wends Adv. ‘abends’ 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. Altm., JE2-Gü, Heimatkalender-Ma 1930,82 (JE2-Vie), Heimatkalender-Ze 1961,89 und 1964,95 (ZE-Ze), 3: verstr. elbostf., 4: CA-Ak, Heese 21919,64 – ... un för de “Wostsingers”, de aomds kaomen, moakt de Schlachder besonnere Wost. Ehlies 1960a 80; Abends schpielten se in’s Schtadttheator von Schillorn “De Reewor”. Heimatkalender-Ze 1964,95 (ZE-Ze); Sprw.: de Voggels, de froi singet, hlt bens de Katte HA-Oh; Wenn’t aw’nds eener fleut’t (flötet), sitt de Deuwel up’t Dack. Bewohner-Altm 1,320. – Volksgl.: A. darf man nicht ausfegen, da man sonst mit dem Schmutz auch das Glück aus dem Haus fegt. Abergl-Ma 233 (WO-Ol).
Lautf.: aw’nds Bewohner-Altm 1,320; abends, - Heimatkalender-Ze 1961,89 und 1964,95 (ZE-Ze), vereinz. w elbostf., WA-Un; abens, - HA-Oh, OSCH-Di; am’nts Heese 21919,64; am’ns Rauch 1929,16; Ams, a’ms Wb-Holzl 33, BA-Re, Spr-Asch 23; Aands Heimatkalender-Ma 1930,82 (JE2-Vie); ahns JE2-Gü; [v()ns] verstr. s OST n STE; [bms] WO-Zie; aomds Ehlies 1960a 80 und 1960b 298; [ms] verstr. mittleres/s nwaltm. wAltm., vereinz. ö Altm., WO-HWa, [ms] CA-Ak; [aoms] vereinz. n nwaltm.; [aons] vereinz. ö STE; [auns] STE-Wa.
wer 1. Konj., verstr. – a. Bezeichnung eines Gegensatzes ‘jedoch, dagegen’ – ... dunn reipen se. Aber Lischen antwöre nich ... Heimat-Ohre 1924/Wöhlbier (HA-Eim); dat’s doch bloß Dienstmäken, du awer bist Amme zur Rangordnung des Gesindes geäußert, BA-Re; Götsch ... musterte seine Leite ..., awwer die sahen alle eenjal aus, wie wennse an jarnischt dächten. Wäschke 61915,121; Rda.: Mannslü darwen alles äten, aber nich alles wäten OST-Gen; Danzen ahn Musik, dat is aber grad, as wenn’n drög Brot ett. Bewohner-Altm 2,135; Sprw.: op’t Lif kuckt jeder, awer in’t Lif nich ‘man sieht, was jmd. für Kleidung trägt, aber nicht, was gegessen wird’ BA-Re. – b. Bezeichnung einer Einschränkung, eines Vorbehalts ‘allerdings, freilich’ – ... öwer oft keim dät nich vör. Ehlies 1960b 297; Hle mich m anne Barne, awwer kne rosche! Wb-Ak 29; ... de Herre harre dat verb’en, wer de Junge qule sau dulle, dat’e ngf. Tiedge 1954,39 (HA-Ost); Miahnten (Ameisen) lopt sau veel rumher, aber dat sünd alles grote, dee miejet nich. Hbl-Ohre 1928 Nr. 1/Wöhlbier (HA-Eim); Dabei hatte Karl ... ’n hohen Posten, ... Awor et jibt immer welje, die vor nischt keen’n Räschpäkt ham. Heimatkalender-Ze 1964,89 (ZE-Ze); Rda.: hei ändert sich woll, awer bessert sich nich Sprw-Börde; Sprw.: Dorch Schaden ward’n klauk, awer nie rieker. WO-Gu; bi fremden Lüen is gut wanken, aber nich gut kranken ‘bei fremden Leuten lässt es sich gut leben, aber nicht gut krank sein’ WE-Dee; Wetterregel: De April mag sien wie e will, aber Loof un Gras bringet e doch. Chr-Em 427. – c. Bezeichnung eines Einwandes, einer Entgegnung – wer, wat wutt d db mken? HA-Oh; “Abber was sollen mir saohn (sagen)”, meenten de Sachsendorfschen, ... Heimatkalender-Börde 1925,6 (CA-Sa). – d. Bezeichnung der Anknüpfung, Weiterführung – ... Un nu abb’r drauß’n uff’n Viehmaarchtplatz – daa waar ärscht wat loos! Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze); ... Öäwer keen derft dabei van de Grotn tokikn ... Hausfr-Altm 1924,34 (Kredel). – 2. Pt., verstr. – a. Verstärkung einer Aussage – lt dat wer j sn! HA-Oh; Is das heite awwer hß! Wb-Ak 29; jetzt strahlt (regnet) et aber BA-Ba; nu awer allart! Ausruf zur Eile, WE-Oster; nu awer harre! dass., Wb-Holzl 101; sau fl kan ek wer nich betlen Wb-Nharz 19; det Perd hät awwer krumme Hessen ZE-Brä; dät Hemde st wa schn t JE2-Scho. – b. Bezeichnung der gefühlsmäßigen Anteilnahme des Sprechers, Ausdruck von Empfindungen – das is awwor nor Ausruf der Missbilligung, DE-Ca; der is awwer mäklich dass., DE-Ra; is dat wer ml en grter junge Ausruf der Anerkennung, Wb-Nharz 19; ber Fritze! Ausruf der Entrüstung, BLA-Brau; Harrejott awwer ! Ausruf des Zorns, Fluch, Wb-Be; Dunderwetter aber ok! dass., CA-Fö; nee, awwer sauwat ok, ja ja Ausruf der Überraschung und Verwunderung, BA-Op; No, wat makeste denn awer ok! Ausruf, wenn jmd. gestolpert ist oder einen Schaden angerichtet hat, Sprw-Harzvorlg 264; Rda.: dat is ower ‘das ist ärgerlich, unangenehm’ Wb-We 97; is der awwer in Brieten ‘ist der aber betrunken’ BA-GrAls. – 3. Adv., in Zuss. ‘sehr viele’ – da saßen dicke Wanschken hinner de Tapete – werhunnert un werhunnert 2: ZE-Roß.
Lautf.: awer, - Essen-nwAltm 91 (SA-Han), WO-Ri, verstr. elbostf., Mda-Sti 16 und 126, Heimatkalender-Be 1936,154; wersch JE2-Zo; -t Wb-Nharz 19, Mda-Sti 126; werschter Wb-Nharz 19; aber, - Bewohner-Altm 2,135, SA-Rie, OST-Gen, JE2-Bö, verstr. w elbostf., BA-Ba, Vk-Anhaltc 164, BE-Grö; awor Heimatkalender-Ze 1964,89 (ZE-Ze); [wa] JE2-Scho; oaw(e)r, [wr] SA-Win, vereinz. elbostf.; [wr-] Zus. ZE-Roß; oaw’rst Spr-Maa 428 (WO-Ol); [vr(t)] Nd-Börde §125 (WO-Schn); oawrsch Spr-Maa 428 (JE1-Ran); aober Lieder-Ma Nr 977 (GA-Wef), HA-Ro; ower Wb-We 97; äwer Hausfr-Altm 1930,6 (SA-Die), SA-Le, STE-KlSchwa, vereinz. JE2; äwerst Firmenich 1854,124 (OST-Hav); [wa] JE2-Scho; öwer, oewer, äöwer, öäwer vereinz. nwaltm. Altm.; öber Ehlies 1960b 78, Hagen 1957,328; [r] Teuchert o.J. 83 (JE2-GrMa); äuer Heimatkalender-Je 1923,100 (JE2-Fi); äöberst Pohlmann 1905 ff.,124 (OST-GrRo); [aew] SA-Dä; aww(e)r, [aw()r] JE2-Gü, JE1-Dö Rie, vereinz. ZE sö elbostf., verstr. anhalt.; awwor, [awr] BE-Gü, verstr. anhalt.; abb(e)r Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze), Heimatkalender-Börde 1925,6 (CA-Sa), Richter o.J. 10.
