erkennen Vb. ‘deutlich sehen und identifizieren’, auch ‘richtig einschätzen’ 2: Spr-Altm 82, Heimatkalender-Ze 1961,90 (ZE-Ze), 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Be, Wäschke 61915,19 – ik konnt’ nich erkennen HA-Oh; Rda.: d mot rscht Christum erkennen lren ‘ihm muss es erst schlecht ergehen, ehe er sich ändert’ Wb-Nharz 52.
Lautf., Gram.: erkennen vereinz. w elbostf.; -kennt 3. Sg. Präs. Spr-Altm 82; -kannt Part. Prät. Heimatkalender-Ze 1961,90 (ZE-Ze); [arke] Wb-Be; derken’n Wäschke 61915,19.
erlwen Vb. ‘gestatten, die Zustimmung zu etw. geben’ 2: Heimatkalender-Ze 1964,97 (ZE-Ze), 3: vereinz. mittleres/ö elbostf., 4: vereinz. omd. – ... wies de Vorschrift arloowet. Krause 1964,46; wr hat dik denn dat erlewet? HA-Oh; Rda.: dummer wt de polezei erlaubet Mda-Weg 92.
Lautf., Gram.: erlewen HA-Oh; -lauwet 3. Sg. Präs. Sprw-Börde; -laub’n Mda-Sti 31; -laubet 3. Sg. Präs. Mda-Weg 92; arlo(o)wet 3. Sg. Präs. Heimatkalender-Ze 1964,97 (ZE-Ze), Vk-Anhaltc 103, Krause 1964,46; arlaub’m Spr-Maa 420; derlooben Richter o.J. 125; [trlwt] Part. Prät. Wb-Be.
rnst m. 2: OST-Sta, ZE-Roß, Heimatkalender-Ze 1962,92 (ZE-Ze), 3: verstr. elbostf., 4: Wb-Be, vereinz. sw DE. 1. ‘ernsthafte, sachliche Einstellung eines Menschen’, auch ‘fester Wille, ernsthaftes Streben, wirkliche Meinung’ – ... un man wußte nich, ow hei Spaß make, oder Erenst. Klaus 1936,35; tas is mai ful’ler Arnst Wb-Be. – 2. ‘ernste Wirklichkeit’ – n wart’t ernst HA-Oh.
Lautf.: Eernst vereinz. elbostf.; ernst HA-Oh; Erenst vereinz. w elbostf.; ërnst Wb-Nharz 52; Iernst OST-Sta, OSCH-Di; Arnst, [arnst] ZE-Roß, Heimatkalender-Ze 1962,92 (ZE-Ze), Wb-Be, vereinz. sw DE.
rst verstr. I. Adv. – 1a. ‘als Erster, als Erstes, zunächst, zuerst (noch, einmal)’ – erscht komme icke, denn erscht du CA-Fö; ik mütt d dät Jehse ast rtschn’n JE2-Scho; wai kön’n de Kui noch nich anschpann, sai mün’n east airakaün (widerkäuen) SA-Dä; Erscht wurrn de Bumm’n (Schnitten) ausjepackt ... Heimatkalender-Be 1936,156; Erst will’ck di öber’n kleinen Schluck inschänken. Bewohner-Altm 2,41 (SA); erscht saufte ze ville un denn brechte siche ZE-Roß; An’n Wätertrog wosch ’r sick irst noch ganz swinn’ ... Pohlmann 1905,8; ..., hei nahm erst mal sinen Sluckbuddel ut de Ficke ... Lindauc o.J. 20; Rda.: Eersch de Pipe in Jang, un denn et Perd uten Grabene. Vk-Harz 3,58; Sprw.: Wer irst kömmt, maohlt irst. Bewohner-Altm 1,342. – 1b. ‘am Anfang, anfangs’ – Mein Schwager ... hadde erscht nich recht dran jewollt an den Umzuck ... Richter o.J. 36; Ärscht wolle sich där Junke uff Karl’l schtorzen, awor sowatt macht ’n ... jroßer Kinstler nich. Heimatkalender-Ze 1964,91 (ZE-Ze). – 2a. ‘nicht eher, früher als’ – Nu irst güng em’n Licht up ... Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die); ... ick dacht, du kämest eerst de nächst Woch t’rügg. Heimatkalender-Ma 1931,85 (Altm.). – 2b. ‘nicht mehr als’ – Sau war nu woll erst en halw Jahr von dei Tied hennegah’n, dei öhm opegem’n war, ... Rauch 1929,87. – 3. ‘vorhin, vor kurzem’ – d Schtte het ast eföllt JE2-Scho; ik hebb dä doch dat allhand irst segt STE-Schi. – II. Pt. – 1. verleiht einer auf Zukünftiges weisenden Aussage Nachdruck – dat will’k erst ml sein HA-Oh; ... wenn du est anfängest mit de vortellen, denn kannste kein Enne finnen ... Wedde 1938,65. – 2. eine Steigerung, Hervorhebung bezeichnend – ... erscht recht ... Wäschke61915,9; awwer in’n trinne rscht Wb-Be; Un för dei Fraunslü erst weier dei Tüffelutkriegertied dei schönste Tied. Ehlies 1960b 298.
