat Äeten duert in Sommer nich OST-Wal. – 3. ‘verweilen, bleiben’ – hei konne nich mr dren Wb-Nharz 48.
Lautf., Gram.: duern Inf., duert 3. Sg. Präs. Ehlies 1960a 79, Matthies 1903,2, OST-Wal, Mda-Ze (verstr. ZE), vereinz. elbostf.; ter’n Mda-Sti 19; duren verstr. w elbostf.; du(u)rn, drn Inf., du(u)rt 3. Sg. Präs. verstr. nbrdb., vereinz. HA, Id-Eilsa 59; dure 1. Sg. Prät. vereinz. n/w elbostf.; durte 3. Sg. Prät. Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie); [diut] 3. Sg. Präs. SA-Die; [drn] (2.) Mda-Ze (vereinz. ZE); dauern Inf., dauert 3. Sg. Präs. vereinz. anhalt.; dau(e)rte 3. Sg. Prät. Heimatkalender-Ze 1962,94 (ZE-Ze), vereinz. anhalt.; [taurn] Wb-Be.
fix Adj. 1. 1: Ehlies 1960a 78, SA-Dä, 2: vereinz. w Altm., verstr. ö Altm. JE2, ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – a. ‘schnell,  rasch’, auch ‘sofort’,  glkmk fix HA-Oh; Dät mütt allens fix gaohn ... Ehlies 1960a 78; nu kiek de dat mal fix an OST-Ca. – b. ‘flink, eifrig, fleißig’, auch ‘hübsch, ansehnlich’ – an fikses Mchn Wb-Be. – 2. in der Verbdg.: fix und fardig – a. ‘kraftlos, erschöpft, müde’,  slapp, 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Ak 58, Wb-Be – ick war ficks un fertich Wb-Holzl 85. – b. ‘abgeschlossen, zu Ende’ 3: vereinz. elbostf. – ik bin d’r midde fix un fertich HA-Oh. – c. ‘empfindlich, leicht beleidigt’ 4: Wb-Be.
flten Vb. ‘fließen, rinnen, strömen’ 1: Ehlies 1960a 78, 2: Wb-Altm 53, 3: verstr. elbostf., 4: Mda-Sti 23, Wb-Be – fleiten Water HA-Bee; ... un denn flütt Blaut. Ehlies 1960a 78; Lat ... dat Water wedder öwwer dä ganze Strate fleiten ... Klaus 1936,8; Rda.: et ml fleiten lten ‘den Mund nicht halten können’ Wb-Nharz 210.
Lautf., Gram.: flt’n Wb-Altm 53; fleit(e)n, -ai- verstr. elbostf.; flaaten QUE-Di; flüttst 2. Sg. Präs./flütt 3. Sg. Präs. Ehlies 1960a 78, Wb-Altm 53, verstr. n/w elbostf.; flit(t) 3. Sg. Präs. Wb-Nharz 210; floot, flt 3. Sg. Prät. Wb-Altm 53, verstr. elbostf.; flet 3. Sg. Prät. Id-Eilsa 61; fluet 3. Sg. Prät. WE-Rok; [flsn] Wb-Be; flosz 3. Sg. Prät. Mda-Sti 23.
Gaststwe f. ‘Gaststube in einem Wirtshaus’, auch dass. wie  Gasthoff, 1: Ehlies 1960a 79, Hausfr-Altm 1930,6 (SA-Die), 2: STE-Bö, Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie), ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – Damit junke inne Jastschtowwe. Wäschke 61915,17; ... sette sek in de Gaststuwe an’n Disch ... Wedde 1938,22.
Lautf.: Gaststuwe, -stwe HA-Oh, Wedde 1938,22; -stuw Ehlies 1960a 79, Hausfr-Altm 1930,6 (SA-Die); Gasstuwe, gasschtwe Sprw-Börde, Wb-Nharz 56; Gaststube Lindauc o.J. 43, HA-Dö; -stue Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie); [jastt] STE-Bö; Jaschtuwwe ZE-Roß; Jaststubbe Richter o.J. 19; -schtowwe Wäschke 61915,17; Jaschtowwe Wb-Ak 76.