1Backe f. 1a. ‘fleischiger Teil des Gesichtes zu beiden Seiten der Nase, Wange’, auch ‘fleischiger Teil von Früchten’ 1: SA-Dä, 2: vereinz. nbrdb., Heimatkalender-Je 1927,120 (JE2-Vie), ZE-Roß, Heimatkalender-Ze 1964,91 (ZE-Ze), 3: verstr. elbostf., 4: verstr. omd. – de Trnen lpt ’ne wer de Backen HA-Oh; Ich hawwe anne dicke Backe. Wb-Ak 30; d het sick Kamelle uppepackt uppe Backe JE2-Scho; Rda.: d krichst wat ande backe ‘du bekommst eine Ohrfeige’ Spr-Mab 382 (WO-Ol); dat Muul un bai’e Backen full hem’m Wb-Holzl 58; der Wind pustet durch die Backen von einem dünnen Menschen gesagt, Vk-Anhaltc 92; Se hat en paar Backen wie en Leggeheunecken. ‘Sie hat eine gesunde Gesichtsfarbe.’ Chr-Em 430; dat Mäken hat de Kerkhofsblaumen all up’n Backen ‘sie ist vom Tode gezeichnet’ WE-Be; Sprw.: Kees’ un Brod mokt de Backen rod. Bewohner-Altm 1,343; Neckreim:Wer seck in Osterwieck will redlich nehren,
Mott veel flicken un wennig vorteeren,
Mott dragen kaputte Jacken un smale Backen.
Vk-Harz 3,75.
– 1b. in der Verbdg.: nen Honnig/Rotz/Srop up d Backe smren ‘jmdm. nach dem Mund  rden’, auch ‘sich einschmeicheln’ 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. elbostf., 4: Vk-Anhaltc 110, Spr-Anhalt 170. – 2. Pl. – a. ‘Seitenhölzer, auf denen der Sägebock ruht’ 3: Wb-Nharz 19. – b. ‘zu beiden Seiten des Spurlochs eingesetzte Pfosten’, sollen ein seitliches Ausweichen der Maste beim Legen und Richten verhindern, Schifferspr., 2: Elbschifferspr. 196 (WO-Ro).
Lautf., Gram.: Backe, -kk-, [bak] Sg.; -(e)n, [-n] Pl.; außerdem: [bak] Pl. SA-Dä; Back vereinz. Altm.; [pake] Wb-Be; pcke Mda-Sti 2.
Bäcker m. wie Standardspr., 1: SA-Dä, 2: vereinz. Altm., JE2-Scho, Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze), 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. – De dicke Bäcker word kriedewittschen um de Neese rum ... Lindaub o.J. 7; Dans, j mütt’n dät Brt met nn Becka n’m! JE2-Scho; Rda.: de Bäcker hat ekneppen ‘der Bäcker hat von dem zum Backen gebrachten Teig etw. für sich zurückbehalten’ Id-Eilsa 73; de Mäkens gt af w de warmen Semmeln bn Bäkker ‘die Mädchen sind zum Heiraten sehr begehrt’ Wb-We 125; Datt iss ass bi’n Becker de Semmel ‘hierfür gibt es einen festen Preis’ Wb-Altm 276; d hat der Becker seine Fraue durchjejocht von einem löcherigen Brot gesagt, Wb-Ak 33; Sprw.: Wo de Brauer waohnt, kann de Bäcker nich waohnen. ‘Trinker essen wenig.’ Bewohner-Altm 1,321; Reim: dr beckr unn dr millr, sinn schwestr-, braudr-kinnr. von der angeblichen Unehrlichkeit beider gesagt, Vk-Ask 159; Kinderreim:Backe, backe Kauk’n,
Där Bäck’r het jeraup’m,
Het jeraup’m de ganze Nacht,
N.N. het kain’n Daich jebracht,
Kricht ook kain’n Kauk’n.
Lieder-Ma Nr. 105 (WA-Eg);
Neckvers:Der Bäcker ist ein Schweinehund,
Der klaut von jedem Brot ein Pfund.
Vk-Anhaltc 140 (DE-Ho);
De Bäcker het siene Fru eschlahn
Met en Schiewer op et Lief.
Oh, wie schreich dat areme Wief!
Vk-Harz 3,69.
backen 1., Brt 1., Kken 1.  Kkenbäcker; scherzh., abw.: Backebeck Bäckerknst Backeweich Dgpe Kleisterpansch Klunsterbäcker Klunz Klunzbäcker Klunzfritze Klunzkonditor Kneter 1Knp Knper Knst Kringeldreier Krpelbäcker Luffe Luffenbäcker Luffenmker Mlhse Mlsack Mlworm Prillekenbäcker Prillekenhingst Schrippenarchitekt Semmelfoss Semmelhengst Semmelschrippe Semmeltechniker Teighengst Teigmops.
Lautf., Gram.: Bäcker, -kk-, Bäck’r; außerdem: Becker Wb-Altm 276, Wb-Altm* 72, vereinz. w elbostf., Wb-Ak 33, beckr Vk-Ask 159; [beka] JE2-Scho; [bek] SA-Gä; [pekr] Wb-Be; packer Mda-Sti 13.