Lautf.: e(e)rst Ehlies 1960b 298, verstr. Altm. (außer STE), JE1-Try, verstr. n/w elbostf.; [ast] SA-Dä, JE2-Scho; est, st Wedde 1938,65, Wb-We 36; e(e)rscht, rscht (anhalt.: [rd]) JE2-Gü, Heimatkalender-Ma 1932,45 (JE2-Vie), ZE-Roß, vereinz. WA, verstr. s elbostf., BA-Ha, Mda-Fuhne 77 (verbr. BE ö DE – ältere Generation; verbr. anhalt. – jüngere Generation), verstr. w/mittleres anhalt., Richter o.J. 36; erst HA-Oh; ärscht, aerscht Heimatkalender-Ze 1964,91 (ZE-Ze), Mda-Sti 21; eers Wb-Holzl 83, WE-Kö; eersch Vk-Harz 3,58; aersch Mda-Sti 21; ie(r)st Hausfr-Altm 1930,7 (SA-Die), Bewohner-Altm 1,342, OST-Möl, verstr. STE, Heimatkalender-Je 1924,59 (JE2-Vie); [ast] JE2-Scho; iest OSCH-Di; ierscht, [rd] Mda-Fuhne 77 (verbr. KÖ w DE, vorw. ältere Generation), Serimunt 1929 Nr. 46, Wäschke 71913,71; erscht Mda-Ro.
erzählen Vb. wie Standardspr., 2: Heimatkalender-Ze 1961,89 (ZE-Ze), 4: vereinz. omd. – Da saß man in’n Winter in de scheene warme Stubbe un ’s wurde erzählt und (Federn) jerissen und jerissen un erzählt. Heimatkalender-Ze 1961,89 (ZE-Ze); Rda.: erzehlt in Raten ‘stottert’ BA-Ha.
Lautf., Gram.: erzählt Part. Prät. Heimatkalender-Ze 1961,89 (ZE-Ze); arzähl 1. Sg. Präs. Krause 1964,9; [rdsld] Part. Prät. BE-Al; erzehlt 3. Sg. Präs. BA-Ha; derzeehlten 3. Pl. Prät. Wäschke 41920,15.
extr Adv. 1. ‘zusätzlich, über das Übliche hinaus’ 2: Wb-Altm 48, Heimatkalender-Ze 1964,97 (ZE-Ze), 3: vereinz. w elbostf. – ne extr Hse HA-Oh; ... un dänn noch’n Klaks Mostrich extra druff ... Heimatkalender-Ze 1964,97 (ZE-Ze); Verbdg.: extra gaon ‘fremdgehen’, von verheirateten Männern, Wb-Altm 48. – 2. ‘eigens, besonders, zu einem bestimmten Zweck’ 2: JE2-Scho, 3: vereinz. w elbostf., 4: Wb-Be, Krause 1964,46 – dät Schtk willn w wa ekstra hem’m t Wost mkng JE2-Scho; Wi hätt dat Stücke extra vorr de Frunsminschen utesocht, ... Lindauc o.J. 35. – 3. ‘sehr gut, wohl’ – mek is hte nich ganz extra 3: Mda-Weg 93. – 4. verstärkend ‘sehr, überaus’,  bannig’n extra gd’n Krl 2: Wb-Altm 260.