Backpfeife f. ‘Schlag, Ohrfeige’,  Prgel, 2: Mda-Ar 23, ZE-Roß, Heimatkalender-Ze 1964,91 (ZE-Ze), 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – ..., där hat doch seine Backfeife wäch, wat dänn nun noch? Heimatkalender-Ze 1964,91 (ZE-Ze).
Lautf.: Backfeife, -faife, [bakfaif]; außerdem: [pak-] Wb-Be; Backfafe, Bakff Spr-Asch 17, QUE-Di; [bakff] Mda-Ar 23; Bakkpipe verniederdeutscht Wb-We 12; Nbff.: Backspfeife Lindaub o.J. 43; backsfaife Spr-Mab 382 (WO-Ol).
1Bande f. ‘Schar, größere Anzahl von Menschen’, abw., z.T. scherzh. gebraucht,  Korps (n.Z.), auch ‘ Pack, Gesindel’, Schimpfwort, 2: Heimatkalender-Je 1937,76 (JE2-Fi), Heimatkalender-Ze 1964,95 (ZE-Ze), 3: vereinz. n/w elbostf., 4: vereinz. w anhalt. – n sönne bande Spr-Mab 387 (WO-Ol); De janze Ban’ne tet nischt. Wb-Ak 31; ..., mät son’ne Reewor (Räuber) ... hawe ick alle Dage mein’n Arjor, muß doch ma sähn, wie die da mät so’ne Bande fartich wärn. Heimatkalender-Ze 1964,95 (ZE-Ze).
Lautf.: Bande, b- Heimatkalender-Je 1937,76 (JE2-Fi), Heimatkalender-Ze 1964,95 (ZE-Ze), vereinz. n/w elbostf.; Ban’ne Wb-Ak 31; Banne Heimatkalender-Börde 1925,62 (CA-Sa); [pane] Wb-Be.
Bne f. 1. verbr. (omd. nur wenige Belege) – a. ‘(freier) Weg, Strecke, Spur’ – Rda.: dorch den Schnei is all Bane Wb-We 12; mache reene Bahne ‘iss alles auf’ Spr-Anhalt 168; reine bne mken ‘gründlich aufräumen’ Wb-Nharz 20; Doch mot hier op de Stidde reine Bahne twischen uns beie makt wer’n. Rauch 1925,56. – Wenn die Elbe fest zugefroren ist, jßen de Frleite Bne: über die unebene Eisfläche wird Wasser gegossen, um einen glatten Weg für den Verkehr über den zugefrorenen Fluss zu bekommen. Wb-Ak 31. – b. bes. in versch. Verbdg.: Ruf an Umstehende beim Schlittern und Rodeln, den Weg frei zu machen – Bne! JE2-Scho; freie Bahne! CA-We; Bauhn frei! SA-Fa; Bahn blank! WA-Et; Bahne frei, Kartoffelbrei! QUE-Fr; freie Bahne, fürn Sechser Sahne! CA-Eick; Bahne, wer nich wechjeiht is drahne! OSCH-Krop; Bahne latute, gift wecke ob de Schnute! WO-Eb. –2. ‘Stoffbahn’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 20, 4: Wb-Ak 31 – wfle bnen mot ek taun kl (Kleid) hebben? Wb-Nharz 20. – 3. ‘Scheitel’ 4: Wb-Ak 31. – 4. ‘durch herablaufendes oder herabtropfendes Wasser an einem Gegenstand hinterlassene Spur’ 4: a.a.O. 31. – 5a. ‘breite Schlagfläche des Hammers’ 4: Wb-Be. – 5b. ‘Schneide der Sense’ 4: BE-Grö, DE-Wa. – 6. ‘Eisenbahn’ 2: ZE-Roß, Heimatkalender-Ze 1962,89 (ZE-Ze), 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – n de Bne jn ‘zum Bahnhof gehen’ Wb-Ak 31; ... bracht’n de Hän’l’r ihr Viehseich met de Bahne odd’r ße Fuß uff de Landschtraaße inne Schtadt rinn ... Heimatkalender-Ze 1962,89 (ZE-Ze).
Lautf.: Ba(h)ne, Bne, b-, [bn]; außerdem: Bahn vereinz. s JE2 JE1, verstr. mittleres/sw elbostf.; pne Mda-Sti 14; Ba(o)hne, boane, Bohne, B(h)ne, [bn] vereinz. Altm. (1b.) n/mittleres JE2, JE1-Wall, verstr. elbostf., vereinz. s CA, DE-Wa; Baon, B(o)a(h)n, Bo(h)n, [bn] vereinz. nwaltm., verstr. Altm., vereinz. n/mittleres JE2, JE1-Ge, WO-Ba; [pne] Wb-Be; Bauhn SA-Fa; [ban] Mda-sJe1 7 (verstr. s JE1), [ban] Mda-Ze (verstr. ZE).
Bnhoff m. 1. ‘Bahnhof’ 2: Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze), 3: vereinz. elbostf., 4: vereinz. anhalt. – Uffn Bahnhoff in Bärnborj trempelte an Weiweßen schon anne halewe Stunne immer uff un ab. Heimatkalender-Be 1936,154. – 2. in der Verbdg.: katoolscher Bahnhof ‘Bordell’ 3: OSCH-Weg, 4: CA-Sa.
Lautf., Gram.: Bnhoff HA-Oh; Bahnhoff Dat./Akk. Sg. Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze), Rauch 1929,45, Klaus 1936,42, vereinz. anhalt.; Bahnhowwe Dat. Sg. Wedde 1938,57, Vk-Harz 3,25 (BLA-Be); -hof OSCH-Weg, CA-Sa; [pnhof] Wb-Be.
Bank f. 1. ‘bes. aus Holz bestehende Sitzgelegenheit, die mehreren Personen nebeneinander Platz bietet’ 1: SA-Dä, 2: verstr. brdb., 3: verstr. elbostf., 4: vereinz. omd. – ...; Knecht un Möllergesell seeten vor d’ Dör up d’ Bank, ... Heimatkalender-Ma 1931,85 (Altm.); Un uff de Straaß’n daa waar’n ville Bud’n un Dische un Bänke uffjeschtellt ... Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze); Rda.: dorch de Bank ‘durchweg’ WE-Dee; op der fulen Bank liggen Wb-We 13; uf de lanke Banke schau’m ‘eine Angelegenheit hinauszögern’ Wb-Ak 31; fällt nich ohne Vortel von de Bank von jmdm. gesagt, der klug ist und schwierige Aufgaben erledigen kann, Vk-Anhaltc 104. – In den Stuben der Wohnhäuser waren urspr. ringsum rot gestrichene B. aus Holz an den Wänden angebracht. Derartige B. finden sich noch vereinz. in den Wirtshäusern. Spr-Mab 386. – 2. ‘angehäufelte Reihe’, bes. von Heu, 2: Mertens 1899,32, 3: Wb-Nharz 20, 4: Wb-Ak 31, verstr. w BE, Wäschke 41919,31 – ’s Hei in Benke machen Wb-Ak 31; ne bank holt Wb-Nharz 20. –3. ‘Spargelbeet’ 3: vereinz. s OSCH n WE.
Lautf., Gram.: Bank, [bak] SA-Dä, verstr. Altm., ZE-Göd, verstr. w elbostf., vereinz. w anhalt.; [bag] verstr. w BE; Banke, [bak] WO-Ri, Mda-nwJe1b 65 (JE2-HSe), JE2-Ma, verstr. JE1 ZE ö elbostf., Wb-Ak 31; Bänke Pl. Mertens 1899,32, Heimatkalender-Ze 1962,90 (ZE-Ze), Krause 1964,12; [pake] Wb-Be; pnk Mda-Sti 9.
Begwenheit f. ‘(außergewöhnliches) Ereignis, Begebenheit’ 1: SA-Dä, 2: Heimatkalender-Ze 1962,92 (ZE-Ze), 3: vereinz. w elbostf., QUE-Di, 4: Wb-Ak 34 – Det waar ’ne richtije Bejäb’nheet ..., da jaab’t wat ße heer’n un wat ße säh’n, ... Heimatkalender-Ze 1962,92 (ZE-Ze); Rda.: ne Begebenheit dvon maken ‘von etw. viel Aufhebens machen’ Wb-We 14.
Lautf.: Begebenheit Wb-We 14; -jem’nheit HA-Oh; -je’mhait Wb-Holzl 61; Bijebmht QUE-Di; bejëbenheit Wb-Nharz 23; Bejäb’nheet Heimatkalender-Ze 1962,92 (ZE-Ze); -j’mht Wb-Ak 34; [bg(i)mhait] SA-Dä.