Lautf.: extra, [ekstr]; außerdem: [ekstr] Wb-Be.
Fall m. 1a. ‘das (Hin-)Fallen’ 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – n’ deipen Fall HA-Oh; en fal daun Wb-Nharz 206; Un plötzlich kamm he goar to Fall ... Matthies 1903,39; Rda.: ... un ihre Harrschaft hadde se janz Knall und Fall (plötzlich, unerwartet) fortjejaget. Heese 21919,88. – 1b. ‘Sinken des Wasserstandes (der Elbe)’ – Von ’m word Fall jemelt. 4: Wb-Ak 54. – 2. ‘Angelegenheit’, auch ‘Gegebenheit, Bedingung’ 2: Francke 1904,31, Heimatkalender-Ze 1964,94 (ZE-Ze), 3: verstr. elbostf., 4: Krause 1964,81 – op alle Felle HA-Oh; ... awor jesätzt dän Fall, et wäre so gekom’m ... Heimatkalender-Ze 1964,94 (ZE-Ze); ... stillesitten war nich öhr Fall. Wedde 1938,55.
fallen Vb. verbr. (außer 7.). 1a. ‘aus einer bestimmten Höhe durch die Schwerkraft nach unten bewegt werden’ – ... um nich vons Soofa zu fallen ... Richter o.J. 18; Bei dn Storm f’l de Eppel man blß s. Wb-Ak 54; Rda.: Karl fiel’n Schteen von’s Harze ... Heimatkalender-Ze 1964,94 (ZE-Ze); dik fällt woll de Bude opn Kopp? ‘du langweilst dich wohl zu Hause?’ CA-Fö; davon fällt dick keine Perle ut de Krone ‘du vergibst dir dabei nichts’ Sprw-Börde; Dat harr ik nich dacht, see de Buur, do füll he von’n Wagen. Berufe-Altm 251; Sprw.: wie et fällt, sau buldert et Sprw-Börde; de Appel fällt nich wit van’n Stamm OST-GrAu; wu jehuwwelt wart, falln Schpäne Wb-Be; Wenn’t Kind in’n Pütt’n fallen is, denn ward’r todeckt. Spr-Altm 14; Wetterregel: Fällte eerste Schnee op’m Dreck, Dänn iß ’te Wintr ’n Jäck. Abergl-Ma 245 (WO-Ol). – 1b. in der Verbdg.: fallen lten ‘bewirken, dass sich etw. nach unten bewegt’ – ’n Anker fal’l ld’n ‘den Anker zu Wasser bringen’ Elbschifferspr. 391 (JE2-Pa); Färesemmeln (Pferdeäpfel) lassn se jetzt falln Spr-Asch 43; Un Anneken leit de letzte Kartuffel un et Messer fallen ... Lindaua o.J. 13. – 1c. ‘(nicht aus der Höhe, sondern in der Bewegung) den festen Halt verlieren und mit dem Körper zu Boden schlagen, hinstürzen’ – biste denn efalln? HA-Bee; ... datt de Mäkens vorr Schreck un Ang’st an de Äre failen. Firmenich o.J. 160 (WA-Ost); Rda.: hei fallt wer sne eigenen Feute HA-Oh; Ick bin ok nich upp’n Kopp ’efalln. Bewohner-Altm 2,22. – 2. ‘sich plötzlich heftig an eine bestimmte Stelle bewegen’ – Rda.: se sin sich um en’ Hals efall’n CA-Fö; He kümmt mit d’ Däör int Hus to falln. ‘Er bringt ein Anliegen ohne Umschweife zur Sprache.’ Wb-Altm 206. – 3. ‘in einen anderen Zustand geraten’ – dat folt mek in’t lachen ‘das brachte mich zum Lachen’ Wb-Nharz 206. – 4. ‘eine bestimmte Richtung, Tendenz haben’ – et fallt int Gele ‘es hat einen gelblichen Farbton’ Wb-We 149. – 5. in der Verbdg.: licht/swr fallen ‘keine/große Anstrengung erfordernd’ – et felt mek schwr, dat jelt op te bringen Wb-Nharz 206. – 6. in festen Verbdg. mit Präpositionalobjekt – up de Nerven fahn SA-Ch; in dat ge fallen ‘auffallen’ BLA-Brau; to Last fall’n ‘jmdm. Mühe und Kosten verursachen’ OST-Je; ... fuln Vetter Keil ins Wort ... Wäschke 61915,69. – 7. ‘geboren werden’ 3: Wb-We 149, Wb-Nharz 206. – 8. ‘im Krieg, Kampf getötet werden’ – hei is in’n Kr falln HA-Oh. – 9. ‘geringer, niedriger werden, sinken’ – de hitze felt Wb-Nharz 206; ’s Wter had efal’l Elbschifferspr. 405 (WO-Ro); de Prse fallt HA-Oh. – 10. ‘zu einer bestimmten Zeit stattfinden, zeitlich zusammenfallen’ – Pingesten fallt jedet Johr 50 Dare na Ostern ZE-Gro; Rda.: wenn ick dick in de Schnute schlage, fällt Ostern un Pingesten op einen Dach Androhung von Prügel, Sprw-Börde; Sprw.: man mott de Feste fiern, wie se fallt HA-Mo. – 11. ‘ausgesprochen, geäußert werden’ – n’ Woert fallen laten HA-Oh; sei hat sick wat fallen laten ‘sie hat eine Andeutung gemacht’ HA-Bee.
Lautf., Gram.: Inf.: fall(e)n; außerdem: fal’l, [fa] Elbschifferspr. 391 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), JE1-Go, Mda-Ze (verstr. ZE), Elbschifferspr. 391 (CA-Ak), Wb-Ak 54, BE-Fr; fahn, [fn] verbr. nwaltm.; [fn] vereinz. n nwaltm.; flln Mda-Sti 2; 3. Sg. Präs: fällt; außerdem: fel(l)t vereinz. w elbostf., Wb-Ak 102; [fet] SA-Dä; fallt, [falt] Wb-Altm 272, Winter-Altm 73, JE1-Go, verstr. ZE, vereinz. HA OSCH; 1./3. Sg. Prät.: feel, fl vereinz. Altm., Dialekt-Ma 11 (verstr. w JE1); feil, fail verstr. elbostf.; [fl] verstr. mbrdb.; fiel, [fl] Mda-Ze (ZE-Roß), Heimatkalender-Ze 1964,94 (ZE-Ze), Krause 1964,39; [fl] Dialekt-Ma 11 (JE1-Ste, vereinz. sw JE1, ZE-Dor); [fl] a.a.O. 11 (verstr. s JE1, ZE-Göd); ful, [fl] Mda-Ze (ZE-Roß), vereinz. w/mittleres anhalt.; füll Berufe-Altm 251; fol(l)t HA-Oh, Wb-Nharz 206.
fardig Adj. 1. ‘vorbereitet, bereit’ vereinz. – Ich bin fartich, mr ken’n jn. Wb-Ak 54; Verbdg.: Den ändern Morgen, as her sick fertig moakte ... Heimatkalender-Je 1923,96 (JE2-Vie). – 2. ‘abgeschlossen, vollendet, zu Ende’ verstr. – Nu war öht fartig ... Rauch 1929,30; Un wenn allens feddig wär, denn namm hei sin’ Schuwkarr. Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die); Manje die saaß’n daa von frieh an, bis’t fartich waar ... Heimatkalender-Ze 1962,94 (ZE-Ze); Verbdg.: ... dat bringest du noch nich fartig! ‘... dazu bist du nicht imstande!’ Lindauc o.J. 43; d krcht fartich (war imstande) un konne wochenlank nist daun Mda-Weg 95; d is kein fertich wern HA-Oh; Ich kann da heite nonnich driwwer fartich wern. ‘Ich kann darüber nicht hinwegkommen.’ Krause 1964,25; Mit dene kann’n gut fartig wer’n (auskommen) Sprw-Harzvorld 399; mit öhne bin ick fartich ‘von ihm will ich nichts mehr wissen’ HA-Bee; Rda.: daomit wa(r)st r farig, ass d’ Katt’n Ei leggt, un wenn s’k all upp’t Nest sitt. Wb-Altm** 42; Sprw.: de Fle socht fertige Arbeit HA-Oh. – 3a. ‘kraftlos, erschöpft, körperlich und seelisch am Ende’,  slapp, verstr. – ek bin reine fartig Wb-We 150; ich bin jans fardch DE-Ca; Verbdg.: fix un fättich OST-Ost; Rda.: niu bin ik aewa farrich mit Schau un Schtrümp SA-Dä. – 3b. ‘betrunken’,  dn, 3: WE-Ve. – 3c. ‘wirtschaftlich am Ende, bankrott’ 2: ZE-Roß, 3: vereinz. elbostf.
Lautf.: fardig, [fardi] Berufe-Altm 251, SA-Sa, CALV-Zo, vereinz. WO; farrich, [fari] SA-Dä, Wb-Nharz 206; fartig, -ch verstr. ZE elbostf. anhalt.; [fard] vereinz. sw DE; [ferdi] vereinz. mittlere Altm., verbr. ö Altm. (außer n WO); feddich Hausfr-Altm 1930,5 (SA-Die); ferrig, -ch, [feri] Wb-Altm 49, OST-Ko, OSCH-Ba, WE-He; fertig, -ch, [ferti] vereinz. Altm., JE2-Gü, Heimatkalender-Je 1923,96 (JE2-Vie), vereinz. w elbostf.; fettich GA-Jä; [färdi] SA-Lüg, OST-Har, vereinz. ö STE; fäddig, -ch Mda-Ar 53 f. (SA-Vi, OST-Ar Schr); [färti] JE2-Scho; fättich OST-Ost; [färi] SA-Ah Ku; [frdi] GA-Le; farig, [fri] SA-Dä, Wb-Altm 49, Wb-Altm** 42; [frdi] verstr. nwaltm., vereinz. mittleres SA, GA-Ku; [fri] vereinz. ö/mittleres nwaltm., SA-Rie, OST-Bi.
fest Adj. verstr. 1. ‘hart, nicht weich oder locker’ – de re (Erde) is feste Wb-Nharz 208; das muß feste wern DE-Ho. – 2a. ‘stabil, haltbar, widerstandsfähig’ – Uns Hus steit fast in’ Grund ... Kredel 1929,60. – 2b. ‘unerschütterlich, unbeirrbar’ – Verbdg.: truu un fast STE-Wa. – 3a. ‘stark, kräftig, energisch’ – man feste! HA-Oh; ... un drücket feste op’n Klingerknopp ... Wedde 1938,66; Vetter Keil hadde mitte eene Hand de Miehme Schwanebergen feste an sich jedrückt ... Wäschke 61915,68. – 3b. ‘sehr, überaus, in starkem Maß’,  bannigfeste danzen Wb-Nharz 208; ... un wei Kin’ner mußt’n alle immer feste mit arwei’n. Lautdenkmal 1937 (WA-KlOsch); De Umschteh’nd’n die bedeilicht’n sich nadierlich daad’rbei feste met. Heimatkalender-Ze 1962,92 (ZE-Ze).
Lautf.: fest Heimatkalender-Je 1937,78 (JE2-Fi), HA-Oh, QUE-GrSchie; fast, [fast] SA-Dä, verstr. Altm.; sonst: feste, [fest]. – Etym.: im Mnd. vest(e) neben vast(e) u.a. ‘fest, stark, sicher, beständig’, vgl. HWb-Mnd 1,664 und 710.